Schmerzfrei – ohne lang anhaltende Taubheit

Kurzfristiger punktgenauer Eingriff

Mit adrenalinfreiem Articain schaltet der Zahnarzt heute im Rahmen der eingangs beschriebenen Infiltrations- und Leitungsanästhesie Leitungsanästhesie
Örtliche Betäubung, bei der der Nerv an seinem Stamm mit Anästhetikum umspritzt wird, so dass die weiterführenden Nerven und das entsprechende Versorgungsgebiet betäubt sind. Im Gegensatz zur >>Infiltrationsanästhesie.
den Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress…) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren – welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen – herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
bei kleineren Eingriffen, wie Kariesentfernung, Füllungsmaßnahmen oder kleineren chirurgischen Eingriffen in der Frontzahn- oder Gaumenregion punktgenau aus. Er setzt die Spritze und kann ein bis drei Minuten später mit der Behandlung beginnen. Voraussetzung: Der Eingriff ist begrenzt und kurz. Wenige Minuten nach einer 20-minütigen Behandlung – ein Großteil der zahnärztlichen Eingriffe bewegen sich in diesem Zeitrahmen – ist das Taubheitsgefühl verschwunden. Das heißt, nach der Behandlung fühlt der Patient sich wieder einsatzbereit. Allerdings beschreiben einige Patienten eine nicht ausreichende Anästhesietiefe, die auf ein sehr schnelles Abfluten des Anästhetikums hinweisen kann. Der besseren Wundheilung steht zudem eine längere Blutungsphase entgegen. Hier sollten Patienten und Zahnärzte intensiv abwägen.

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