Archive for the ‘Prohylaxe’ Category

Großputz beim Profi…III

Freitag, Februar 15th, 2013

Was passiert bei einer professionellen Zahnreinigung?
Zu Beginn werden Zähne und Zahnfleisch auf Beläge, eventuelle Blutungen und Problemstellen untersucht. Dabei färbt der Behandler die Zähne an, um bakterielle Ablagerungen sichtbar zu machen – auch für den Patienten. Aus dem Ergebnis dieser Bestandsaufnahme ergeben sich Umfang und Ablauf der professionellen Zahnreinigung. Je nach Aufwand kann das intensive Putzprogramm bis zu einer Stunde dauern. Die gründliche Untersuchung ergibt zudem Hinweise auf besondere Schwierigkeiten und Fehler bei der Zahnpflege. Der Zahnarzt oder seine Prophylaxeassistentin kann dem Patienten deshalb nützliche Tipps geben, wie sich seine häusliche Mundhygiene optimieren lässt.

Quelle:“Lückenlos“

Großputz beim Profi II

Freitag, Februar 15th, 2013

Genügt denn die regelmäßige Zahnsteinentfernung nicht? Eine professionelle Zahnreinigung leistet wesentlich mehr als nur die Entfernung von Zahnstein. Sämtliche harten Beläge werden mit Ultraschall oder Handinstrumenten entfernt, wenn nötig auch im Bereich der Zahnfleischtaschen. Spezielle Bürstchen und Pulverstrahlgeräte beseitigen die weichen Beläge und auch Verfärbungen, die durch den Genuss von Kaffee, Tee oder Zigaretten entstanden sind. Nach diesem „Großreinemachen“ folgt der Feinschliff: Alle Zahnflächen werden mit einem rotierenden Gummikelch und einer Paste geglättet und auf Hochglanz poliert. Auf den glatten Flächen setzen sich Bakterien nicht so leicht fest, und auch die Farbstoffe im Kaffee oder Tee bleiben weniger gut haften. Abschließend erfolgt zusätzlich noch eine Versiegelung mit einem fluoridhaltigen Gel oder Lack.

Quelle:“Lückenlos“

Zahnbelag- Plaque

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Zahnbelag entsteht im Besonderen dort, wo Zahnflächen nicht durch natürliche oder künstliche Reinigung belagfrei gehalten werden können.

Plaque ist der Zahnbelag der aus mehreren, komplex Schichten besteht und Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate sowie Mikroorganismen enthält.

Die Plaque ist ein weisslicher Zahnbelag der nicht abspülbar ist, kann aber mit der Zahnbürste sowie Zahnzwischenraumbürste oder Zahnseide entfernt werden.

Plaque ist ein wesentlicher Faktor für die Entstehung der Zahnkrankheit Karies, denn die Bakterien im Zahnbelag leben von den Kohlenhydraten aus der Nahrung, zerlegen sie und bilden dabei Säuren, welche die Zahnoberfläche angreifen. Eine gefährliche Plaque kann innerhalb von 24 Stunden entstehen und zunächst eine Zahnfleischenztzündung (Gingivitis) verursachen, denn die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker aus zuckerhaltiger Nahrung in Säuren um. Durch diese Säuren wie auch der Magensäure und Erbrechen oder saurem Aufstossen (Reflux) können die Zahnoberflächen entkalkt werden und so zu einer Kariesbildung führen. Auch wenn die Zähne eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zahnoberfläche weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz erfolgen kann was als Zahnerusion oder Säureerosion bezeichnet wird. Aus der Plaque entsteht im Laufe der Zeit durch Anreicherung mit Kalksalzen Zahnstein, in dem ebenfalls Säure produzierende Bakterien sitzen die den Zahn schädigen. Damit kann es zu einem fauligen Verfall der unter dem Zahnbelag liegenden Zahnsubstanz und damit zu Kariösen Läsionen bzw. Defekten sowie Mundgeruch kommen. Wenn man den Zahnbelag und damit die Kariesherde nicht entfernt, wird auch der restliche Zahn angegriffen sodass Zahnlöscher entstehen können. Zahnbelag führt nicht nur zu Zahn-Karies, sondern kann auch schmerzhafte Zahnfleischentzündungen verursachen, denn die gefährliche Plaque setzt sich zwischen Zahn und Zahnfleisch und sorgt für einen Gewebeabbau rund um den Zahn.

Fluorid als Schutzschild gegen Plaque

Fluorid wie Aminfluorid als Kariesschutz bietet einen Schutz vor Zahnkaries indem es den Zahn bzw. Zahnschmelz und Dentin säureresistenter macht.

Durch den Bakterienstoffwechsel als Abbauprodukt entstehenden Säuren führen zu einer Entkalkung vom Zahn. Karies die stets an der Zahnoberfläche beginnt ist die Folge der Einwirkung organischer Säuren, im Besonderen der Milchsäure. Die Milchsäure wird in der Plaque aus Zucker von den Bakterien gebildet, besonders die Mutans-Streptokokken und die Laktobazillen. Für die den Zahn zerstörenden Kariesbakterien sind Zucker, Stärke und Zellulose die Nahrungsgrundlage. Kohlenhydrate wie Stärke oder Zucker sind neben Eiweiss und Fetten eine der Grundnahrungsmittel nicht nur für den Menschen, sondern auch für die den Zahn zerstörenden Kariesbakterien. Fast alle Karies verursachenden Bakterien im Mund, die auch als Kariesbakterien bezeichnet werden sind Milchsäurebildner. Wenn man keinen Zucker zu sich nimmt oder regelmässig perfekte Plaqueentfernung im Rahmen der Mundhygiene betreibt kann Zahnkaries als Zahnkrankheit verhindert werden. Als Vorbeugung gegen Karies ist der Einsatz von Fluoriden unverzichtbar, wenn man die Karies eindämmen möchte. Zahnpasten enthalten spezielle Wirkstoffe und Fluoride wie Fluoridegel oder Fluorudierungsschiene  zur Kariesprophylaxe. Es gibt auch eine ganz einfache Zahn-Prophylaxenmassnahme durch regelmässiges Kaugummikauen mit Zahnpflegekaugummis, den bewirken einen durch die Kaubewegung angeregten Speichelausfluss und verdünnen die Säuren bzw. neutralisieren die Säuren und fördern die Remineralisation.

Quelle:“Lückenlos“

Mehr als die Hälfte der Deutschen putzt ihre Zähne falsch!!!

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Auch wenn die Mehrheit der Deutschen mindestens zweimal täglich zur Zahnbürste greift, sieht das Ergebnis nicht immer blendend aus. Eine repräsentative Studie von AXA in Zusammenarbeit mit der Universität Witten/Herdecke zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) eine falsche Technik beim Zähneputzen anwendet.

Weniger als ein Drittel der Deutschen (32 Prozent) reinigt sich die Zähne richtig der Großteil nutzt häufig eine falsche Technik, etwa kreisende Bewegungen mit der Zahnbürste. So klärt Prof. Dr. Stefan Zimmer vom Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke und erster Vorsitzender der Aktion zahnfreundlich e.V. auf: „Einmal im Kindesalter gelernt, ändern die meisten Erwachsenen ihre Zahnputztechnik nicht mehr. Auch wenn kreisende Bewegungen für Kinderzähne noch die richtige Putztechnik gewesen sind, sind bei Erwachsenen fegende und rüttelnde Bewegungen mit der Zahnbürste optimal. Diese schonen das Zahnfleisch und entfernen die gefährlichen bakteriellen Zahnbeläge am besten.“ Die individuell beste Putztechnik kann einem der eigene Zahnarzt empfehlen. Neben der richtigen Zahnputztechnik sollte sich für die Zahnpflege auch genug Zeit genommen werden. Die Dauer des Putzens ist im Bundesdurchschnitt zu gering. Lediglich 40 Prozent aller Befragten nehmen sich drei Minuten oder länger Zeit zum Säubern ihrer Zähne. Stimmt die Technik und ist die Putzdauer ausreichend, gilt es, sich bei der Zahnpflege zu konzentrieren. Dies beherzigt zwar ein Großteil der Befragten über 50 Jahre (78 Prozent), jedoch lenken sich besonders die 14- bis 29-Jährigen häufig ab, indem sie beispielsweise durch die Wohnung laufen (31 Prozent) oder an den Tag bzw. die Arbeit denken (25 Prozent).

Mut zur Lücke ist fehl am Platz
Hilfsmittel wie Zahnseide oder Interdentalbürsten nutzt etwas mehr als die Hälfte der Befragten. Mit 75 Prozent ist die Zahnseide das meistgenutzte Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt bietet die saubersten Ergebnisse. Doch diese ist vielen Deutschen schlichtweg zu teuer. Die Vernachlässigung der Zähne aus Kostengründen hält Prof. Dr. Zimmer jedoch für sehr bedenklich: „Nicht nur die Zahngesundheit steht auf dem Spiel. Oftmals sind auch umfangreiche Behandlungen wie Füllungen und Wurzelbehandlungen teurer, als die Vorsorge selbst.“ Besonders für gesetzlich Krankenversicherte kann dies schnell ins Geld gehen, da in der Regel nur ein Festzuschuss gezahlt wird. Eine private Zahnzusatzversicherungen schützt vor unvorhergesehenen Zahnarztkosten.

Quelle:“Lückenlos“

 

Zahnstein muss weg!!

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Verfärben sich die Zähne am Zahnfleischsaum, hat sich wahrscheinlich Zahnstein gebildet. Er sollte möglichst bald vom Zahnarzt entfernt werden.

Wenn die Plaque zur Plage wird: Bakterielle Zahnbeläge sind anfangs weich und weißlich, fallen also kaum störend ins Auge und lassen sich mit der Zahnbürste leicht wegputzen. Gelingt es jedoch an bestimmten Stellen nicht, den Belag vollständig zu entfernen das ist vor allem am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen nicht ganz einfach –, kann sich dort die Plaque verhärten: Unter den Bakterienfilm auf dem Zahnschmelz mischen sich Mineralien aus dem Speichel, es entsteht Zahnstein.

Auffällige Verfärbung
In der Regel bildet sich Zahnstein zunächst an der Innenseite der unteren Schneidezähne und an der Außenseite der oberen Backenzähne in diesen Bereichen münden die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen. Wird er nicht entfernt, kann der Zahnstein wachsen, in die Zahnzwischenräume vordringen und sich immer weiter ausbreiten.
Zahnstein kann aufgrund seiner gelblichbräunlichen Verfärbung auch von Laien gut erkannt werden. Farbstoffe aus Kaffee, Tee, Rotwein oder Zigarettenrauch bleiben an der mineralisierten Plaque haften, da sie im Gegensatz zum gesunden Zahnschmelz keine glatte Oberfläche aufweist  Zahnstein ist rau und porös. Und damit auch ein idealer Nistplatz für schädliche Bakterien: Mit dem Zahnstein wächst das Risiko für Karies und Parodontitis.

Zu hart für die Zahnbürste
Leider können Sie mineralisierte Beläge nicht selbst entfernen, gegen die steinharte Plaque kommt Ihre Zahnbürste nicht an. Zahnstein kann nur der Zahnarzt beseitigen  er benutzt dazu ein Ultraschallgerät oder spezielle Handinstrumente. Schon allein deshalb ist der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt wichtig. Bei fast allen Menschen hat sich nach einigen Monaten ein bisschen Zahnstein gebildet, das ist selbst durch gründliches Putzen nicht völlig zu vermeiden. Nehmen Sie also die Unterstützung durch den Zahnarzt in Anspruch im Interesse Ihrer Mundgesundheit. Das Entfernen von Zahnstein geht normalerweise schnell, die unkomplizierte Prozedur ist höchstens für kurze Momente ein bisschen schmerzhaft. Die Kosten der Zahnsteinentfernung werden von den gesetzlichen Krankenkassen einmal pro Kalenderjahr übernommen. Regelmäßiges und richtiges Putzen der Zähne (zweimal täglich mindestens zwei Minuten) und Zwischenräume (einmal täglich mit Zahnseide oder Zwischenraumbürste) beseitigt bakterielle Beläge und beugt so der Zahnsteinbildung vor. Die ideale Ergänzung zur häuslichen Mundhygiene ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis. Bei dieser intensiven Grundreinigung beseitigt der Zahnarzt oder eine speziell ausgebildete Fachkraft sämtliche Beläge. Zahnstein wird auch in den Zwischenräumen und unter dem Zahnfleischsaum entfernt.

Quelle:“Lückenlos“

Wer lächelt kommt, kommt an…..

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Ein strahlendes Lächeln verzaubert, steigert das Wohlbefinden und ist sogar ansteckend. Kein Wunder also, dass ein gepflegtes Gebiss in unserer Gesellschaft als Zeichen für Schönheit und Gesundheit gilt. Lächeln ist aber nicht nur dann attraktiv, wenn ultraweiße Zähne à la Hollywood perfekt aufeinander beißen. Viel wichtiger ist eine gründliche Mundhygiene inklusive regelmäßiger Reinigung der Zahnzwischenräume.
Eine besonders gründliche und dabei unkomplizierte Lösung bieten Curaprox Interdentalbürstchen. Die kleinen Bürsten mit kurzem, handlichem Griff werden vorsichtig in die Interdentalräume geführt; durch sanftes Vor- und Zurückbewegen werden Speisereste entfernt und der empfindliche Raum zwischen den Zähnen schonend gereinigt.
Curaprox-Interdentalbürsten gibt es passend für jeden Interdentalraum farbcodiert in verschiedenen Größen. Das erleichtert die Auswahl der individuell passenden Bürste und ermöglicht eine effektive Reinigung – sie ist dank kunststoffummanteltem Draht besonders schonend.

Implantate brauchen beste Pflege

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Eine Implantat-Versorgung ist belastbar und dauerhaft und darüber hinaus eine kosmetisch sehr gute Lösung. Allerdings erfordern Implantate besondere Sorgfalt bei der Pflege. Beim eigenen Zahn bildet das umgebende Bindegewebe einen natürlichen Schutz und hindert Keime daran, den Zahnhals oder die Zahnwurzel zu befallen. Beim Implantat dagegen entsteht keine feste Anhaftung von Bindegewebe– bereits geringe Mengen bakterieller Plaque können eine Entzündung des umliegenden Zahnfleischs verursachen.
Wandern die Erreger dann in das Zahnbett hinein, kann das im schlimmsten Fall zum Verlust des Implantats führen.Implantatträger sollten ihre Zähne daher besonders gut  pflegen. Mindestens zweimal täglich jeweils zwei Minuten putzen ist die Basis – zusätzlich
gehören jetzt aber auch Interdentalbürste und Zahnseide unbedingt zum Pflegesortiment.

Kinderzahnpflege So macht Putzen Spaß

Dienstag, Mai 15th, 2012

,,Und jetzt ab ins Badezimmer, Zähne putzen!“ Auf diese Aufforderung reagieren Kinder in der Regel wenig begeistert. Ermahnungen nutzen dann wenig – besser ist der Versuch, die Mundhygiene als spielerisches Erlebnis zu gestalten.

Etliche Eltern seufzen nur noch, wenn es ums Thema Zähneputzen geht. Denn oft kostet es ganz schön viele Nerven, den Nachwuchs davon zu überzeugen, wie wichtig die Mundhygiene ist – morgens und abends. Und wenn die Kinder dann endlich nörgelnd zur Bürste greifen, muss man auch noch aufpassen, das sie lange und gründlich genug putzen.

Gemeinsam geht’s besser

Kinder lieben Rituale im Kreis der Familie – sie vermitteln Geborgenheit und Zusammengehörigkeitsgefühl. Am besten wird deshalb das Putzen schon ab dem ersten Zahn als festes Zeremoniell eingeführt: erst einmal täglich, später morgens und abends. So lernt das Kind von Anfang an, dass Zahnpflege ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Sie können die Motivation ihrer Sprösslinge deutlich stärken, wenn Sie sie bei der Zahnpflege nicht allein lassen. Gemeinsam macht das Putzen gleich viel mehr Spaß – vor allem, wenn Sie es ein bisschen spielerisch gestalten. So können die Kleinen zum Beispiel versuchen, die Großen zu imitieren. Außerdem kommt es bei vielen Kindern gut an, wenn sie bei den Eltern ,,nachputzen“ dürfen. Zusätzlich wirkt das gute Vorbild: Wenn Ihr Kind erlebt, dass auch Mama und Papa regelmäßig zur Bürste greifen, kann es sich leichter mit dem Zähneputzen anfreunden.

Lob spornt an
Unterstützend hilft die Wahl kindgerechter Werkzeuge. Zahnbürsten und -pasten mit lustigen Motiven oder tierischen Helden erhöhen den Spaßfaktor. Dabei darf das Kind sich seine Lieblingsprodukte gern selbst aussuchen. Eine große Rolle bei der Zahncreme spielt natürlich ihr Geschmack – sehr beliebt sind fruchtige Aromen wie zum Beispiel Himbeere oder Erdbeer. Lustige Lieder, Zahnputzbücher und spezielle Hörspielkasetten motivieren  zusätzlich. Auch Plaquefärbetabletten können Kinder anspornen: Alle müssen solange putzen, bis die Farbe von den Zähnen weg ist. Sehr wichtig ist nicht zuletzt Anerkennung. Loben Sie Ihr Kind, wenn es eifrig Zähne putzt !

Erzählen Sie Geschichten
Besonders bei kleineren Zahnputzmuffeln können Sie mit Hilfe von kurzen Geschichten nachhaltige Überzeugungsarbeit leisten. Erzählen Sie beim Zubettbringen, wie es den armen, ungeputzten Beißerchen ergeht. Lassen Sie dabei Ihrer Fantasie freien Lauf und schmücken Sie ruhig aus, wie sich vernachlässigte Zähne fühlen – und wie sie durch blitzsauberes ,,Schruben, Fegen und Wischen“ wieder aufblühen. Wenn Kinder wenig Lust zum Putzen haben,
 erweist sich oft die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste als nützlich. Die Technik weckt den Spieltrieb, steigert den Putzspaß und erleichtert zudem die Reinigung. Grundsätzlich eignen sich Elektrobürsten schon ab drei Jahren. Experten empfehlen anfangs die Kombination mit einer altersgerechten Handzahnbürste, damit das Kind auch die manuelle Putztechnik erlernt.

Quelle:“Lückelos“

„Her mit der Pasta!“

Dienstag, August 16th, 2011

Putzhilfe aus der Tube: Ohne Zahncreme macht die Mundpflege nicht nur keinen Spaß, sonder auch ein wenig Sinn. Denn das Bürsten allein würde längst nicht ausreichen, um die bakteriellen Beläge zu entfernen , die sich im Laufe des Tages unvermeidlich auf jeder Zahnoberfläche bilden. Die Zahnpasta verbessert den Reinigungseffekt der Zahnbürste enorm- entscheidend sind dabei vor allem drei Dine:

1.Flourid schützt den Zahnschmelz.

2. So genannte Putzkörper- diese schmirgelnden Teilchen bestehen in der Regel aus Mineralien wie Kieselsäure, Kalziumkarbonat oder Phosphaten.

3. Oberflächenaktive Stoffe(Tenside) sorgen dafür, dass die Zahncreme schäumt.

Die Zahnfäulnis, medizinisch Karies genannt, befindet sich in Deutschland seit vielen Jahren auf dem Rückzug. Das gilt vor allem für Kinder: Heute haben mehr alls die Hälfte aller Schulanfänger kariesfreie Milchzähne. Kariesbakterien gefährden die Zahngesundheit, weil ihr Stoffwechsel aggressive Säuren produziert, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, entsteht schließlich ein Loch.

Flourid gegen Zahnfäule

Gründliches Putzen mit flouridhaltiger Zahncreme stoppt die Karies-Attacke. Mit Bürste und Pasta werden bakterielle Beläge mechanisch entfernt, und Flourid härtet den Zahnschmelz, indem es herausgelöste Mineralien ersetzt. Es ist heute wissenschaftlich belegt, dass Flouride am besten vor Karies schützen, wenn sie von außen auf die Zahnoberfläche einwirken. Die Verwendung einer flouridhaltigen Zahnpasta ist deshalb unbedingt zu empfehlen- putzen Sie zweimal täglich mindestens zwei Minuten. Bei den Kindern sollte ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns zunächst mit einer speziellen Kinderzahncreme mit niedrigem Flouridgehalt geputzt werden. Erst wenn das Kind in die Schule kommt und das Kind selbstständig ausspucken kann, darf eine Junior- oder Erwachsenenpasta mit höherem Flouridgehalt benutzt werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, falls der Kinderarzt Flouridtabletten verordnet hat: Solange das Kind flouridhaltige Mittel einnimmt, sollte es zur Mundhygiene evtl. eine Zahncreme ohne Flourid verwenden und dies mit dem Zahnarzt des Vertrauens besprechen.

Putzkörperchen gegen Plaque und Verfärbungen

Für die Reinigungswirkung einer Zahncreme sorgen winzig kleine Putzkörperchen. Sie unterstützen die Zahnbürste beim Entfernen der bakteriellen Beläge. Die Kunst besteht darin, Putzkörper einzusetzen, die wirksam zum Abschmirgeln der Plaque beitragen und Verfärbungen beseitigen, dabei aber den Zahnschmelz nicht angreifen. Sie können bei allen handelsüblichen Zahncremes sicher sein, dass sie dem gesunden Zahnschmelz nichts anhaben können. Ein Maß für die Schmirgel- Wirkung der Zahnpasta st der so genannte RDA-Wert. Er hängt vor allem von der Härte, Größe und Oberflächenstruktur der Putzkörperchen ab. Die Aussagekraft des RDA- Werts in der Fachwelt umstritten, da er am vergleichsweise weichen Zahnbein(Dentin) gemessen wird und nicht am harten Zahnschmelz. Das Dentin, sozusagen der Kern des Zahnes, ist jedoch in der Regle vom schützenden Schmelz umgeben – eine Ausnahme bilden allerdings zum Beispiel freiliegende Zahnhälse. Nach Ansicht der Bundeszahnärztekammer sind für den alltäglichen Gebrauch Zahnpasten mit einem RDA-Wert zwischen 30und 70 zu empfehlen. Spezialcremes gegen Verfäbungen(Zahnweißcreme) enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Schleifmitteln. Produkte mit einem RDA- Wert über 80 sollten nicht täglich zur Mundhygiene angewendet werden, empfiehlt die Bundeszahnärztekammer. Die Ergebnisse wisschenschaftlicher Forschungen deuten darauf hin, dass Zahnschäden generell weniger auf zu stark schmirgelnder Zahnpasten zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf falsche Putztechnick:Wer regelmäßig mit zuviel Kraft und einer harten Bürste „schrubbt“, schädigt damit auf Dauer den Schmelz und unter Umständen auch das Zahnfleisch- es weicht vor dem Über-Druch zurück und legt den Zahnhals frei.

Schaum erfrischt nicht nur

Die meisten Verbraucher empfinden es als angenehm  und erfrischen, wenn die Zahnpast schäumt. Die Schaumbildner oder auch Netzmittel leisten noch mehr: Sie unterstützen die gleichmäßge Verteilung der Zahncreme und damit auch den Putzeffekt. Speisereste werden von den kleinen Bläschen „eingefangen“, die Zahnbürste kann sie dadurch besser entfernen. Die Netzmittel binden außerdem abgelöste bakterielle Beläge, nach Abschluss des Putzvorgangs lassen sie sich deshalb leicht ausspülen.Darüber hinaus ermöglicht der Schaum eine bessere Benetzung der Zahnoberflächen mit den Wirkstoffen in der Zahncreme.

Der Zahnarzt gibt gerne Tipps

Auf dem deutschen Markt sind zund 300 verschiedene Zahnpasten erhältlich- eine verwirrende Vielfalt. Zahlreiche Produkte enthalten besondere Zusätze oder Inhaltsstoffe, die zum Beispiel das Zahnfleisch kräftigen, die Bildung von Zahnstein reduzieren, gegen Mundgeruch wirken oder speziell für “ reifere“ Zähne geeignet sein sollten. Dann gibt es Cremes für sensible, schmerzempfindliche Zähne, und wieder andere enthalten antibakteriell wirkende Substanzen, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Fragen sie vor der Anwendung einer Zahncreme mit besonderen Eigenschaften am besten Ihren Zahnarzt. Er kann beurteilen, ob das Produkt in Ihrem ganz persönlichem Fall gut geeignet ist- und Ihnen außerdem weitere wertvolle Tipps zur richtigen Zahnpflege geben.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

ABC der Kinderzahnpflege

Dienstag, Juni 28th, 2011

Gesund im Mund von Anfang an: Wird schon ab dem ersten Zähnchen richtig geputzt, hat Karies kaum eine Chance. Ein gut gepflegtes Milchgebiss bildet die Basis für gesunde Zähne im Jugend- und Erwachsenenalter.

 Altersgerechte Zahnpflege

0 bis 2 Jahre: Bereits mit Durchbruch des ersten Milchzahns sollte die Mundhygiene beginnen. Eltern putzen die Zähne eines Kinder mit einer Baby- oder Minizahnbürste einmal täglich, am besten abends. Die Kinder- Zahnpasta (Flouridgehalt 500ppm) sparsam verwenden-in höchstens erbsengroßer Menge.

2 bis 4 Jahre: Ab dem zweiten Geburtstag sollten die Zähne zweimal täglich geputzt werden (morgens und abends). Die Kinder greifen nun die Zahnbürste auch schon selbst. Eine spezielle Lernzahnbürste erleichtert das eigenständige Putzen nach der KAI- Methode.

4 bis 6 Jahre: Im Schulalter erscheinen die ersten bleibenden Zähne. Den Anfang machen die Backenzähne am Ende der Milchzahnreihe- ihre Kaufläche ist besonders anfällig für Karies. Das Kind kann jetzt eine Junior- Zahnpasta mit höherem Flouridgehalt benutzen (1.000 bis 1.500 ppm).

8 bis 12 Jahren: Zahnärzte empfehlen eine Umstellung der Putzmethode auf die Bass- Technik. Dabei wird die Zahnbürste schräg in einem Winkel von etwa 45 Grad am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen Rüttelbewegungen über die Zähne geführt. Weil durchbrechende bleibende Zähne, Lücke und engere Zwischenräume die Zahnpflege erschweren, sollten die Eltern weiterhin regelmäßig den Putzerfolg kontrollieren.

Angst vorm Zahnarzt ?

Am besten lernt das Kind den Zahnarzt und sein Team bereits gegen Ende des ersten Lebensjahres kennen. Beim entspannten Besuch auf dem Schoß von Mama oder Papa kann es sich an die Räume und Geräusche gewöhnen, den Zahnarztstuhl und Instrumente erkunden – so kommen keine Ängste auf. Steht dann der erste Vorsorgetermin an, brauchen Eltern ihr Kind gar nicht weiter darauf vorzubereiten. Keinesfalls sollten die Erwachsenen sagen, dass es nicht wehtun wird – diese Bemerkung könnte die Furcht vor Schmerzen erst hervorrufen!

Fissurenversiegelung

Die Kauflächen der bleibenden Backenzähne weisen Furchen und Brübchen auf. Viele Kinder sind bis weit ins Schulalter  hinein motorisch noch nicht in der Lage diese Fissuren gründlich zu putzen. Deshalb bleiben hier oft Speisereste zurück – für Kariesbakterien ein gefundenes Fressen. Als vorbeugende zahnärztliche Maßnahme empfiehlt sich die Fissurenversiegelung: Der Zahnarzt reinigt zunächts die Kauflächen, raut den Schmelz dann leicht an und versiegelt schließlich die Fissuren mit einem Kunststofflack. Die Behandlung sollte möglichst bald nach Durchbruch der Backenzähne erfolgen. Sie dauert in der Regel nur wenige Minuten, ist völlig schmerzfrei- und kostet nichts: Die Fissureversiegleung der ersten und zweiten bleibenden Backenzähne zählt zu den kassenzahnärztlichen Leistungen, die gesetzlich versicherte Patienten im Alter zwischen 6 und 17 Jahren zuzahlungsfrei in Anspruch nehmen dürfen.

Flourid

Flourid härtet den Zahnschmelz und beugt Karies vor, wenn es kontinuierlich angewendet wird – am besten durch den täglichen Gebrauch einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns bis zum Durchbruch des ersten bleibenden Zahns sollten Kinderzahncremes mit niedrigemFluoridgehalt (500 ppm) benutzt werden. Etwa ab der Einschulung empfehlen Zahnärzte den Wechsel zu einer Junoior- oder Erwachsenenzahnpasta (1.000 bis 1.500 ppm Flourid).

KAI- Putztechnik

Vom Kleinkind- bis zum Grundschulalter putzen Kinder am besten nach der Kai- Mehtode. Die Abkürzung steht für Kau-, Außen-, Innenflächen: Zuerst wird die Zahnbürste auf den Kauflächen hin- und hergeführt. Dann folgen die Außenflächen- dazu beißt das Kind die Kauflächen aufeinander, setzt die Bürste im hinteren Backenzahnbereich an und führt sie mit kreisenden Bewegungen nach vorn. Danach werden auch die Schneidezähne geputzt, ebenfalls möglichst kreisend, nicht schrubbend. Abschließend erfolgt die Reinigung der Innenflächen, das Kind kann entweder in kleineren Kreisen bürsten oder vom Zahnfleisch ausgehend mit Ausweichbewegungen putzen (von rot nach weiß).

Karies

Karies muss nicht sein: Gewissenhafte Mundhygiene sorgt vor. Ein gesundes Milchgebiss ist äußerst wichtig – haben Kariesbakterien erst einmal Löcher verursacht,drohen unangehneme Folge. So kann die Infektion das Allgemeinbefinden beeinträchtigen, und es besteht ein erhöhtes Kariesrisiko für dich nachfolgenden bleibenden Zähne. Muss der Zahnarzt einen zerstörten Milchzahn ziehen, drohen Fehlstellungen im Gebiss, die später mit einer Spange behandelt werden müssen.

Kauen

Frische und feste Lebensmittel regen zum Kauen an, fördern den Speichelfluss und reinigen die Zähne. Beispiele für zahngesunde Esswaren sind Obst, Frischgemüse, Salat, Müsli und Vollkornbrot. Ist das Zähneputzen nach einer Mahlzeit nicht möglich, hilft zuckerfreier Kaugummi – durch das Kauen bildet sich vermehrt Speichel, der den Zähnen Mineralien zuführt.

Naschen

Zucker schadet den Zähnen, das weiß jedes Kind. Verbote sind jedoch keine Lösung – stattdessen sollten Eltern von Anfang an auf einen vernünftigen Umgang mit Süßigkeiten achten. Entscheiden für die Zahngesundheit ist weniger die Gesamtmenge des verzehrten Zuckers als vielmehr die Häufigkeit des Konsums. Wird öfter zwischendurch genascht, bekommen die Kariesbakterien immer wieder Nachschub und produzieren ständig Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Am besten ist es, Süßigkeiten direkt im Anschluss an Hauptmahlzeiten zu essen – und danach die Zähne zu putzen.

Schnuller 

Den Schnuller sollten Kinder nach Vollendung des ersten Lebensjahres nicht mehr lange benutzen. Selbst ein gutgeformter Nuckel kann die natürliche Gebissentwicklung stören. Ist er zu oft und zu lange im Mund, entwickelt sich ein Überbiss: Die oberen Schneidezähne liegen deutlich vor den unteren – dadurch wird normales Abbeißen erschwert.  Überbiss führt außerdem häufig zu Sprechproblemen, das Kind beginnt zu lispeln.

Zahnungsbeschwerden

Wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, sind viele Babys unruhig, weinen viel und schlafen schlecht. Das Zahnfleisch kann gerötet und geschwollen sein, manche Kinder bekommen auch leichtes Fieber. Kauen bringt Erleichterung und fördert außerdem den Zahndurchbruch: Hilfreich ist zum Beispiel ein gekühlter Beißring. Auch sanfte Zahnfleischmassagen mir dem sauberen Finger lindern die Beschwerden. Bleibt das Baby trotzdem quengelig oder soll das Einschlafen erleichtert werrden, wirken Zahnungshilfen beruhigend – sie sind als Gel, Salbe oder Tropfen erhältlich.

(Quelle: „Lückenlos-Magazin, 04-06/11)