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Was versteht man in der Zahnmedizin unter einem Inlay?

Donnerstag, August 1st, 2013

Streng übersetzt bedeutet Inlay Einlagefüllung. In der Vergangenheit wurde diese vornehmlich aus hochgoldhaltigem Edelmetall hergestellt. Aus ästhetischen Gründen können Inlays heutzutage ebenso aus Keramik, seltener aus Kunststoffen hergestellt werden. Inlays aus hochgoldhaltigen Edelmetallen werden vorwiegend im Seitenzahnbereich als sehr langlebige Alternativen zu Amalgamfüllungen eingesetzt. Sie erfordern allerdings eine sehr genaue Präparation, wobei diese unter Umständen ein stärkeres Opfern von Zahnhartsubstanz im Gegensatz zu anderen Füllungstechniken erfordert. Inlays werden allerdings vorwiegend dann eingesetzt, wenn auf Grund der stärkeren Zerstörung der Zahnhartsubstanz andere Füllungsverfahren keine zuverlässigen Langzeitergebnisse versprechen. Nach der Präparation des durch Karies geschädigten Zahns, werden anhand eines Abdrucks, Modelle für die Herstellung des Inlays im zahntechnischen Labor hergestellt. Der Zahntechniker modelliert und stellt das Inlay auf diesen Modellen passgenau und entsprechend der Gegenkiefersituation her. In der Zahnarztpraxis werden die gefertigten Inlays nach Kontrolle der Passgenauigkeit und Nachbearbeitung der Kauebene einzementiert bzw. keramische Inlays mit Kunststoffen eingeklebt.
Moderne Verfahren der CAD-CAM-Technologie erlauben mit Hilfe von Mundkameras optische Abdrücke der Inlaypräparation im Munde des Patienten. Unter Umständen kann daraufhin in derselben Sitzung aus keramischen Werkstoffen sofort das Inlay hergestellt werden.