Archive for September, 2013

Implantate – Lange haltbar und lange schön!

Sonntag, September 29th, 2013

Zu diesem Schritt möchte ich Sie im Namen des Bundesverbandes der implantologische tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) beglückwünschen. Mit einem Einzelzahnimplantat oder einer implantatgetragenen Versorgung werden Sie schnell vergessen, dass Sie überhaupt Zahnersatz im Mund haben. Zahnimplantate – also künstliche Zahnwurzeln – kommen wie kein anderer Zahnersatz dem natürlichen Zahn am nächsten und können bei der richtigen Pflege Jahrzehnte, ja lebenslang halten. Zudem sind Implantate nach der Einheilzeit genauso belastbar wie Ihre natürliche Zähne.

Damit Sie lange Freude daran haben, ist Ihre Mitarbeit nötig. Ihr Zahnarzt hat Ihnen das Implantat gesetzt und wird regelmäßig kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Sie selbst müssen für sorgfältige Mundhygiene sorgen, die Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit des Implantats ist. Es ist also Teamarbeit gefragt!

Die Zahnbürste allein reicht nicht mehr. Wir informieren Sie, wie Sie künftig Ihre Zähne putzen sollten, welche Hilfsmittel Sie verwenden können und auf was Sie sonst noch achten müssen, damit Ihre Implantate lange haltbar und lange schön bleiben!

Einführung
Was ist ein Implantat?
Warum ist Mundhygiene wichtig?
Warum reicht normale Mundpflege nicht?
Warum müssen Implantate besonders intensiv gepflegt werden?

Dir richtige Pflege
Welche Hilfsmittel gibt es für die Reinigung?
Wie wenden ich Hilfsmittel richtig an?
Was muss ich bei der Reinigung der Implantate beachten?
Was ist in den ersten Tagen nach der Implantation wichtig?
Wie pflege ich mein Einzelzahnimplantat?
Wie pflege ich festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten?
Wie funktioniert die Pflege bei herausnehmbarem Zahnersatz?

Gut zu wissen
Welche Zahnbürste ist die richtige?
Warum professionelle Zahnreinigung?
Warum brauchen Implantate ein gesundes Umfeld?
Was ist Periimplantitis?
Welche Risikofaktoren gibt es?
Wie häufig muss ich zur Kontrolle zum Zahnarzt?
Checkliste: Ist mit meinen Implantaten alles in Ordnung?
Spielt mein Implantat bei allem mit?

Service

Was ist ein Implantat?

Das Zahnimplantat ist eine Schraube aus knochenverträglichem Titan oder aus Keramik, die operativ in den Kieferknochen eingepflanzt (implantiert) wird und nach dem Einwachsen die Funktion der natürlichen Zahnwurzel übernimmt.

Auf das Implantat kommt nach dem Einwachsen ein Aufbau (Pfosten), der den eigentlichen Zahnersatz, also die Zahnkrone, trägt. Damit ist das Implantat eine gute Alternative zu einer Zahnbrücke, bei der die Nachbarzähne beschliffen werden müssen. Auf Implantaten lässt sich sowohl festsitzender als auch herausnehmbarer Zahnersatz verankert.

Es gibt mehr als 100 unterschiedliche Implantatsysteme, die je nach den individuellen Gegebenheiten im Mund des Patienten Anwendung finden. Im Prinzip ähneln sich die Systeme. Was Sie hier lesen, trifft auf fast alle Varianten zu.

Warum ist Mundhygiene wichtig?

Seit Jahren wissen wir, dass gesunde Zähne in einem intakten Umfeld für den gesamten Körper wichtig sind.
Stimmt die Mundhygiene nicht, können bakterielle Entzündungen das Zahnfleisch schädigen, zu Zahnfleischtaschen führen und in den Blutkreislauf des Menschen gelangen. Dort belasten sie das Immunsystem, was die Entstehung von Gefäßverkalkungen fördert und auch andere gesundheitliche Folgen haben kann. Wenn Zahnfleischtaschen aufgrund der bakteriellen Belastung entzündet sind, (Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose gennant), belastet das nicht selten den gesamten Organismus.

Gesund im Mund

Karies und Zahnfleischerkrankungen werden durch bakterielle Zahnbeläge ausgelöst – auch Plaque oder Biofilm genannt. Die Entfernung der Plaque bzw. das Vorbeugen von Zahnbelägen (Plaque-Prophylaxe) ist daher von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie regelmäßig sorgfältig Zahnoberflächen und Zahnzwischenräume reinigen, sind Sie auf dem richtigen Weg, Ihren Mund gesund zu halten.

Eine gesunde Mundhöhle bedeutet, dass die Schutzmechanismen gegen Krankheitserreger in Ihrem Mund und Ihrem Speichel aktiv sind. Ein gesundes Zahnfleisch ist demnach wichtig für die Gesundheit Ihres Mundes und Ihres gesamten Körpers – und natürlich für eine lange Haltbarkeit Ihres Implantates.

Knochenabbau droht!

In Zahnbelägen leben zahlreiche Bakterien. Solange sie Beläge regelmäßig entfernt werden, bevor es zu Schäden an Zähnen oder Zahnfleisch kommt, bleibt das biologische Gleichgewicht in der Mundhöhle erhalten. Sobald sich die Plaque-Bakterien aber zu stark vermehren, besteht das Risiko von Karies und Parodontitis. Schwere Entzündungen wie Parodontitis (Entzündungen des Zahnfleisches am Zahn) bzw. Periimplantatis (Entzündungen des Zahnfleisches am Implantat) bergen ein erhebliches Risiko für Knochenabbau und den Verlust des Zahns bzw. des Implantats!

Hilfsmittel: Möglichkeiten und Grenzen

– Zahnbürste: Sie reicht nicht überall hin (auch keine noch so moderne elektrische!), weil sie nicht in die Zahnzwischenräume gelangt.
– Zahnseide, Interdentalbürstchen, Zahnhölzchen: Sie sind unbedingt notwendig (es gibt auch ,,dicke“ Zahnseide für Implantate). Nur so können die bakteriellen Zahnbeläge in den Zwischenräumen beseitigt werden.
– Munddusche: Sie ist nur bedingt geeignet für Implantate und kein Ersatz für Zahnreinigung.

Warum müssen Implantate besonders intensiv gepflegt werden?

Bei den Zähnen gibt es einen natürlichen Schutz zwischen Zahn und Zahnfleisch. Zwischen Implantat und Zahnfleisch ist der Übergang hingegen durchlässiger – und damit ist das Risiko größer, dass Bakterien eindringen und im Umfeld des Implantats eine Entzündung hervorrufen können (periimplantäre Mukositis).

Da die Oberflächen der Implantate in Ihrem Kiefer meist rau und je nach System auch schraubenförmig gestaltet sind, können sich eingedrungene Bakterien gut festsetzen und selbst von professioneller Hand schwer entfernt werden. Die Entzündung schreitet voran, sofern sie nicht gestoppt werden kann. Der stützende Kieferknochen wird dabei angegriffen und abgebaut bzw. zerstört. Dabei lockert sich das Implantat und kann sogar herausfallen.

Die Vielzahl der in der Mundhöhle existierenden Bakterienarten besiedelt eine Implantatwurzel genauso wie eine natürlichen Zahnwurzel.

Wenn Sie einige Regeln beachten, muss es so weit gar nicht erst kommen. Da A und O ist die richtige Pflege. Sie sollten etwas mehr Zeit und Aufwand investieren als bei der ,,normalen“ Mundpflege. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Implantate sorgfältig und schonend pflegen können.

Welche Hilfsmittel gibt es für die Reinigung?

Es gibt eine große Vielfalt an Zahnbürsten, Zahnseiden, Interdentalbürstchen und Mundduschen. Für jeden ist etwas dabei. Handzahnbürsten mit mittelharten und weichen Borsten, elektrische Zahnbürsten, Ultraschallzahnbürsten und solche mit rotierend-oszillierendem Kopf. Zahnseide (Floss), Interdentalbürstchen, Mundduschen und Mundspülungen, die unterschiedliche Zwecke erfüllen. Was Sie benutzen, bleibt letztlich Ihnen und Ihrem individuellen Putzverhalten überlassen. Wie zeigen Ihnen, was Sie für die Pflege Ihrer Zähne bzw. des implantatgetragenen Zahnersatzes tun müssen. Welche Hilfsmittel Sie wählen, bestimmen Sie.

Sprechen Sie das Thema aber auf jeden Fall in Ihrer Zahnarztpraxis an!

Keine Express-Heilung mit Implantaten

Dienstag, September 24th, 2013

In letzter Zeit häufen sich Darstellungen, die eine schnellstmögliche Versorgung mit Implantaten versprechen. Sofortimplantation heißt das Stichwort. Doch allzu oft werden so bei den Patienten falsche Erwartungen geweckt. Die schnelle Form der durch Implantate getragenen Versorgung ist nur zu empfehlen, wenn der Mundraum völlig gesund ist. Entzündungen in Form einer Parodontitis müssen vorab behandelt werden und ausgeheilt sein. Das verlängert zwar die Behandlung erhöht aber die Erfolgsaussichten deutlich.

Statistisch betrachtet sind in zehn Jahren noch mehr als 95 Prozent der Implantate in einem guten Zustand. Doch was ist die mögliche Ursache, bei einem Misserfolg? Der Fachbegriff lautet hier „Periimplantitis“ und bezeichnet eine Entzündung des umgebenden Gewebes. Die Hauptursache für das Scheitern eines Implantats lässt sich jedoch verhindern.
Der Zahnarzt muss präzise beraten. Drei Aspekte sollten beachtet werden, wenn das Implantat erfolgreich einheilen soll:

  1. eine genaue Beratung und Therapieempfehlung des Zahnarztes
  2. eine gute Vorbehandlung und
  3. angemessene Zahnpflege nach dem Eingriff.

Grundsätzlich können auch Parodontitispatienten einen Zahnersatz wählen, der mit Implantaten im Kiefer verankert ist. Dafür muss jedoch ein individuelles Konzept entwickelt werden. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte der Zahnarzt bei der Positionierung von Implantaten auf Brücken- und Verbindungskonstruktionen verzichten.

Eine Frage des Alters?

Zudem sollte das Alter der Patienten berücksichtigt werden. Bei der Wahl des Implantats ist ein entscheidendes Kriterium, ob der Patient in der Lage ist, den Zahnersatz entsprechend zu reinigen. Hier können bestimmte Anfertigungen, wie Teleskopkonstruktionen, eine Alternative sein. Diese implantatgestützten Lösungen lassen sich zur gründlichen Reinigung herausnehmen, bieten aber dennoch den Tragekomfort eines festsitzenden Zahnersatzes.

Pflege, Pflege, Pflege

Gerade nach einer erfolgreichen Implantation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen extrem wichtig. Bei diesen Terminen beobachtet der Zahnarzt die Reaktionen des Mundraums auf die Fremdkörper. Es erfolgt im Einzelnen eine Untersuchung der Zahnfleischtaschentiefe, der Blutungsneigung, der Farbe und Konsistenz des Gewebes um das Implantat. Darüber hinaus sollte der Zahnarzt den Plaqueindex, die Eiterbildung und den Knochenverlust bestimmen. Ebenso wichtig ist eine eingehende Beratung über die nun angezeigte häusliche Zahnpflege. Denn vor Entzündungen im Bereich des Implantats schützte eine optimale Zahnpflege immer noch am Besten.

Provisorien

Dienstag, September 24th, 2013

Ein Provisorium ist ein vorläufiger Zahnersatz, der einen Zahn nach der Präparation bis zur endgültigen Eingliederung schützt. Auch Lücken werden mit Hilfe von Provisorien geschlossen, bevor der dfintive Zahnersatz eingesetzt wird. Das Provisorium beugt einer möglichen Infektion vor und stützt den Biss des Patienten. Provisorien werden entweder direkt im Mund oder nach Abdruck in einem Dentallabor individuell angefertigt.

Die Teleskopprothese

Dienstag, September 24th, 2013

Darf es ein bisschen mehr an Eleganz und Halt sein? Wer darauf Wert legt, sollte sich für eine Teleskopprothese entscheiden, denn die ist sozusagen der Ferrari unter den herausnehmbaren Teilprothesen. „Die Versorgung mit Teleskopen lässt in Sachen Ästhetik und Funktion keine Wünsche offen“, weiß Zahntechnikermeister Roland Unzeitig von der Initiative pro Dente.

Eine Teleskopprothese kann beliebig viele Zähne im Kiefer ersetzen. Der kombinierte Zahnersatz besteht aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Teil: Zuerst werden Innenkronen fest im Mund verankert – entweder mit Zement auf noch vorhandenen eigenen Zähnen, die dafür entsprechend beschliffen werden und als Pfeiler dienen, oder auch auf Implantaten. Die Außenkronen sind in die eigentliche Prothese eingearbeitet. Wird sie eingesetzt, rutschen die Innen- und Außenkronen wie Puzzlesteine passgenau ineinander: Die Kronen gleiten übereinander wie die Glieder eines Teleskopstabs. Genau von diesem Befestigungsmechanismus hat die Teleskopprothese auch ihren Namen.

Die Prothese stabilisiert das Gebiss

„Der große Vorteil der Teleskopprothese liegt in der exakten Passgenauigkeit, die den sicheren Halt gewährleistet, und in der einfachen Handhabung“, erläutert der Zahntechnikermeister. Ein Verrutschen beim Kauen oder Sprechen ist bei dieser Art der Prothese unmöglich. Innen- und Außenkronen sind so gestaltet, dass die Haftung auch nach langer Zeit erhalten bleibt.

Darüber hinaus verbindet die Prothese selbst die überkronten Zähne miteinander und wirkt so wie eine stabilisierende Schiene. Da die Prothese herausnehmbar ist, können sowohl der Zahnersatz als auch die verbliebenen Zähne optimal gepflegt werden, was ebenfalls zur langen Lebensdauer der Versorgung beiträgt. Bestnoten erhält die Teleskopprothese ebenso in der Ästhetik: „Diese Form der Prothese kann auf Klammern, Bügel und Stege verzichten und sieht so natürlich aus wie echte eigene Zähne“, so Unzeitig. Dadurch haben die Patienten keine störenden Fremdkörper auf dem Gaumen und auch Veränderungen des Geschmackssinns werden vermieden. Wer eine Teleskopprothese trägt, erfreut sich vielmehr eines optimal natürlichen Kaugefühls.

Bei Bedarf unkompliziert zu erweitern

Mit Blick in die Zukunft ist die Entscheidung für diese Prothesenart besonders lohnenswert: „Die Versorgung lässt sich gut erweitern, wenn noch mehr Zähne im Gebiss des Patienten verloren gehen sollten“, schildert der Experte die Perspektiven. Last but not least ist die Teleskopprothese außerdem eine Lösung, die die noch vorhandenen Zähne schont: Der Kaudruck wird auf mehrere Zähne verteilt, der einzelne Zahn wird dann weniger belastet. Damit ist diese Behandlung auch geeignet für Patienten mit bereits geschädigtem Zahnfleisch und Kiefer. Selbst wenn die als Pfeiler genutzten Zähne etwas wackeln, ist die Konstruktion stabil und langlebig.

Ohne Rauch eine sichere Sache

Dienstag, September 24th, 2013

Erste Langzeitstudien belegen: Die Lebensdauer von implantatgetragenem Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
stehen denen von konventionellen Kronen und Brücken in nichts nach. So zeigt eine Untersuchung über 7 Jahre eine Verweildauer zwischen 93,5% und 98%. Eine weitere Meta-Studie (hier werden verschiedene Untersuchungen zusammengefasst) ermittelte einen Verbleib von 95 % aller Implantate nach fünf Jahren. Gut für ältere Patienten: Die Ergebnisse unterschieden sich in den verschiedenen Altersgruppen nicht Sogar Patienten, die über 80 Jahre alt sind, können mit einer erfolgreichen Therapie rechnen.

Der Wattebausch: Zahnpflege von Anfang an

Montag, September 16th, 2013

Wenn Sie Ihr Kind vor Karies schützen möchten, sollten Sie schon von Geburt an einige Regeln beachten. Dies braucht Zeit, etwas Geduld und ein konsequentes Verhalten. Ihr Kind wird es Ihnen später mit einem strahlenden Lächeln danken.

Dauernuckeln schadet Babys

Die meisten Kinder werden in den ersten Lebensmonaten gestillt, um die Immunabwehr zu stärken. Stillen bis zum sechsten Lebensmonat ist sinnvoll. Dann brechen die ersten Milchzähne durch. Hier ist zu beachten, dass diese mit dem Durchbruch bereits gepflegt werden müssen. Durch sehr häufiges Stillen tags und nachts kann Karies ausgelöst werden. Daher müssen die Zähnchen einmal täglich unter Verwendung eines Hauchs fluoridhaltiger Zahncreme mit einer weichen Zahnbürste sanft gereinigt werden.

Bekommt Ihr Kind die Flasche, gilt das Gleiche: Dauernuckeln mit insbesondere süßen oder säurehaltigen Getränken muss dringend vermieden werden. Gewöhnen Sie Ihrem Nachwuchs das Fläschchen möglichst nach einem Jahr ab und stellen Sie auf Becher und Tassen um. Am besten für Kinderzähne sind Wasser und ungesüßte Tees.

Milchzähne brauchen sorgfältige Pflege

Bereits mit dem Durchbruch der ersten Zähne kommt die erste Kinderzahnbürste zum Einsatz. Achten sie darauf, dass die Borsten weich sind. Nehmen Sie sich für das Putzen der Zähne Zeit und richten Sie es als festes Morgen- und Abendritual ein. Bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr sollte einmal täglich ein Hauch von fluoridierter Kinderzahnpasta verwendet werden.

Zahnärzte empfehlen schon für Babys regelmäßige halbjährige Vorsorgeuntersuchungen. Wichtige Termine liegen im 6. bis 8. Lebensmonat nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne, im 16. bis 18. Monat nach dem Durchbruch der ersten Milchbackenzähne und im 30. Monat, nachdem das Milchgebiss komplett ist. Ziel der frühen zahnärztlichen Kontrolltermine ist vor allem, dass Ihr Kind mit dem Besuch beim Zahnarzt vertraut wird und eine angstfreie Beziehung zu ihm entwickelt. Gleichzeitig werden den Eltern wichtige Informationen für die Erhaltung der Mundgesundheit der Kleinkinder vermittelt.

Je nach Entwicklungsstand, aber spätestens mit drei Jahren, sollte das Kind selbst eine Zahnbürste benutzen. Jetzt heißt es üben, üben, üben. Angewendet wird die KAI-Methode: Zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. So leicht es klingt, ein Kind schafft dies nicht ohne Hilfe. Es ist notwendig, bis in die Schulzeit hinein nachzuputzen, zu kontrollieren und vor allem zu motivieren. Dabei helfen Ihnen Bilderbücher zu dem Thema und CDs mit Zahnputzliedern.

Ab 6 Jahren: Backenzähne versiegeln

Ab sechs Jahren kann Ihr Kind Zahnpasta für Erwachsene mit höherem Fluoridgehalt verwenden. Denn: Jetzt kommen schon die ersten bleibenden Zähne – die Backenzähne – am Ende der Milchzahnreihe hinzu, auf deren Reinigung besonders geachtet werden muss, da in den Grübchen, auch Fissuren genannt, schnell Karies entstehen kann. Sobald die Kaufläche der Zähne durchgebrochen ist, sollte diese regelmäßig in der Zahnarztpraxis mit Fluoridlack behandelt werden. Nach dem völligen Durchbruch ist eine Fissurenversiegelung mit einer Kunststoffmasse sinnvoll, um die Kariesgefahr zu verringern. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei. Wichtig ist vor allen Dingen die Kinder bereits zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr an die regelmäßige zahnärztliche Betreuung heranzuführen. Damit dies gelingt, sollten Sie Ihr Kind möglichst früh zu Kontrolluntersuchungen in die Praxis mitnehmen, es spielerisch an die Untersuchungen heranführen und zu Hause gemeinsam die Mundhöhle entdecken. Dafür gibt das zahnärztliche Behandlungsteam Tipps und Informationen zur altersgerechten Zahn- und Mundhygiene, zur zahngesunden Ernährung und zum richtigen Gebrauch von Fluoriden.

Ab 12 Jahren: Zahnseide benutzen

Da mit 12 Jahren alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind, ist nun die Reinigung der Zahnzwischenräume von besonderer Bedeutung, denn die Zahnbürste erreicht diese nicht vollständig. Nachdem der Gebrauch von Zahnseide im Rahmen der Individualprophylaxe in der zahnärztlichen Praxis erläutert worden ist, sind die Kinder nun alt genug, um die Zähne einmal täglich mit Zahnseide zu säubern. Für fest sitzende Zahnspange gibt es spezielle Zahnseiden und Zahnbürsten. Achten Sie außerdem darauf, dass sich Ihr Kind zahngesund ernährt und zweimal im Jahr zur Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt geht.

Fehlstellungen werden auch operativ behoben

Montag, September 16th, 2013

Studien belegen: Je regelmäßiger die Gesichtszüge sind, desto mehr entsprechen sie unserem Sinn für Harmonie. Dabei spielen Mund und Kieferpartie eine wichtige Rolle. Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Fehlstellungen des Kiefers leiden, wirken die Proportionen der unteren Gesichtshälfte unharmonisch. Neben den ästhetischen Aspekten leiden sie oft unter Störungen beim Kauen, Sprechen und Schlucken oder unter Kopfschmerzen.

Die wenigsten wissen, dass die moderne Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie heute mit wenig belastenden Eingriffen helfen kann. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen (MKG) haben ein abgeschlossenes Studium sowohl in der Zahnmedizin als auch in der allgemeinen Medizin. Durch die langjährige Ausbildung (über 15 Jahre) ist der MKG-Chirurg im Gebiet der chirurgischen Korrektur hoch spezialisiert. Ein Fehlbiss weißt folgende Merkmale auf: ein Kiefer steht zu weit vor oder zurück, das Kinn scheint zu lang oder zu kurz geraten und die Zahnreihen greifen nicht richtig ineinander. Der Zusammenbiss der Zähne ist dadurch gestört und kann vielfältige negative Folgen haben: So kann das Kauen erschwert oder die Nasenatmung eingeschränkt werden. Langfristige Folgen sind außerdem oftmals verspannte Kiefer- und Nackenmuskeln.

Chirurgie

Montag, September 16th, 2013

Auch komplizierte chirurgische Eingriffe gehören zu den täglichen Aufgaben eines Zahnarztes. Die chirurgischen Maßnahmen erhalten zerstörte Zähne oder bereiten den Weg für Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
vor. Dazu gehören beispielsweise Wurzelspitzenresektionen, das Einpflanzen eines Implantats oder das restaurieren zurückgewichenen Zahnfleisches.

Mögliche Gefahren bei Implantaten

Montag, September 16th, 2013

Die Zahnmedizin optimiert die Implantattherapie immer weiter. Dabei steigt der Komfort für Patienten bei gleichzeitig abnehmenden Komplikationen. Die Implantation an sich ist in der Regel unkompliziert und wird ambulant bei lokaler Betäubung durchgeführt. Dennoch gibt es Risiken, die der Patient bei seiner Entscheidung in Betracht ziehen sollte.

Die Zahnmedizin unterscheidet hierbei zwei Arten von Risiken. Auf der einen Seite stehen die Komplikationen, die während des Eingriffs entstehen können (Intraoperative Komplikationen), auf der anderen Seite die Störungen, die den Heilungsverlauf in der Zeit nach dem Eingriff beeinflussen können (Postoperative Komplikationen).

Krone und Brücken

Montag, September 16th, 2013

Je stärker ein Zahn in Mitleidenschaft gezogen ist desto geringer die Chance ihn mit einer Füllung wieder aufzubauen. Dann ist eine Krone die einzige Möglichkeit, den Zahn zu retten. Dazu muss der Zahnarzt zunächst die alten Füllungsreste und die Karies sorgfältig entfernen und anschließend für die Aufnahme einer Krone präparieren.

Ist eine Lücke in der Zahnreihe, kommen in der Regel Brücken zum Einsatz. Da Zähne die Tendenz haben, in Richtung des freien Platzes zu ‚wandern’, kann das Folgen für die gesamte Zahnreihe haben. Daher sollten Lücken durch Brücken oder Implantate geschlossen werden. Um eine Brücke anfertigen zu können, braucht man immer mindestens zwei Nachbarzähne, welche als Brückenanker dienen.