Archive for the ‘Konservierende Zahnheilkunde’ Category

Er hat gebohrt!

Montag, Januar 13th, 2014

Zucker und säurehaltige Lebensmittel sowie mangelnde Mundhygiene und Vorsorge, machen den Kariesbefall der Zähne zu einer der Volkskrankheiten in Deutschland. Nahezu 100 Prozent der Bundesbürger im Erwachsenenalter hatten in ihrem Leben bereits eine Zahnkaries. Haben die Karies-Bakterien den Zahnschmelz zerstört, kann nur noch der Bohrer helfen. Mit ihm trägt der Zahnarzt den erkrankten Bereich des Zahns ab und verhindert so ein Ausbreiten der Karies. Der Zahn wird anschließend gefüllt oder gegebenenfalls wieder aufgebaut um seine Kauleistung wieder erfüllen zu können.

Zahnbelag beherbergt Bakterien, die für die Entstehung der Karies verantwortlich sind. Er haftet fest am Zahn, ist klebrig und lässt sich nicht so einfach wegspülen. Nur mit den entsprechenden Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide können die Zähne regelmäßig davon befreit werden Damit ein Zahn an einer Karies erkranken kann, müssen die den Zahn zahlreich besiedelnden Bakterien über eine ausreichend lange Zeit hinweg Nährstoffe – beispielsweise Zucker – zur Verfügung haben die sich als Belag auf den Zähnen festsetzen. Die Bakterien verwandeln den Zucker zu Säuren, die die Zahnsubstanz angreifen und zerstören.

Schmerzlos bohren

Montag, Januar 13th, 2014

Schmerzen beim Bohren entstehen durch den Druck, die rotierende Bewegung und die Hitze des Bohrers. Mit einer Spritze wird deshalb der betroffene Bereich während der Behandlung betäubt, so dass das Bohren schmerzfrei von statten geht.

Da sich die Zahnsubstanz anders als beispielsweise die Knochen nicht regenerieren kann, muss das gesäuberte Loch anschließend gefüllt werden um das empfindliche Zahninnere zu schützen und die Kauleistung wieder herzustellen.

Neben der klassischen Behandlung mit dem Diamant – und oder Hartmetall-Bohrer werden zum Teil auch chemische Methoden wie Gel und Laserstrahlen zur Unterstützung der Kariesentfernung eingesetzt. Diese Methoden befinden sich zum Teil jedoch noch in der Entwicklungsphase und können zum jetzigen Stand den herkömmlichen Bohrer noch nicht voll ersetzen.

Perfekte Optik für das Gebiss – Ein Inlay aus Keramik ist nahezu unsichtbar

Montag, Dezember 30th, 2013

„Rechts unten müssen wir ran“, lautet der Befund des Zahn­arztes bei Renate Benders Gebiss. Die alten Füllun­gen in den Backenzähnen sind porös geworden, Karies­bak­terien können eindringen und den Zahn zerstören. Die Patientin möchte nun statt der bisherigen dunklen Amal­gamfül­lungen eine besonders langlebige und attrak­tive Lösung für ihre Zähne. Im Gespräch mit dem Arzt fällt die Entscheidung: Renate Bender erhält zwei Keramik­inlays.

Weil man Inlays aus Metall nun einmal beim Lachen im Mund aufblitzen sieht, hat die Patientin die besonders unauffällige und ästhetisch schöne Art der Einlagefüllungen gewählt. Die Inlays aus Keramik sind zahn­farben und werden heute so perfekt gestaltet, dass selbst der Zahnarzt sie manchmal auf den ersten Blick nicht erkennt. Sie sind aller­dings wegen der aufwänd­igen Herstellung und Behand­lung nicht billig. Diese hoch­­wertige Versorgung übernehmen die gesetz­lichen Kran­ken­­kassen nicht. Sie steuern nur den Betrag bei, der für eine herkömmliche Füllung entstanden wäre. Deshalb erstellt der Zahnarzt vor der Behandlung einen Kostenvor­anschlag. Anhand der Angaben zu Material-, Labor- und Behandlungs­kosten kann sich Renate Bender ein Bild machen, welche Investition auf sie zukommt. Dabei richtet sich die Höhe der Kosten nach der Größe des Zahndefektes und des entspre­chenden Inlays. Der Kostenvoranschlag ist eine rein private Vereinbarung zwischen Patient und Zahnarzt – im Gegensatz zum Heil- und Kostenplan, wie er bei Zahnersatz erstellt und von der Krankenkasse genehmigt wird, die dabei einen Teil der Kosten übernimmt.

Bewährt seit Jahrtausenden

Montag, Dezember 30th, 2013

Keramik gehört zu den ältesten Werkstoffen, die der Mensch künstlich herstellt und hat sich schon in den Jahrtausenden vor Christus bewährt. In der Zahnheilkunde macht das Material allerdings erst seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts mehr und mehr Karriere: als substanzschonende Lösung für den Zahnersatz. Zahnärztliche Keramiken bestehen aus Quarz, Feldspat, Kaolin, Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Yttrium und Leucit. Je nach Anwendungszweck wird der Werkstoff so zusammengesetzt, dass seine Eigenschaften den spezifischen Anforderungen entsprechen. Durch Schmelzen bei hohen Temperaturen und anschließendes Verdichten („Sintern“) wird die Keramik verfestigt.

„Neben der Härte und Beständigkeit sind im Bereich der Zahnmedizin die perfekte Ästhetik und die sehr gute Bioverträglichkeit die großen Pluspunkte der Keramik“, erklärt Dr. M. Oliver Ahlers, proDente-Experte und Oberarzt an der Hamburger Universitätszahnklink. Außerdem sorgt die geringe Wärmeleitfähigkeit der Keramik dafür, dass der Zahnnerv geschont wird, der sonst auf heiße Getränke oder Eis empfindlich reagiert.

Behandlung in zwei Schritten

Donnerstag, August 1st, 2013

Patientin F.S. ist bereit, sich die dauerhaft schöne Füllung ihrer Zähne etwas kosten zu lassen, und vereinbart zwei Behand­lungs­termine. Beim ersten bereitet der Zahnarzt ihre Zähne vor: Er entfernt die Karies und beschleift den Zahn so, dass das Inlay später perfekt sitzt. Dann fertigt er einen Abdruck an und setzt ein Provisorium in die Löcher ein. Anhand des Ab­drucks werden die beiden Inlays für Renate Bender im zahntechnischen Labor exakt gefertigt und beim zweiten Termin eingesetzt. Dazu benutzt der Zahnarzt spezielle Kleber und sorgt während des Einklebens mit Spanngummis dafür, dass der betroffene Bereich trocken bleibt. Nur so ist später ein sicherer Halt des Inlays gewähr­leistet.

Welche Methoden werden heute zum Erhalt eines durch Kariesbakterien zerstörten Zahns eingesetzt?

Donnerstag, August 1st, 2013

Grundsätzlich ist es das Ziel beim Aufbau eines durch Karies zerstörten Zahnes die Form, Funktion und ästhetischen Belange wiederherzustellen. Für die Auswahl der verschiedenen Methoden sind der Umfang der Zerstörung, die individuelle Mundgesundheitssituation, aber auch die Erwartungshaltung des Patienten von zentraler Bedeutung. Die eingesetzte Methodik bestimmt daher auch sehr den Umfang und die Auswahl der notwendigen Maßnahmen. Die präventionsorientierte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde fordert ein minimalinvasives und substanzschonendes Vorgehen, das heißt, dass so viel wie möglich eigene Zahnhartsubstanz bei der Restauration des zerstörten Zahnes erhalten werden soll. Vor diesem Hintergrund haben minimalinvasive Methoden auf Grundlage der Kunststofffüllungstechnik in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Unabhängig davon besitzen aber auch Füllungen aus Amalgam, Inlays aus Gold und Keramik, Onlays, Teilkronen und Kronen weiterhin ihre Bedeutung im Versorgungsalltag.

Was versteht man in der Zahnmedizin unter einem Onlay, Overlay oder einer Teilkrone?

Donnerstag, August 1st, 2013

Für die Herstellung dieser drei Restaurationsarten kommen die gleichen Methoden zur Anwendung wie bei einem Inlay. Der wesentliche Unterscheid zu einem Inlay besteht darin, dass bei allen drei genannten Formen größere Teile der Kaufläche, einschließlich der kautragenden Höcker, teilweise oder vollständig einbezogen werden. Die Übergänge zwischen diesen Restaurationsformen sind fließend und nicht exakt abgrenzbar. Grundsätzlich werden diese Restaurationsformen angewendet, wenn Zähne stark zerstört sind, allerdings noch ausreichend Zahnhartsubstanz vorhanden ist, die nicht eine vollständige Überkronung des Zahnes erfordert. Sie erfüllen somit ebenso die Kriterien einer zahnhartsubstanzschonenden und minimalinvasiven Therapie.

Amalgam ist nicht mehr so stark in der Diskussion, wie noch vor einigen Jahren. Trotz allem besteht nach wie vor eine große Verunsicherung über seine Auswirkungen und der Wunsch vieler Patienten bestehende Amalgamfüllungen zu ersetzen.

Was versteht man in der Zahnmedizin unter einem Inlay?

Donnerstag, August 1st, 2013

Streng übersetzt bedeutet Inlay Einlagefüllung. In der Vergangenheit wurde diese vornehmlich aus hochgoldhaltigem Edelmetall hergestellt. Aus ästhetischen Gründen können Inlays heutzutage ebenso aus Keramik, seltener aus Kunststoffen hergestellt werden. Inlays aus hochgoldhaltigen Edelmetallen werden vorwiegend im Seitenzahnbereich als sehr langlebige Alternativen zu Amalgamfüllungen eingesetzt. Sie erfordern allerdings eine sehr genaue Präparation, wobei diese unter Umständen ein stärkeres Opfern von Zahnhartsubstanz im Gegensatz zu anderen Füllungstechniken erfordert. Inlays werden allerdings vorwiegend dann eingesetzt, wenn auf Grund der stärkeren Zerstörung der Zahnhartsubstanz andere Füllungsverfahren keine zuverlässigen Langzeitergebnisse versprechen. Nach der Präparation des durch Karies geschädigten Zahns, werden anhand eines Abdrucks, Modelle für die Herstellung des Inlays im zahntechnischen Labor hergestellt. Der Zahntechniker modelliert und stellt das Inlay auf diesen Modellen passgenau und entsprechend der Gegenkiefersituation her. In der Zahnarztpraxis werden die gefertigten Inlays nach Kontrolle der Passgenauigkeit und Nachbearbeitung der Kauebene einzementiert bzw. keramische Inlays mit Kunststoffen eingeklebt.
Moderne Verfahren der CAD-CAM-Technologie erlauben mit Hilfe von Mundkameras optische Abdrücke der Inlaypräparation im Munde des Patienten. Unter Umständen kann daraufhin in derselben Sitzung aus keramischen Werkstoffen sofort das Inlay hergestellt werden.

Bohren

Montag, Juli 8th, 2013

Der Bohrer beim Zahnarzt hat auch heute noch – trotz zumeist schmerzfreier Behandlung – seinen Schrecken nicht verloren.

Um Karies zu entfernen, gibt es bislang nur in wenigen Ausnahmefällen Alternativen.

Bei der „klassischen“ Kariesbehandlung werden die Zähne im ersten Schritt mit Hilfe von Diamantschleifern von Karies befreit. Nur der dann eingesetzte sogenannte „Rosenbohrer“ kann durch alternative Methoden ersetzt werden.

Provisorische Füllmaterialien

Freitag, Juli 5th, 2013

Provisorische Füllmaterialien sind alle Zementarten mit denen ein Zahn kurzzeitig versorgt werden kann. Provisorische Füllungen werden aus Materialien hergestellt, die sich einfach in den Zahn einbringen und auch wieder entfernen lassen. Sie sollen nur für kurze Zeit halten und werden dann gegen eine permanente Füllung ausgetauscht.