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- 20.10.2009: Implantate - auch etwas für mich?
- 11.8.2009: Parodontitis - Vorbeugen - Früherkennung und Behandlung
- 13.7.2009: Wurzelspitzenresektion
- 26.5.2009: Implantate - Künstliche Zähne schaffen neue Lebensqualität
- 26.5.2009: Wurzelkanalbehandlungen
Archiv der Kategorie Implantologie
Implantate - auch etwas für mich?
20.10.2009 von Dr. S. Dilaver.
Implantate - Zahnersatz mit Zukunft
Implantate haben die Versorgung mit Zahnersatz revolutioniert und gelten heute als zahnmedizinischer, funktionelle und ästhetischer Sicht als der Zahnersatz der Zukunft. Keine andere Methode ersetzt einen verloren gegangenen Zahn so naturnah wie ein Implantat - und manchmal noch ein bisschen schöner als zuvor.
“Implantation” bedeutet - frei Übersetz - “Einpflanzung”. Das Implantat im eigentlichen Sinn, ist meist schraubenförmig und aus Metall. Es wird im Knochen eingepflanzt bzw. verankert. Auf diese “künstliche Zahnwurzel” wird wie auf einen natürlichen Zahn eine “Krone” gesetzt, meist aus Keramik, einem zahnfarbenen Material, das dem natürlichen Zahnschmelz sehr nahe kommt.
Besseres Lebensgefühl
Implantatgetragener Zahnersatz hat einen festen Sitz - wie der eigene Zahn. Er wackelt nicht, vermittelt ein sicheres Gefühl, eine natürliche Mimik und ein attraktieves Aussehen und ist selbst für Patienten kaum von den eigenen Zähnen zu unterscheiden. Implantate sind langlebig und schützen Kieferknochen und Gewebe vor natürlichen und unnatürlichen Abbau-Vorgängen. Das Beschleifen von gesunden Nachbarzähnen und der damit einher gehende Verlust von Zahnsubstanz entfällt bei Implantaten.
Wie lange gibt es Implantate schon?
Zähne waren früher Lebenswichtig: Wer nicht mehr kauen konnte, litt Unter- und Mangelernährung. Zahnlosigkeit ging außerdem einher mit dem Verlust von Ansehen und Macht. Verständlich also, dass seit jeher versucht wurde, verlorene Zähne zu ersetzten. Aber lange blieb es ein Traum, sich mit künstlichen Zähnen so sicher fühlen zu können wie mit den eigenen.
Wissenschaftliche Anerkennung
Erst die modernen Implantate brachten die Sicherheit. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es erste Versuche, bald auch klinische Erfahrunge. 1982 erkannte die Dachgesellschaft der zahnärztlichen Wissenschaft in Deutschland, die “Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde” die Implantate als “bewährtes Verfahren” an. Heute werden allein in Deutschland schätzungsweise mehr als 500.000 Implantate pro Jahr gesetz. Und der Erfolg geht weiter.
Wie kommt das Implantat in den Mund?
Um die häuftigste Befürchtung zuerst zu beantworten: Ohne Schmerzen. Die Behandlung selbst erfolgt unter lokaler Betäubung - mehr ist in aller Regel nicht nötig. Der Eingriff ist vergleichbar mit einer Zahnentfernung, die Wunde heilt im Normalfall binnen weniger Tage.
Und so geht es:
Mit einem kleinen Schnitt wird die Mundschleimhaut geöffnet und der Knochen freigelegt. Dann schafft das Zahnarzt mit einem speziellen Bohrer das genau passende Lager im Knochen. Nach dieser Vorbereitung, wird das Implantat eingesetzt und die Mundschleimhaut meist wieder geschlossen. Nach ca. 3 Monaten ist das Implantat so fest im Knochen verwachsen, dass es belastet werden kann. Während dieser Zeit ermöglicht ein Provisorium das Kauen und Sprechen.
Sobald das Implantat eingeheilt ist, wird - wieder unter lokaler Betäubing - die Mundschleimhaut direkt über dem Implantat geöffnet und ein “Aufbau” auf das Implantat gebracht, geklebt oder verschraubt. Darauf wird dann - ebenfalls fest verbunden - der Zahnersatz gebracht also die Krone.
Geht es auch schneller?
In den Medien wird heute oft von “Sofortversorgung” und “Sofortbelastung” gesprochen. Manchmal können Implantate schon innerhalb weniger Stunden belastet werden - dabei kommt es aber vor allem auf den Patienten an. In den meisten Fällen ist eine unbelastete Einheilung erfolgssicherer.
Wie heilt ein Implantat ein?
Das Implantat ist meist aus Titan oder einer Titanlegierung und wird von den Körperzellen im Knochen fast immer ohne Probleme aufgenommen. Es bildet nach der Einheilung eine feste Einheit mit dem Knochen und ist damit belastbar. Auch Herzschrittmacher und künstliche Gelenke in der Medizin sind übrigens auch Titan.
Die Natur braucht ihr Zeit
Das Einheilen ist ein natürlicher Vorgang, den man nicht beschleunigen kann. Die Bohrung im Kochen wird durch das Implantat verschlosssen, das von Anfang an fest sitzen soll. Durch die ständigen An-und Abbauvorgänge der Körperzellen wird das Implantat im Knochen integriert. Wenn das Implantat sicher eingeheilt ist, kann es belastet und der endgültige Zahnersatz auf dem Implantat befestigt werden.
Immer häuftiger setzt man Implantate kurz nach Zahnentfernungen (verzögerte Sofortimplantation), manchmal auch sofort nach der Zahnentfernung (Sofortimplantation). Wenn solche Implantate auch gleich eine provisorichen Zahnersatz erhalten, der zwar nicht belastet wird aber schon das Gefühl vermittelt “alle Zähne zu haben” spricht man von “Sofortversorgung”. Die Belastung des provisorichen Zahnersatzes beim Kauen direkt nach der Implantation wird als “Sofortbelastung” bezeichnet. Diese Schilderung macht schon deutlich: es müssen ideale Voraussetztungen beim Patienten bestehen, damit eine Sofortversorgung bzw. Sofortbelastung durchgeführt werden kann. Hervorragende Knochenverhältnisse und ein gesundes Zahnbett müssen vorhanden sein. Diese Methode kommt also nur bei sehr wenigen Implantatpatienten in Frage.
Worauf muss ein Patient besonderst achten?
Auf Ruhe und Hygiene.
Um den Einheilprozess nicht zu stören, sollte man in den ersten Tagen,
- die Implantatstelle nicht belasten, auch nicht durch das Provisorium
- keine harte Nahrung kauen
- nicht rauchen
- und anstrengende körperliche Belastung vermeiden (kein Sport)
Immerhin handelt es sich um eine Operationswunde, die geschont werden muss. In Einzelfällen können weitere Verhaltensregeln notwendig sein, die mit dem Zahnarzt besprochen werden sollten.
Um Infektionen zu vermeiden, sollte man
- bei der Mundhygiene schonend aber effektiv vorgehen. Anfangs reicht eine -oft antibakterielle- Mundspülung,
- nach wenigen Tagen vorsichtig mit einer Zahnbürste nachputzen und an der Implantatstelle sanft aber sorgfältig die Beläge entfernen,
- später wieder ganz normal die elektrische oder Handzahnbürste benutzen - und wirklich nie die Zahnpflege vergessen.
Auch wenn es manchen Patientin verwundert: Der Erfolg jeder Implantation hängt letztlich ab von der Qualität der Mundhygiene und damit der Vermeidung von bakteriellen Infektionen durch Zahnbelag. Individuelle Hygienetipps geben alle prophylaxeorientierten Zahnarztpraxen und selbstverständlich alle Zahnärzte und Implantologen. Für allgemeine Hygieneinformationen gibt es eine spezielle Broschüre des BDIZ EDI.
Wann ist ein Implantat sinnvoll?
Zunächst sollte klar sein: Kein Zahnersatz ist so gut wie eigene Zähne. Deshalb gilt das Interesse von Zahnarzt und Patient vor allem der Gesunderhaltung der natürlichen Zähne. Für viele der althergebrachten Zahnersatz-Lösungen gilt: Je mehr eigene Zähne vorhanden sind, umso komfortabler kann der Zahnersatz dann sein. Das ist bei Implantaten anders: Grundsätzlich kann jeder Zahn, der verloren gegangen ist, durch ein Implantat ersetzt werden, ohne dass Nachbarzähne beschliffen werden müssen. Auch eine Brücke allein auf Implantaten kann mehrere verloren gegangene Zähne ersetzen. Implantate sind so die modernste und variabelste Form von Zahnersatz.
Welche Risiken gibt es?
Manche Krankheiten oder gesundheiltliche Belastungen stellen ein Risiko dar, Beispiele:
- Diabetes mellitus in besonders schweren Fällen,
- ständige Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Psychopharmaka, Blutgerinnungsmedikamente, Osteoporosemedikamente u. a.)
- Strahlungstheraphie an Kopf und Hals,
- durch Krankheit oder Alter eingeschränkte Fähigkeit zur Mundhygiene.
Auch manches Verhalten ist riskant:
- Starkes Rauchen
- übermäßiger Alkoholismus
- mangelhafte Mundhygiene
- wenig Gedult
Biologische Vorraussetzungen
Der Kieferknochen muss ausreichend und gesund sein: Reicht die Knochenmenge nicht aus, muss sie aufgebaut werden. Eine bestehende Zahnbettentzündung (Parodontitis) muss vor der Implantation behandelt werden.
Wann ist das Implantat die beste Lösung?
Einzelner Zahn
Das Implantat ist der beinahe perfekte Ersatz eines gezogenen oder eines verloren gegangenen Zahns. Der Verlust wird quasi 1:1 ersetz. Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden, ein Implantat ersetz die sonst notwendige Brücke.
Freiendsituation
Die aus zahnmedizinischer Sicht bestmögliche Lösung ist ein Implantat auch dann, wenn die letzten Zähne am Ende der Zahnreihe fehlen. Implantate werden als Ersatz der verloren gegangenen Zähne gesetzt und als feste Brücke verbunden. Sie verhindern damit Abnutzung am Kieferknochen, Fehlbelastung der natürlichen Zähne bis hin zu Lockerung und Zahnverlust, sowie Reizungen am Zahnfleisch und Erkrankungen am Kiefergelenk.
Welche Vorraussetzungen sind nötig?
Ein sicheres Fundament, spricht ausreichend vorhandener Kieferknochen, ist für ein Implantat wichtig. Im Einzelfall entscheidet der Zahnarzt, ob ein Implantat sofort gesetz werden kann oder ob der Knochen zuvor entsprechend aufgebaut werden muss und kann. Heute gibt es zum Knochenaufbau verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Der Zahnarzt entscheidet mit seinem jeweiligen Patienten, ob und welche Möglichkeiten machbar und sinnvoll sind. Meist kann körpereigener Knochen an geeigneter Stelle entnommen und an den Ort der Implantation transplantiert werden. Als Alternative gibt es sogenannte Knochenersatzmaterialien, die als Ersatz für verloren gegangenen Knochen dienen.
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Implantate - Künstliche Zähne schaffen neue Lebensqualität
26.5.2009 von Dr. S. Dilaver.
Das Implantat - eine moderne Versorgung mit vielen Vorteilen
Die Idee ist simpel und faszinierend. Dort wo natürliche Zähne - aus welchem Gründen auch immer - nicht mehr zur Verfügung stehen, werden sie einfach durch festsitzende künstliche Zähne ersetzt. Implantate haben das Spektrum der zahnärztlichen Behandlungsmöglichkeiten erheblich erweitert. Mit Hilfe von Implantaten lassen sich Vollprothesen fest im Knochen verankern, was für Patienten mit zahnlosem Kiefer eine ernorme Verbesserung der Lebensqualität bedeutet. Auch dort wo herkömmliche Versorgungen mit Brücken und Prothesen ebenfalls gute Ergebnisse erwarten lassen, bietet der Einsatz von Implantaten einige Vorteile.
Was ist ein Implantat?
So wie natürliche Zähne durch ihre Wurzel im Kiefer eingebettet sind und dadurch ihren Halt bekommen, muss auch der neue Zahnersatz mit einer künstlichen Zahnwurzel (Implantatkörper) im Kieferknochen verankert (implantiert) werden. Das Implantat besteht meist aus mehreren Teilen:
- einem dübelförmigen Implantatkörper, der Im Knochen verankert wird,
- einem Pfosten als Halsteil, das die Verbindung zum Zahnersatz herstellt und
- der Sogenannten Suprakonstruktion, dem prothetischen Aufbau (z.B. Krone, Brücke oder Stegkonstruktion).
Implantate behindern Knochenabbau
Ähnlich wie Muskeln, die sich bei Nichtgebrauch zurückbilden, schwindet auch der Kieferknochen, wenn er nicht belastet wird, z.B. durch fehlende Zähne. Implantate leiten den Kaudruck direkt in die Kiefer und hemmen so den Knochenabbau.
Eigene Zähne werden besser geschützt
Ber der Versorgung mit Brücken oder Prothesen werden die verbliebenen eigenen Zähne zwangsläufig stärker belastet, was beim Einsatz von Implantaten vermieden wird.
Bessere Kauleistungen
Mit einer implantatgetragenen Vollprothese kann Nahrung wieder besser zerkleinert werden, wodurch Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes vorbeugt wird.
Biokompatibilität
Die Implantatkörper werden heute aus Materialien hergestellt, die als biokompatibel gelten (keine Abstoßungsreaktionen des Körpers.) Bei den meisten Implantaten wird Titan verwendet, das in der Orthopädie bereits seit Jahren erfolgreich angewendet wird. Alternativ kommen Implantate aus Zirkonium zum Eisatz.
Wichtig: Die Mundhygiene!
Eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege ist für den langfristigen Erfolg von Implantaten von größter Bedeutung. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt über die notwendige Nachsorge bei Implantationen informieren.
Wann sollte nicht Implantiert werden?
Schwere Allgemeinerkrankungen
Bei schweren Herz - und Kreislauferkrankungen, Störungen der Blutgerinnung, Leukämie, Stoffwechselerkrankungen (z.B. nicht gut eingestellte Diabetes), der regelmäßigen Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Kortison) wird eine Implantation nicht empfohlen.
Krankhafte Veränderungen der Mundhöhle können ebenfalls gegen eine Implantation sprechen.
Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für die Einheilphase. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch Rauchen vermehrt Implantate nicht richtig einheilen und frühzeitig verloren gehen.
Typische Anwendungsfälle für Implantate
Einzelzahnlücke
Die Einzelzahnlücke ist ein typischer Fall für die Versorgung mit einer Brücke. Allerdings müssen für die Verankerung der Brücke die Nachbarzähne massiv beschliffen werden, so dass unter Umständen völlig gesunde Zahnsubstanz verloren geht. Es lohnt sich also durchaus, auch bei Einzelzahnlücken von vornherein über ein Implantat nachzudenken. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Nachbarzähne vollkommen frei von Karies sind - ein Fall, der häufig bei unfallbedingten Zahnverlust eintritt.
Große Zahnlücken
Je größer die Zahnlücke ist, desto schwieriger wird es, diese noch mit festsitzendem Zahnersatz zu versorgen. Zahnärzte raten nicht selten von Brücken ab, die mehr als drei fehlende Zähne überspannen sollen. Wenn der Patient eine Teilprothese vermeiden will, bietet sich die Versorgung von Implantaten an. Dabei kommen Brückenkonstruktionen zum Einsatz, die entweder ausschließlich auf Implantaten oder kompiniert auf Implantaten und eigenen Zähnen befestigt sein können.
Verkürzte Zahnreihe
Bei verkürzten Zahnreihen, der Zahnarzt nennt sie Freiendsituationen, ist die Versorgung mit herkömmlichen Zahnersatz besonderst schwierig, da der für eine Brücke erforderliche hintere Pfeilerzahn fehlt. Man weicht daher auf Prothesen aus, die über teils quer durch den Mund gespannte Klammern an gesunden Zähnenbefestigt werden. (Nachteile: störender Metallbügel, kein 100%ig fester Sitz, u.U. ist das Metall der Klammern sichtbar). Hier bietet sich die Verwendung einer implantatgetragenen Brücke als Alternative an.
Zahnloser Kiefer
Bei Implantatgestützten Vollprothesen unterscheidet man zwischen herausnehmbarem und festsitzendem Zahnersatz. Für festsitzenden Zahnersatz werden insgesamt mehr Implantate benötigt (standardmäßig 6 Implantate, “wobei im Oberkiefer auch mehr als 6 Implantate, im Unterkiefer in Außnahmefällen auch lediglich 4 Inplantate notwendig sein können” - DGZMK, 2005). Die genaue Anzahl der Implantate hängt von der individuellen Mundsituation des Patienten ab und sollte sorgfältig abgewogen werden.
Der Ablauf der Behandlung
Schritt 1: Voruntersuchung und gegebenfalls Vorbehandlung
Implantationen sind operative Eingriffe, die mit Sorgfalt vorbereitet werden müssen. Dabei muss zunächst einmal geklärt werden, ob in Ihrem konkreten Fall eine Implantation überhaupt möglich ist. Ihr Zahnarzt wird Sie nach Allgemeinerkrankungen und zur Ihrer zahnärztlichen Vorgeschichte befragen. Danach erfolgt eine Untersuchung der Mundhöhle (Zähne, Schleimhaut, Kieferknochen). Sollte bei dieser Untersuchung Karies, Zahnfleischentzündungen oder andere Erkrankungen gefunden werden, dann wird Ihr Zahnarzt erst diese behandeln, ehe die Implantation eingeleitet wird.
Schritt 2: Implantation
Erst wenn alle Vorbehandlungen abgeschlossen sind und keine sonstigen Bedenken bestehen, erfolgt die Implantation. Dabei wird der Implantatkörper unter lokaler Betäubung in den Kieferknochen eingepflanzt. In der Regel ist dieses Eingriff offen in die Mundhöhle hinein (sogenannter “einzeitiges” Verfahren - hier kann sofort ein prothetischer Aufbau erfolgen) oder wird zunächst mit Schleimhaut bedeckt (”zweizeitiges” Verfahren, bei dem der prothetische Aufbau erst nach einer längeren Einheilphase erfolgt). Das zweizeitige Verfahren wird heute überweigend praktiziert, weil die Einheilung sicherer verläuft.
Einzelheiten
Beim sogenannten “zweizeitigen” Verfahren liegt zwischen der Einpflanzung des Implantatkörpers und dem späteren prothetischen Aufbau eine Einheilphase. Für den Unterkiefer rechnet man mit Einheilzeiten von 3 Monaten, beim Oberkiefer mit 6-8 Monaten (KZBV - www. kzbv.de). Während dieser Zeit sollte das Implantat möglichst nicht belastet werden und Sie müssen penibel auf Ihre Mundhygiene achten.
Schritt 3: Prothetischer Aufbau
Nach erfolgreicher Einheilphase kann nun der neue Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) auf den Implantatkörper befestigt werden.
Risiken & Prognose
Risiken & Nebenwirkungen
Als direkte Operationsfolge können Wundschmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und weiter Symptome auftreten, die sich aber in der Regel nach wenigen Tagen zurückbilden. Die folgenden, schwereren Komplikationen treten selten auf :
- Gefahr der Schädigung von Nerven im Unterkiefer mit Dauerhaftem Taubheitsgefühl in der Unterlippe
- Knochenentzündungen
- Kieferhöhlenentzündungen
- Implantatverlust
Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt gründlich auch über die Risiken einer Implantation informieren.
Wie lange hält ein Implantat?
Da die Implantologie eine vergleichsweise junge Disziplin ist, fehlen bislang Daten zur Langzeitbetrachtung. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn -, Mund -, und Kieferheilkunde ( DGZMK - www.dgzmk.de) hat Daten veröffentlicht, die sich auf Zeiträume von 5-10 Jahren beziehen und den Anteil der nach dieser Zeit noch intakten Implantate mit 71-91% angeben (ja nach Indikation, Kiefer, Implantatsystem und statistischer Betrachtung).
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