Archive for März, 2013

Übergewichtige Kinder haben verstärkt Karies

Sonntag, März 31st, 2013

Die jüngsten Zahlen sind alarmierend. 10 bis 12 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig, davon gelten 6 Prozent sogar als krankhaft fettsüchtig. Wissenschaflter gehen davon aus, dass 85 Prozent der Betroffenen auch im Erwachsenenalter mit Übergewicht zu kämpfen haben. Die überflüssigen Pfunde haben auf Dauer gesundheitliche Folgen wie motorische Koordinationsstörungen, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankung. Forscher aus Mainz wiesen nun einen Zusammenhang der Mundgesundheit und des Body Mass Index bei Grundschülern nach: Kinder, die bereits im Grundschulalter stark übergewichtig sind, haben häufiger Karies als Kinder mit normalem Gewicht.

Die Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz untersuchten bei insgesamt 1942 Grundschülern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren die Mundgesundheit und die Häufigkeit von Karies. Diese Daten verglichen sie mit dem Body Mass Index, einer Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts, der Kinder. Das deutliche Ergebnis: Schüler mit einem niedrigen BMI litten signifikant seltener unter Karies als Kinder mit einem erhöhten BMI. Untergewichtige Kinder hatten den höchsten Anteil naturgesunder Zähne (49,6 Prozent), während nur 36,4 Prozent der adipösen Kinder ein kariesfreies Gebiss hatten. Normalgewichtige Kinder hatten in 46,9 Prozent der Fälle, übergewichtige Kinder in 39,1 Prozent der Fälle ein kariesfreies Gebiss.

Ursachen früh beheben

Wer also im Erwachsenenalter gesunde Zähne haben möchte, muss schon früh auf sein Gewicht achten. Ursachen für die steigende Fettleibigkeit sind die Begleiterscheinungen des digitalisierten Zeitalters: Schon die kleinsten Kinder verbringen mehr Zeit vor dem Computer oder dem Fernsehen als an der frischen Luft und in Bewegung. Gesunde Ernährung ist in Vergessenheit geraten. Vor allem Großstadtkinder essen zu viel, zu fett, zu süß. Bei vielen kommen keine geregelten Mahlzeiten auf den Tisch. Sie versorgen sich selbst mit Junkfood und Süßigkeiten. Da bleibt es nicht aus, dass sich neben den Kilos auf den Hüften auch Karies im Mund breitmacht.

Gesunde Ernährung ist Erziehungssache

Ein Umdenken der Eltern und der bewusste Umgang mit gesunden Nahrungsmitteln ist nötig, um Kindermünder vor Karies zu bewahren. Im Einkaufskorb sollte ballaststoffreiche, naturbelassene Vollwertkost den meisten Platz einnehmen, außerdem Gemüse und Obst. Mineralwasser sollte gesüßten Säften vorgezogen werden. Je weniger Zwischenmahlzeiten die Kinder zu sich nehmen, desto besser für ihre Mundgesundheit. Radikales Verbot von Süßigkeiten hat oft den gegenteiligen Effekt, erfolgreicher sind mit dem Kind ausgehandelte „Spielregeln“, die den Zuckerkonsum einschränken.

Fest macht sicher

Sonntag, März 31st, 2013

Vorerkrankungen beachten

„Bei bestimmten Vorerkrankungen raten wir von Implantaten ab“, so Hoffmann. Dazu gehören Krankheiten wie Blutgerinnungs-, Stoffwechsel- und Knochenerkrankungen. Auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, welche die Immunabwehr unterdrücken, sprechen gegen Implantate. Raucher gehören ebenso zur Risikogruppe, da Rauchen die Gefahr des frühzeitigen Implantatverlustes erhöht. Die betroffenen Patienten können sich alternativ für festsitzende Brücken oder bei Fehlen mehrerer Zähne für teil-, oder vollprothetische Lösungen entscheiden.

Rettet Zähne : Sportmundschutz

Sonntag, März 31st, 2013

Klassiker wie Hockey, Kampfsport und Reiten, aber auch die Trendsportarten Inlineskating, Skateboarding und die extremeren Formen des Mountainbiking bergen ein hohes Risiko für Zahnverletzungen. Rund 80% der Unfälle betreffen die oberen Schneidezähne. Aufgrund der häufig auftretenden Folgeprobleme ist in vielen Fällen eine lebenslange intensive zahnärztliche Betreuung erforderlich.

Das Tragen eines Mundschutzes beugt hier wirkungsvoll vor. Doch egal ob statische Gummischienen oder die von Laien angepassten konfektionierten Schienen aus verformbarem Material: Die oft ungenügende Passgenauigkeit verhindert einen wirksamen Verletzungsschutz.

Besser und auch komfortabler zu tragen ist ein individuell, anhand von Zahnabformungen hergestellter Mundschutz. Atmung und Sprache werden am wenigsten beeinträchtigt und nach Vergleichsstatistiken ist das Verletzungsrisiko um den Faktor 60 geringer.

Der individuell angefertigte Zahnschutz

Für den individuell angefertigten Zahnschutz wird ein Zahnmodell des Patienten hergestellt. Anhand des Abdrucks kann der Zahnschutz exakt angefertigt werden. Das garantiert den guten Halt beim Tragen sowie die auf die Sportart abgestimmte Dämpfung. Er bietet im Vergleich den höchsten Tragekomfort, einen optimalen Sitz und Schutz bei Krafteinwirkung.

Herstellen eines individuell angefertigten Zahnschutzes

Natürlich ist es bei Jugendlichen nötig, den Zahnschutz an das Wachstum anzupassen. Dies hängt vom Alter, individuellem Wachstum und Gebisszustand ab. Regelmäßige Kontrollen des Zahnschutzes sollten zusammen mit Routineuntersuchungen beim Zahnarzt erfolgen. Der Zahnschutz wird in den meisten Fällen im Oberkiefer getragen. Modischer Gag: Der Zahnschutz kann ein- oder mehrfarbig angefertigt werden. Sogar Abbildungen oder Aufschriften können eingearbeitet werden. Dies ist ein Mittel, die Akzeptanz der Jugendlichen für den Mundschutz zu steigern. Aus einer medizinischen Vorsichtsmaßnahme wird ein cooles Sportgerät.

Anfertigung beim Zahntechniker

Nachdem ein Modell aus Gips angefertigt wurde, erfolgt die Anfertigung des Zahnschutzes durch den Zahntechnikermeister unter Erwärmung und Druck. Zur Verwendung kommen Kunststoffplatten in den Stärken zwei und vier Millimeter, die geschmacksneutral sind und keine Stoffe in die Mundhöhle abgeben. Um die Dämpfungseigenschaften zu optimieren, werden heute verschiedene Platten miteinander kombiniert.

Abgabe des Zahnschutzes beim Zahnarzt

Frisch desinfiziert wird der Zahnschutz direkt am Patienten angepasst und eventuell noch einmal korrigiert. Natürlich muss er ebenso wie die geschützten Zähne regelmäßig gereinigt werden. Unmittelbar nach dem Tragen genügt fließendes Wasser. Nach dem Trocknen sollte eine spezielle Box zur Aufbewahrung verwendet werden. Wenn die nächste Trainingseinheit naht, wird der Zahnschutz mit einer Mundspüllösung oder einem milden Antiseptikum abgespült.

Die Kosten für die Anfertigung eines individuellen Zahnschutzes liegen – je nach Sportart, Farbe und Design – zwischen 120 € und 180 €.

Stress pur für die Zähne

Sonntag, März 31st, 2013

Wenn wir an unsere Zähne denken, fallen uns meistens spontan die Schlagworte Karies und Zucker ein. Dabei gibt es weitaus mehr Faktoren, welche die Zähne „stressen“ und ihnen auf Dauer schaden. Hier ein Überblick:

Rauchen lässt die Zähne wackeln

Kaum ein Patient weiß es: Wer über einen längeren Zeitraum hinweg täglich bis zu zehn Zigaretten raucht, hat nach jüngsten Forschungen im Durchschnitt ein dreifach erhöhtes Parodontoserisiko. Das zerstörte Immunsystem der Mundhöhle bedingt tiefere „Taschen“ im Zahnfleisch, einen stärkeren Abbau des Kieferknochens und erheblich schlechtere Heilungschancen. Anders als bei Nichtrauchern bleiben bei Rauchern Frühwarnzeichen auf Parodontose wie Blutungen des Zahnfleisches und Schmerzen aus. Darüber hinaus steigt die Gefahr, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, bei Rauchern auf bis das Vierfache im Vergleich zu Nichtrauchern. Bei gleichzeitigem Alkoholkonsum liegt dieses Risiko sogar beim bis zu Fünfzehnfachen.

Wenn die Zahnbürste zur „Waffe“ wird

Starker Zigarettenkonsum ist ein Stressfaktor für die Zähne – der ruppige Umgang mit der Zahnbürste ein weiterer. Muskelspiele sind beim Zähneputzen unangebracht. Wer die morgendliche Zahnreinigung mit Bodybuilding verwechselt und kräftig schrubbt, fördert den Abbau der „harten“ Zahnsubstanz. Auch falsche Putztechnik führt zu diesen unerwünschten Nebenwirkungen. Gleichzeitig wird bei intensivem Schrubben auch das Zahnfleisch geschädigt.

Sauer macht lustig – aber schädigt die Zähne

Ein typisches Beispiel für eine nicht auf Bakterien beruhende Schädigung des Zahns: Der Zahnschmelz wird durch säurehaltige Nahrungsmittel aufgeweicht und dadurch angreifbar. Ein leckerer grüner Apfel gehört beispielsweise zu den Speisen, die im Mund ein saures Milieu verursachen. Um zu vermeiden, dass nach dem Verzehr eines Apfels der aufgeweichte Zahnschmelz abgetragen wird, sollte man mit dem Putzen der Zähne ca. eine Stunde warten. Außerdem kann man vorbeugend fluoridhaltige Zahnpasta verwenden oder mit direkt aufgetragenen Fluoridpräparaten eine dünne Schutzschicht auf der Zahnoberfläche bilden. Neben Äpfeln zählen andere saure Obstsorten sowie Zitronenlimonade, Fruchtsäfte, Essig oder Joghurt zu säurenhaltigen Nahrungsmitteln.

Bulimie schädigt die Zähne

Eine andere Ursache für ein säurehaltiges Milieu im Mundraum kann häufiges Erbrechen sein. Das ist beispielsweise bei Bulimie der Fall. Durch das Erbrechen sind die Zähne bulimischer Patienten besonders häufig der starken Säure des Magens ausgesetzt. Die Mundhöhle ist deutlich säurehaltiger als bei gesunden Menschen. Die Folgen zeigen sich schon nach kurzer Zeit: die Schneidekanten der Front- und Eckzähne im Unterkiefer weisen typische Mulden auf. Nach zwei Jahren werden auch im Oberkieferbereich starke Veränderungen vor allem an den Schneidezähnen beobachtet: Im fortgeschrittenen Stadium kann es gar zu Verkürzungen der Schneidekanten kommen.

Zahnschmerzen im Urlaub – und dann?

Sonntag, März 31st, 2013

Zahnschmerzen kommen immer ungelegen. Im Urlaub – fern ab vom Hauszahnarzt – sind sie allerdings besonders unangenehm. Erster Ansprechpartner für Urlauber mit Zahnschmerzen ist in den meisten Fällen die Rezeption ihres Hotels oder die Reiseleitung. Auch haben viele Krankenkassen ein Notruf-Telefon eingerichtet, über das ein Kontakt zu einem deutschsprachigen Zahnarzt recherchiert werden kann. Damit im schlimmsten Fall nicht auch noch mangelnde Sprachkenntnisse einer Behandlung im Weg stehen, hilft unser kostenloser Sprachführer „Au Backe“.

Einzelne Seiten für das jeweilige Urlaubsland können hier heruntergeladen werden. Ein gedrucktes Exemplar kann kostenfrei auch unter 01805/552255 bestellt werden. Um während der Behandlung Sprachprobleme zu vermeiden, beinhaltet der Sprachführer Formulierungen über akute Zahnbeschwerden und Vorerkrankungen in Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch.

Besser vorab zum Zahnarzt

Schon Wochen vor der Urlaubsreise sollte ein Zahnarztbesuch eingeplant werden. Um das Flair eines Landes unbeschwert genießen zu können, sollte ein kurzer Zahncheck zu den Urlaubsvorbereitungen gehören: Karies kann bereits im Anfangsstadium beseitigt werden, Füllungen werden auf Schäden und Lockerung geprüft, Ablagerungen und Zahnstein werden entfernt, damit keine Zahnfleischentzündungen entstehen können.

Tipps für die Reise:

  • Zu einem vollständigen Reisegepäck gehören Zahnbürste, Zahnpasta und Produkte zur Zahnzwischenraumreinigung wie z.B. Zahnseide (bei Flugreisen die Sonderbestimmungen für das Handgepäck beachten).
  • Bei Urlauben außerhalb der Landesgrenzen sollte man sich rechtzeitig um einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz kümmern.
  • Auch im Urlaub sollte man nicht auf die tägliche Mundhygiene verzichten.
  • Mit einem gut verträglichen Schmerzmittel können leichte Zahnschmerzen bis zum Zahnarztbesuch in der Heimat überbrückt werden.
  • In vielen Ländern der Europäischen Union ersetzt seit 2004 die „European Health Insurance Card“ den Auslandskrankenschein. In Ländern außerhalb der EU ist eine gesonderte Reiseversicherung ratsam. Genauere Auskunft über Leistungen und Zusatzversicherung kann die eigene Krankenversicherung geben.

Rauchen gefährdet Zähne und Zahnersatz

Sonntag, März 31st, 2013

„Wer raucht, ist gefährdeter als ein Nichtraucher an einer schweren Zahnfleischentzündung (Parodontitis) zu erkranken“, darauf verweist Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente. Besonders tückisch: Raucher bemerken erst viel später, dass sie an einer Entzündung des Zahnhalteapparates leiden. „Obwohl sich der Knochen schon abbaut, bemerken Raucher weder Schmerzen noch blutendes Zahnfleisch“, so Kropp weiter.

Neben den fehlenden Alarmzeichen, mit denen der Körper vor einer Parodontitis warnt, sind die Abwehrmechnismen des Körpers eingeschränkt. Der Grund: Das Nervengift Nikotin dringt nach dem Einatmen in die feinen Blutgefäße des Zahnfleisches. Die Gefäße werden durch Nikotin verengt und das Gewebe nicht mehr normal durchblutet. Erstes Zahnfleischbluten – ein wichtiges Warnsignal auf eine beginnende Parodontitis – bleibt somit aus.

Auch Zahnersatz in Gefahr

Rauchen erschwert zudem die Einheilung bei der Versorgung mit Zahnersatz. Gerade bei der immer beliebter werdenden Versorgung mit Implantaten unterliegt der Raucher einem wesentlich höheren Risiko, einen Misserfolg zu erleiden. Der Körper wird durch Rauchen mangelhaft mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt: Schädliche Bakterien können sich so vermehrt ansiedeln und Entzündungen auslösen, und das bei gleichzeitig deutlich verringerter Abwehr.

Achtung Taucher: Zahnfüllungen gefährlicher als Haie

Sonntag, März 31st, 2013

„Hai müsste man sein“, schmunzelt Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente. Anders als ein Mensch, kann ein Hai seine Zähne immer wieder erneuern. Das Maul gleicht einem Munitionslager. Ist ein Zahn abgenutzt, fällt er aus, und von hinten rotiert Ersatz nach vorn. Selbst der beste Taucher kann hier leider nicht mithalten. Wenn der Mensch nach nur einem Zahnwechsel seine 32 Zähne bekommen hat, muss er sie schützen und pflegen, um sie dauerhaft zu erhalten.

Besonders bei Tauchern kann der Wasserdruck bei vorgeschädigten Zähnen jedoch schnell zum Problem werden. Vor Urlaubsreisen sollte – ob Taucher oder nicht – ein Besuch beim Zahnarzt zu den Vorbereitungen der Reise gehören. Schmerzende Zähne können unter Wasser oder am Strand schnell die Urlaubsfreude trüben.

Sporttauchen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In vielen Urlaubsorten werden Schnupperstunden, Anfängerkurse und Schnorcheln angeboten, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Ein Tauch-Attest, das die gesundheitlichen Voraussetzungen prüft, ist bei vielen Tauchschulen vorgeschrieben. Die wenigsten Abenteuerlustigen machen sich Gedanken über weitere mögliche schmerzhafte Folgen des Wasserdrucks.

Undichte Zahnfüllungen oder kleine unbehandelte Löcher in den Zähnen können beim Tauchen höllische Schmerzen auslösen. Der erhöhte Druck unter Wasser führt dazu, dass sich in den Hohlräumen eingeschlossene Luft beim Auftauchen ausdehnt und Füllungen oder ganze Zahnteile regelrecht „abgesprengt“ werden können. Bereits in einer Tiefe von nur 10 Metern ist der Druck bereits doppelt so hoch wie an der Oberfläche.

Defekte Zähne können daher auch beim Schwimmen und Schnorcheln schnell Probleme bereiten. Neben der klassischen Tauchuntersuchung sollte ein kurzer Check-up beim Zahnarzt zu jeder Reisevorbereitung zählen, wenn die Unterwasserwelt gefahrlos und vor allem ohne schmerzhafte Folgen erkundet werden soll:

1. Füllungscheck

Um Hohlräume zu vermeiden, müssen Füllungen intakt und dicht sein, sodass sich keine Lufteinschlüsse bilden können. Auch im Sinne der Zahnerhaltung und zur Vorbeugung von Wurzelentzündungen sind solche defekten Füllungen zu erneuern.

2. Zahnfleischcheck

Unbehandelte Zahnfleischentzündungen können ausstrahlen und zu einer Bakterienbelastung des ganzen Körpers führen. Lockere Zähne, die meist auch noch druckschmerzhaft sind, können beim Mundstück des Lungenautomaten oder beim Schnorchel zu Problemen führen. Aber auch ohne den Tauchgang kann ein ausgefallener Zahn die Urlaubsfreude trüben.

3. Röntgenübersichtsaufnahme

Diese Aufnahme lässt Schwachpunkte erkennen. So können entzündete Wurzelspitzen, die nahe an den Kieferhöhlen liegen, zu einer Entzündung der Kieferhöhle und damit zum Ende des Tauchurlaubs führen. Diese Entzündungen können unter Erhalt des Zahnes zumeist operativ entfernt werden. Tote Zähne, die nicht wurzelbehandelt sind, können bei Druckschwankungen einem Barotrauma unterliegen und extreme Schmerzen verursachen. Allein ein Klimawechsel kann zu akuten Abszessen führen und die schönste Zeit im Jahr total vermasseln.

4. Abnehmbarer Zahnersatz

Damit die Prothese beim Tauchen nicht auf einmal quer im Halse hängt, sollte der Sitz des herausnehmbaren Zahnersatzes regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert werden.

Zähne in Gefahr – Piercings und Co.

Sonntag, März 31st, 2013

Zucker ist als Kariesteufel bekannt und daher als Gefahrenquelle für unsere Zähne in aller Munde. Doch es gibt noch andere Risiken, welche die Mundgesundheit stark beeinflussen können. Hier ein Überblick:

Habits verändern den Kiefer

Habits sind „dumme Angewohnheiten“, welche meist unbewusst ablaufen und bestimmte Kiefer-/Zahnabschnitte besonders belasten und zu Schäden an den Zähnen oder zu Verformungen des Kiefers führen können. Bekannte Habits sind z.B. Daumenlutschen, Einsaugen der Lippen- und Wangenschleimhaut und die Mundatmung. Meist sind Kinder betroffen, aber es kommt auch bei Erwachsenen vor: z.B. Kauen auf der Büroklammer. Ob Daumen oder Büroklammer:
Jeder Fremdkörper zwischen den Zähnen stört und beeinflusst das Gleichgewicht des Kausystems. Ob es dabei zu Kieferdeformierungen, Zahnfehlstellungen oder Schäden an den Zähnen oder am Zahnhalteapparat kommt, hängt u.a. von der Disposition, der Intensität und vom Lutschgegenstand ab.

Sauer macht nicht immer lustig

Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren durch saure Lebensmittel oder Getränke wie Fruchtsäfte, Alcopops oder Softdrinks. Ein häufiges Zuviel davon greift den Zahnschmelz massiv an. Generell gilt: Weil der Zahnschmelz durch säurehaltige Speisen und Getränke sehr schnell weich wird, ist das Zähneputzen direkt nach dem Essen tabu. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz mit weggeputzt – die Zähne sind anfälliger als vorher. Klüger ist es, 30 bis 60 Minuten zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz dadurch wieder hart werden. Ein paar Schlucke Wasser helfen, die Säure zu entfernen.

Piercings im Mundraum schaden Zähnen und Zahnfleisch

Zungen- und Lippenpiercings mögen „cool“ sein, doch langfristig kann der Schmuck Zähne und Zahnhalteapparat regelrecht zerstören. Dabei macht es einen Unterschied, wo genau sich das Piercing befindet: Hat man eins in der Zunge, schlägt der Piercingknopf durch die ständige spielerische Bewegung der Zunge andauernd gegen die Zähne, was zu irreparablen Rissen im Zahnschmelz führen kann. Folgen für die Betroffenen können Hitze- und Kälteempfindlichkeit der Zähne, Reizung des Zahnnervs und Karies sein.

Hat man das Piercing hingegen in der Unterlippe, drückt der Knopf gegen das Zahnfleisch – und kann so eine „Tasche“ im Zahnhalteapparat durch Knochenabbau auslösen. Die in einer Studie getesteten Patienten hatten schon nach wenigen Monaten mit dem Schmuck im Mund bis zu acht Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen. Ist erst einmal nicht mehr genügend Zahnfleisch und vor allen Dingen der darunterliegende Knochen nicht mehr vorhanden, fehlt den Zähnen der Halt und sie fallen über kurz oder lang aus.

Deshalb: Wer seine Zähne noch eine Weile behalten möchte, sollte die Finger von Piercings im Mundraum lassen. Harmloser sind Schmuckstücke wie Dazzler und Twinkles.

Besondere Zahnpflege bei Essstörungen

Nicht nur mangelnde Zahnpflege schädigt die Zähne, auch die Begleiterscheinungen von „Bulimie“, der sogenannten Ess-Brecht-Sucht. Die Betroffenen werden von heftigen Essattacken überfallen und zwingen sich anschließend, das Gegessene zu erbrechen. Die Folge: Mit der Zeit kommt es zu zahlreichen gesundheitlichen Schäden – auch die Zähne sind betroffen.

Eine auch für die Zähne gefährliche Säure ist die Magensäure. Sie vermischt sich im Magen mit der Nahrung und hat die Aufgabe, den Nahrungsbrei chemisch in kleinere Teile zu zerlegen. Wer häufig erbricht, spült permanent Magensäure in die Mundhöhle, das heißt, die Zähne sind besonders häufig der starken Säure ausgesetzt. Langfristige Folgen sind Mulden, Zackenbildungen und Verkürzungen an den Zähnen.

Um dem entgegenzuwirken, ist eine richtige Zahnpflege notwendig. Weil der Zahnschmelz durch die Magensäure sehr schnell weich wird, ist Putzen nach dem Erbrechen tabu. Klüger ist es, 30 bis 60 Min. zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Sinnvoll ist es, den Mund mit einer neutralisierenden Flüssigkeit zu spülen. Am besten eignet sich dazu eine Lösung von Natriumhydrogencarbonat bzw. Basenpulver. Man mischt dazu einen halben Teelöffel des Pulvers in 1/4 Glas Wasser frisch an. Auch eine intensive Spülung mir einem fluoridisierten Mundwasser, klarem Wasser oder Milch schützt die Zähne.

Weisheitszähne

Sonntag, März 31st, 2013

Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
entfernen oder besser nicht? 80% der jungen europäischen Bevölkerung muss sich früher oder später mit dieser Frage auseinandersetzen. Der Grund: Bei den meisten Menschen reicht der Platz im Kiefer für die
Weisheitszähne Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
nicht aus. Sie bleiben dann ganz oder teilweise im Kiefer eingeschlossen.Die Frage, ob die Weisheitszähne Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
entfernt werden müssen oder nicht, klärt der Zahnarzt nach einer allgemeinen Untersuchung und nach der Anfertigung eines Röntgenbildes.

In folgenden Situationen sollten die Weisheitszähne Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
entfernt werden:

  • Bei Karies Karies
    Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
    , Wurzelentzündungen oder Schlupfwinkelinfektionen am Weisheitszahn
  • Bei Zysten in der Umgebung des Zahnes
  • Wenn der Weisheitszahn das Zahnbett des Nachbarzahnes gefährdet.
  • Wenn Schmerzen durch die Weisheitszähne Weisheitszähne
    Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
    ausgelöst werden
  • Wenn eine kieferorthopädische Behandlung durch die Weisheitszähne Weisheitszähne
    Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
    verhindert oder erschwert wird

In folgenden Situationen können Weisheitszähne Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
belassen werden:

  • Wenn sich die Weisheitszähne Weisheitszähne
    Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
    korrekt in die Zahnreihe einordnen
  • Wenn die Weisheitszähne Weisheitszähne
    Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
    tief im Knochen verankert sind und ein hohes Risiko operativer Komplikationen besteht.

Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
werden in der Regel unter örtlicher Betäubung in einer ambulanten Behandlung entfernt. Die Zähne können pro Kiefer oder auf einmal gezogen werden. Eine Behandlung mit Vollnarkose ist sinnvoll, wenn die Operation vom Zahnarzt als schwierig eingeschätzt wird.

Die Zahnfee kommt

Dienstag, März 12th, 2013

Emma bekommt neue Zähne. Ein Milchzahn wackelt, fällt aus und ein neuer Zahn erscheint. Emma staunt, ihre Eltern sind manchmal unsicher. Könnte Emma einen lockeren Milchzahn nachts versehentlich verschlucken? Ein neuer Zahn ist in ihrem Kiefer schon zu erkennen, der Milchzahn aber noch gar nicht ausgefallen. Läuft da etwas schief? Sollte man nicht vorsichtshalber einen Kieferorthopäden aufsuchen? So wie Emma und ihren Eltern geht es vielen in der spannenden Zeit des Zahnwechsels.

Die Milchzahnwurzeln geben den ersten Zähnen ihren Halt. Wenn mit dem Schulalter, also etwa mit sechs Jahren, der Zahnwechsel beginnt, sind im Normalfall bereits alle bleibenden Zähne angelegt. Auf einer Röntgenaufnahme der Kiefer kann sie der Fachmann bereits erkennen. Die bleibenden Zähne mineralisieren im Kieferknochen von der Zahnkrone angefangen bis zur Wurzel aus. Mit dem Mineralisationsprozess schieben sie sich nach oben, während sich die Milchzahnwurzel langsam auflöst. Die Milchzahnwurzel wird dabei kürzer, der bleibende Zahn immer länger. Die Folge: Der Milchzahn lockert sich. Am Ende hat sich die Milchzahnwurzel komplett aufgelöst. Es thront nur noch die Milchzahnkrone über der Zahnkrone des bleibenden Zahnes, der kurz vor dem Durchbruch steht. Der Milchzahn fällt schließlich aus.

Wenn Milchzähne nicht ausfallen

Manchmal fallen Milchzähne allerdings nicht von selbst aus. Ein Grund: Der bleibende Zahn darunter ist gar nicht angelegt! Die Milchzahnwurzel wird daher nicht aufgelöst. Überdurchschnittlich häufig sind die oberen seitlichen Schneidezähne und die zweiten kleinen Backenzähne (Prämolaren) im Unterkiefer davon betroffen. 
Zerstörte Milchzähne fallen häufig ebenfalls nicht von selbst aus. Manchmal löst der Körper die Wurzeln eines von Karies befallenen Milchzahns nur unvollständig auf. Die verbleibenden Milchzahnreste können dann den Durchbruch des bleibenden Zahnes blockieren. In einem solchen Fall wird der Zahnarzt den zerstörten Milchzahn entfernen, wenn die Durchbruchszeit des bleibenden Zahnes gekommen und dieser auf dem Röntgenbild zu sehen ist.

Was tun bei Nichtanlagen?

Ist ein bleibender Zahn gar nicht angelegt, sollte man die Möglichkeit eines kieferorthopädischen Lückenschlusses zuerst abklären. Falls dies nicht möglich ist, sollte man den entsprechenden Milchzahn bei Kindern und Jugendlichen so lange wie möglich belassen. Ist das aufgrund von Lockerung, Defekten oder einer störenden Optik zum Beispiel im Frontzahnbereich nicht möglich, gibt es verschiede Optionen: Die Lücken könnten zunächst mit einer Zahnspange offen gehalten werden. Bis zum Erwachsenenalter wird ein temporärer Zahnersatz, zum Beispiel eine Klebebrücke, eingegliedert. Das ist ein künstlicher Zahn, der mittels flügelartiger Ausläufer an der Rückseite der Nachbarzähne befestigt wird. „Der Vorteil ist, dass bei einer Klebebrücke die gesunden Nachbarzähne kaum oder gar nicht beschliffen werden müssen“, erklärt Thomas Lüttke, Zahntechnikermeister und ProDente-Experte. „Die Haltbarkeit und die Optik einer solchen Konstruktion ist gut. Im Erwachsenenalter kann zum Beispiel ein Implantat den nicht angelegten Zahn auf Dauer ersetzen.“ Auch sind Transplantationen anderer Zähne in die Lücke eine Therapieoption.

Riesige neue Zähne

Brechen die ersten bleibenden Schneidezähne durch, sind viele Eltern überrascht, wie groß diese aussehen. Die meisten Kinder haben allerdings keine überdimensional großen Zähne, sondern sie wirken neben den kleineren Milchzähnen nur besonders groß. Wachsen im weiteren Verlauf die Kiefer und der Kopf, relativiert sich das Bild sehr schnell.

Zähne in zweiter Reihe

Manchmal kann es gerade bei den Unterkieferschneidezähnen vorkommen, dass bereits die Schneidekante des bleibenden Zahns zu sehen ist, während der Milchzahn davor noch gar nicht ausgefallen ist. Das ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Ist der Milchzahn schon stark gelockert, reicht es häufig aus, abzuwarten. Ist er es nicht und sollte der Milchzahn nach dem Alter des Kindes schon längst ausgefallen sein, wird der Zahnarzt nachhelfen. Der bleibende Zahn wird von der Zunge meist ganz von allein nach vorn an den richtigen Platz geschoben.

Kann ein Milchzahn versehentlich verschluckt werden?

Diese häufige Befürchtung ist unbegründet. Zähne, die „nur noch am seidenen Faden hängen“, verabschieden sich eher beim beherzten Biss ins Brötchen oder beim forcierten Wackeln daran als in der Nacht. In jedem Fall aber sollte sich Emma etwas von der Zahnfee wünschen, die in der Nacht kommt, um den ausgefallenen Milchzahn zu holen.