Karies entfernen

Um den Zahn vor weiterem Schaden zu bewahren, ist in aller Regel eine zahnärztliche Behandlung unumgänglich. Mit Hilfe eines Zahnarztbohrers müssen die von der Zahnfäule betroffenen Stellen restlos entfernt werden um ihr Ausbreiten zu verhindern und den Zahn zu retten.

Dafür wird zunächst ein geeigneter Zugang zur Karies durch gesunde Zahnhartsubstanz geschaffen. Dies geschieht meist mit schnell rotierenden diamantbeschichteten Bohrern, die wassergekühlt werden, und so eine für den Zahn schädliche Hitzeentwicklung vermeiden. Um die bräunliche und weiche Karies möglichst vollständig zu entfernen, kommen dann unterschiedliche Methoden zur Anwendung:

Am häufigsten ist der Einsatz sogenannter Rosenbohrer. Diese „schaufeln“ die Karies bei geringer Drehzahl und ohne Wasserkühlung rotierend heraus. Mit Handinstrumenten – sogenannten Excavatoren – kann bei kleineren kariösen Stellen die Karies wie mit einem kleinen Löffel ausgekratzt werden. Besonders bei kleinen Kindern, bei denen der Einsatz rotierender Instrumente durch plötzliche, unkontrollierte Bewegungen zu gefährlich wäre, kann ihr Einsatz sinnvoll sein.

Während der Behandlung wird der Zahn mit einem Wasser-Luft-Gemisch (mindestens 50 ml Wasser/min) gekühlt und gleichzeitig gereinigt. Überschüssiges Wasser, Speichel und die ausgebohrte Karies entfernt die Zahnarzthelferin mit einem großen Sauger oder kleinen Speichelzieher.

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