Archive for Dezember, 2013

Implantate fast wie echte Zähne – Moderne Lösung für jedes Alter

Montag, Dezember 9th, 2013

Implantate erweitern die Möglichkeiten für einen optimalen Zahnersatz erheblich. In vielen Fällen kann Patienten wieder ein festsitzender Zahnersatz geboten werden. Oder ein herausnehmbarer Zahnersatz wird durch Implantate stabil abgestützt. Implantate ersetzen nicht nur fehlende Zähne, sie bieten auch eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Behandlungsmethoden.

Zur Versorgung mit Kronen und Brücken  müssen oft gesunde Nachbarzähne beschliffen werden. Dadurch geht gesunde Zahnsubstanz verloren. Bei der Bearbeitung eines Zahnes besteht ferner das Risiko einer Schädigung des Zahnnervs. Dies würde eine Wurzelkanalbehandlung nach sich ziehen. Durch eine Implantation kann der Verlust gesunder Zahnsubstanz verhindert werden, da die Nachbarzähne unangetastet bleiben.

Schutz vor Fehlbelastung eigener Zähne

Durch Zahnlücken werden die verbliebenen Zähne zwangsläufig vermehrt belastet. Brückenpfeiler müssen so erhöhte Kaukräfte aufnehmen, die vorher auf mehrere Zähne verteilt wurden. Auch Ankerzähne und Haltezähne für Prothesen sind stärkerer Beanspruchung ausgesetzt und können sich frühzeitiger lockern. Dies fällt besonders negativ ins Gewicht, wenn der Zahnhalteapparat durch Parodontose bereits geschwächt ist. Einer solchen Kettenreaktion können Implantate entgegenwirken.

Die Belastbarkeit von festsitzendem Zahnersatz ist in der Regel dem herausnehmbaren Zahnersatz überlegen. Gerade Implantate erhöhen den Tragekomfort deutlich und  sind damit ein Stück Lebensqualität.

Erhalt des Kieferknochens

Ähnlich wie Muskeln, die nicht mehr trainiert werden, schwindet auch der Kieferknochen bei Nichtgebrauch. Implantate belasten den Kieferknochen wieder physiologisch, das heißt sie stimulieren den Knochen in ähnlicher Weise wie die eigenen Zähne. So wird der Knochenabbau gestoppt oder verlangsamt.

Implantate: Haltbarkeit

Die Erfolgsquote von Implantationen ist mittlerweile gut dokumentiert. Das Maß für den Erfolg einer Implantation ist die so genannte Zehn-Jahres-Verweildauer, das heißt: Wie viele Implantate sind nach zehn Jahren noch im Mund und in Funktion? Die Antworten auf diese Frage fallen durchweg positiv aus. In Routinefällen sind nach zehn Jahren  noch 90 Prozent der Implantate funktionstüchtig. Im Einzelfall beeinflussen Besonderheiten wie  ungenügende Mundhygiene  oder bestimmte Allgemeinerkrankungen das Ergebnis negativ.

Auf die Erfahrung kommt es an

Montag, Dezember 2nd, 2013

Ein Implantat als fester, angenehmer Zahnersatz soll es sein. Doch wie findet man für diese Behandlung einen geeigneten Zahnarzt? Schließlich geht es um einen Eingriff, der viel Know-how und Erfahrung voraussetzt. „Wer sich auf die Suche nach einem Fachmann macht, hat verschiedene Möglichkeiten, sich zu informieren“, weiß Dr. Silke Liebrecht proDente-Expertin und Oberärztin im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln.

Die beste Empfehlung ist ein zufriedener Patient. Wer sich ein Implantat einsetzen lassen will, kann sich zunächst einmal im Freundeskreis umhören – vielleicht haben einige Bekannte ja bereits gute Erfahrungen in Sachen Implantate mit einem bestimmten Zahnarzt gemacht. „Welcher Arzt sich auf Implantationen spezialisiert hat, zeigen auch entsprechende Angaben auf dem Praxisschild oder auch im Telefonbuch“, erklärt Dr. Liebrecht.

Mindestens 50 Eingriffe pro Jahr

Wer offiziell den „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“ angibt, muss dafür bestimmte Kriterien erfüllen, die die verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften aus dem Bereich der Zahn-Implantologie festgelegt haben. Die Zahnärzte müssen Fortbildungen absolviert und außerdem eine vorgegebene Zahl von Implantaten eingesetzt haben – mindestens 50 pro Jahr, mindestens 200 insgesamt.

Zu finden sind diese Spezialisten auch im Internet: über die Webseiten der einzelnen Fachgesellschaften – etwa Deutsche Gesellschaft für Implantologie, Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie, Bundesverband der niedergelassenen implantologisch tätigen Zahnärzte sowie über das Deutsches Zentrum für orale Implantologie (BDZI).

Keine Scheu vor Fragen

„Doch nicht nur die fachlichen Qualitäten eines Zahnarztes zählen, auch der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient muss stimmen, damit sich der Patient bei seinem Implantologen gut aufgehoben fühlt“, weiß Dr. Liebrecht um den Wert eines guten Vertrauensverhältnisses.

Um genau dafür ein Gefühl zu bekommen, sollten sich Patienten nicht scheuen, dem Zahnarzt einige konkrete Fragen zu stellen:

    1. Implantiert der Zahnarzt selbst, oder führt er Aufklärungsgespräch und Vorarbeiten durch, arbeitet aber mit einem Implantologen zusammen, welcher das Implantat setzt?
    2. Führt der Zahnarzt eine gewissenhafte und sorgfältige Planung durch? Dazu sollte neben der klinischen Untersuchung ein Röntgenbild und Planungsmodelle der Kiefer vorliegen, mit deren Hilfe der Zahnarzt dem Patienten auch das Vorgehen erläutern kann. Zur Diagnostik gehört weiter das Abklären anderer Erkrankungen – eventuell auch in Zusammenarbeit mit anderen Ärzten des Patienten.
    3. Wie viele Implantate hat er bereits eingesetzt? Ein Anhaltspunkt für eine ausreichende Erfahrung können beispielsweise die oben genannten Mindestzahlen sein.
    4. Arbeitet der Zahnarzt mit einem zahntechnischen Meisterlabor zusammen? Die Herstellung von implantatgetragenen Kronen, Brücken und Prothesen (Suprakonstruktionen) erfordert auch vom Zahntechniker besondere Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Zahntechnikermeister verfügt hierbei über die höchste Qualifikation.
    5. Bildet der Zahnarzt sich fort? Häufig hängen Zahnärzte Nachweise über ihre Fortbildungen in der Praxis aus. Darüber hinaus können Patienten gezielt nachfragen und die Reaktion des Arztes beurteilen.
    6. Bietet die Praxis eine umfassende Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung an? Auch nach dem Einsetzen von Implantaten sollte das Gebiss regelmäßig eine solche professionelle Zahnreinigung erhalten, um eine optimale Mundhygiene zu gewährleisten – am besten sollte die Implantatversorgung und die Nachsorge in der selben Praxis stattfinden.

 

  1. Was genau kommt auf den Patienten zu? Der Zahnarzt sollte sich Zeit nehmen, alle Behandlungsschritte erklären und über Risiken aufklären.
  2. Was kostet den Patienten das Implantat? Weil die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht und die privaten Krankenkassen u.U. nur einen Teil der Kosten übernehmen, sollte vor der Behandlung geklärt werden, welche Kosten entstehen und welchen Betrag der Patient tragen muss. Dazu sollte ein schriftlicher Heil- und Kostenplan erstellt werden, den der Patient seiner Krankenkasse zur Kostenregelung vorlegen kann.

Knochenaufbau macht Implantate möglich

Montag, Dezember 2nd, 2013

Wenn es um den Ersatz von einzelnen oder mehreren Zähnen geht, sind heute in vielen Fällen Implantate eine sehr gute Lösung. Die künstlichen Zahnwurzeln dienen als Anker für Kronen, Brücken und Prothesen. Eine Voraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen eines Implantats ist jedoch ein gesunder und starker Kieferknochen. Patienten, welche über Jahrzehnte hinweg klassische Brücken und Prothesen getragen haben, verfügen meist über zu wenig Knochen rund um das Implantat. Hier kann die moderne Implantologie mit einem Kieferknochenaufbau Abhilfe schaffen.

Entscheidend für den Erfolg eines Zahnimplantates ist ein bestimmtes Knochenvolumen. Je mehr Knochen vorhanden und je dichter ein Kieferknochen ist, umso besser. Ein Implantat sollte mindestens von1 mm besser von 2 mm Knochensubstanz umgeben sein. Auch in der Höhe muss genügend Knochensubstanz vorhanden sein, so dass eine ausreichende Implantatlänge möglich ist. Neun bis zehn Millimeter sollten hierbei nur in Ausnahmefällen unterschritten werden.

Kieferknochen einfach verstärken

Mangelt es an genügend Knochensubstanz ‚augmentieren’ die Spezialisten in leichteren Fällen. „Der Arzt entnimmt zum Beispiel in einem ambulante Eingriff am Kinn oder im Mund im Bereich des hinteren Ober- und Unterkiefer Knochensplitter und fügt sie dort ein, wo das Implantat gesetzt werden soll“, erklärt Dr. Silke Liebrecht, Oberärztin im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln und proDente-Expertin.  Der Zweiteingriff am Kinn oder im Kiefer ist in der Regel gefahrlos. Es kann in Einzelfällen aber durchaus zu postoperativen Schmerzen und Schwellungen kommen.
Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Implantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden. Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird meist aus Beta-Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. „Leider ist der künstliche Knochenersatz nicht ausreichend  – es muss 50 % Eigenknochen dazugemischt werden“, so Dr. Liebrecht.

Der ‚Sinuslift’ für die komplizierten Fälle

In komplizierten Fällen wenden Implantologen den sogenannten ‚Sinuslift’, eine Operation im Oberkiefer, an. Bei den betroffenen Patienten ist der Knochen im Oberkiefer so gering, dass ein Implantat keinen stabilen Halt hat. Beim Sinuslift verstärkt der Implantologe die entsprechende Stelle mit Knochenmaterial, indem der Boden der Kiefernhöhle angehoben wird. Je nach Fall, erfolgt die Implantation gleichzeitig mit dem Knochenaufbau oder erst nachdem der eingelagerte Knochen sicher eingeheilt ist. Je nach Ausmaß des Eingriffes, muss man in diesen Fällen zwischen drei und neun Monaten warten, da der menschliche Knochen langsam wächst.

Modernste Zahnmedizin züchtet Knochen

Seit zwei Jahren werden bei Sinuslift-Operationen zunehmend gezüchtete Kieferknochentransplantate eingesetzt. Dr. Liebrecht: „Dafür wird dem Patienten ein ca. ein Zentimeter großes Stück Knochenhaut des Kiefers entnommen. Anschließend werden daraus unter sterilen Laborbedingungen autologe Kambiumzellen isoliert.“ Diese haben die Fähigkeit, Knochengewebe zu produzieren. Die isolierten Zellen werden vermehrt und bilden schließlich Knochenchips von ein Zentimeter Durchmesser und drei Millimeter Dicke. Je größer der Defekt im Kiefer, um so mehr gezüchtete Knochenchips kommen zum Einsatz. „Bislang sind nach der Transplantation von gezüchteten Kieferknochen keine Abstoßungsreaktionen aufgetreten“, berichtet Dr. Liebrecht. In der Regel verwächst das Transplantat in drei bis vier Monaten mit dem Knochen.