Immer über Vorerkrankungen informieren

Vielen lokalen Betäubungslösungen ist Adrenalin beigemengt. Es verengt die Blutgefäße und hält das Betäubungsmittel dort, wo es wirken soll und verhindert gleichzeitig, dass es allzu rasch abtransportiert wird. Genau dieser Adrenalinzusatz kann bei schweren Herzerkrankungen allerdings zu Problemen führen. Bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen oder plötzlich auftretendes Herzrasen gehören dazu. Ebenfalls problematisch sind ein erhöhter Augeninnendruck, ein sehr hoher Blutdruck und wenn Patienten bestimmte Medikamente einnehmen müssen, zum Beispiel sogenannte Betablocker und blutverdünnende Medikamente. Bei Diabetikern ist ebenfalls Vorsicht in Bezug auf Adrenalin-Zusätze geboten. Es sollten keine Betäubungslösungen mit hohem Adrenalin-Zusatz verwendet werden, was in der Regel in der Praxis bereits regelmäßig geschieht. Egal welche Erkrankungen vorliegen, der Zahnarzt muss darüber und über die aktuelle Medikamenteneinnahme seines Patienten immer unterrichtet sein. Nur so kann er Art und Dosierung der lokalen Betäubung korrekt anpassen.

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