Keine Schmerzen – keine Angst

Die Angst vor Zahnbehandlungen, fast jeder Mensch kennt sie. Doch während die meisten mit ein bisschen Magenkribbeln gut leben können, leiden echte Angstpatienten schon beim Betreten der Praxis unter Schweißausbrüchen. Viele vermeiden sogar bei starken Zahnschmerzen den Besuch beim Zahnarzt. Mitunter ihre größte Furcht: Schmerzen bei der Behandlung. Doch das muss heute nicht mehr sein, denn inzwischen gibt es sanfte Möglichkeiten der Betäubung, die, werden sie richtig eingesetzt, optimal auf den Patienten abgestimmt sind, dass der Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress…) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren – welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen – herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
keine Chance hat.

„Beim Zahnarzt muss kein Patient mehr Schmerzen aushalten“, erklärt Dr. Mats Mehrstedt, proDente-Experte und Leiter der Zahnärztlichen Angst-Ambulanz in Hamburg. „Die Betäubungsmittel von heute sind sehr sicher und völlig frei von Nebenwirkungen.“ Je nachdem, ob es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt oder um rein erhaltende Maßnahmen wie Füllungen, kommen drei unterschiedliche Arten der Betäubung zum Einsatz:

  • die Oberflächenanästhesie Oberflächenanästhesie
    Ausschalten der oberflächlichen Sensibilität der Haut- / Schleimhaut durch Einpinseln oder Aufsprayen eines Oberflächenanästhetikums. Wird bei ängstlichen Patienten und Kindern vor der Lokalanästhesie angewendet, damit der Einstich der Spritze weniger stark spürbar ist.
    , bei der nur die Schleimhaut betäubt wird,
  • die Infiltrationsanästhesie Infiltrationsanästhesie
    Örtliche Betäubung zur Schmerzausschaltung durch Einbringen von Anästhesie-Lösung in das Operationsgebiet selbst oder durch Umspritzung dieses Bereiches. Standardverfahren in der Zahnheilkunde für die Anästhesie der Oberkieferzähne: Eine kleine Menge Anästhetikum wird in den Wurzelspitzenbereich des entsprechenden Zahnes infiltriert. Es dringt dann durch den Knochen zum Zahn (Wurzelspitze), so dass dieser betäubt wird. Nicht für die Betäubung der Unterkieferzähne geeignet, da hier die äußere Knochenwand zu kompakt ist und das Anästhetikum nicht tief genug eindringen kann.
    , die eine bestimmte Stelle im Mund unempfindlich macht und
  • die Leitungsanästhesie Leitungsanästhesie
    Örtliche Betäubung, bei der der Nerv an seinem Stamm mit Anästhetikum umspritzt wird, so dass die weiterführenden Nerven und das entsprechende Versorgungsgebiet betäubt sind. Im Gegensatz zur >>Infiltrationsanästhesie.
    , die einen ganzen Nervenbereich betäubt.

In manchen Fällen – wenn ein größerer Eingriff nötig ist oder die Angst des Patienten übergroß ist – kann der Zahnarzt die Behandlung auch unter Vollnarkose durchführen, ambulant oder in der Klinik.

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