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Deutschlands Zahnärzte sind Spitze

Die Zahnheilkunde in Deutschland besticht im internationalen Vergleich durch höchste Qualität.

Was zeichnet unsere Zahnärzte aus?

Zahnerkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, ist oberstes Ziel der Zahnärzte in Deutschland- ganz im  Sinne ihrer Patienten. Und falls trotz aller Bemühungen ein Zahn erkrankt, wird dies am besten möglichst früh erkannt und behandelt. Deshalb sollte jeder Mensch mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, im Idealfall alle 6 Monate. Das Ergebnis der guten Vorsorge in Deutschland kann sich sehen lassen: Die Zähne der Menschen sind so gesund nie zuvor. So kauen heute 70 Prozent der Zwölfjährigen mit einem naturgesunden Gebiss, ganz ohne Karies, Füllungen oder Zahnverlust. Auch bei den Erwachsenen zeigen sich die Erfolge: Mussten Anfang der neunziger Jahre bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen noch über 16 Millionen Zähne pro Jahr gezogen werden, so waren es im Jahr 2009 nur noch 13,4 Millionen. Auch in den Fällen, in denen ein Zahn nicht mehr gerettet werden kann, sind die Patienten bei Deutschlands Zahnärzten in besten Händen. Die Mängelquote bei Zahnarztbehandlungen liegt im Promillebereich: So haben zum Beispiel die Zahnärzte in Bayern vergangenes Jahr rund 1,4 Millionen Zahnersatzbehandlungen durchgeführt- ehr als 99,9 Prozent davon waren fehlerfrei. Die wenigen Mängel konnten durch Nachbesserungen beseitigt werden.

Erstklassige Ausbildung

Grundlage für die gute Zahnheilkunde in Deutschland ist die erstklassie Ausbildung an den Universitäten. Das Studium umfasst elf Semester, ist sehr praxisorientiert und endet mit dem Staatsexamen. Nach erfolgreicher Prüfung müssen die Absolventen noch eine mindestens zweijährige Vorbereitungszeit als Assistenzzahnarzt absolvieren. Erst danach dürfen sie als Vertragszahnarzt arbeiten. Die große Mehrheit der deutschen Zahnärzte bildet sich zudem regelmäßig fort. Deutschlands Zahnmedizin kann sich also sehen lassen. Doch wie lange noch ? Die von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen werden immer schlechter. In der gesetzlichen Krankenversicherund haben die Zahnärzte inzwischen eine enorme bürokratie Last zu tragen. Außerdem sind zahnerhaltende Maßnahmen budgetiert. Das bedeutet, dass die Zahnärzte ab einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise nicht mehr kostendeckend arbeiten können- bestriebswirtschaftlich und zahnmedizinisch ein Desaster. Im Bereich der privaten Krankenversicherung sieht es nicht viel besser aus. Die private Gebührenverordnung ist seit über 23 Jahren unverändert. Die allgemeine Kostensteigerung und der medizinisch-technische Fortschritt werden alo nicht berücksichtigt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Patienten: Wenn die Politik die Weichen nicht richtig stellt, gefährdet sie die internationale Spitzenstellung der deutschen Zahnheilkunde.

 

Quelle: Magazin”Lückenlos”

 

 

Knochenschwund- Vorsorge auch beim Zahnarzt

Bei Osteoporose werden die Knochen porös und instabil. Oft zermürbt die Krankheit auch den Kieferknochen- Zähne verlieren den Halt.

Osteoporose ist eine stumme Krankheit: Die Betroffenen spüren über viele Jahre keine Schmerzen. Oft erfolgt die Diagnose daher spät, im fortgeschrittenen Stadium- wenn schon der erste Knochen bricht. Soweit muss es nicht kommen. Vorbeugend kann jeder Mensch etwas für seine Knochengesundheit tun: Durch regelmäßge Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium (Milchprodukte ,Mineralwasser,Gemüse) und Vitamin D(Fisch,Kalbfleisch,Eier,Champignons,Leber). Knochenschwund kann jeden treffen: Etwa jede dritte Frau nach der Menopause und fast jeder fünfte Mann jenseits der 60 erkranken daran. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Osteoporose auch den Kieferknochen angreift. So verlieren Patienteninnen, die unter Osteoporose leiden, in und nach den Wechseljahren mehr Zähne als Menschen mit normaler Knochendichte. Frauen und Männer sollten auch aus diesem Grund jenseits der 50 weiterhin konsequent auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Wichtig ist außerdem der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt: Er kann Gefahren für die Zahngesundheit frühzeitig erkennen. Ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund im Kiefer besteht bei Osteoporose- Patienten, die so genannte Bisphosphonate einnehmen. Diese häufig verordneten Arzneimittel reduzieren das Risiko für Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche. Dabei sind jedoch Nebenwirkungen möglich: Aufgrund der Therapie mit Bisphosphonaten kann es zum Absterben  von Knochengewebe im Kiefer kommen. Wer vom Arzt ein Bisphosponat verordnet bekommen hat, sollte unbedingt seinen Zahnarzt darüber informieren. Treten Beschwerden auf wie Druckstellen, Zahnfleischentzündungen, unagenehmer Geschmack, Mundgeruch oder scheinen sich einzelne Zähne zu lockern, sollte der Patient möglichst bald die Zahnarztpraxis aufsuchen.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

Gesunde Zähne trotz Diabetes

Zuckerpatienten sollten ganz besonders auf eine gute Mundhygiene achten. Denn bei Diabetes besteht ein stark erhöhtes Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen.

 Die Zahl der Zuckerpatienten  steigt bereits stetig. Bereits bei mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland wurde die Diagnose Diabetes gestellt. Darüber hinaus sind etwa drei Millionen Erwachsene erkrankt, ohne es zu wissen: Denn der so genannte “Alterszucker” (Mediziner sprechen von Typ-2- Diabetes) entwickelt sich schleichend über viele Jahre- oft bleibt er daher lange Zeit unbemerkt. Doch schon im frühen Stadium kann die Stoffwechselstörung Schäden im Körper anrichten. So greift der überschüssige Zucker im Blut vor allem Nerven, Nieren und Gefäße an, aber auch die Zahngesundheit ist bedroht.

 Auf Warnsignale achten

Mögliche Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwerte sind allgemein Müdigkeit und Abgeschlagenheit, starker Durst, häufigeres Wasserlassen, Juckreiz, vermehrtes Auftreten von Infekten wie etwa Blasenentzündungen, schlecht heilende Wunden, eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, verminderter Speichelfluss- und Zahnfleischentzündungen: Sie machen sich bemerkbar durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, unangenehmen Mundgeruch, Zahnfleischbluten beim Putzen oder empfindliche Zahnhälse, die beim Genuss kalter oder heißer Lebensmittel wehtun.Wer einer dieser Symptome bemerkt,sollte baldmöglichst zum Zahnarzt gehen. Er kann die Ursache feststellen und auch erkennen, ob möglicherweise ein Diabetes hinter den Beschwerden steckt.

Gesunde Ernährung als Therapie

Ziel jeder Diabetes- Behandlung ist eine gute Blutzuckereinstellung. Um sie zu erreichen, wird der Arzt einem Typ-2-Diabetiker in aller Regel zunächst Tabletten verordnen. Mit der Einnahme von Medikamenten allein lässt sich jedoch kein optimaler Therapieerfolg erzielen- ergänzend sollte jeder Zuckerpatient selbst etwas für seine Gesundheit tun. Ernährung und regelmäßige Bewegung. Mit einer vollwertigen Kost können Diabetiker ihre Blutzuckerwerte verbessern und Folgeerkrankungen vorbeugen. Ein ausgewogener Speiseplan mit viel Gemüse, Vollkornprodukten,Kartoffeln,Reis,Müsli, mageren Milchprodukten sowie mehr pflanzlichem und weniger tierischem Fett trägt wesentlich dazu bei, das Behandlungsziel zu erreichen. Dazu gehört in der Regel auch das Abnehmen - denn Übergewicht ist die Hauptursache des Typ-2-Diabetes.

 Gute Zuckerwerte schützen die Zähne

Eine verbesserte Stoffwechseleinstellung beugt Diabetes-Folgeschäden wie Herzinfarkt oder Nierenversagen vor-und schützt  auch die Zähne. Je besser die Blutzuckerwerte, desto geringer das Risiko für Paradontitis und Karies. Diabetiker leiden besonders häufig unter Zahnhalskaries. Wird diese Erkrankung nicht frühzeitig behandelt, können die Kariesbakterien schon bald bis zur Zahnwurzel vordringen. Zuckerpatienten bemerken das oft gar nicht, weil sie im Bereich des Zahnbetts keine Schmerzen spüren. Breitet sich die Wurzelkaries deshalb unerkannt aus, ist der Zahn schließlich nicht mehr zu retten. Möglichst normale Zuckerwerte sind das eine- sorgfältige Mundhygiene ist das andere. Diabetiker sollten eine besonders penible Zahnpflege betreiben. Dazu gehört es, täglich mindestens zweimal gründlich die Zähne zu putzen. Insbesondere älteren Patienten ist dazu eine elektrische Zahnbürste zu empfehlen. Viele Senioren haben aufgrund einer eingeschränkten manuellen Geschicklichkeit Probleme, mit der Handzahnbürste alle Gebissbereiche gut zu reinigen. Eine elektrische Bürste kann den Putzerfolg verbessern: Der rotierende Bürstenkopf führt die besonders effektiven kreisenden Bewegungen automatisch aus und erleichtert es, alle Zahnpartien zu erreichen.

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Um Unterzuckerungen zu vermeiden, müssen viele Diabetiker nach Anweisung ihres Arztes häufiger Zwischenmahlzeiten einnehmen. Auch danach sollten sie darauf achten, dass keine Speisereste zwischen den Zähnen verbleiben. Unverzichtbar für Diabetiker ist die tägliche Säuberung der Zahnzwischenräume. Sie erfolgt am besten so genannten Interdentalbürstchen: Deren mikrofeine Borsten sind bezüglich der Effektivität allen anderen Hilfsmitteln zur Reinigung der Zahnzwischenräume überlegen. Interdentalbürsten sind zudem leicht anzuwenden- einfach behutsam in den Zwischenraum einführen und vorsichtig mehrfach hin und her bewegen. Wichtig ist jedoch dsie Wahl der richtigen Größe: Lässt sich das Bürstchen nur unter Krafteinsatz in die Lücke schieben, ist es zu groß. Besteht andererseits zu viel Spielraum, erfolgt keine optimale Reinigung. Im Zweifel fragen Diabetiker ihren Zahnarzt- er wird geeignete Zwischenraumbürsten empfehlen und die optimale Putztechnik erklären. Auch die Frage, ob die zusätzliche Anwendung antibakterieller Mundspülmittel sinnvoll ist, sollten Diabetiker mit ihrem Zahnarzt besprechen. Wegen des erhöhten Risikos vereinbaren Zuckerpatienten am besten vierteljährlich einen Kontrolltermin in der Zahnarztpraxis. Zur optimalen Vorsorge ist es außerdem ratsam, dort zweimal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

 Quelle: Magazin”Lückenlos”

 

Schlüssel zum gläsernen Patienten

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte verzögert sich seit Jahren. Nun soll sie endlich kommen- doch Ärzte und Zahnärzte warnen vor Risiken und Nebenwirkungen.

 

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) sollte ursprünglich  bereits vor fünf Jahren eingeführt werden. Doch das riesige Datensammelprojekt scheiterte bisher an ungelösten Problemen. Die Bundesregierung versucht es nun mit Zwang: Per Gesetz wurden alle Krankenkassen verpflichtet, bis Ende diesen Jahres mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten mit der eGK auszustatten. Die Zahnärzte haben schon immer betont, dass sie die elektronische Gesundheitskarte nicht brauchen, da sie für ihre Patienten keinerlei Verbesserung bringt. Mit der eGK sind Risiken und Nebenwirkungen verbunden, deren Folgen sich nur schwer abschätzen lassen. Und den Zahnärzten genügen die Angaben auf der herkömmlichen Krankenversichertenkarte (KVK) völlig. Dass die eGK mit einem Foto des Versicherten versehen sein soll, ist verständlich - angesichts des Missbrauchs, der mit der bisherigen KVK betrieben werden kann. Die schon jetzt auf der KVK gespeicherten Daten- wie Name, Adresse, Versicherungsnummer- wird auch die eGK enthalten. Beunruhigen muss aber die Tatsache, dass alle übrigen Daten, die zukünftig mittels eGK erfasst werden sollen, nicht etwa in den jeweiligen Praxen sondern per Internet- Anbindung zentral auf Computern gespeichert werden sollen. An dieses gigantische Netzwerk sind dann Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheken, Krankenhäuser, Sanitätshäuser und die Krankenkassen angeschlossen. Und alle- das sind über zwei Millionen Menschen- haben zugriff auf Ihre Krankheitsdaten. Ganz zu schweigen von der Gefahr, die durch Computer-Hacker ausgeht, die unbefugt in dieses Netz eindringen könnten.

 

Zweifelhafter Nutzen 

Interessierte könnten dann nachschauen, ob Sie seelische Krisen, schlechte Zähne oder Erbkrankheiten haben. Dass Lebensversicherungen, Pharma-Firmen oder auch Kreditgeber von solchen Angaben sehr gerne erfahren würden, versteht sich von selbst. Noch gehört das Speichern dieser Daten zu den freiwilligen Funktionen, über die der Versicherte selbst entscheidet. Aber diese Freiwilligkeit lässt zugleich am Nutzen der neuen Karte zweifeln, denn wenn die Medikationsliste, die Patientenakten oder Notfalldaten unvollständig sind, ist damit trotz des Milliardenaufwands niemandem geholfen. Fraglich ist auch, ob ein Arzt im Notfall die Zeit hat, erst einmal die Daten der Karte auszulesen - oder ob sich ein Notarzt auf die Angaben der Gesundheitskarte verlassen kann, wenn der Versicherte selbst die Möglichkeit hat, Daten zu löschen. Vor allem Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten haben über all die Jahre immer wieder lautstark ihre Bedenken gegen die eGK geäußert. Zwischendurch gab es Pilotversuche, bei denen beispielweise festgestellt wurde, dass sich insbesondere ältere Patienten die achtstellige PIN, mit der sie ihren Behandlern den Zugang zur eGK eröffnen sollten, nicht merken konnten. Bis Ende 2011 müssen sieben Millionen Karten produziert und verteilt werden. Dabei ist es mit der Verteilung der eGK noch längst nicht getan. Denn es müssen neue Lesegeräte angeschafft, muss neue Praxissoftware aufgespielt und beherrscht werden. Und für die Übermittlung der Daten an den zentralen Speicher muss eine leistungsfähige Verbindung zum Internet vorhanden sein, die in Deutschland derzeit gar nicht überall möglich ist. So wird die bundesweite Einführung der eGK wohl eine unendliche Geschichte bleiben. Aus Sicht der Zahnärzte ist Eile nicht angesagt, den Patienten bringt die neue Karte keinen Vorteil.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

“Zahnärztliche Behandlungen sind keine Handelsware!”

Zahnersatz- Auktionen im Internet sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes legal. Die Zahnärzte in Deutschland kritisieren dieses Urteil: Ihrer Meinung nach ist Medizin keine Ware, die man versteigern kann.

 

Für Kritik bei den Zahnärzten sorgt ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu Zahnersatz-Auktionsportalen im Internet. Zwei Zahnärzte aus Bayern hatten gegen die Betreiber des Portals www.2te-zahnarztmeinung.de geklagt, auf dem Patienten den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes “versteigern” können. Zahnärzte können sich auf diesem Portal gegenseitig bei den Behandlungskosten unterbieten. In zwei Instanzen hatten die Kläger Recht bekommen: Die Richter teilten ihre Auffassung, dass eine medizinische Leistung keine Ware ist, die man im Internet vertreiben kann. Der BGH sah das anders und lässt nun zu, dass medizinische Behandlungen versteigert werden. “Das Urteil ist ein grundfalsches Signal. Patienten und zahnärztliche Behandlungen sind keine Handelsware. Kein seriöser Zahnarzt kann einen Preis nennen, ohne vorher einen Blick in den Mund des Patienten geworfen zu haben”, betont Dr. Janusz Rats aus München. Außerdem  lasse der BGH zu, dass Beitragsgelder in Form von Provisionen an die Betreiber der Auktionsportale fließen. “2te- Zahnarztmeinung.de ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, das sein Geschäft auf dem Rücken von Zahnärzten und Patienten macht. Die Gewinne, die dort erzielt werde, fehlen bei der Patientenversorgung”, kritisiert Rat. Nahezu alle zahnärztlichen Organisationen in Deutschland teilen die Kritik an dem Urteil. Sie respektieren aber auch das Informationsbedürfnis der Menschen vor einer Zahnersatzbehandlung. Deshalb bieten die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und Zahnärztekammern allen gesetzlich versicherten Patienen seit langem an, sich kostenlos bei ihren Patientenberatungsstellen zu informieren.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

Auch die Dritten brauchen Pflege

Die Mundgesundheit älterer Menschen hat sich in der Vergangenheit deutlich verbessert. Ganz ohne Prothesen geht es dennoch bei den meisten nicht. Herausnehmbare Zahnersatz muss heute jedoch kein Handicap mehr bedeuten - wenn er sorgfältig gepflegt wird.

Fehlende Zähne müssen heut kein gesundheitliches oder gesellschaftliches Handicap mehr sein. Denn die moderne Zahnmedizin und Zahntechnik ist in der Lage, auch mit einer Prothese die volle Funktion und eine ansprechende Ästhetik wieder herzustellen. Solange der Patient noch einige Zähne hat, ist grundsätzlich die Anfertigung einer Teilprothese möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass die natürlichen Zähne fest im Knochen sitzen, um der Teilprothese als Ankerung dienen zu können. Viele Patienten, die eine Vollprothese erhalten haben, machen sich Sorgen, ob dritten unter allen Umständen haften. Gegen die Furcht von peinlichen Situationen helfen spezielle Haftmittel: Moderne Haftcremes gewährleisten einen starken Halt der Prothese und geben Sicherheit. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass weniger Speisereste in den Raum zwischen Prothese und Schleimhaut eindringen - damit verringert sich das Risiko von Entzündungen.

Aller Anfang ist schwer

Wenn der Zahnarzt die Dritten einsetzt, hat sein Patient allen Grund zum Strahlen : endlich kann er wieder kraftvoll zubeißen und aus vollem Herzen lachen. Das neue Leben mit Dritten Zähnen ist allerding gewöhnungsbedürftig. Denn anfangs empfinden die meisten Menschen ihre Prothese als Fremdkörper im Mund. Und wenn sie zum ersten Mal etwas sagen wollen, erschrecken sie über ihre eigene Stimme: Die Aussprache hat sich verändert, und vor allem Zischlaute kommen nicht ganz reibungslos über die Lippen. Viele Prothesenträger haben deshalb in den ersten Tagen Angst vorm Sprechen und fürchten sich vor dem Essen. Die schwierige Anfangsphase lässt sich aber mit Geduld und Übung sehr gut meistern:

*Beim reden muss sich die Zunge erst an die veränderten Verhältnisse im Mund gewöhnen. Aber keine Sorge: Das Sprechen mit der Prothese können Sie trainieren. Lesen Sie sich laut etwas vor, und plaudern Sie zunächst möglichst viel mit vertrauten Menschen.

*Essen Sie anfangs nur weiche und zerkleinerte Speisen, die sich leicht kauen lassen. Belasten Sie den Kiefer gleichmäßig, damit die Prothese nicht abhebeln kann.

*Tragen Sie Ihre Prothese möglichst ständig, auch im Schlaf. Jedes Herausnehmen erschwert die Eingewöhnung.

Schmerzhafte Druckstellen und Entzündungen

Selbst bei optimalem Sitz der Prothese lassen sich Druckstllen nicht immer vermeiden. Beim Tragen neuer Prothesen kann es oft schon in der Eingewöhungsphase zu Beschwerden kommen, weil die Schleimhaut verstärkt angegriffen wird. Doch dagegen ist Abhilfe möglich : Ein Mundgel mit natürlichen oder syntetischen Wirkstoffen kann Schmerzen und Entzündungen lindern. Wenn die Prothese drückt oder wehtut, sollte der Patient in jedem Falle seinen Zahnarzt aufsuchen, um ihren korrekten Sitz prüfen zu lassen. Grundsätzlich gilt: Auch die Dritten brauchen Pflege - und der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt ist genauso wichtig wie zuvor. Wird die Prothese zu selten überprüft, ist ein optimaler Sitz nicht gewährleistet. Es besteht dann die Gefahr einer chronischen Entzündung der Schleimhaut. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann sich die Entzündung auf den gesamten Mundbereich ausdehnen und schließlich auch innere Organe wie Herz und Lunge in Mitleidenschaft ziehen. Passt die Prothese nicht mehr richtig, wirkt sich das außerdem ungünstig aufs Essverhalten aus. Wenn das Kauen Beschwerden bereitet, werden feste Nahrungsmittel und Rohkost schließlich gemieden. Das beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit, mit dem Spaß am Essen geht auch Lebensqualität verloren.

Nach jeder Mahlzeit putzen

Die “Dritten” können zwar nicht an Karies erkranken. Dennoch müssen auch sie sorgfältig gepflegt werden - eine unzureichende Reinigung reduziert schon bald den Tragekomfort der Prothese erheblich. Bakterielle Beläge am Zahnersatz begünstigen Entzündungen im Mund, die die Schleimhaut schädigen und Schmerzen verursachen können. Zahnprothesen sollten nach jeder Mahlzeit gereinigt werden. Das ist ohne weiteres mit der normalen Zahnbürste möglich. Etwas effektiver und leichter zu handhaben sind spezielle Prothesenzahnbürsten. Besser als eine normale Zahncreme eignet sich ein Prothesen-Zahngel. Zur Reinigung wird der Zahnersatz aus dem Mund genommen. Vor dem Wiedereinsetzen der Prothese sorgt die Anwendung einer Mundspüllösung für ein frisches Gefühl. Bilden sich trotz regelmäßiger Pflege hartnäckige Ablagerungen auf den Dritten, sollten diese in der Zahnarztpraxis entfernt werden. Ob die Prothese auch im Schlaf getragen werden sollte, entscheidet der Zahnarzt. Rät er dazu, die Dritten herauszunehemen, sollten Sie sie über Nacht in einem Glas sauberem Wasser aufbewahren.

Gesunde Zähne für Mutter und Kind

Vor der Schangerschaft

Ein Kind wird erwartet - Denken Sie jetzt auch an ihre Zähne !                                                      Wenn ein Kind erwartet wird, ist das ein Grund zur Freude. Wer denkt da sofort an seine Zahngesundheit. Und doch: Wenn es um die Gesundheit von Mutter und Kind geht, gibt es aus zahnmedizinischer Sicht einige Punkte zu beachten, um eine optimale Entwicklung zu fördern. Das betrifft die rechtzeitige Prophylaxe, die Zahnpflege und die Frage, welche Behandlungen während der Schwangerschaft besser unterbleiben sollten. Deshalb haben wir Ihnen nachfolgend einige Tipps zusammengestellt.

Was ihr Zahnarzt für Sie tun kann:

Vor der Schwangerschaft:

- Kontrolltermin vereinbaren: Zähne und Zahnfleisch in Ordnung bringen lassen, um Behandlungen während der Schwangerschaft zu vermeiden.                                                                                                                                                   

- Plaquetest durchführen lassen, um unsichtbare Zahnbeläge, die Karies auslösen können, zu erkennen                                                                                                                                                                

- Eine Professionelle Zahnreinigung entfernt gründlich hartnäckige Zahnbeläge und vermindert die Kariesgefahr:

Checkliste Schwangerschaftsvorsorge

- Karies entfernen: Wenn mit einem kariesfreien Gebiss in die Schwangerschaft starten, vermeiden Sie effektiv spätere Behandlungen.                                                                                          

- Zahnbeläge entfernen: Lassen Sie eine professionelle Zahnreinigung durchführung - hier werden hartnäckige Zahnbeläge auch an schwierigen Stellen entfernt und das Kariesrisiko sinkt.                                                                                                                                                                     

- Paradontitis behandeln: Paradontitis (im Volksmund: Paradontose) erhöht das Risiko von Frühgeburten und zu geringen Geburtsgewicht. Lassen Sie eine Paradontitis unbedingt behandeln.                                                                                                                                                             

- Zahnfüllungen überprüfen und gegebenenfalls erneuern: Ältere Füllungen können mit der Zeit “undicht” werden. Über winzige Spalten zwischen Zahn und Füllung können dann Bakterien eindringen und Karies auslösen. Ein Ausbohren von Amalgamfüllungen ist wegen der damit verbundenen Quecksilberbelastung während der Schwangerschaft nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu empfehlen.                                                                                                        

 - Kronen, Brücken, Veneers: Wenn Sie Zahnersatz benötigen, schließen Sie die Behandlung möglichst bis zum Beginn der Schwangerschaft ab.

Während der Schwangerschaft

Mundhygiene ist immer wichtig                                                                                                                   

Durch den veränderten Hormonspiegel in der Schwangerschaft wird das Zahnfleisch stärker duchblutet und es kann zu Schwellungen, Entzündungen und Zahnfleischbluten kommen. Achten Sie jetzt besonders penibel auf Ihre Mundhygiene! Benutzen Sie weiche Zahnbürsten, um das Zahnnfleisch nicht unnötig zu reizen. Reinigen Sie die Zahnzwischenräume täglich mit Zahnseide, damit bakterieller Zahnbelag vermieden wird. Zusätzlich können Sie fluoridhaltige Mundspülungen verwenden, um die Remineralisation Ihrer Zähne zu unterstützen.

Erbrechen                                                                                                                                                                   

Viele Schwangere leiden in den ersten Monaten unter Übelkeit ud Bruchreiz. Beim Erbrechen gelangt aggressive Magensäure an die Zähne. Greifen Sie jetzt NICHT sofort zur Zahnbürste. Der durch die Säure angeätzte Zahnschmelz kann durch die Bürstenbewegungen abgetragen und beschädigt werden. Spülen Sie den Mund mit Wasser aus und warten Sie ab, bis sich der Zahnschmelz regeneriert hat. Nach ca. einer halben Stunde können Sie dann gefahrlos Zähne putzen.

Auf die Ernährung achten!                                                                                                                                 

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Schwangerschaft. Durch die Veränderung der Essgewohnheiten (z.B. Heißhunger auf Süßigkeiten) wächst die Kariesgefahr. Der aufgenommene Zucker wird von Bakterien in der Mundhöhle in Säure verwandelt, die dann die Zahnsubstanz zersetzt. Da Zucker die Nahrungsgrundlage für die “Kariesbakterien” ist, führt ein erhöhter Zuckerkonsum zu deren Vermehrung und in der Folge zu mehr Säurebelastung für die Zähne. Doch keine Sorge: Sie müssen nicht gänzlich auf Süßigkeiten verzichten. Essen Sie Süßes zu den Hauptmahlzeiten, nach denen Sie die Zähne putzen. Vermeiden Sie aber das häufige Naschen “zwischendurch”, um die Zähne vor langandauernder Säurebelastung zu schützen.

Eine bewusste Ernährung ist auch für Ihr Kind sehr wichtig. Die Zahnentwicklung beginnt bereits im Mutterleib. In der 8. - 10. Schwangerschaftswoche entwickeln sich die Anlagen für die künftigen Milchzähne. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse, die nicht zuletzt auch eine ausreichende Versorgung mit Mineralien für die Zähne des Kindes sichert.

Was Ihr Zahnarzt für Sie tun kann:

Während der Schwangerschaft:                                                                                                         

Auch während der Schwangerschaft sind Zahnbehandlungen möglich. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach schonenden Behandlungsmethoden.

Nach Durchbruch der ersten Zähne:                                                                                             

Ein erster Vorsorgetermin ohne Spritzen und Bohren ermöglicht dem Kind eine angstfreie “Erkundung” des Praxisumfeldes und Ihr Zahnarztwird Ihnen wertvolle praktische Tipps für die Babyzahnpflege geben. Nutzen Sie auch die weitergehenden Vorsorgetermine, damit frühzeitig Probleme wie Zahnfehlstellungen oder Karies erkannt werden können. Übrigens: Vorsorgetermine werden von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Die ersten Zähnchen

Stillen ist für den Säugling die beste Ernährung in den ersten Lebensmonaten. Die Muttermilch enthält alles, was Ihr Kind braucht und passt sich in ihren Inhaltsstoffen dem Lebensalter des Kindes an. Aus zahnmedizinischer Sicht ist Stillen auch vorteilhaft für die Entwicklung des Kiefers und der Kaumuskulatur, denn der Säugling muss intensive Mundbewegungen ausführen, um an die Milch zu gelangen. Wenn Sie Flaschennahrung geben wollen/müssen, dann achten Sie auf Sauger, dei dem Kind das Trinken nicht zu leicht machen.

Zahnreinigung vom ersten Tag an                                                                                                                       

Der erste Milchzahn zeigt sich nach etwa 6 Monaten. Dann brechen bis zum Alter von 2 Jahren nach und nach alle anderen Zähne durch. Die Durchbruchzeiten können jedoch auch erheblich differieren. Milchzähne besitzen einen weichen, noch nicht vollständig ausgereiften Zahnschmelz und sind besonders anfällig für Karies. Deshalb ist tägliche Zahnpflege vom ersten Zahn an besonders wichtig. Reinigen Sie die kleinen Zähnhen mit einer weichen Finger- oder Kinderbürste.

Zahnkiller Zucker                                                                                                                                                      

Mit dem Durchbrechen der ersten Zähnchen beginnt auch meist die Zeit des Abstillens und des Zufütterns von Breien und Getränken. Eine Gefahr für die Milchzähne sind vor allem zuckerhaltige Getränke. Verzichten Sie am besten ganz auf gesüßte Tees. Bei Obstsäften ist Vorsicht angeraten, da selbst bei Etikettierungen wie “ohne Zuckerzusatz” Fruchtzucker enthalten sein kann. Übrigens: Auch Säuren aus Obstsäften greifen die Zähne an.

Verhindern Sie das Dauernuckeln!                                                                                                              

Zähne besitzen ein natürliches Regenerationspotential, das aber durch spezielle Essgewohnheiten und Ernährung überfordert werden kann. Das Dauernuckeln zuckerhaltiger Getränke führt zu einer Langzeitbelastung der Zähne und verhindert die Remineralisation des schützenden Zahnschmelzes. Kariesschäden werden so geradezu provoziert.

Fluoride                                                                                                                                                                    

Fluoride unterstützen die Regeneration des Zahnschmelzes und schützen so vor Karies. Aus zahnärztlicher Sicht ist die Gabe von Fluoriden in den ersten 6 Lebensmonaten nicht notwendig. Auch danach werden Fluoridtabletten nur empfohlen, wenn im Haushalt kein fluoridhaltiges Speisesalz und für das Zähneputzen keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn -, Mund- und Kieferheilkundehat Empfehlungen für den Einsatz und die Dosierung zusätzlicher Fluoridierungen veröffentlicht (www.dgzmk.de - Rubrik Patienteninformation). Ratsam ist eine maßvolle Fluoridzufuhr - unter Berücksichtigung möglichst aller Fluoridquellen (Trinkwasser, Zahnpasten, fluoridiertes Speisesalz, Nahrung und Getränke).

Zur Kariesprophylaxe der Milchzähne werden heute lokale Fluoridierungen (v. a. fluoridhaltige Zahnpasten) empfohlen - wegen der effektiven Wirkung durch den direkten Kontakt zum Zahn. Zu den Voraussetzungen der Kariesentstehung zählt das Vorhandensein spezieller Bakterien in der Mundhöhle. Der Säugling besitzt diese Kariesbakterien nicht von Geburt an, sondern erwirbt sie durch “Ansteckung” - meist von den Eltern. Achten Sie also auf die möglichen Infektionsquellen: Lecken Sie niemals den Nuckel des Kindes ab. Verwenden Sie zum Vorkosten von Breien nicht den Kinderlöffel. Jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit Kariesbakterien, aber je länger Sie die Ansteckung des Kindes hinauszögern, desto geringer ist das spätere Kariesrisiko.

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