Archive for Juni, 2013

Spritze versus Vollnarkose

Freitag, Juni 28th, 2013

In manchen Fällen reicht eine lokale Betäubung nicht aus. Zum Beispiel bei größeren Eingriffen wie Kieferoperationen, oder bei der Behandlung ausgedehnter Zahnschäden bei Menschen mit Behinderungen oder sehr kleinen Kindern kann eine Vollnarkose angezeigt sein. Fachleute sprechen von einer Allgemeinanästhesie, die nicht der Zahnarzt, sondern ein Arzt für Anästhesie durchführt. Er überwacht den Patienten während und nach dem Eingriff. Bewusstsein und Schmerzempfinden sind während der Allgemeinanästhesie komplett ausgeschaltet. Da sie höhere Risiken als eine örtliche Betäubung mit sich bringt, bleibt sie im zahnärztlichen Bereich Ausnahmefällen vorbehalten.

Anästhetikum – Pro und contra Adrenalin

Freitag, Juni 28th, 2013

Die in Deutschland mit 90 Prozent am meisten verbreitete Substanz ist das Articain. Weitere Zusätze sind das Adrenalin und so genannte Sulfite, die als Hilfsstoffe dienen. Das Adrenalin bewirkt eine Gefäßverengung und führt – je nach Konzentration – zu einer Verlängerung der Betäubungsdauer. Als Nebenwirkung ist allerdings ein lang anhaltendes Taubheitsgefühl von Zunge,Lippe, Kinn oder Wange bekannt, das auch nach einer kurzen Behandlungszeit oft mehrere Stunden anhält und nicht nur das Wohlbefinden, sondern unter Umständen auch die Leistungsfähigkeit nach einer Behandlung beeinträchtigen kann. Zusätzlich müssen die Patienten sehr vorsichtig bei der Nahrungsaufnahme und bei heißen Getränken sein. Ideal wäre es, darauf zu verzichten.

Keramik bei Licht betrachtet

Mittwoch, Juni 26th, 2013

Veneers werden aus hauchdünnen, optisch exzellenten Silikatkeramiken angefertigt. Genau diese Eigenschaft sorgt dafür, dass ein solches Keramik-Veneer nach dem Aufkleben auf den betroffenen Zahn nicht vom „echten“ Zahn zu unterscheiden ist. Wegen der positiven ästhetischen Wirkung eignet sich diese Art der Versorgung besonders im Frontzahnbereich.

Kompomer

Mittwoch, Juni 26th, 2013

Kompomere sind eine Mischung aus dem mineralischen Glas-Ionomer-Zement und Komposit, eignet sich bei Defekten an Milchzähnen und Zahnhalsfüllungen. Die ständige Zugabe von Fluoriden verringert das Risiko von Randspaltenkaries.

Relativ neu ist ein Gemisch aus Kunststoff und Glas, hat ähnliche Eigenschaften wie Zahnschmelz. Es soll laut Herstellerangaben bei Aushärtung nur wenig schrumpfen, ist belastbar und soll sehr bioverträglich sein.

Vorsorgeprogramme beim Zahnarzt nutzen

Dienstag, Juni 25th, 2013

Die letzte große Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2005 hat es gezeigt: Seit 1997 ist Karies bei Kindern um knapp 60 Prozent zurückgegangen. Als Grund nennt die Studie regelmäßige Kontrollen und Vorsorgebehandlungen beim Zahnarzt, wie etwa die Fissurenversiegelung – die Versiegelung der Vertiefungen auf der Kaufläche – der Backenzähne. So weit die gute Nachricht. Was bei den meisten Kindern und Jugendlichen sehr gut funktioniert, klappt bei einer Minderheit allerdings nicht. So vereinigen etwa zehn Prozent der Zwölfjährigen rund 60 Prozent der Karies in ihrer Altersgruppe auf sich.

Im Teenageralter sind es knapp 27 Prozent der Jugendlichen, auf die rund 80 Prozent aller Karies in ihrer Altersgruppe fallen. Gerade sie bedürfen einer intensiven zahnärztlichen Betreuung. Dabei gibt es in Deutschlands Zahnarztpraxen seit Langem Vorsorgeprogramme für Kinder und Jugendliche – und die werden zum größten Teil von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Regelmäßiger Schutz

Für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr beginnt in den Zahnarztpraxen ein spezielles Vorsorgeprogramm (IP-Programm, IP = Individualprophylaxe). Im halbjährlichen Rhythmus untersucht der Zahnarzt dabei die Zähne. Danach kontrolliert eine dafür ausgebildete zahnmedizinische Fachangestellte das Zahnputzverhalten des Kindes. Färbemittel machen noch vorhandene Beläge sichtbar. Die Fachkraft zeigt, wo in Zukunft noch besser geputzt werden muss. Sie demonstriert die richtige Putztechnik und die Anwendung von Zahnseide. Im Anschluss reinigt sie gründlich das gesamte Gebiss. Danach werden die Kinder regelmäßig einbestellt, um sie erneut für die Zahnpflege zu motivieren. Am Ende des Termins trägt die Prophylaxe-Assistentin Fluorid in Form von Gel oder Lack auf die Zähne auf. Für Jugendliche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, endet das überwiegend kostenlose halbjährliche Vorsorgeprogramm. Lohn der Mühe: Bei guter Mitarbeit treten die Jugendlichen mit kariesfreien Zähnen ins Erwachsenenalter ein.

Bonusheft schon für Kinder

Ab dem 12. Lebensjahr wird für Kinder ein Bonusheft angelegt. Zweimal pro Jahr werden darin die Vorsorgetermine abgestempelt, ab 18 genügt ein Stempel pro Jahr für den Krankenkassenbonus. Wer über fünf Jahre das Heft lückenlos geführt hat, bekommt 20 Prozent zusätzlich zum Festzuschuss der Krankenkassen, wenn Zahnersatz notwendig wird, nach zehn Jahren sind es 30 Prozent.

Backenzähne besonders gefährdet

Ein weiterer Baustein des IP-Programms ist die Versiegelung der Vertiefungen auf der Kaufläche der bleibenden Backenzähne, die sogenannte Fissurenversiegelung. Die Zähne sechs und sieben, auch Molaren genannt, sind vor allem in der Zeit nach ihrem Durchbruch besonders kariesgefährdet. Zum einen, weil der erste Backenzahn, der um das sechste Lebensjahr oft unbemerkt hinter der Milchzahnreihe durchbricht, in der ersten Zeit beim Putzen oft vergessen wird. Zum anderen, weil der Zahnschmelz nach dem Zahndurchbruch erst eine sogenannte sekundäre Reifung durchlaufen muss, bis seine volle Härte und Widerstandskraft erreicht ist. In dieser kritischen Phase ist es daher sehr sinnvoll, die Vertiefungen der Kaufläche, in denen sich die Bakterienbeläge besonders sammeln, mit einem fließfähigen Kunststoff versiegeln zu lassen. So sind die Backenzähne geschützt und leichter zu reinigen. Die Wirksamkeit dieser Methode konnte in vielen wissenschaftlichen Studien weltweit belegt werden. Die Fissurenversiegelung der ersten und zweiten Backenzähne wird von den gesetzlichen Krankenkassen zwischen dem sechsten und 17. Lebensjahr getragen. Bei besonders kariesgefährdeten Kindern kann eine Versiegelung auch der kleinen Backenzähne, der sogenannten Prämolaren, sinnvoll sein. Die Kosten dafür müssen gesetzlich Versicherte allerdings selbst tragen.

Zahnschutz für die ganz Kleinen

Dem Vorsorgeprogramm ab sechs Jahren sind Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt für Kinder zwischen drei und sechs Jahren vorgeschaltet. Aber auch davor sollte man mit den Kleinsten ab dem ersten Lebensjahr regelmäßig zu Kontrollterminen in der Zahnarztpraxis erscheinen. Insbesondere, um sie langsam an die Behandlungssituation zu gewöhnen und um den Eltern wichtige Informationen über Mundhygiene und Ernährungsverhalten zu vermitteln. Die häusliche Zahnpflege sollte schon mit dem Durchbruch des ersten Milchzahns mit etwa einem halben Jahr beginnen. Dieser sollte mit einer speziellen Zahnbürste für Kleinkinder und einem Hauch Kinderzahncreme (enthält maximal 500 ppm Fluorid) einmal am Tag gereinigt werden. Ab dem zweiten Lebensjahr empfehlen Zahnärzte, die Zähne zweimal am Tag mit fluoridierter Kinderzahncreme zu putzen. Ab dem Schulalter können Kinder Erwachsenenzahncreme mit 1.500 ppm Fluorid benutzen.

Tschüss Zahnbürste – Nach Erkältungskrankheiten Zahnbürste wechseln

Freitag, Juni 21st, 2013

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Die ersten stürmischen Tage lassen die Infektionsgefahr ansteigen. Wer sich erkältet oder gar an einem grippalen Infekt leidet, überträgt seine Krankheit schnell auf Familienmitglieder, Freunde und Kollegen. Niesen in die Armbeuge und regelmäßiges Händewaschen hilft, die Gefahr einer Ansteckung zu vermeiden. Aber auch die Zahnbürste kann Gefahren bergen. Selbst wenn die Borsten gründlich mit Wasser abgespült werden, bleiben doch eine Reihe von Keimen an der Bürste zurück. Gemeinsam genutzte Zahnbecher sorgen dann für eine Übertragung der Bakterien.

„Erkrankte sollten ihre Zahnbürste daher mit Abstand vor den Bürsten der anderen Familienmitglieder aufbewahren“, rät Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente.  Nach einer überstandenen Erkrankung gehören die Bürsten dann in den Abfallkorb. „Das gilt für Handzahnbürsten und für Aufsätze von elektrischen Zahnbürsten“, betont Kropp. Denn nach einer überstandenen Erkältung können sich Bakterien oder Viren von den Borsten der Zahnbürste in der Mundhöhle einnisten. Das gilt beispielsweise auch für eine Herpes-Infektion und nach einer behandelten Zahnfleischentzündung.

Professionelle Hilfe

Dienstag, Juni 18th, 2013

Von Grund auf gereinigt, von krankmachenden Belägen wie Plaque und Zahnstein befreit und auf Hochglanz poliert: Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ist Wellness für die Zähne und sollte die Zahnpflege regelmäßig (alle sechs Monate) unterstützen. Sie stellt zahnmedizinisch gesehen die wichtigste Vorsorgemaßnahme dar. Auch wenn die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer PZR nicht übernehmen, lohnt sich die Investition in die Zahngesundheit.

Angst vor Schmerzen – Laserbehandlung

Dienstag, Juni 18th, 2013

Schmerzfreie Laserbehandlung

Bei einer schmerzfreie Laserbehandlung kann man eine schonende Therapie in den Bereichen Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) und Zahnfleischbehandlung (Parodontologie) erwarten.

Die schmerzfreie Laserbehandlung kann auch bei Druckstellen, Herpes und der Desensibilisierung empfindlicher Zahnhälse eingesetzt werden.

Mit dem Ultraschallverfahren kann auch die Parodontose problemlos schmerzfrei angegangen werden.

Heutige Lasertechniken erzeugen gar keine Schmerzen mehr, denn die Laserbehandlung läuft praktisch schmerzfrei ab und medizinische Geräte wie Zangen oder Kratzer werden überflüssig.

Durch die schmerzfreie Laserbehandlung wird die Wundheilung beschleunigt und das Gewebe geringer belastet.

Laser können zwischen kranken und gesunden Zahn-Partien an und in einem Zahn unterscheiden und entfernen nur die betroffenen Stellen.

Die Zahnbehandlung ist damit schmerzfrei, so dass der Zahnarzt auch kein Betäubungsmittel verabreichen muss. Bei längeren und grösseren Eingriffen kann man sich auch eine Zahnbehandlung im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose überlegen, wobei aber die Risiken der Narkose berücksichtigt werden muss.

OsteoGraft fördert die Knochenbildung:

Montag, Juni 17th, 2013

OsteoGraft fördert aktiv die Knochenneublildung. Die Operations- und Regenerationszeit kann verkürzt werden. Es ist in großen Mengen verfügbar und nach dem Eingriff bestehen in der Regel weniger Beschwerden, da keine Knochenentnahme erfolgen musste. Ihr Zahnarzt empfiehlt ihnen den Einsatz von OsteoGraft als Knochenaufbaumaterial.

Wie sicher ist OsteoGraft?

Montag, Juni 17th, 2013

Falls Sie sich Gedanken zur Infektionsübertragung durch Spendergewebe machen, können wir Ihnen versichern, dass alle Spender umfassend getestet sowie nach medizinischen und sozialen Ausschlusskriterien geprüft werden. Zusätzlich wird OsteoGraft einem überprüften Prozess zur Virusinaktivierung unterzogen. DBM ist die am häufigsten untersuchte Form allogenen Knochens. Seine Sicherheit und Effizienz ist dokumentiert. Unsere Aufklärungspflicht beinhaltet, Sie darauf hinzuweisen, dass eine Übertagung von Krankheiten niemals 100%ig ausgeschlossen werden kann. Hierbei handelt es sich jedoch um ein geprüftes und zugelassenes Arzneimittel und bietet somit eine hohe Sicherheit. Allogenen Transplantate wurden in über 5.000.000 chirurgischen Eingriffen von über 10.000 Chirurgen und Zahnärzten ohne einen einzigen Fall von Krankheitsübertragung eingesetzt. Studien belegen den mehr als 15-jährigen, erfolgreichen klinischen Einsatz. Es handelt sich um die umfangreichste untersuchte Form von Spenderknochen. Der Herstellungsprozess inaktiviert alle klinisch bedenklichen Viren, einschließlich HIV, HBV und HCV.