Archive for the ‘Prothetik’ Category

Keramik im Himmel und auf Erden

Montag, Februar 24th, 2014

Ob auf dem Kaffeetisch oder im Bad – aus dem Alltag ist das Material Keramik nicht mehr wegzudenken. Doch der Werkstoff kann noch viel mehr: Dank ihrer herausragenden Eigenschaften sind spezielle Hightech-Keramiken optimal geeignet für den Einsatz in Technik, Luft- und Raumfahrt und in der Zahmedizin.

Extreme Härte, hohe Abriebfestigkeit, Formstabilität und Beständigkeit gegen chemische Einflüsse aller Art – damit sticht Keramik andere Werkstoffe aus. Ob Antriebssysteme für die Raumfahrt, Gehäuse für superschnelle Chips, künstliche Hüftgelenke oder eben Zahnersatz: Die innovative Hightech-Keramikkommt überall dort zum Einsatz, wo Metalle aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften an ihre Grenzen stoßen.

Keramik im Himmel und auf Erden

Montag, Februar 24th, 2014

Verblenden für den guten Eindruck

Für eine perfekte Optik werden Kronen im sichtbaren Bereich des Gebisses mit Keramik verblendet“: Die lichtdurchlässige Silikatkeramik wird auf den Kronenkern – aus Metall oder hochfester Keramikgeschichtet und aufgebrannt. Allerdings kann es zu Verfärbungen am Zahnfleischrand kommen.

Keramik im Himmel und auf Erden

Montag, Februar 24th, 2014

Herstellung im Labor oder in der Praxis

„Hergestellt wird keramischer Zahnersatzim Dentallaboroder auch direkt in der Praxis“, erläutert Dr. Ahlers die unterschiedlichen Verfahren. Der Werkstoff kann gepresst, infiltriert, gesintert, gefräst und geschliffen werden.

Bei klassischer Herstellungtechnik wird die Keramikschrittweise aufgetragen und in speziellen High-Tech-Öfen gebrannt. Für das moderne Pressverfahren stellt der Zahntechniker nach dem Gebissabdruck des Patienten zunächst eine Hohlform her. Die Keramikwird verflüssigt und unter hohem Druck in die Form gepresst und so entsteht die Restauration. In den letzten Jahren wurden moderne computergestützte CAD/CAM-Verfahren entwickelt, die mittels rechnergesteuerter Fräsmaschinen die Herstellung der Restaurationaus einem industriell vorgefertigten Keramikblock ermöglichen.

Keramik im Himmel und auf Erden

Montag, Februar 24th, 2014

Innen extrem hart, außen so schön wie die eigenen Zähne

In der Zahnmedizin kommen verschiedene Keramikarten zum Einsatz. Sie eignen sich für unterschiedliche Anwendungsgebiete und Herstellungsverfahren. Verwendet werden vor allem Oxid- und Silikatkeramiken – mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

• Die Oxidkeramiken sind hochfest, aber weniger lichtdurchlässig. Sie werden vor allem als Kernmaterial für Kronen und Brücken verwendet und konventionell einzementiert. Da diese Werkstoffe einen sehr hohen Druck aushalten, sind sie auch für die stark belasteten Seitenzähne geeignet.

•Die etwas weniger festen, aber optisch exzellenten Silikatkeramiken werden für Veneers, Inlays und Teilkronen eingesetzt und dienen darüber hinaus zum Verblenden von Kronen mit einem Kern aus Metall oder hochfester Keramik. Diese Werkstoffe können mit dem Restzahn verklebt werden. So geht nur wenig Substanz verloren und eine optimale Stabilität ist gewährleistet.

Mund auf für Hightech-Keramik

Montag, Februar 17th, 2014

In vielen Patientenmündern versteckt sich eine Vielfalt an Materialien, die im Laufe eines Lebens bei diversen Zahnarztbesuchen für Brücken, Kronen oder Inlays zum Einsatz gekommen sind. Heute lohnt es sich, genauer hinzusehen, denn die Entwicklung der in der Zahnmedizin verwendeten Stoffe hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht.

Was im Weltall erforscht und angewendet wurde, kommt nicht selten auf der Erde zum Einsatz. Materialien, die den extremen Anforderungen in der Raumfahrt Stand halten, können sich auch in anderen medizinischen und technischen Bereichen bewähren. Eines dieser High-Tech-Materialien hat die moderne Zahntechnik für sich entdeckt: Keramik. Extreme Härte, hohe Abriebfestigkeit, Formstabilität und Beständigkeit gegenüber chemischen Einflüssen aller Art – das sind die Eigenschaften, mit denen sich Keramikauszeichnet.

Mund auf für Hightech-Keramik

Montag, Februar 17th, 2014

Keramik – die Antwort auf höchsten Anspruch

Grundsätzlich bestehen zahnärztliche Keramiken aus Quarz, Feldspat, Kaolin, Aluminiumoxid, Yttrium und Leucit. „Eine Allround-Keramikfür alle Fälle gibt es aber nicht“, erklärt Dr. M. Oliver Ahlers, Privatdozent und Oberarzt am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. „Vielmehr wird der Werkstoff Keramikje nach Einsatzort und Anforderung so zusammengesetzt, dass die jeweiligen Eigenschaften optimal wirken können.“ Zum Beispiel: Teilkeramische Kronen oder Brücken mit Metallkern, vollkeramische Inlays oder auch Keramik-Veneers, hauchdünne Verblendschalen, die auf die Oberfläche verfärbter oder abgebrochener Zähne geklebt werden.

Mund auf für Hightech-Keramik

Montag, Februar 17th, 2014

Metallfreie Zone für Patienten

Gerade in punkto Bioverträglichkeit sind die Anforderungen an die Zahnmedizin in den letzten Jahren gewachsen. Die Gesundheit gefährdende Materialien sind für den aufgeklärten Patienten von heute tabu. Besonders auf metallhaltige Materialien, die durch den sauren Speichelkorrosionsanfällig sind, reagieren viele allergisch. Bekanntester Vertreter solcher Stoffe: das Amalgam. „Es gibt zunehmend Versorgungslösungen ohne Metall“, erklärt Dr. Ahlers, „und dabei steht Keramikan erster Stelle.“

Mund auf für Hightech-Keramik

Montag, Februar 17th, 2014

Weiterentwicklung und kein Ende in Sicht

Noch ist der Einsatz von Keramik
nicht unbegrenzt möglich. Für kleinere Brücken im Front- und Seitenzahnbereich eignet sich Keramik gut, größere Gebisslücken allerdings sind damit noch nicht zu versorgen. Doch die Wissenschaft ist bereits auf dem Weg, auch diese Lücke zu schließen – im wahrsten Sinne des Wortes. Erste Ergebnisse von Langzeitstudien klingen viel versprechend und lassen besonders auf den neuen und hoch belastbaren Werkstoff Zirkonoxidkeramik hoffen.

Perfekte Optik für das Gebiss – Ein Inlay aus Keramik ist nahezu unsichtbar

Montag, Februar 10th, 2014

Behandlung in zwei Schritten

Die Patientin ist bereit, sich die dauerhaft schöne Füllung ihrer Zähne etwas kosten zu lassen, und vereinbart zwei Behand­lungs­termine. Beim ersten bereitet der Zahnarzt ihre Zähne vor: Er entfernt die Kariesund beschleift den Zahn so, dass das Inlay später perfekt sitzt. Dann fertigt er einen Abdruck an und setzt ein Provisoriumin die Löcher ein. Anhand des Ab­drucks werden die beiden Inlays für Renate Bender im zahntechnischen Labor exakt gefertigt und beim zweiten Termin eingesetzt. Dazu benutzt der Zahnarzt spezielle Kleber und sorgt während des Einklebens mit Spanngummis dafür, dass der betroffene Bereich trocken bleibt. Nur so ist später ein sicherer Halt des Inlays gewähr­leistet.

Perfekte Optik für das Gebiss – Ein Inlay aus Keramik ist nahezu unsichtbar

Montag, Februar 10th, 2014

„Rechts unten müssen wir ran“, lautet der Befund des Zahn­arztes bei Renate Benders Gebiss. Die alten Füllun­gen in den Backenzähnen sind porös geworden, Karies­bak­terien können eindringen und den Zahn
zerstören. Die Patientin möchte nun statt der bisherigen dunklen Amal­gamfül­lungen eine besonders langlebige und attrak­tive Lösung für ihre Zähne. Im Gespräch mit dem Arzt fällt die Entscheidung: Renate Bender erhält zwei Keramik­inlays.

Weil man Inlays aus Metall nun einmal beim Lachen im Mund aufblitzen sieht, hat die Patientin die besonders unauffällige und ästhetisch schöne Art der Einlagefüllungen gewählt. Die Inlays aus Keramik sind zahn­farben und werden heute so perfekt gestaltet, dass selbst der Zahnarzt sie manchmal auf den ersten Blick nicht erkennt. Sie sind aller­dings wegen der aufwänd­igen Herstellung und Behand­lung nicht billig. Diese hoch­­wertige Versorgung übernehmen die gesetz­lichen Kran­ken­­kassen nicht. Sie steuern nur den Betrag bei, der für eine herkömmliche Füllung entstanden wäre. Deshalb erstellt der Zahnarzt vor der Behandlung einen Kostenvor­anschlag. Anhand der Angaben zu Material-, Labor- und Behandlungs­kosten kann sich Renate Bender ein Bild machen, welche Investition auf sie zukommt. Dabei richtet sich die Höhe der Kosten nach der Größe des Zahndefektes und des entspre­chenden Inlays. Der Kostenvoranschlag ist eine rein private Vereinbarung zwischen Patient und Zahnarzt – im Gegensatz zum Heil- und Kostenplan, wie er bei Zahnersatz erstellt und von der Krankenkasse genehmigt wird, die dabei einen Teil der Kosten übernimmt.