Kokastrauch – Vorläufer moderner Betäubung

Viele bekannte Persönlichkeiten aus der Geschichte haben unter Zahnschmerzen gelitten. Schon die Pharaonen waren betroffen, wie Untersuchungen an Mumien gezeigt haben. Weitere berühmte Beispiele sind Johann Wolfgang von Goethe und George Washington. Vieles wäre Ihnen erspart geblieben, hätte es damals schon die Möglichkeit einer lokalen Schmerzausschaltung bei Zahnbehandlungen gegeben. Doch der Durchbruch gelang erst 1884.

Kokain war der erste Wirkstoff, den man zur örtlichen Betäubung in der Zahnheilkunde eingesetzt hat. Es entstammte ursprünglich dem in Südamerika beheimateten Kokastrauch. Schon den spanischen Eroberern fielen dessen vielfältige Wirkungen auf – kauten doch die Einheimischen Kokablätter zur Überwindung von Hunger, Kälte und Müdigkeit. Ein Nebeneffekt: Beim Kauen stumpfte das Gefühl in der Zunge ab.

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