Was tun nach der OP?

So schonend und minimal ein Eingriff auch durchgeführt wird – bei jeder OP sollte man einige Regeln beherzigen, um schnell wieder fit zu sein:

  1. Solange die örtliche Betäubung noch zu spüren ist, sollte man nichts essen oder Heisses trinken, damit man sich nicht auf die gefühllose Lippe oder Wange beißt. Stattdessen ist das Trinken von Mineralwasser oder lauwarmem Tee in den ersten paar Stunden nach der OP ideal.
  2. Auf Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee oder Cola sollte man mindestens vierundzwanzig Stunden nach der OP verzichten. Verzichten Sie auch auf das Rauchen, denn sie erhöhen das Risiko von Nachblutungen und verzögern die Wundheilung.
  3. Nach dem Eingriff sind leichte Schmerzen durchaus normal. In den ersten Tagen kann ein Schmerzmittel, welches der Zahnarzt in den meisten Fällen verordnet, helfen. Tendenziell müssen die Beschwerden allerdings rückläufig sein. Halten die Schmerzen allerdings darüber hinaus an oder nehmen diese sogar zu, ist es notwendig, den Zahnarzt sofort aufzusuchen. Er kann kontrollieren, ob eine Infektion Infektion
    Ansteckung: Eindringen von Mikroorganismen in einen Makroorganismus (z.B. Mensch). Die Mikroorganismen – das sind Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten – bleiben im Mensch und vermehren sich dort. Je nach Ort der Ansiedlung, Konzentration und krankheitserregendem Potential der Mikroorganismen, aber auch in Abhängigkeit von der Abwehrreaktion des Makroorganismus entsteht eine Infektionskrankheit. Infektionen in der Mundhöhle können unter anderem vom Zahn, Zahnhalteapparat oder durch therapeutische Maßnahmen (nach Zahnextraktion) ausgelöst werden. Hier wird zunächst die Entzündung behandelt, anschließend der Infektionsherd.
    der Wunde aufgetreten ist, und in diesem Fall entsprechende Behandlungen einleiten. Beachten Sie in jedem Fall die Anwendungsvorschriften der verordneten Medikamente und führen Sie keine Selbstmedikation durch.
  4. Wer die betroffene Stelle im Mund direkt nach der OP von außen kühlt, kann das Anschwellen der Wange verhindern oder wenigstens verringern. Dazu kann man ein Kühlpack verwenden, das in ein Stofftuch gewickelt werden sollte, um Unterkühlungen zu vermeiden. Man sollte über mehrere Stunden kühlen, allerdings alle 15 Minuten eine Pause von zehn bis 15 Minuten einlegen. Eingelegte Tupfer sollten zur Blutstillung 15 Minuten unter Druck im Mund verbleiben. Sofern Nachblutungen auftreten sollte wiederum ein Druckverband (z.B. sauberes Stofftaschentuch) für 30 Minuten angelegt werden. Führt dies nicht zum Erfolg muss unbedingt der Zahnarzt aufgesucht werden.
  5. Beim Schlafengehen ist eine Liegeposition mit erhöhtem Oberkörper empfehlenswert. Um Schmerzen und Schwellungen zu vermeiden, sollte der Kopf immer der höchste Punkt des Körpers sein.
  6. Auf die Wunde sollte kein Druck ausgeübt werden – nicht durch das Kauen auf dieser Seite des Gebisses, nicht durch Zunge Zunge
    Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig „natürlich“ gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
    , Wange oder Zahnbürste. Gerade elektrische Zahnbürsten und Mundduschen sind in der ersten Zeit nach der OP nicht zu benutzen. Allerdings ist es sehr wichtig alle anderen Regionen der Mundhöhle Mundhöhle
    Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
    gründlich und mehrfach täglich zu putzen.
  7. Scharfe Speisen, heiße und eiskalte Getränke sowie Zitrussäfte sind zu meiden. Auch Milchprodukte sind in den ersten Tagen wegen der darin enthaltenen Laktobazillen tabu. Wegen der Infektionsgefahr durch Bakterien Bakterien
    Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
    sollten nur gekochte Speisen auf den Tisch kommen.
  8. Der Mund sollte nach der OP mit Wasser oder antibakteriellem Mundwasser Mundwasser
    Dient der Erfrischung des Atems. Unterstützendes Mittel bei der Mundhygiene teilweise mit Fluoridzusätzen. Ersetzt aber keinesfalls eine normale Mundhygiene.
    gespült werden – aber nur sehr vorsichtig und nicht direkt nach der Operation. Denn zu frühes und heftiges Spülen könnte die gerade geschlossene Wunde wieder öffnen.
  9. Nach einer OP soll man alles ruhig angehen lassen. Körperliche Belastungen wie Sport, Gartenarbeit oder Hausputz sind zu vermeiden, um den Blutdruck nicht in die Höhe zu treiben und die Heilung zu verzögern.
  10. Lassen Sie sich möglichst nach einem operativen Eingriffs nach Hause fahren, denn durch die Betäubung und die Belastung des Eingriffs kann Ihre Reaktionsfähigkeit für einige Zeit eingeschränkt sein. Halten Sie Bitte die Nachkontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt ein.

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