Bewährt seit Jahrtausenden

Keramik gehört zu den ältesten Werkstoffen, die der Mensch künstlich herstellt und hat sich schon in den Jahrtausenden vor Christus bewährt. In der Zahnheilkunde macht das Material allerdings erst seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts mehr und mehr Karriere: als substanzschonende Lösung für den Zahnersatz. Zahnärztliche Keramiken bestehen aus Quarz, Feldspat, Kaolin, Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Yttrium und Leucit. Je nach Anwendungszweck wird der Werkstoff so zusammengesetzt, dass seine Eigenschaften den spezifischen Anforderungen entsprechen. Durch Schmelzen bei hohen Temperaturen und anschließendes Verdichten („Sintern“) wird die Keramik verfestigt.

„Neben der Härte und Beständigkeit sind im Bereich der Zahnmedizin die perfekte Ästhetik und die sehr gute Bioverträglichkeit die großen Pluspunkte der Keramik“, erklärt Dr. M. Oliver Ahlers, proDente-Experte und Oberarzt an der Hamburger Universitätszahnklink. Außerdem sorgt die geringe Wärmeleitfähigkeit der Keramik dafür, dass der Zahnnerv geschont wird, der sonst auf heiße Getränke oder Eis empfindlich reagiert.

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