Die Teleskopprothese

Darf es ein bisschen mehr an Eleganz und Halt sein? Wer darauf Wert legt, sollte sich für eine Teleskopprothese entscheiden, denn die ist sozusagen der Ferrari unter den herausnehmbaren Teilprothesen. „Die Versorgung mit Teleskopen lässt in Sachen Ästhetik und Funktion keine Wünsche offen“, weiß Zahntechnikermeister Roland Unzeitig von der Initiative pro Dente.

Eine Teleskopprothese kann beliebig viele Zähne im Kiefer ersetzen. Der kombinierte Zahnersatz besteht aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Teil: Zuerst werden Innenkronen fest im Mund verankert – entweder mit Zement auf noch vorhandenen eigenen Zähnen, die dafür entsprechend beschliffen werden und als Pfeiler dienen, oder auch auf Implantaten. Die Außenkronen sind in die eigentliche Prothese eingearbeitet. Wird sie eingesetzt, rutschen die Innen- und Außenkronen wie Puzzlesteine passgenau ineinander: Die Kronen gleiten übereinander wie die Glieder eines Teleskopstabs. Genau von diesem Befestigungsmechanismus hat die Teleskopprothese auch ihren Namen.

Die Prothese stabilisiert das Gebiss

„Der große Vorteil der Teleskopprothese liegt in der exakten Passgenauigkeit, die den sicheren Halt gewährleistet, und in der einfachen Handhabung“, erläutert der Zahntechnikermeister. Ein Verrutschen beim Kauen oder Sprechen ist bei dieser Art der Prothese unmöglich. Innen- und Außenkronen sind so gestaltet, dass die Haftung auch nach langer Zeit erhalten bleibt.

Darüber hinaus verbindet die Prothese selbst die überkronten Zähne miteinander und wirkt so wie eine stabilisierende Schiene. Da die Prothese herausnehmbar ist, können sowohl der Zahnersatz als auch die verbliebenen Zähne optimal gepflegt werden, was ebenfalls zur langen Lebensdauer der Versorgung beiträgt. Bestnoten erhält die Teleskopprothese ebenso in der Ästhetik: „Diese Form der Prothese kann auf Klammern, Bügel und Stege verzichten und sieht so natürlich aus wie echte eigene Zähne“, so Unzeitig. Dadurch haben die Patienten keine störenden Fremdkörper auf dem Gaumen und auch Veränderungen des Geschmackssinns werden vermieden. Wer eine Teleskopprothese trägt, erfreut sich vielmehr eines optimal natürlichen Kaugefühls.

Bei Bedarf unkompliziert zu erweitern

Mit Blick in die Zukunft ist die Entscheidung für diese Prothesenart besonders lohnenswert: „Die Versorgung lässt sich gut erweitern, wenn noch mehr Zähne im Gebiss des Patienten verloren gehen sollten“, schildert der Experte die Perspektiven. Last but not least ist die Teleskopprothese außerdem eine Lösung, die die noch vorhandenen Zähne schont: Der Kaudruck wird auf mehrere Zähne verteilt, der einzelne Zahn wird dann weniger belastet. Damit ist diese Behandlung auch geeignet für Patienten mit bereits geschädigtem Zahnfleisch und Kiefer. Selbst wenn die als Pfeiler genutzten Zähne etwas wackeln, ist die Konstruktion stabil und langlebig.

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