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Interview „Kids benötigen Durchhaltevermögen“

Donnerstag, Oktober 10th, 2013

Souverän zeigen die Kids von heute ihr „Silberlächeln“, dis­­kutieren unter Freunden über Brackets, Gummiringe und die neuesten Trendfarben für Zahnspangen. Doch auch immer mehr Erwachsene setzen sich mit der Korrektur von Zahnfehlstellungen durch Klammern auseinander – nicht nur als Eltern, sondern auch als Patienten. Welche Möglichkeiten gibt es grundsätzlich, um aus schiefen Zähnen für Jung oder Alt einen perfekten Zahnbogen zu ma­­chen? Die ProDente-Expertin Dr. Ana-Maria Milat beant­wortet die wichtigs­ten Fragen zum Thema.

Welche Methoden sorgen für Ordnung im Mund?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: heraus­nehmbare und festsitzende Spangen. Welche der Patient er­hält, hängt allein von der jewei­ligen Situa­tion im Mund ab. Bei kleineren Fehlstellungen oder beispielsweise bei einer Rück­lage des Unterkiefers wird eine lose Spange aus Kunststoff einge­setzt. Der Patient trägt diese nach den Anweisungen des Kieferorthopäden: zum Beispiel nur nachts oder rund um die Uhr. Auch wenn der Patient selbst die Schräubchen an der Klammer weiterdrehen soll, um die gewünschte Veränderung zu erreichen, erklärt ihm das der be­han­­­delnde Arzt. An einer festsitzenden Klammer dagegen muss der Patient weniger selbst machen. Sie besteht aus auf die Zähne geklebten Brackets (engl. „Träger, Stütze“) und einem Spannbogen aus Draht, der jederzeit Druck auf die Zähne ausübt.

Solche Spangen können die Zähne in alle Rich­tungen bewegen und bleiben oft mehrere Jahre lang im Mund – bis das Gebiss ganz in Ordnung gebracht ist. Damit diese Situation erhalten bleibt, wird immer nach der festen nochmals für einige Zeit eine lose Klammer getragen.

Wann sollte man mit der Behandlung beginnen?

Das entscheiden im Einzelfall Zahnarzt und Kieferorthopäde. Manche Fehlentwicklungen können schon im sehr frühen Kindesalter korrigiert werden. Die meisten Behand­lungen beginnen etwa im zehnten Lebensjahr, also in einer Phase des starken Wachstums des Wechselgebisses, in die man gut korrigierend eingreifen kann. Mit 13 oder 14 Jahren sind die Zähne dann in der Regel gerichtet und die aktive Arbeit des Kieferorthopäden ist beendet. Grundsätzlich ist es aber für die Behandlung von Fehlstellungen nie zu spät, denn unsere Zähne lassen sich zeitlebens bewegen – und bewegen sich ja auch von selbst, etwa durch den Druck der Zunge oder wenn durchbrechende Weisheitszähne ihre Nachbarn verschieben. Also können auch Erwachsene ihr Gebiss mit kieferorthopädischen Hilfsmitteln richten lassen.

Wie muss sich der Patient mit seiner Zahnspange verhalten?

Er braucht in jedem Fall Durchhaltevermögen und Sorgfalt – bei jungen Patienten ist es deshalb häufig auch Aufgabe der Eltern, ihre Kinder „bei der Spange“ zu halten. Die losen Klammern müssen unbedingt so oft und so lange getragen werden, wie es der Kieferorthopäde ange­ordnet hat, sonst erreicht man das Ziel – gerade, funktions­tüchtige und schö­ne Zähne – nicht. Anfangs fühlen sich zwar alle Spangen ungewohnt an, aber die meisten Patienten kommen nach kurzer Zeit gut zurecht.

Feste Klammern wirken automatisch rund um die Uhr – ihre Besitzer müssen aber besonders auf eine exzellente Zahnpflege achten, denn durch die Brackets und Bögen im Mund ist das Zähneputzen aufwen­diger. Kleine Bürsten für die Zahnzwischenräume helfen bei der gründlichen Reinigung.

Wer trägt die Kosten der kieferorthopädischen Behandlung?

Vor eineinhalb Jahren sind die Kriterien für die Behandlung bis zum 18. Lebensjahr strenger geworden. Nur wenn die Zahnfehlstellungen den von den gesetzlichen Kran­ken­kassen festgelegten Vorgaben ent­spre­­chen, übernehmen diese die Kosten. Die Abwicklung hat sich nicht verändert und erfolgt in zwei Stufen: Zunächst rechnet der Arzt 80 Prozent direkt mit der Kasse ab, die restlichen 20 Prozent zahlt der Patient quartalsweise selbst. Nur wer die Behandlung bis zum erfolgreichen Ende durchhält, wird anschließend belohnt und erhält die 20 Prozent zurück. Muss der Kieferorthopäde die Behandlung dagegen abbrechen, weil der Patient nicht mitar­beitet – die Klammer gar nicht oder unregelmäßig trägt –, werden auch keine Kosten erstattet. Bei Erwachsenen gelten die Regelungen unverändert: Hier übernimmt die Kasse nur dann die Kosten, wenn eine kombinierte kieferorthopä­di­sche und -chirurgische Behand­lung notwendig ist.

Implantate – Lange haltbar und lange schön!

Sonntag, September 29th, 2013

Zu diesem Schritt möchte ich Sie im Namen des Bundesverbandes der implantologische tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) beglückwünschen. Mit einem Einzelzahnimplantat oder einer implantatgetragenen Versorgung werden Sie schnell vergessen, dass Sie überhaupt Zahnersatz im Mund haben. Zahnimplantate – also künstliche Zahnwurzeln – kommen wie kein anderer Zahnersatz dem natürlichen Zahn am nächsten und können bei der richtigen Pflege Jahrzehnte, ja lebenslang halten. Zudem sind Implantate nach der Einheilzeit genauso belastbar wie Ihre natürliche Zähne.

Damit Sie lange Freude daran haben, ist Ihre Mitarbeit nötig. Ihr Zahnarzt hat Ihnen das Implantat gesetzt und wird regelmäßig kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Sie selbst müssen für sorgfältige Mundhygiene sorgen, die Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit des Implantats ist. Es ist also Teamarbeit gefragt!

Die Zahnbürste allein reicht nicht mehr. Wir informieren Sie, wie Sie künftig Ihre Zähne putzen sollten, welche Hilfsmittel Sie verwenden können und auf was Sie sonst noch achten müssen, damit Ihre Implantate lange haltbar und lange schön bleiben!

Einführung
Was ist ein Implantat?
Warum ist Mundhygiene wichtig?
Warum reicht normale Mundpflege nicht?
Warum müssen Implantate besonders intensiv gepflegt werden?

Dir richtige Pflege
Welche Hilfsmittel gibt es für die Reinigung?
Wie wenden ich Hilfsmittel richtig an?
Was muss ich bei der Reinigung der Implantate beachten?
Was ist in den ersten Tagen nach der Implantation wichtig?
Wie pflege ich mein Einzelzahnimplantat?
Wie pflege ich festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten?
Wie funktioniert die Pflege bei herausnehmbarem Zahnersatz?

Gut zu wissen
Welche Zahnbürste ist die richtige?
Warum professionelle Zahnreinigung?
Warum brauchen Implantate ein gesundes Umfeld?
Was ist Periimplantitis?
Welche Risikofaktoren gibt es?
Wie häufig muss ich zur Kontrolle zum Zahnarzt?
Checkliste: Ist mit meinen Implantaten alles in Ordnung?
Spielt mein Implantat bei allem mit?

Service

Was ist ein Implantat?

Das Zahnimplantat ist eine Schraube aus knochenverträglichem Titan oder aus Keramik, die operativ in den Kieferknochen eingepflanzt (implantiert) wird und nach dem Einwachsen die Funktion der natürlichen Zahnwurzel übernimmt.

Auf das Implantat kommt nach dem Einwachsen ein Aufbau (Pfosten), der den eigentlichen Zahnersatz, also die Zahnkrone, trägt. Damit ist das Implantat eine gute Alternative zu einer Zahnbrücke, bei der die Nachbarzähne beschliffen werden müssen. Auf Implantaten lässt sich sowohl festsitzender als auch herausnehmbarer Zahnersatz verankert.

Es gibt mehr als 100 unterschiedliche Implantatsysteme, die je nach den individuellen Gegebenheiten im Mund des Patienten Anwendung finden. Im Prinzip ähneln sich die Systeme. Was Sie hier lesen, trifft auf fast alle Varianten zu.

Warum ist Mundhygiene wichtig?

Seit Jahren wissen wir, dass gesunde Zähne in einem intakten Umfeld für den gesamten Körper wichtig sind.
Stimmt die Mundhygiene nicht, können bakterielle Entzündungen das Zahnfleisch schädigen, zu Zahnfleischtaschen führen und in den Blutkreislauf des Menschen gelangen. Dort belasten sie das Immunsystem, was die Entstehung von Gefäßverkalkungen fördert und auch andere gesundheitliche Folgen haben kann. Wenn Zahnfleischtaschen aufgrund der bakteriellen Belastung entzündet sind, (Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose gennant), belastet das nicht selten den gesamten Organismus.

Gesund im Mund

Karies und Zahnfleischerkrankungen werden durch bakterielle Zahnbeläge ausgelöst – auch Plaque oder Biofilm genannt. Die Entfernung der Plaque bzw. das Vorbeugen von Zahnbelägen (Plaque-Prophylaxe) ist daher von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie regelmäßig sorgfältig Zahnoberflächen und Zahnzwischenräume reinigen, sind Sie auf dem richtigen Weg, Ihren Mund gesund zu halten.

Eine gesunde Mundhöhle bedeutet, dass die Schutzmechanismen gegen Krankheitserreger in Ihrem Mund und Ihrem Speichel aktiv sind. Ein gesundes Zahnfleisch ist demnach wichtig für die Gesundheit Ihres Mundes und Ihres gesamten Körpers – und natürlich für eine lange Haltbarkeit Ihres Implantates.

Knochenabbau droht!

In Zahnbelägen leben zahlreiche Bakterien. Solange sie Beläge regelmäßig entfernt werden, bevor es zu Schäden an Zähnen oder Zahnfleisch kommt, bleibt das biologische Gleichgewicht in der Mundhöhle erhalten. Sobald sich die Plaque-Bakterien aber zu stark vermehren, besteht das Risiko von Karies und Parodontitis. Schwere Entzündungen wie Parodontitis (Entzündungen des Zahnfleisches am Zahn) bzw. Periimplantatis (Entzündungen des Zahnfleisches am Implantat) bergen ein erhebliches Risiko für Knochenabbau und den Verlust des Zahns bzw. des Implantats!

Hilfsmittel: Möglichkeiten und Grenzen

– Zahnbürste: Sie reicht nicht überall hin (auch keine noch so moderne elektrische!), weil sie nicht in die Zahnzwischenräume gelangt.
– Zahnseide, Interdentalbürstchen, Zahnhölzchen: Sie sind unbedingt notwendig (es gibt auch ,,dicke“ Zahnseide für Implantate). Nur so können die bakteriellen Zahnbeläge in den Zwischenräumen beseitigt werden.
– Munddusche: Sie ist nur bedingt geeignet für Implantate und kein Ersatz für Zahnreinigung.

Warum müssen Implantate besonders intensiv gepflegt werden?

Bei den Zähnen gibt es einen natürlichen Schutz zwischen Zahn und Zahnfleisch. Zwischen Implantat und Zahnfleisch ist der Übergang hingegen durchlässiger – und damit ist das Risiko größer, dass Bakterien eindringen und im Umfeld des Implantats eine Entzündung hervorrufen können (periimplantäre Mukositis).

Da die Oberflächen der Implantate in Ihrem Kiefer meist rau und je nach System auch schraubenförmig gestaltet sind, können sich eingedrungene Bakterien gut festsetzen und selbst von professioneller Hand schwer entfernt werden. Die Entzündung schreitet voran, sofern sie nicht gestoppt werden kann. Der stützende Kieferknochen wird dabei angegriffen und abgebaut bzw. zerstört. Dabei lockert sich das Implantat und kann sogar herausfallen.

Die Vielzahl der in der Mundhöhle existierenden Bakterienarten besiedelt eine Implantatwurzel genauso wie eine natürlichen Zahnwurzel.

Wenn Sie einige Regeln beachten, muss es so weit gar nicht erst kommen. Da A und O ist die richtige Pflege. Sie sollten etwas mehr Zeit und Aufwand investieren als bei der ,,normalen“ Mundpflege. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Implantate sorgfältig und schonend pflegen können.

Welche Hilfsmittel gibt es für die Reinigung?

Es gibt eine große Vielfalt an Zahnbürsten, Zahnseiden, Interdentalbürstchen und Mundduschen. Für jeden ist etwas dabei. Handzahnbürsten mit mittelharten und weichen Borsten, elektrische Zahnbürsten, Ultraschallzahnbürsten und solche mit rotierend-oszillierendem Kopf. Zahnseide (Floss), Interdentalbürstchen, Mundduschen und Mundspülungen, die unterschiedliche Zwecke erfüllen. Was Sie benutzen, bleibt letztlich Ihnen und Ihrem individuellen Putzverhalten überlassen. Wie zeigen Ihnen, was Sie für die Pflege Ihrer Zähne bzw. des implantatgetragenen Zahnersatzes tun müssen. Welche Hilfsmittel Sie wählen, bestimmen Sie.

Sprechen Sie das Thema aber auf jeden Fall in Ihrer Zahnarztpraxis an!

Welche Methoden werden heute zum Erhalt eines durch Kariesbakterien zerstörten Zahns eingesetzt?

Donnerstag, August 1st, 2013

Grundsätzlich ist es das Ziel beim Aufbau eines durch Karies zerstörten Zahnes die Form, Funktion und ästhetischen Belange wiederherzustellen. Für die Auswahl der verschiedenen Methoden sind der Umfang der Zerstörung, die individuelle Mundgesundheitssituation, aber auch die Erwartungshaltung des Patienten von zentraler Bedeutung. Die eingesetzte Methodik bestimmt daher auch sehr den Umfang und die Auswahl der notwendigen Maßnahmen. Die präventionsorientierte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde fordert ein minimalinvasives und substanzschonendes Vorgehen, das heißt, dass so viel wie möglich eigene Zahnhartsubstanz bei der Restauration des zerstörten Zahnes erhalten werden soll. Vor diesem Hintergrund haben minimalinvasive Methoden auf Grundlage der Kunststofffüllungstechnik in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Unabhängig davon besitzen aber auch Füllungen aus Amalgam, Inlays aus Gold und Keramik, Onlays, Teilkronen und Kronen weiterhin ihre Bedeutung im Versorgungsalltag.

Fest macht sicher

Sonntag, März 31st, 2013

Vorerkrankungen beachten

„Bei bestimmten Vorerkrankungen raten wir von Implantaten ab“, so Hoffmann. Dazu gehören Krankheiten wie Blutgerinnungs-, Stoffwechsel- und Knochenerkrankungen. Auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, welche die Immunabwehr unterdrücken, sprechen gegen Implantate. Raucher gehören ebenso zur Risikogruppe, da Rauchen die Gefahr des frühzeitigen Implantatverlustes erhöht. Die betroffenen Patienten können sich alternativ für festsitzende Brücken oder bei Fehlen mehrerer Zähne für teil-, oder vollprothetische Lösungen entscheiden.

Rauchen gefährdet Zähne und Zahnersatz

Sonntag, März 31st, 2013

„Wer raucht, ist gefährdeter als ein Nichtraucher an einer schweren Zahnfleischentzündung (Parodontitis) zu erkranken“, darauf verweist Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente. Besonders tückisch: Raucher bemerken erst viel später, dass sie an einer Entzündung des Zahnhalteapparates leiden. „Obwohl sich der Knochen schon abbaut, bemerken Raucher weder Schmerzen noch blutendes Zahnfleisch“, so Kropp weiter.

Neben den fehlenden Alarmzeichen, mit denen der Körper vor einer Parodontitis warnt, sind die Abwehrmechnismen des Körpers eingeschränkt. Der Grund: Das Nervengift Nikotin dringt nach dem Einatmen in die feinen Blutgefäße des Zahnfleisches. Die Gefäße werden durch Nikotin verengt und das Gewebe nicht mehr normal durchblutet. Erstes Zahnfleischbluten – ein wichtiges Warnsignal auf eine beginnende Parodontitis – bleibt somit aus.

Auch Zahnersatz in Gefahr

Rauchen erschwert zudem die Einheilung bei der Versorgung mit Zahnersatz. Gerade bei der immer beliebter werdenden Versorgung mit Implantaten unterliegt der Raucher einem wesentlich höheren Risiko, einen Misserfolg zu erleiden. Der Körper wird durch Rauchen mangelhaft mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt: Schädliche Bakterien können sich so vermehrt ansiedeln und Entzündungen auslösen, und das bei gleichzeitig deutlich verringerter Abwehr.

Achtung Taucher: Zahnfüllungen gefährlicher als Haie

Sonntag, März 31st, 2013

„Hai müsste man sein“, schmunzelt Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente. Anders als ein Mensch, kann ein Hai seine Zähne immer wieder erneuern. Das Maul gleicht einem Munitionslager. Ist ein Zahn abgenutzt, fällt er aus, und von hinten rotiert Ersatz nach vorn. Selbst der beste Taucher kann hier leider nicht mithalten. Wenn der Mensch nach nur einem Zahnwechsel seine 32 Zähne bekommen hat, muss er sie schützen und pflegen, um sie dauerhaft zu erhalten.

Besonders bei Tauchern kann der Wasserdruck bei vorgeschädigten Zähnen jedoch schnell zum Problem werden. Vor Urlaubsreisen sollte – ob Taucher oder nicht – ein Besuch beim Zahnarzt zu den Vorbereitungen der Reise gehören. Schmerzende Zähne können unter Wasser oder am Strand schnell die Urlaubsfreude trüben.

Sporttauchen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In vielen Urlaubsorten werden Schnupperstunden, Anfängerkurse und Schnorcheln angeboten, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Ein Tauch-Attest, das die gesundheitlichen Voraussetzungen prüft, ist bei vielen Tauchschulen vorgeschrieben. Die wenigsten Abenteuerlustigen machen sich Gedanken über weitere mögliche schmerzhafte Folgen des Wasserdrucks.

Undichte Zahnfüllungen oder kleine unbehandelte Löcher in den Zähnen können beim Tauchen höllische Schmerzen auslösen. Der erhöhte Druck unter Wasser führt dazu, dass sich in den Hohlräumen eingeschlossene Luft beim Auftauchen ausdehnt und Füllungen oder ganze Zahnteile regelrecht „abgesprengt“ werden können. Bereits in einer Tiefe von nur 10 Metern ist der Druck bereits doppelt so hoch wie an der Oberfläche.

Defekte Zähne können daher auch beim Schwimmen und Schnorcheln schnell Probleme bereiten. Neben der klassischen Tauchuntersuchung sollte ein kurzer Check-up beim Zahnarzt zu jeder Reisevorbereitung zählen, wenn die Unterwasserwelt gefahrlos und vor allem ohne schmerzhafte Folgen erkundet werden soll:

1. Füllungscheck

Um Hohlräume zu vermeiden, müssen Füllungen intakt und dicht sein, sodass sich keine Lufteinschlüsse bilden können. Auch im Sinne der Zahnerhaltung und zur Vorbeugung von Wurzelentzündungen sind solche defekten Füllungen zu erneuern.

2. Zahnfleischcheck

Unbehandelte Zahnfleischentzündungen können ausstrahlen und zu einer Bakterienbelastung des ganzen Körpers führen. Lockere Zähne, die meist auch noch druckschmerzhaft sind, können beim Mundstück des Lungenautomaten oder beim Schnorchel zu Problemen führen. Aber auch ohne den Tauchgang kann ein ausgefallener Zahn die Urlaubsfreude trüben.

3. Röntgenübersichtsaufnahme

Diese Aufnahme lässt Schwachpunkte erkennen. So können entzündete Wurzelspitzen, die nahe an den Kieferhöhlen liegen, zu einer Entzündung der Kieferhöhle und damit zum Ende des Tauchurlaubs führen. Diese Entzündungen können unter Erhalt des Zahnes zumeist operativ entfernt werden. Tote Zähne, die nicht wurzelbehandelt sind, können bei Druckschwankungen einem Barotrauma unterliegen und extreme Schmerzen verursachen. Allein ein Klimawechsel kann zu akuten Abszessen führen und die schönste Zeit im Jahr total vermasseln.

4. Abnehmbarer Zahnersatz

Damit die Prothese beim Tauchen nicht auf einmal quer im Halse hängt, sollte der Sitz des herausnehmbaren Zahnersatzes regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert werden.

Zähne in Gefahr – Piercings und Co.

Sonntag, März 31st, 2013

Zucker ist als Kariesteufel bekannt und daher als Gefahrenquelle für unsere Zähne in aller Munde. Doch es gibt noch andere Risiken, welche die Mundgesundheit stark beeinflussen können. Hier ein Überblick:

Habits verändern den Kiefer

Habits sind „dumme Angewohnheiten“, welche meist unbewusst ablaufen und bestimmte Kiefer-/Zahnabschnitte besonders belasten und zu Schäden an den Zähnen oder zu Verformungen des Kiefers führen können. Bekannte Habits sind z.B. Daumenlutschen, Einsaugen der Lippen- und Wangenschleimhaut und die Mundatmung. Meist sind Kinder betroffen, aber es kommt auch bei Erwachsenen vor: z.B. Kauen auf der Büroklammer. Ob Daumen oder Büroklammer:
Jeder Fremdkörper zwischen den Zähnen stört und beeinflusst das Gleichgewicht des Kausystems. Ob es dabei zu Kieferdeformierungen, Zahnfehlstellungen oder Schäden an den Zähnen oder am Zahnhalteapparat kommt, hängt u.a. von der Disposition, der Intensität und vom Lutschgegenstand ab.

Sauer macht nicht immer lustig

Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren durch saure Lebensmittel oder Getränke wie Fruchtsäfte, Alcopops oder Softdrinks. Ein häufiges Zuviel davon greift den Zahnschmelz massiv an. Generell gilt: Weil der Zahnschmelz durch säurehaltige Speisen und Getränke sehr schnell weich wird, ist das Zähneputzen direkt nach dem Essen tabu. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz mit weggeputzt – die Zähne sind anfälliger als vorher. Klüger ist es, 30 bis 60 Minuten zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz dadurch wieder hart werden. Ein paar Schlucke Wasser helfen, die Säure zu entfernen.

Piercings im Mundraum schaden Zähnen und Zahnfleisch

Zungen- und Lippenpiercings mögen „cool“ sein, doch langfristig kann der Schmuck Zähne und Zahnhalteapparat regelrecht zerstören. Dabei macht es einen Unterschied, wo genau sich das Piercing befindet: Hat man eins in der Zunge, schlägt der Piercingknopf durch die ständige spielerische Bewegung der Zunge andauernd gegen die Zähne, was zu irreparablen Rissen im Zahnschmelz führen kann. Folgen für die Betroffenen können Hitze- und Kälteempfindlichkeit der Zähne, Reizung des Zahnnervs und Karies sein.

Hat man das Piercing hingegen in der Unterlippe, drückt der Knopf gegen das Zahnfleisch – und kann so eine „Tasche“ im Zahnhalteapparat durch Knochenabbau auslösen. Die in einer Studie getesteten Patienten hatten schon nach wenigen Monaten mit dem Schmuck im Mund bis zu acht Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen. Ist erst einmal nicht mehr genügend Zahnfleisch und vor allen Dingen der darunterliegende Knochen nicht mehr vorhanden, fehlt den Zähnen der Halt und sie fallen über kurz oder lang aus.

Deshalb: Wer seine Zähne noch eine Weile behalten möchte, sollte die Finger von Piercings im Mundraum lassen. Harmloser sind Schmuckstücke wie Dazzler und Twinkles.

Besondere Zahnpflege bei Essstörungen

Nicht nur mangelnde Zahnpflege schädigt die Zähne, auch die Begleiterscheinungen von „Bulimie“, der sogenannten Ess-Brecht-Sucht. Die Betroffenen werden von heftigen Essattacken überfallen und zwingen sich anschließend, das Gegessene zu erbrechen. Die Folge: Mit der Zeit kommt es zu zahlreichen gesundheitlichen Schäden – auch die Zähne sind betroffen.

Eine auch für die Zähne gefährliche Säure ist die Magensäure. Sie vermischt sich im Magen mit der Nahrung und hat die Aufgabe, den Nahrungsbrei chemisch in kleinere Teile zu zerlegen. Wer häufig erbricht, spült permanent Magensäure in die Mundhöhle, das heißt, die Zähne sind besonders häufig der starken Säure ausgesetzt. Langfristige Folgen sind Mulden, Zackenbildungen und Verkürzungen an den Zähnen.

Um dem entgegenzuwirken, ist eine richtige Zahnpflege notwendig. Weil der Zahnschmelz durch die Magensäure sehr schnell weich wird, ist Putzen nach dem Erbrechen tabu. Klüger ist es, 30 bis 60 Min. zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Sinnvoll ist es, den Mund mit einer neutralisierenden Flüssigkeit zu spülen. Am besten eignet sich dazu eine Lösung von Natriumhydrogencarbonat bzw. Basenpulver. Man mischt dazu einen halben Teelöffel des Pulvers in 1/4 Glas Wasser frisch an. Auch eine intensive Spülung mir einem fluoridisierten Mundwasser, klarem Wasser oder Milch schützt die Zähne.

Die Zahnfee kommt

Dienstag, März 12th, 2013

Emma bekommt neue Zähne. Ein Milchzahn wackelt, fällt aus und ein neuer Zahn erscheint. Emma staunt, ihre Eltern sind manchmal unsicher. Könnte Emma einen lockeren Milchzahn nachts versehentlich verschlucken? Ein neuer Zahn ist in ihrem Kiefer schon zu erkennen, der Milchzahn aber noch gar nicht ausgefallen. Läuft da etwas schief? Sollte man nicht vorsichtshalber einen Kieferorthopäden aufsuchen? So wie Emma und ihren Eltern geht es vielen in der spannenden Zeit des Zahnwechsels.

Die Milchzahnwurzeln geben den ersten Zähnen ihren Halt. Wenn mit dem Schulalter, also etwa mit sechs Jahren, der Zahnwechsel beginnt, sind im Normalfall bereits alle bleibenden Zähne angelegt. Auf einer Röntgenaufnahme der Kiefer kann sie der Fachmann bereits erkennen. Die bleibenden Zähne mineralisieren im Kieferknochen von der Zahnkrone angefangen bis zur Wurzel aus. Mit dem Mineralisationsprozess schieben sie sich nach oben, während sich die Milchzahnwurzel langsam auflöst. Die Milchzahnwurzel wird dabei kürzer, der bleibende Zahn immer länger. Die Folge: Der Milchzahn lockert sich. Am Ende hat sich die Milchzahnwurzel komplett aufgelöst. Es thront nur noch die Milchzahnkrone über der Zahnkrone des bleibenden Zahnes, der kurz vor dem Durchbruch steht. Der Milchzahn fällt schließlich aus.

Wenn Milchzähne nicht ausfallen

Manchmal fallen Milchzähne allerdings nicht von selbst aus. Ein Grund: Der bleibende Zahn darunter ist gar nicht angelegt! Die Milchzahnwurzel wird daher nicht aufgelöst. Überdurchschnittlich häufig sind die oberen seitlichen Schneidezähne und die zweiten kleinen Backenzähne (Prämolaren) im Unterkiefer davon betroffen. 
Zerstörte Milchzähne fallen häufig ebenfalls nicht von selbst aus. Manchmal löst der Körper die Wurzeln eines von Karies befallenen Milchzahns nur unvollständig auf. Die verbleibenden Milchzahnreste können dann den Durchbruch des bleibenden Zahnes blockieren. In einem solchen Fall wird der Zahnarzt den zerstörten Milchzahn entfernen, wenn die Durchbruchszeit des bleibenden Zahnes gekommen und dieser auf dem Röntgenbild zu sehen ist.

Was tun bei Nichtanlagen?

Ist ein bleibender Zahn gar nicht angelegt, sollte man die Möglichkeit eines kieferorthopädischen Lückenschlusses zuerst abklären. Falls dies nicht möglich ist, sollte man den entsprechenden Milchzahn bei Kindern und Jugendlichen so lange wie möglich belassen. Ist das aufgrund von Lockerung, Defekten oder einer störenden Optik zum Beispiel im Frontzahnbereich nicht möglich, gibt es verschiede Optionen: Die Lücken könnten zunächst mit einer Zahnspange offen gehalten werden. Bis zum Erwachsenenalter wird ein temporärer Zahnersatz, zum Beispiel eine Klebebrücke, eingegliedert. Das ist ein künstlicher Zahn, der mittels flügelartiger Ausläufer an der Rückseite der Nachbarzähne befestigt wird. „Der Vorteil ist, dass bei einer Klebebrücke die gesunden Nachbarzähne kaum oder gar nicht beschliffen werden müssen“, erklärt Thomas Lüttke, Zahntechnikermeister und ProDente-Experte. „Die Haltbarkeit und die Optik einer solchen Konstruktion ist gut. Im Erwachsenenalter kann zum Beispiel ein Implantat den nicht angelegten Zahn auf Dauer ersetzen.“ Auch sind Transplantationen anderer Zähne in die Lücke eine Therapieoption.

Riesige neue Zähne

Brechen die ersten bleibenden Schneidezähne durch, sind viele Eltern überrascht, wie groß diese aussehen. Die meisten Kinder haben allerdings keine überdimensional großen Zähne, sondern sie wirken neben den kleineren Milchzähnen nur besonders groß. Wachsen im weiteren Verlauf die Kiefer und der Kopf, relativiert sich das Bild sehr schnell.

Zähne in zweiter Reihe

Manchmal kann es gerade bei den Unterkieferschneidezähnen vorkommen, dass bereits die Schneidekante des bleibenden Zahns zu sehen ist, während der Milchzahn davor noch gar nicht ausgefallen ist. Das ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Ist der Milchzahn schon stark gelockert, reicht es häufig aus, abzuwarten. Ist er es nicht und sollte der Milchzahn nach dem Alter des Kindes schon längst ausgefallen sein, wird der Zahnarzt nachhelfen. Der bleibende Zahn wird von der Zunge meist ganz von allein nach vorn an den richtigen Platz geschoben.

Kann ein Milchzahn versehentlich verschluckt werden?

Diese häufige Befürchtung ist unbegründet. Zähne, die „nur noch am seidenen Faden hängen“, verabschieden sich eher beim beherzten Biss ins Brötchen oder beim forcierten Wackeln daran als in der Nacht. In jedem Fall aber sollte sich Emma etwas von der Zahnfee wünschen, die in der Nacht kommt, um den ausgefallenen Milchzahn zu holen.

Keine Schmerzen – keine Angst

Sonntag, März 3rd, 2013

Tiefe Entspannung

Die Hypnose Hypnose
Menschen mit großer Angst vor zahnärztlichen Behandlungen können durch Hypnose in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden. Die Behandlung wird im so genannten Dämmerschlaf erlebt. Äußere Reize, wie Schmerz, werden gedämpft, manchmal sogar völlig unterdrückt.
kommt manchmal bei Patienten mit Ängsten zum Einsatz. Das Verfahren ermöglicht eine angst- und schmerzfreie Behandlung – aber nicht ohne zusätzliche Betäubungsmittel. Bei der Hypnose Hypnose
Menschen mit großer Angst vor zahnärztlichen Behandlungen können durch Hypnose in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden. Die Behandlung wird im so genannten Dämmerschlaf erlebt. Äußere Reize, wie Schmerz, werden gedämpft, manchmal sogar völlig unterdrückt.
wird der rationale Teil des Gehirns „abgeschaltet“. „Alles, was unangenehm ist, wird in diesem Moment ausgeblendet“, so Dr. Mehrstedt. Zahnärzte, die diese Behandlungsart anwenden, müssen zuvor eine spezielle Zusatzausbildung absolvieren.

Zur Entspannung des Patienten ist aber nicht immer eine Hypnose Hypnose
Menschen mit großer Angst vor zahnärztlichen Behandlungen können durch Hypnose in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden. Die Behandlung wird im so genannten Dämmerschlaf erlebt. Äußere Reize, wie Schmerz, werden gedämpft, manchmal sogar völlig unterdrückt.
erforderlich; auch ganz einfache Mittel können helfen, die Angst und damit oftmals auch das Schmerzempfinden zu mindern. So kann sich der Patient mit Musik aus dem Discman ablenken und mit dem Zahnarzt ein Zeichen absprechen, mit dem er Schmerzen signalisiert. Dann unterbricht der Arzt die Behandlung. Kann der Patient darauf vertrauen, ist er wesentlich lockerer und damit weniger schmerzempfindlich. Besonders Patienten, welche mehrmals die Erfahrung gemacht haben, dass Zahnbehandlungen schmerzhaft sind, können so ihre Angst vor Schmerzen überwinden.

Gerüche und Geräusche lösen Angst aus

Sonntag, März 3rd, 2013

Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen

In Hotels und Geschäften hat man dieses Phänomen bereits erkannt. Hier versuchen spezielle Geruchs- und Sounddesigner dem Einkäufer ein möglichst angenehmes Gefühl zu vermitteln. Auch in vielen Zahnarztpraxen versucht man den Schrecken eines Zahnarztbesuches durch Wohlfühlatmosphäre zu begegnen. Praxisräume sind längst nicht mehr nur weiß und steril. Farben, Bilder und sogar spezielle Duftsäulen sollen zum Relaxen einladen. Freundliches Praxispersonal und ein entspannter Zahnarzt tun dann das Übrige.
Während der Behandlung können Kopfhörer mit der Lieblingsmusik, DVDs oder spezielle Videobrillen von den beängstigenden Geräuschen ablenken und so das Kopfkino überlisten.