Archive for the ‘Chirurgie’ Category

Fehlstellungen werden auch operativ behoben

Mittwoch, Januar 22nd, 2014

Kieferknochen werden zurecht gerückt

In vielen Fällen hilft die kieferorthopädische Korrektur der Zahnbögen nicht aus. Der oder die Kieferknochen müssen zusätzlich chirurgisch verlagert werden. Dabei werden erforderliche Hautschnitte vom MKG-Chirurgen im Mundinneren ausgeführt, damit später keine sichtbaren Narben verbleiben. Durch die kleinen Zugänge präpariert der Chirurg den Knochen und stellt ihn in die anatomisch korrekte Position. So kann z.B. ein vor- oder zurückstehender Ober- bzw. Unterkiefer nach vorne oder nach hinten verlagert werden. Ebenso lassen sich Höhe und Breite der Kiefer verändern. Abschließend wird der Knochen mit kleinen Titanplättchen und –schrauben fixiert.

Knochenaufbau macht Implantate möglich

Montag, Dezember 2nd, 2013

Wenn es um den Ersatz von einzelnen oder mehreren Zähnen geht, sind heute in vielen Fällen Implantate eine sehr gute Lösung. Die künstlichen Zahnwurzeln dienen als Anker für Kronen, Brücken und Prothesen. Eine Voraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen eines Implantats ist jedoch ein gesunder und starker Kieferknochen. Patienten, welche über Jahrzehnte hinweg klassische Brücken und Prothesen getragen haben, verfügen meist über zu wenig Knochen rund um das Implantat. Hier kann die moderne Implantologie mit einem Kieferknochenaufbau Abhilfe schaffen.

Entscheidend für den Erfolg eines Zahnimplantates ist ein bestimmtes Knochenvolumen. Je mehr Knochen vorhanden und je dichter ein Kieferknochen ist, umso besser. Ein Implantat sollte mindestens von1 mm besser von 2 mm Knochensubstanz umgeben sein. Auch in der Höhe muss genügend Knochensubstanz vorhanden sein, so dass eine ausreichende Implantatlänge möglich ist. Neun bis zehn Millimeter sollten hierbei nur in Ausnahmefällen unterschritten werden.

Kieferknochen einfach verstärken

Mangelt es an genügend Knochensubstanz ‚augmentieren’ die Spezialisten in leichteren Fällen. „Der Arzt entnimmt zum Beispiel in einem ambulante Eingriff am Kinn oder im Mund im Bereich des hinteren Ober- und Unterkiefer Knochensplitter und fügt sie dort ein, wo das Implantat gesetzt werden soll“, erklärt Dr. Silke Liebrecht, Oberärztin im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln und proDente-Expertin.  Der Zweiteingriff am Kinn oder im Kiefer ist in der Regel gefahrlos. Es kann in Einzelfällen aber durchaus zu postoperativen Schmerzen und Schwellungen kommen.
Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Implantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden. Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird meist aus Beta-Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. „Leider ist der künstliche Knochenersatz nicht ausreichend  – es muss 50 % Eigenknochen dazugemischt werden“, so Dr. Liebrecht.

Der ‚Sinuslift’ für die komplizierten Fälle

In komplizierten Fällen wenden Implantologen den sogenannten ‚Sinuslift’, eine Operation im Oberkiefer, an. Bei den betroffenen Patienten ist der Knochen im Oberkiefer so gering, dass ein Implantat keinen stabilen Halt hat. Beim Sinuslift verstärkt der Implantologe die entsprechende Stelle mit Knochenmaterial, indem der Boden der Kiefernhöhle angehoben wird. Je nach Fall, erfolgt die Implantation gleichzeitig mit dem Knochenaufbau oder erst nachdem der eingelagerte Knochen sicher eingeheilt ist. Je nach Ausmaß des Eingriffes, muss man in diesen Fällen zwischen drei und neun Monaten warten, da der menschliche Knochen langsam wächst.

Modernste Zahnmedizin züchtet Knochen

Seit zwei Jahren werden bei Sinuslift-Operationen zunehmend gezüchtete Kieferknochentransplantate eingesetzt. Dr. Liebrecht: „Dafür wird dem Patienten ein ca. ein Zentimeter großes Stück Knochenhaut des Kiefers entnommen. Anschließend werden daraus unter sterilen Laborbedingungen autologe Kambiumzellen isoliert.“ Diese haben die Fähigkeit, Knochengewebe zu produzieren. Die isolierten Zellen werden vermehrt und bilden schließlich Knochenchips von ein Zentimeter Durchmesser und drei Millimeter Dicke. Je größer der Defekt im Kiefer, um so mehr gezüchtete Knochenchips kommen zum Einsatz. „Bislang sind nach der Transplantation von gezüchteten Kieferknochen keine Abstoßungsreaktionen aufgetreten“, berichtet Dr. Liebrecht. In der Regel verwächst das Transplantat in drei bis vier Monaten mit dem Knochen.

Chirurgische Zahnbehandlungen von A bis Z

Montag, Oktober 21st, 2013

Zahnfleisch wird rekonstruiert

Als ergänzende Maßnahme ist der Zahnarzt oftmals in ästhetischen Fragen als Chirurg gefordert. So kann er z.B. zurückgewichenes Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
rekonstruieren. Oft liegen infolge einer Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
die Zahnhälse frei. Auch die kleinen Zahnfleischausbuchtungen in den Zahnzwischenräumen, die so genannten Papillen, können sich zurückbilden. An den Zahnzwischenräumen erscheinen dann so genannte „schwarze Dreiecke“. Um die Defekte zu decken, werden mikrochirurgisch kleine Gewebeanteile aus anderen Bereichen der Mundschleimhaut transplantiert. Ziel ist es, dem Patienten wieder zu einem strahlenden Lächeln zu verhelfen.

Keine Express-Heilung mit Implantaten

Dienstag, September 24th, 2013

In letzter Zeit häufen sich Darstellungen, die eine schnellstmögliche Versorgung mit Implantaten versprechen. Sofortimplantation heißt das Stichwort. Doch allzu oft werden so bei den Patienten falsche Erwartungen geweckt. Die schnelle Form der durch Implantate getragenen Versorgung ist nur zu empfehlen, wenn der Mundraum völlig gesund ist. Entzündungen in Form einer Parodontitis müssen vorab behandelt werden und ausgeheilt sein. Das verlängert zwar die Behandlung erhöht aber die Erfolgsaussichten deutlich.

Statistisch betrachtet sind in zehn Jahren noch mehr als 95 Prozent der Implantate in einem guten Zustand. Doch was ist die mögliche Ursache, bei einem Misserfolg? Der Fachbegriff lautet hier „Periimplantitis“ und bezeichnet eine Entzündung des umgebenden Gewebes. Die Hauptursache für das Scheitern eines Implantats lässt sich jedoch verhindern.
Der Zahnarzt muss präzise beraten. Drei Aspekte sollten beachtet werden, wenn das Implantat erfolgreich einheilen soll:

  1. eine genaue Beratung und Therapieempfehlung des Zahnarztes
  2. eine gute Vorbehandlung und
  3. angemessene Zahnpflege nach dem Eingriff.

Grundsätzlich können auch Parodontitispatienten einen Zahnersatz wählen, der mit Implantaten im Kiefer verankert ist. Dafür muss jedoch ein individuelles Konzept entwickelt werden. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte der Zahnarzt bei der Positionierung von Implantaten auf Brücken- und Verbindungskonstruktionen verzichten.

Eine Frage des Alters?

Zudem sollte das Alter der Patienten berücksichtigt werden. Bei der Wahl des Implantats ist ein entscheidendes Kriterium, ob der Patient in der Lage ist, den Zahnersatz entsprechend zu reinigen. Hier können bestimmte Anfertigungen, wie Teleskopkonstruktionen, eine Alternative sein. Diese implantatgestützten Lösungen lassen sich zur gründlichen Reinigung herausnehmen, bieten aber dennoch den Tragekomfort eines festsitzenden Zahnersatzes.

Pflege, Pflege, Pflege

Gerade nach einer erfolgreichen Implantation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen extrem wichtig. Bei diesen Terminen beobachtet der Zahnarzt die Reaktionen des Mundraums auf die Fremdkörper. Es erfolgt im Einzelnen eine Untersuchung der Zahnfleischtaschentiefe, der Blutungsneigung, der Farbe und Konsistenz des Gewebes um das Implantat. Darüber hinaus sollte der Zahnarzt den Plaqueindex, die Eiterbildung und den Knochenverlust bestimmen. Ebenso wichtig ist eine eingehende Beratung über die nun angezeigte häusliche Zahnpflege. Denn vor Entzündungen im Bereich des Implantats schützte eine optimale Zahnpflege immer noch am Besten.

Ohne Rauch eine sichere Sache

Dienstag, September 24th, 2013

Erste Langzeitstudien belegen: Die Lebensdauer von implantatgetragenem Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
stehen denen von konventionellen Kronen und Brücken in nichts nach. So zeigt eine Untersuchung über 7 Jahre eine Verweildauer zwischen 93,5% und 98%. Eine weitere Meta-Studie (hier werden verschiedene Untersuchungen zusammengefasst) ermittelte einen Verbleib von 95 % aller Implantate nach fünf Jahren. Gut für ältere Patienten: Die Ergebnisse unterschieden sich in den verschiedenen Altersgruppen nicht Sogar Patienten, die über 80 Jahre alt sind, können mit einer erfolgreichen Therapie rechnen.

Fehlstellungen werden auch operativ behoben

Montag, September 16th, 2013

Studien belegen: Je regelmäßiger die Gesichtszüge sind, desto mehr entsprechen sie unserem Sinn für Harmonie. Dabei spielen Mund und Kieferpartie eine wichtige Rolle. Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Fehlstellungen des Kiefers leiden, wirken die Proportionen der unteren Gesichtshälfte unharmonisch. Neben den ästhetischen Aspekten leiden sie oft unter Störungen beim Kauen, Sprechen und Schlucken oder unter Kopfschmerzen.

Die wenigsten wissen, dass die moderne Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie heute mit wenig belastenden Eingriffen helfen kann. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen (MKG) haben ein abgeschlossenes Studium sowohl in der Zahnmedizin als auch in der allgemeinen Medizin. Durch die langjährige Ausbildung (über 15 Jahre) ist der MKG-Chirurg im Gebiet der chirurgischen Korrektur hoch spezialisiert. Ein Fehlbiss weißt folgende Merkmale auf: ein Kiefer steht zu weit vor oder zurück, das Kinn scheint zu lang oder zu kurz geraten und die Zahnreihen greifen nicht richtig ineinander. Der Zusammenbiss der Zähne ist dadurch gestört und kann vielfältige negative Folgen haben: So kann das Kauen erschwert oder die Nasenatmung eingeschränkt werden. Langfristige Folgen sind außerdem oftmals verspannte Kiefer- und Nackenmuskeln.

Chirurgie

Montag, September 16th, 2013

Auch komplizierte chirurgische Eingriffe gehören zu den täglichen Aufgaben eines Zahnarztes. Die chirurgischen Maßnahmen erhalten zerstörte Zähne oder bereiten den Weg für Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
vor. Dazu gehören beispielsweise Wurzelspitzenresektionen, das Einpflanzen eines Implantats oder das restaurieren zurückgewichenen Zahnfleisches.

Mögliche Gefahren bei Implantaten

Montag, September 16th, 2013

Die Zahnmedizin optimiert die Implantattherapie immer weiter. Dabei steigt der Komfort für Patienten bei gleichzeitig abnehmenden Komplikationen. Die Implantation an sich ist in der Regel unkompliziert und wird ambulant bei lokaler Betäubung durchgeführt. Dennoch gibt es Risiken, die der Patient bei seiner Entscheidung in Betracht ziehen sollte.

Die Zahnmedizin unterscheidet hierbei zwei Arten von Risiken. Auf der einen Seite stehen die Komplikationen, die während des Eingriffs entstehen können (Intraoperative Komplikationen), auf der anderen Seite die Störungen, die den Heilungsverlauf in der Zeit nach dem Eingriff beeinflussen können (Postoperative Komplikationen).

Spritze versus Vollnarkose

Freitag, Juni 28th, 2013

In manchen Fällen reicht eine lokale Betäubung nicht aus. Zum Beispiel bei größeren Eingriffen wie Kieferoperationen, oder bei der Behandlung ausgedehnter Zahnschäden bei Menschen mit Behinderungen oder sehr kleinen Kindern kann eine Vollnarkose angezeigt sein. Fachleute sprechen von einer Allgemeinanästhesie, die nicht der Zahnarzt, sondern ein Arzt für Anästhesie durchführt. Er überwacht den Patienten während und nach dem Eingriff. Bewusstsein und Schmerzempfinden sind während der Allgemeinanästhesie komplett ausgeschaltet. Da sie höhere Risiken als eine örtliche Betäubung mit sich bringt, bleibt sie im zahnärztlichen Bereich Ausnahmefällen vorbehalten.

OsteoGraft fördert die Knochenbildung:

Montag, Juni 17th, 2013

OsteoGraft fördert aktiv die Knochenneublildung. Die Operations- und Regenerationszeit kann verkürzt werden. Es ist in großen Mengen verfügbar und nach dem Eingriff bestehen in der Regel weniger Beschwerden, da keine Knochenentnahme erfolgen musste. Ihr Zahnarzt empfiehlt ihnen den Einsatz von OsteoGraft als Knochenaufbaumaterial.