Archive for Januar, 2014

Schöner Zahnersatz bei wenig Substanzverlust

Montag, Januar 13th, 2014

Für Inlays, Onlays und Teilkronen setzt man heute auf die so genannten Silikatkeramiken, die eine exzellente Optik bieten. Daher werden diese Keramikarten auch für die Anfertigung von Keramik-Veneers eingesetzt, Hierbei handelt es sich um hauchdünne transparente Keramikschalen, mit denen sich Verfärbungen und Fehlstellungen korrigieren und Zahnhartsubstanzdefekte der Frontzähne ausgleichen lassen. Für diese Behandlungsformen gilt, dass die Keramikrestauration mit dem Restzahn verklebt wird. Dies gewährleistet eine optimale Verbindung ohne Randspalten und ermöglicht sehr behutsame Präparationen unter minimalem Substanzverlust. So muss nur die Karies entfernt werden und nicht auch noch gesunde Zahnsubstanz.

„Dieser Vorteil macht sich gerade bei geklebten Teilkronen bemerkbar, und Keramik-Veneers wären ohne diese sogenannte Adhäsivtechnik gar nicht möglich“, so Dr. Ahlers, der sich in seinen Forschungsarbeiten an der Hamburger Universitätszahnklinik mit diesen Adhäsivsystemen seit Jahren beschäftigt. Die Silikatkeramiken sind ebenso für kleine, bis zu dreigliedrige Brücken im vorderen Gebissbereich geeignet. Geht es um Zahnersatz an den Seitenzähnen, die Tag für Tag einen enormen Kaudruck aushalten müssen, kommen besonders feste und dichte Keramikarten zum Einsatz: Aus speziellen Zirkonoxidkeramiken lassen sich Gerüste für Kronen und Brücken fertigen, die dann wiederum mit einer Silikatkeramik verblendet werden. „Solche vollkeramischen Kronen und Brücken werden schon heute vielfach mit Unterstützung computergesteuerter CAD/CAM-Verfahren hergestellt – mit sehr guten Ergebnissen“, weiß Dr. Ahlers.

Die Herstellung von Vollkeramik-Kronen und -Brücken ist allerdings sehr aufwändig: Die Keramik wird schichtweise auf das Gerüst aufgetragen und unter Vakuum gebrannt. So kann der künstliche Zahn seinen natürlichen Nachbarn in Beschaffenheit und Farbe angepasst werden. Ein so hochwertiger Zahnersatz hat natürlich seinen Preis: Bei einer Vollkeramik-Krone muss der Patient mit 1000.- Euro rechnen, die gesetzlich Versicherte in der Regel selbst bezahlen müssen. Auch deshalb ist eine gründliche Vorbesprechung mit dem behandelnden Zahnarzt wichtig.

Betäubungsspritze während der Schwangerschaft?

Montag, Januar 13th, 2014

Schwangere Patientinnen müssen auf eine lokale Betäubung bei Zahnbehandlungen nicht verzichten. Der für zahnärztliche lokale Anästhesien häufig verwendete Wirkstoff Articain kann in der Schwangerschaft nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Zahnarzt eingesetzt werden. Adrenalin ist als blutgefäßverengender Zusatz in geringen Konzentrationen möglich. Grundsätzlich sollten in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nur unbedingt notwendige Behandlungen vorgenommen werden.

Das Schmerzempfinden verringern

Montag, Januar 13th, 2014

Das Bewusstsein behalten und dennoch keinen Schmerz oder Angst spüren: So funktioniert die so genannte Analgosedierung. Dabei wird das Schmerzempfinden und die Angst durch das Eintropfen des Medikamentes in einen Zugang in den Arm verringert. Der Patient fühlt sich schläfrig und angstfrei, atmet aber selbst und kann auch auf die Anweisungen des Zahnarztes reagieren. Eine zusätzliche örtliche Betäubung ist nötig, weil dieses Verfahren nur das Empfinden beeinflusst, nicht aber den Schmerz selbst verhindert. Nach der Behandlung kann sich der Patient in der Regel nicht mehr daran erinnern.

Er hat gebohrt!

Montag, Januar 13th, 2014

Zucker und säurehaltige Lebensmittel sowie mangelnde Mundhygiene und Vorsorge, machen den Kariesbefall der Zähne zu einer der Volkskrankheiten in Deutschland. Nahezu 100 Prozent der Bundesbürger im Erwachsenenalter hatten in ihrem Leben bereits eine Zahnkaries. Haben die Karies-Bakterien den Zahnschmelz zerstört, kann nur noch der Bohrer helfen. Mit ihm trägt der Zahnarzt den erkrankten Bereich des Zahns ab und verhindert so ein Ausbreiten der Karies. Der Zahn wird anschließend gefüllt oder gegebenenfalls wieder aufgebaut um seine Kauleistung wieder erfüllen zu können.

Zahnbelag beherbergt Bakterien, die für die Entstehung der Karies verantwortlich sind. Er haftet fest am Zahn, ist klebrig und lässt sich nicht so einfach wegspülen. Nur mit den entsprechenden Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide können die Zähne regelmäßig davon befreit werden Damit ein Zahn an einer Karies erkranken kann, müssen die den Zahn zahlreich besiedelnden Bakterien über eine ausreichend lange Zeit hinweg Nährstoffe – beispielsweise Zucker – zur Verfügung haben die sich als Belag auf den Zähnen festsetzen. Die Bakterien verwandeln den Zucker zu Säuren, die die Zahnsubstanz angreifen und zerstören.

Schmerzlos bohren

Montag, Januar 13th, 2014

Schmerzen beim Bohren entstehen durch den Druck, die rotierende Bewegung und die Hitze des Bohrers. Mit einer Spritze wird deshalb der betroffene Bereich während der Behandlung betäubt, so dass das Bohren schmerzfrei von statten geht.

Da sich die Zahnsubstanz anders als beispielsweise die Knochen nicht regenerieren kann, muss das gesäuberte Loch anschließend gefüllt werden um das empfindliche Zahninnere zu schützen und die Kauleistung wieder herzustellen.

Neben der klassischen Behandlung mit dem Diamant – und oder Hartmetall-Bohrer werden zum Teil auch chemische Methoden wie Gel und Laserstrahlen zur Unterstützung der Kariesentfernung eingesetzt. Diese Methoden befinden sich zum Teil jedoch noch in der Entwicklungsphase und können zum jetzigen Stand den herkömmlichen Bohrer noch nicht voll ersetzen.

Zahnarzt und Zahntechniker Hand in Hand

Donnerstag, Januar 2nd, 2014

Zahnarzt und Zahntechniker stellen gemeinsam teil- und vollkeramische Lösungen her – und sie müssen dabei sehr sorgfältig und Hand in Hand zusammenarbeiten. Denn von der Präzision ihrer Arbeit beim Präparieren des Zahns, bei der Werkstoffauswahl, bei Herstellung und Befestigung des Zahnersatzes im Mund hängt der dauerhafte Erfolg für den Patienten ab. Eine teilkeramische Krone oder Brücke besteht aus einem Metallkern, der mit einer ästhetisch ansprechenden und lichtdurchlässigen Keramik überzogen, „verblendet“ wird. Der Kern selbst ist jedoch nicht lichtdurchlässig. Ein natürlicherer Eindruck lässt sich mit einer vollkeramischen Versorgung erzielen. Sie ist im besten Fall gar nicht von den echten eigenen Zähnen zu unterscheiden. Zu den von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) wissenschaftlich anerkannten Indikationen für vollkeramische Restaurationen gehören adhäsiv befestigte (geklebte) Inlays und Teilkronen im Front- und Seitenzahnbereich und schließlich Keramik-Veneers. Hinzu kommen konventionell mit Zement befestigte Kronen aus neuen, besonders harten Keramiken.

Die Entwicklung geht stetig weiter

Donnerstag, Januar 2nd, 2014

Keramische Werkstoffe sind aufgrund der sehr guten Bioverträglichkeit eine ideale Alternative zum Zahnersatz aus Metall. Vollkeramische Füllungen und Kronen haben inzwischen schon den Haltbarkeitsstandard erreicht, der früher nur dem Gold zugesprochen wurde. Doch auch mit Keramik gibt es keine Standard-Therapielösungen und nicht jedes Gebiss ist für eine Versorgung mit Vollkeramik-Kronen oder -Brücken geeignet. So spielen etwa die Platzverhältnisse im Mund des Patienten eine Rolle. Für kleinere Brücken im Front- und Seitenzahnbereich hat sich Keramik bereits bewährt, größere Gebisslücken sind mit solchen Lösungen aber zurzeit noch nicht zu versorgen. Allerdings ist die Entwicklung schon auf dem Weg dorthin: Für mehr als viergliedrige Brücken aus Vollkeramik liegen zwar kaum Langzeiterfahrungen vor, die ersten Ergebnisse sind aber vielversprechend. Besonders mit dem noch recht neuen und hoch belastbaren Werkstoff Zirkonoxidkeramik wachsen die Spannen, die sich mit Vollkeramik überbrücken lassen. Bedenkt man also, welche Fortschritte in den vergangenen zehn bis 15 Jahren mit keramischen Werkstoffen in der Zahnmedizin erzielt wurden, so ist von diesem Material auch in der Zukunft noch einiges zu erwarten.

Metallfreie Zone für Patienten

Donnerstag, Januar 2nd, 2014

Gerade in punkto Bioverträglichkeit sind die Anforderungen an die Zahnmedizin in den letzten Jahren gewachsen. Die Gesundheit gefährdende Materialien sind für den aufgeklärten Patienten von heute tabu. Besonders auf metallhaltige Materialien, die durch den sauren Speichel korrosionsanfällig sind, reagieren viele allergisch. Bekanntester Vertreter solcher Stoffe: das Amalgam. „Es gibt zunehmend Versorgungslösungen ohne Metall“, erklärt Dr. Ahlers, „und dabei steht Keramik an erster Stelle.“