Schmerzfrei – ohne lang anhaltende Taubheit

Das wäre praktisch: Morgens vor der Arbeit oder zwischen zwei Terminen schnell zum Zahnarzt, eine kleine Kariesstelle entfernen lassen und dann sofort wieder voll im Einsatz ohne ein lang anhaltendes Taubheitsgefühl. Adrenalinfreie Substanzen machen es möglich. Mit ihnen schaltet der Zahnarzt Schmerzen nicht nur zuverlässig aus, sondern verkürzt das sonst über Stunden anhaltende, unangenehme Taubheitsgefühl nach der Behandlung auf Minuten. Die Substanzen sind nur bei kurzen und nicht sehr großen Eingriffen geeignet.

Welche Betäubungsmethode der Zahnarzt auswählt, ist abhängig davon, an welcher Stelle im Mund behandelt wird und wie umfangreich der Eingriff ist. Bei der örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung zur Ausschaltung sensibler Nerven (Schmerzausschaltung) eines bestimmten Körpergebietes vor operativen Eingriffen und/oder bei starken Schmerzen. Nur geringe Beeinflussung des Zentralennervensystems. Je nach Art und Technik unterscheidet man die Infiltrationsanästhesie, die Leitungsanästhesie und die Oberflächenanästhesie. Die pharmakologischen Substanzen zur Lokalanästhesie wirken chemisch auf die Leitfähigkeit der Nervenströme.
) werden durch bestimmte eingespritzte Substanzen die Schmerzen nicht mehr zum zentralen Nervensystem geleitet. In Bereichen, in denen die Knochenschicht nicht so dick ist, also im Oberkiefer und im Frontzahnbereich des Unterkiefers, hat sich die so genannte Infiltrationsanästhesie Infiltrationsanästhesie
Örtliche Betäubung zur Schmerzausschaltung durch Einbringen von Anästhesie-Lösung in das Operationsgebiet selbst oder durch Umspritzung dieses Bereiches. Standardverfahren in der Zahnheilkunde für die Anästhesie der Oberkieferzähne: Eine kleine Menge Anästhetikum wird in den Wurzelspitzenbereich des entsprechenden Zahnes infiltriert. Es dringt dann durch den Knochen zum Zahn (Wurzelspitze), so dass dieser betäubt wird. Nicht für die Betäubung der Unterkieferzähne geeignet, da hier die äußere Knochenwand zu kompakt ist und das Anästhetikum nicht tief genug eindringen kann.
bewährt. Sie schaltet den Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress…) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren – welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen – herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
in der Umgebung der Einstichstelle aus. Das Betäubungsmittel dringt in den Knochen ein und betäubt die Zähne und ihre nahe Umgebung. Ist der Knochen zu dick oder sind umfangreichere Maßnahmen geplant, wie insbesondere im Seitenzahnbereich des Unterkiefers, kommt die Leitungsanästhesie Leitungsanästhesie
Örtliche Betäubung, bei der der Nerv an seinem Stamm mit Anästhetikum umspritzt wird, so dass die weiterführenden Nerven und das entsprechende Versorgungsgebiet betäubt sind. Im Gegensatz zur >>Infiltrationsanästhesie.
zum Einsatz. Dabei wird das Anästhetikum in die Nähe des Knochenaustrittspunktes des Nervs gespritzt, der den zu betäubenden Kieferbereich versorgt.

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