Archive for Februar, 2013

Jeder fünfte hat sensible Zähne

Dienstag, Februar 19th, 2013

Kälte- oder hitzeempfindliche Zähne können den Genuss von Kaffee oder Eiscreme gründlich vermiesen, und auch besonders süße oder saure Speisen machen keinen Spaß mehr. Doch das muss nicht sein, denn der Zahnarzt kann Abhilfe schaffen.

Einmal kalte Luft eingeatmet, und schon zieht sich alles zusammen: Fast jeder hat ihn schon einmal gespürt, diesen richtig unangenehmen, ziehenden Schmerz, den ein empfindlicher Zahn auslösen kann. Kaum zu glauben, dass diese durch Hitze, Kälte, Süße oder Säure ausgelöste Pein meist gar nicht von Karies herrührt. Vielmehr ist die Ursache häufig ein freiliegender Zahnhals, der auf unterschiedliche Weise entstanden sein kann. Unabhängig von der Entstehungsweise ist der Effekt jedoch derselbe: Die verschiedenen Reize bereiten dem Betroffenen Schmerzen. Oftmals tut auch mechanischer Kontakt und damit das Zähneputzen selbst weh, wodurch leicht die Mundhygiene genau an diesen Stellen vernachlässigt wird. Dies kann Folgeschäden wie beispielsweise Wurzelkaries nach sich ziehen.

Normalerweise ist der Zahn perfekt geschützt, denn der Zahnschmelz, eine der härtesten Substanzen der Erde, reicht bis an den Zahnfleischrand. Geht das Zahnfleisch jedoch zurück, liegt der Zahnhals, der Mittelteil des Zahnes zwischen Krone und Wurzel, frei. Dieser Bereich weist Tausende winzige Kanäle, die sogenannten Dentinkanälchen, auf, die direkt ins Mark des Zahnes und damit zum Nervenzentrum führen. Reize wie Temperaturschwankungen oder auch Druck gelangen über die Dentinkanälchen direkt in den Zahn – Schmerzen entstehen.

Warum das Zahnfleisch verschwindet

Eine weitverbreitete Ursache des Zahnfleischrückgangs ist die Zahnfleischentzündung, die sogenannte Parodontitis. Wird die Entzündung nicht behandelt, können Bakterien immer tiefer ins Zahnfleisch vordringen und schlimmstenfalls die Verankerung des Zahnes im Kiefer schädigen. Im Zuge der Entzündung bildet sich das Zahnfleisch zurück, der Zahnhals und damit die Dentinkanälchen liegen frei.

Oftmals ist jedoch keine Krankheit der Grund für den Schwund des Zahnfleischs, sondern einfach fehlerhaftes Putzverhalten: Das schützende Fleisch wird immer weiter „weggebürstet“. Wer seine Zähne grob schrubbt, planlos und hektisch kreuz und quer bürstet oder zu harte Bürsten benutzt, verdrängt das Zahnfleisch – mit dem gleichen unangenehmen Effekt.

Da lässt sich was machen

Zahnärzte haben verschiedene Möglichkeiten, freiliegende Zahnhälse zu behandeln. Bei einer Parodontitis muss diese selbstverständlich auch behoben werden. Um die Schmerzen zu lindern oder auch ganz verschwinden zu lassen, bestreicht der Arzt die entsprechenden Stellen beispielsweise mit einem Fluoridlack oder verschließt die Dentinkanälchen mit einem Kunststoff. So wird die Weiterleitung des Schmerzes für mehrere Monate unterbunden. Und auch der Patient selbst kann etwas zum Behandlungserfolg beitragen:

Eine weiche Zahnbürste mit abgerundeten Borsten und ein kontrolliertes Bürsten vom Zahnfleisch weg und hin zum Zahn vermindert die Verdrängung des Fleisches. Spezielle Zahnpasta für empfindliche Zähne aus Drogerie oder Apotheke enthält Fluorid und scheuert darüber hinaus deutlich weniger als herkömmliche Pasten, ist also schonender. Und auch eine fluoridhaltige Mundspülung kann die Empfindlichkeit der freiliegenden Zahnhälse spürbar reduzieren.

Quelle:“prodente“

Sauer macht lustig? Gilt nicht für die Zähne!

Dienstag, Februar 19th, 2013

Neben der Zahnpflege hat das richtige Essen und Trinken entscheidenden Einfluss darauf, ob die Zähne gesund bleiben. Denn vollwertige Speisen sind nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Zähne. Direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen, kann allerdings auch schädlich sein – es kommt ganz darauf an, was man gegessen hat.

Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren entweder auf direktem Wege durch saure Lebensmittel oder Getränke, zum Beispiel in Form von Zitrusfrüchten, Fruchtsäften, Cola oder Essig.

Ein anderer, eher indirekter Weg zum niedrigen pH-Wert im Mund sind zuckerhaltige Lebensmittel, deren Zucker von den Bakterien in der Mundhöhle zu Säuren abgebaut werden. Zu dieser Gruppe gehören nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Nahrungsmittel, die andere Zuckerarten wie Stärke oder Fruchtzucker enthalten – Chips, Brot, Bananen oder auch viele Fertigsoßen beispielsweise.

Erosion durch Säure

Die direkte Säureeinwirkung kann zum langsamen, chronischen Verlust von Zahnhartsubstanz durch Demineralisation führen, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammentreffen. Dies kann beispielsweise die zusätzliche mechanische Abnutzung von erweichtem Zahnschmelz sein, bevor diesem durch den Speichel die verlorenen Mineralien wieder zugeführt werden konnten. Derzeit steigt die Zahl der nicht kariös bedingten Zahnhartsubstanzdefekte, Gründe sind vor allem die Änderungen des Lebensmittelangebotes und  Ernährungsgewohnheiten mit einem Übermaß an sauren Komponenten wie beispielsweise säurehaltige Softdrinks. Auch die sehr beliebten Alcopops greifen den Zahnschmelz massiv an, denn ihr pH-Wert liegt durch Fruchtzusätze wie Zitronensäure und Zitrussaft zwischen 2 und 4 und damit sehr niedrig – bei häufigem Konsum oftmals in Form des Dauernuckelns durch spezielle Trinkflaschen scheinen schwerwiegende Schäden der Zahnhartsubstanz vorprogrammiert. Denn zu allem Übel haben Alcopops und Softdrinks auch noch eine ausgeprägte Pufferfunktion und halten den pH-Wert im Mund lange Zeit auf saurem Niveau.

Nach Saurem gilt: Finger weg von der Zahnbürste

Weil der Zahnschmelz durch säurehaltige Speisen und Getränke sehr schnell weich wird, ist Putzen nicht immer förderlich für die Zahngesundheit. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz mit weggeputzt – die Zähne sind anfälliger als vorher. Klüger ist es, 30 bis 60 Min. zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz dadurch wieder hart werden. Ein paar Schlucke Wasser helfen, Säure zu entfernen, und machen Orangensaft und Sauerkraut weniger schädlich. Auch wer sich erbrechen musste, sollte möglichst nicht sofort zur Zahnbürste greifen, sondern lieber Wasser trinken, denn die Magensäure ist eine der stärksten und damit gefährlichsten Säuren für die Zähne.

Jetzt darf (und soll) geputzt werden

Anders sieht es aus, wenn zuckerhaltige Lebensmittel verzehrt wurden – hier gilt es, die Bakterienbeläge mit den Speiseresten von der Zahnoberfläche zu entfernen, bevor sie zu Säuren umgewandelt werden können. Zähne putzen ist sehr sinnvoll, und wenn das nicht geht, kann beispielsweise ein zahnfreundlicher Kaugummi die Zähne reinigen und den Speichelfluss anregen. Gerade klebrige Speisen wie trockene Kekse oder auch salzige Knabbereien legen sich um den Zahn und bieten Bakterien ideale Bedingungen.

Vollwertiges lässt den Speichel fließen

Je länger eine Speise gekaut wird, desto stärker wird der Speichelfluss angeregt. Daher ist auch für die Zahngesundheit ballaststoffreiche, naturbelassene Vollwertnahrung mit viel Rohkost sehr zu empfehlen. Durch das notwendige starke Kauen sorgen solche Lebensmittel außerdem für die Selbstreinigung der Zähne, das Zahnfleisch wird massiert und die Zahnzwischenräume werden gereinigt.
Verschiedene Lebensmittel können einiges für die Zähne tun. Käse zum Beispiel – die Kombination des Proteins Kasein mit den Mineralstoffen Kalzium und Phosphat ersetzt Mineralstoffe im Zahnschmelz, ein saurer pH-Wert im Mund wird durch Käse neutralisiert. Schwarzer und grüner Tee sowie Hülsenfrüchte und Fisch enthalten besonders viel Fluorid, das die Zahnsubstanz schützt. Und auch Milch liefert Mineralstoffe wie Kalzium, die die Gesundheit der Zähne fördern können.

Den Zähnen Pausen gönnen

Keine Angst: Für gesunde Zähne müssen Süßigkeiten nicht ganz vom Speiseplan gestrichen werden. Es kommt weniger auf die Menge des verzehrten Zuckers als auf die Häufigkeit des Verzehrs an. Daher ist es besser, einmal am Tag eine größere Menge Schokolade oder Kekse nach einer Hauptmahlzeit zu genießen, als über den ganzen Tag verteilt immer mal wieder ein Stückchen. Durch ständiges Naschen sind die Zähne einem dauernden Angriff ausgesetzt. Das gilt übrigens auch für andere säure- oder zuckerhaltige Lebensmittel – besser ein ganzes Glas Orangensaft auf einmal statt immer mal wieder einen Schluck. Die so entstandenen Pausen zwischen den Mahlzeiten geben dem Speichel Zeit, dem Zahn Mineralien zurückzugeben. Insgesamt tut es der (Zahn-)Gesundheit gut, weniger zucker- und säurehaltige Speisen und vor allem auch Getränke wie Cola und Limonade zu konsumieren. Denn es scheint, dass der regelmäßige starke Konsum solcher Softdrinks die Struktur des Zahnschmelzes nach und nach so sehr schwächt, dass auch der Speichel die Schäden nicht mehr reparieren kann.

Quelle:“prodente“

Maßvolles Naschen

Dienstag, Februar 19th, 2013

Wer häufig zuckerhaltige Nahrung zu sich nimmt, fördert die Kariesentstehung. Muss man also ganz auf Süßes verzichten? Glücklicherweise nicht, denn ein maßvoller Genuss tut der Zahngesundheit keinen Abbruch.

Gerade Kindern kann man schlecht alle Süßigkeiten verbieten. Eine übermäßige Strenge weckt möglichweise nur die Gelüste auf Schokolade und Co. Allerdings sollten für den Genuss von Süßem bestimmte Regeln gelten. „Naschen nach einer Hauptmahlzeit ist durchaus erlaubt, wenn dafür die süßen Zwischenmahlzeiten wegfallen“, erläutert Dirk Kropp von proDente.

Auf süße Zwischenmahlzeiten und Getränke verzichten

Zucker, der nur aus wenigen Zuckermolekülen besteht (Ein- und Zweifachzucker), findet sich in vielen industriell hergestellten Lebensmitteln. Dazu gehören zum Beispiel Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) und der übliche weiße Haushaltszucker (Saccharose). Die Kariesbakterien im Mund können diese Zucker schnell aufspalten und verwerten. Sie bilden daraus kariesverursachende Säuren, die die Zahnsubstanz angreifen. Je länger diese Säuren auf die Zähne einwirken, desto schädlicher sind sie. Trinkt man stark zuckerhaltige Softdrinks wie zum Beispiel Cola über den Tag verteilt, werden die Kariesbakterien kontinuierlich mit Zucker versorgt und die schädlichen Säuren wirken über einen langen Zeitraum auf die Zähne ein. Wenn überhaupt Softdrinks, sollten sie auf einmal getrunken werden. Süßes am besten als Nachtisch nach einer Hauptmahlzeit essen und nicht immer wieder zwischendurch.

Weniger Zucker – weniger Karies

Mehrfachzucker, sogenannte Polysaccharide bestehen aus zehn und mehr Zuckermolekülen. Für ihre Spaltung brauchen die Bakterien länger. Zu den Mehrfachzuckern gehört zum Beispiel die Stärke, die sich in Kartoffeln, Brot und Getreide findet. Gefährlich sind versteckte Zucker in Lebensmitteln, bei denen man zuerst nicht an einen möglichen Zuckergehalt denkt. Dazu gehören u.a. Ketchup und Senf, sogar Wurst enthält häufig Zucker. Es hat sich gezeigt, dass Völker, die noch sehr naturverbunden leben und keine industriell produzierten Nahrungsmittel zu sich nehmen, wie zum Beispiel die Massai in Afrika oder die Inuit der Polarregion, mit Karies so gut wie keine Probleme haben.

Vorsicht Säure!

Einige saure Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Essig und Softdrinks schädigen allein durch ihren Säuregehalt die Zähne – ohne Zutun von Kariesbakterien. Daher sollten auch diese Nahrungsmittel nicht immer wieder über den Tag verteilt verzehrt werden. Mineralien wie Kalzium, die von den Säuren aus dem Zahnschmelz herausgelöst wurden, können mit einer anschließenden Milch- oder Käsemahlzeit gut wieder ergänzt werden. Zudem sollte nach sauren Mahlzeiten ca. eine halbe bis eine Stunde mit dem Zähneputzen gewartet werden, damit die von der Säure oberflächlich angelöste Zahnsubstanz nicht weggebürstet wird.

Süße Alternativen

  • Zuckeraustauschstoffe haben einen zuckerähnlichen Aufbau, sind aber weniger süß als Zucker und haben weniger Kalorien. Kariesbakterien können diese Stoffe nur sehr schlecht verwerten, daher erzeugen sie kaum Karies. Beispiele dafür sind Mannit, Sorbit und Xylit. Letzteres ist beispielsweise in vielen Zahnpflegekaugummis enthalten. Die Zuckeraustauschstoffe wirken bei übermäßigem Verzehr abführend. Zuckerfreie, zahnfreundliche Süßwaren, die wissenschaftlich getestet sind, sind zum Beispiel am „Zahnmännchen mit Schirm” zu erkennen.
  • Zuckerersatzstoffe, auch Süßstoffe genannt, sind künstlich hergestellte oder natürlich vorkommende Zuckerverbindungen, die von Bakterien nicht umgesetzt werden können. Sie verursachen daher keine Karies. Ihre Süßkraft ist höher als die von Zucker. Sie besitzen keine Kalorien. Beispiele sind Aspartam, Cyclamat und Saccharin. In Studien wurden teilweise gesundheitsschädliche Wirkungen gefunden, die allerdings in anderen Studien nicht belegt werden konnten. Die WHO hat tägliche Höchstmengen festgesetzt, die unbedenklich sind. Ein natürlicher Zuckerersatzstoff ist Stevia, auch Süßkraut genannt. Stevia enthält keine Kalorien und verursacht keine Karies. Er ist seit Ende 2011 in Deutschland zugelassen und seither als Süßungsmittel erhältlich oder in Getränken enthalten. Auch für die Verwendung von Stevia hat die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eine tägliche Höchstmenge festgesetzt, um gesundheitliche Bedenken auszuschließen.

Quelle:“prodente“

Lieber Milch statt Limonade

Dienstag, Februar 19th, 2013

Nicht nur Süßes, sondern auch Saures schadet auf Dauer den Zähnen. Neben sauren Getränken wie Limonade, Fruchtsaft, Wein und Sekt können auch gesunde Lebensmittel wie bestimmtes Obst oder Salate mit Essig-Öl-Dressing, vor allen Dingen aber Zitronensäure bei häufigem Konsum schaden. Ein paar kleine Tricks minimieren das Risiko für Zahnerosionen bei vollem Genuss gesunder Speisen.

Unter Zahnerosionen versteht man das langsame Auflösen von Zahnhartsubstanz aufgrund von direkter Säureeinwirkung. Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke sind meist sehr säurehaltig. Diese Säuren erweichen oberflächlich den Zahnschmelz. Mineralien werden ausgeschwemmt und der Zahnschmelz verliert an Dicke.

Softdrinks und Wasser mit Zusätzen

Sogenannte Softdrinks wie Limonaden und Sportgetränke enthalten häufig nicht nur viel Zucker, sondern sie sind auch sehr sauer. Selbst die Light-Varianten vieler Limonaden weisen einen sehr tiefen Säurewert (pH-Wert) auf. Ein häufiger Konsum dieser Getränke kann also nicht nur Karies, sondern auch Zahnerosionen verursachen. Die Trinkgewohnheiten tragen ebenfalls zum Risiko bei: Das Erosionsrisiko steigt, wenn das saure Getränk, wie zum Beispiel bei einer Weinverkostung, länger im Mund behalten oder durch die Zähne gezogen wird. Trinkt man alle fünf bis zehn Minuten einige Schlucke von einer sauren Limonade, schafft es der Speichel nicht, die Säure in dieser Zeit immer wieder zu neutralisieren. Der Zahnschmelz wird ständig von der Säure angegriffen, denn der pH-Wert im Mund bleibt dauerhaft im sauren Bereich. Besser wäre es also – wenn es überhaupt Limonade sein muss –, alles auf einmal zu trinken. In der Folge neutralisiert der Speichel die Säure.

Auch wer „gesund“ lebt, ist gefährdet

Menschen, die viel Obst und mit Essig angemachte Salate verzehren, haben ein höheres Risiko für Zahnerosionen. Zu sehr stark säurehaltigem Obst gehören Zitrusfrüchte wie Zitronen, Kiwi, Orangen und Grapefruit, aber auch saure Beeren, wie zum Beispiel Johannisbeeren. Gerade Vegetarier nehmen viel von diesen eigentlich gesunden Lebensmitteln zu sich. Wer das Risiko für Erosionen reduzieren möchte, sollte zu oder nach dem sauren Obst Kalzium zu sich nehmen, zum Beispiel in Form eines Früchtequarks. Ein Glas Milch reichert den Speichel mit Kalzium an. Die ausgeschwemmten Schmelzmineralien werden zumindest zum Teil wieder ersetzt. Bei zu vielen sauren Mahlzeiten über einen langen Zeitraum hinweg sind die Pufferwirkung des Speichels und das Remineralisationsvermögen des Schmelzes jedoch erschöpft. Der Substanzabbau an den Zähnen schreitet fort. Mit der Zeit reduziert sich die Zahnschmelzdicke. Höckerspitzen verflachen bis hin zu kleinen Mulden, an Glattflächen schimmert schließlich das gelbliche Zahnbein, das Dentin, hindurch. Der Zahn verändert seine Form. Ist die schützende Schmelzschicht verschwunden, greifen die Säuren auch auf das Dentin über. Neben den Zahnsubstanzverlusten macht Betroffenen vor allem die erhöhte Temperaturempfindlichkeit der Zähne zu schaffen.

Vor dem Essen: Zähneputzen!

Der Satz „Nach dem Essen – Zähneputzen nicht vergessen“ gilt beim Verzehr säurehaltiger Speisen eher nicht. Vielmehr schadet das Zähneputzen direkt nach dem Essen von zum Beispiel Orangen, denn der Zahnschmelz ist oberflächlich erweicht und lässt sich daher eher „wegputzen“. Wer also zum Frühstück gern frisches, saures Obst zu sich nimmt, sollte seine Zähne besser schon vor dem Essen putzen. Alternativ sollte man etwa eine halbe bis eine Stunde mit dem Putzen warten. Nach dieser Zeit besteht die Gefahr nicht mehr, erweichte Schmelzoberfläche wegzubürsten. Wer nicht so lange warten will, sollte nach dem Obst zumindest etwas Kalziumhaltiges essen, wie zum Beispiel Joghurt oder Käse, oder ein Glas Milch trinken. Die Kalziumionen gleichen die von der Säure ausgelösten Mineralverluste im Schmelz wenigstens teilweise wieder aus.

Quelle:“prodente“

20 Tonnen in 50 Jahren

Dienstag, Februar 19th, 2013

Sicher denken wir nicht bei jedem Schnitzel an unsere Zähne. Doch ab und an hätten die Beißerchen ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Zählt man die Nahrungs- und Genussmittel zusammen, die ein Mensch in seinem Leben zu sich nimmt, verdeutlicht das die Bedeutung der Zähne auf imposante Art. In 50 Jahren verzehrt ein Mensch in Deutschland durchschnittlich 20 Tonnen Nahrungsmittel.

Zur Verdeutlichung: Die Menge könnte auch in 40 ausgewachsene Schweine und einen Brotlaib von 4,5 km Länge umgerechnet werden. Nicht zu vergessen die 2,5 Tonnen Zucker oder die 36 Hektoliter Flüssigkeit, die an den Zähnen vorbei in die Mundhöhle fließen.

Die Zähne spielen im Leben des Menschen eine große Rolle, so unter anderem auch ihre mechanische Leistung beim Zerkleinern der Nahrungsmittel. Mit den Zähnen zerkleinern wir alles. Ein drastisches Zahlenbeispiel lässt die Belastung der Zähne deutlich werden.

Kraftprotz Zahn

Die Zähne leisten bei unserem täglichen Genuss Schwerstarbeit: Der Druck, den die Backenzähne beim Zermalmen der Speisen entwickeln, liegt zwischen 40 und 70 kg.

Quelle:“prodente

„Wer dauernd Cola trinkt, wird die Wirkung sicher spüren“

Dienstag, Februar 19th, 2013

Professor Dr. Thomas Attin, geschäftsführender Leiter des Zentrums für Mund- und Kieferheilkunde der Universität Göttingen, im Interview über ernährungsbedingte Defekte der Zahnhartsubstanzen.

Herr Professor Attin, welche Zahndefekte gibt es, die vor allem auf falsche Ernährung zurückzuführen sind?

Zahndefekte durch die Nahrung können auf direktem oder auf indirektem Weg entstehen. Direkt schädlich ist der Einfluss von Säuren – man spricht hier von Säureerosion, die zu flächenhaftem Verlust der Zahnsubstanz führt. Die gesamte Zahnsubstanz nimmt ab, sodass die Relation zwischen Ober- und Unterkiefer verloren gehen kann. In den Lebensmitteln kommen solche Säuren beispielsweise in Form von Zitronensäure, Äpfelsäure oder Phosphorsäure vor, letztere vor allem auch in Cola.

Indirekt schädlich sind Säuren, die Bakterien in der Mundhöhle aus sogenannten niedermolekularen Polysacchariden, das heißt meist Zucker, aus der Nahrung bilden. Es entsteht hauptsächlich Laktat, also Milchsäure. Hier ist der unmittelbare Effekt nicht so groß, denn Milchsäure ist nicht so stark sauer, ihr pH-Wert liegt zwischen 4 und 4,5. Die sauren Getränke und Nahrungsmittel hingegen haben einen pH-Wert um 2.

Was genau bewirkt die Säure?

Die Säure löst die oberflächliche Zahnsubstanz an, und ein Teil der dort eingelagerten Calciumphosphate schwimmt einfach mit dem Speichel oder mit dem Getränk davon. Außerdem kann die erweichte Zahnhartsubstanz beim Zähneputzen oder durch harte Nahrung zusätzlich abgetragen werden. Natürlich bewegen wir uns bei diesem Effekt im Mikrometer-Bereich – die Substanz erweicht jedes Mal in einer Schichtdicke von etwa 0,001 mm. Allerdings ist das Dramatische der Summationseffekt – wer dauernd Cola oder Orangensaft trinkt, wird die Wirkung nach einiger Zeit sicher spüren.

Von welchen Ess- und Trinkgewohnheiten bei Kindern und Jugendlichen raten Sie besonders ab und warum?

Ganz schlecht für die Zähne ist das, was die Amerikaner als „Sipping“ bezeichnen, also schlückchenweises Trinken säurehaltiger Getränke über den ganzen Tag verteilt. Denn dann kommt es immer wieder zu einer pH-Absenkung, eine Regeneration durch den Speichel ist kaum möglich. Normalerweise hat der Speichel eine Pufferfunktion und sorgt außerdem für die Remineralisierung der Zähne. Für die Abpufferung der Säure braucht der Speichel allerdings mindestens 10 bis 20 Minuten – ohne diese Zeit ist auch die Schutzfunktion nicht aufrechtzuerhalten.

Und welche Speisen tun den Zähnen so richtig gut?

Das ist schwierig zu beantworten, da es kaum wissenschaftlich fundierte Ergebnisse dazu gibt. Hier würde ich lieber davon sprechen, dass bestimmte Nahrungsmittel zumindest nicht zahnschädigend sind und vermutlich auch etwas für die Gesundheit tun können. Kalziumhaltige Produkte wie Joghurt und Käse zum Beispiel scheinen bei einem Zahn mit Erosion bis zu einem gewissen Grad dafür sorgen zu können, dass dieser Zahn das fehlende Calciumphosphat ersetzen kann. Gesunde Zähne werden allerdings nicht gesünder, da ihnen ja nichts fehlt. Auch Fette scheinen eine Schutzwirkung zu haben, denn sie legen sich als Film auf Zähne und Zahnfleisch, und das mögen die Kariesbakterien gar nicht. Sie können sich nicht so gut anheften und daher nicht so viele Schäden verursachen.

Zwischenmahlzeiten werden im Zuge einer ausgewogenen Ernährung sehr empfohlen. Wie lassen sich diese mit einer guten Zahngesundheit vereinbaren?

Hier sollten die Menschen solche Lebensmittel bevorzugen, die nicht zahnschädigend sind, das heißt, die nicht gesüßt sind. Zuckrige Snacks und Riegel sind daher nicht geeignet – aber diese sind ja bekanntermaßen auch für die sonstige Gesundheit nicht zu empfehlen. Das beliebte Käsebrötchen ist aber für die Zähne völlig in Ordnung, denn die darin enthaltene Stärke ist ein so großes Molekül, dass die Bakterien im Mund es nur sehr langsam verstoffwechseln können. Daher kommt es nicht zur zahnschädigenden schnellen pH-Absenkung.

Was können Mütter für die Zahngesundheit ihrer Kinder tun, damit schon frühzeitig die Weichen richtig gestellt sind?

Bei Kindern ist es entscheidend, dass die Zähne von Anfang an geputzt werden. Recht einfach und effizient geht das mit elektrischen Zahnbürsten, und Kinder mögen das meistens auch, weil es einen gewissen Spieleffekt hat.
Auch fluoridierte Zahnpasta ist wichtig. Zahlreiche Untersuchungen haben in den letzten Jahren herausgestellt, dass Fluorid in erster Linie durch direkten Kontakt mit dem Zahnschmelz karieshemmend wirkt. Deshalb empfehlen Zahnärzte schon bei Kleinkindern ab dem ersten durchgebrochenen Milchzahn das Zähneputzen mit Kinderzahnpasta mit einem Fluoridgehalt bis zu 500 ppm (gleich 0,05 Prozent).

Ein wichtige Rolle spielt auch der Zuckergehalt der Lebensmittel. Gerade bei den Zwischenmahlzeiten sollten wenig zuckerreiche Produkte verzehrt werden. Das heißt nicht nur, dass Kinder keine Süßigkeiten essen dürfen. Schädlich sind nämlich auch gesüßte Tees oder Apfelsaftschorle, denn die Schorle beispielsweise ist meist gesüßt und gleichzeitig säurehaltig – die Kinder bekommen dann entweder Karies oder Erosion. Das beste Getränk für die Zähne ist immer noch Wasser.

Welche ernährungsbedingten Zahnprobleme kann man im Nachhinein noch ausgleichen bzw. bei welchen kann man Schadensbegrenzung betreiben?

Wie gesagt scheinen kalziumreiche Produkte wie Käse oder Joghurt erweichte Zahnsubstanz bei der Regeneration unterstützen zu können, doch dies ist wissenschaftlich nicht vollkommen gesichert. Fluoridzahnpasta hat einen sehr positiven Effekt auf die Zähne, angelöste Zahnflächen sind damit zum Teil reparierbar.

Welchen Stellenwert nimmt die Ernährung Ihrer Meinung nach bei der Zahngesundheit ein?

Die Ernährung ist sehr wichtig und ihre Bedeutung wird vielfach unterschätzt. Denn Gewohnheiten werden ja auch sehr ungern abgelegt, und es fällt schwer, auf Cola oder Ähnliches zu verzichten. Es ist außerdem erwiesen, dass beispielsweise die Wachstumsrate der Karies verursachenden Laktobazillen direkt damit zusammenhängt, ob ein Mensch die Lebensmittel isst, die die Bakterien leicht verstoffwechseln können. Ist das der Fall, nimmt ihre Zahl stark zu, und vor allem bereits vorhandene Karies schreitet weiter voran.

Quelle:“prodente“

Interview „Eine Tafel Schokolade auf einmal“

Dienstag, Februar 19th, 2013

Manche Gefahren für unsere Zähne kennen wir bereits von Kindesbeinen an. Andere dagegen schätzen wir falsch ein oder haben gar noch nie davon gehört. Prof. Dr. Michael J. Noack, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Köln, erklärt in einem Interview mit proDente, worauf man achten sollte.

Zucker ist seit Langem als Kariesteufel bekannt – muss man deshalb ganz auf ihn verzichten?

Zwei Faktoren spielen beim Genuss von Zucker eine wichtige Rolle: Die „Zuckerfrequenz“ und die „Zuckerclearance“. Hinter dem Begriff „Zuckerfrequenz“ verbirgt sich eine einfache Formel: Menschen, die häufiger als dreimal am Tag mikroniedermolekulare Kohlenhydrate zu sich nehmen, haben ein weitaus geringeres Risiko, an Karies zu erkranken, als Menschen, die  vier-, fünf-, sechs- oder siebenmal am Tag zu Süßem greifen. Aus zahnärztlicher Sicht betrachtet ist es also besser, eine Tafel Schokolade auf einmal zu essen, als über den Tag verteilt.

Der Begriff „Zuckerclearance“ umfasst die Verweildauer einer bestimmten Zuckerkonzentration in der Mundhöhle. Einfach gesprochen: Klebrige Sahnebonbons belasten die Zähne deutlich mehr als zuckerhaltige Getränke, welche nicht allzu lange im Mund bleiben. Allerdings ist der allzu häufige Konsum von gesüßten Softdrinks in vielerlei Hinsicht problematisch. Wenn man diese Aspekte berücksichtigt, können Schäden durch Zucker in der Regel vermieden werden. Es kommt also auf den Umgang mit zuckerhaltigen Lebensmitteln an. Bei meinen Kindern zum Beispiel gilt: Süßigkeiten sind nicht generell verboten, jedoch nicht so oft, keine Lutscher und keine klebrigen Sachen.

Stimmt es, dass der häufige Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln unsere Zähne schädigt?

Hier gilt das Gleiche, wie bei zuckerhaltigen Lebensmitteln: Erst ein Zuviel an saurem Essen und Getränken schädigt die Zähne. Starke Säuren ätzen die Zahnoberfläche an und weichen den Zahnschmelz auf. Deshalb empfiehlt es sich, saure Lebensmittel in Maßen zu genießen.

Schlecht für die Zähne ist insbesondere die Kombination von Säurekonsum und anschließendem hoch motiviertem Zähneputzen. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz weggeputzt und es kommt auf Dauer zu schüsselförmigen Erosionen, ähnlich wie sich die Erosionen beim Grand Canyon in den Fels einschneiden. Klüger ist es, nach sauren Mahlzeiten mindestens 30 Minuten zu warten und so dem Speichel Zeit für Reparaturen zu geben. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz dadurch wieder hart werden. Bei älteren Menschen, die unter Speichelmangel leiden, kann der Speichel seine Schutzfunktion allerdings nicht mehr so gut ausüben.

Eine weitere Möglichkeit, seine Zähne optimal zu schützen, ist es, schon vor dem Genuss von sauren Lebensmitteln die Zähne zu putzen.

Wie ist es bei Patienten, welche sich häufig erbrechen, z.B. Bulimiker und Schwangere? Sind diese besonders gefährdet?

Für Schwangere, die in einem begrenzten Zeitraum ab und zu erbrechen, besteht keine besondere Gefahr. Sie sollten nach dem Erbrechen ein Glas Milch trinken oder auch den Mund mit Wasser spülen, auf keinen Fall jedoch direkt die Zähne putzen.

Bei an Bulimie Erkrankten sieht es da schon anders aus. Die Salzsäure des Magensaftes ist eine starke Säure. Innerhalb von Monaten kann sie zu dramatischen Substanzverlusten an den Zähnen führen. Zahnärzte sind oft die Ersten, die erkennen, dass die Patienten an Bulimie leiden. Die Zahnärzte des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln bieten Betroffenen daher die Möglichkeit an, fachübergreifend zu therapeutischen Einrichtungen Kontakt herzustellen.

Im Übrigen gibt es weitere Gruppen, die laut Statistik signifikant mehr Erosionen als andere Bevölkerungsgruppen aufzeigen. Und zwar die Winzer – schließlich ist Wein sauer. Und nicht zu vergessen die Alkoholiker.

Welche Funktion hat das Zähneputzen an sich?

Prinzipiell ist es nicht das primäre Ziel, durch das Zähneputzen einen angenehmen frischen Geschmack in der Mundhöhle zu erhalten. Vielmehr geht es um regelmäßige Biofilmentfernung, was man eher mit Rasenmähen vergleichen kann. Dieser Biofilm wird von den Bakterien in der Mundhöhle gebildet, die dort, auch ohne dass eine Krankheit besteht, vorhanden sind. Diese bauen, genau wie wir Menschen, Hochhäuser und Straßen. Und was passiert bei den Menschen, wenn die Tourismusindustrie boomt? Es gibt Probleme mit dem Abwasser. Genauso verhält es sich mit den Bakterien in der Mundhöhle – es kommt zu Problemen mit dem Stoffwechsel. Deshalb hat das Zähneputzen die Aufgabe, den Rasen vereinfacht gesagt kurz geschnitten zu halten.

Wissenschaftler diskutieren außerdem, dass Zahnpasta weniger ein Scheuermittel als vielmehr eine „Fluoridsalbe“ ist. Einige Studien zeigen, dass Kinder, welche nach dem Zähneputzen den Mund nicht ausspülen, weniger Karies entwickeln als Kinder, die spülen. Der Grund: Über die Zähne legt sich eine schützende Fluoridschicht.

Neben dem übermäßigen Verzehr bestimmter Nahrungsmittel wird auch Zahnschmuck, wie z.B. Zungenpiercing, von Zahnmedizinern als bedenklich für die Mundflora eingestuft. Warum?

Zungenpiercings können Zahnfrakturen verursachen. Der Metallknopf klopft durch die Bewegungen der Zunge ständig an die mineralische Zahnhartsubstanz und erzeugt so Risse in den Zähnen. Außerdem bieten Piercings den Bakterien Eintrittspforten in das Zahnfleisch, was zu ernsten Entzündungen führen kann. Gerade die Zunge ist sehr dicht mit Bakterien besiedelt. Normalerweise können diese durch die geschlossene Schleimhaut nicht eindringen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind billige Metalle, welche Allergien auslösen können.

Gibt es auch schädliche Gewohnheiten, auf die man selbst achten kann?

Bei Kindern, welche im Frontzahnbereich eine Lücke zwischen Unter- und Oberkiefer aufweisen, sollte man überprüfen, ob ein falsches Schluckmuster vorliegt. Behandlungsbedarf besteht, wenn die Zunge beim Schlucken zwischen die Frontzähne geschoben wird. Erwachsene pressen dagegen in Stresssituationen häufig die Zähne aufeinander. Die Folge auf Dauer: der Verschleiß der Zähne. Hier helfen neben den zahnmedizinischen Maßnahmen entsprechende Stressbewältigungsprogramme wie z.B. die Neurolinguistische Programmierung (NLP).

Quelle:“prodente“

Zahngesunde Schultüte mit Biss

Dienstag, Februar 19th, 2013

Nach den Sommerferien werden sie wieder das Straßenbild beleben. Für Tausende von Erstklässlern beginnt mit dem ersten Schultag der Ernst des Lebens. Mit dem neuen Schulranzen auf dem Rücken ist die Aufregung und Vorfreude auf den Schulbeginn bei den meisten ungebrochen. Die Schultüte, am schönsten natürlich selbst gebastelt, ist dabei ein absolutes Muss und der Stolz eines jeden Erstklässlers. Gefüllt mit Schokolade, Bonbons und Keksen wollen Eltern und Verwandte den Schulanfang versüßen. Allerdings ist nicht alles, was den i-Dötzchen schmeckt, gesund. Besonders für die Zähne.

Im Sinne der Zahngesundheit empfiehlt die Initiative proDente bei der Auswahl der Süßigkeiten auf zuckerfreie Alternativen zurückzugreifen. Außerdem ist es schön, wenn in der Schultüte ein paar Überraschungen stecken, die den Schulalltag verschönern: Lichtreflektoren für den Schulranzen, Sammelkarten, Aufkleber, Hörspiel-CDs oder auch Ball, Springseil, Gummitwist und Malkreide machen noch lange Freude und können in der großen Pause gleich mit den neuen Klassenkameraden eingeweiht werden. „Natürlich darf auch ein gesundes Maß an Leckereien in der Schultüte nicht fehlen“, so Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V.

Aber auch hier heißt die Devise: lieber Klasse statt Masse. Einige wenige Lieblingssüßigkeiten oder zuckerfreie Alternativen (gekennzeichnet mit dem „Zahnmännchen“) versprechen ebenso viel Genuss und schonen die Zähne.

Vorsicht ist besser als Bohren

Zum Schulbeginn brechen bei den Kindern die ersten bleibenden Zähne durch, und diese gilt es, ein Leben lang zu erhalten. Besonders der Schulstart birgt dabei gewisse Risiken. Zuckerhaltige, weiche und klebrige Speisen, wie zum Beispiel Schokoriegel, Erfrischungsgetränke mit hohem Zuckeranteil, süßer Tee und Säfte mit hohem Säureanteil, fördern die Kariesbildung und sollten daher auch beim Pausensnack vermieden werden.

Mit dem Schritt in den Schulalltag lässt naturgemäß auch der Einfluss der Eltern, was die gesunde Ernährung angeht, in gewissem Maße nach. Besonders wichtig ist daher die regelmäßige Zahnpflege zu Hause. Mindestens zweimal täglich drei Minuten sind für dauerhaft gesunde Zähne unerlässlich. Als Lösung für zwischendurch helfen zuckerfreie Zahnpflegekaugummis, um die Selbstreinigungskräfte des Speichels zu unterstützen. Das Zähneputzen ersetzen die Kaugummis aber nicht.

Quelle:“prodente“

Checkliste für eine zahngesunde Ernährung

Dienstag, Februar 19th, 2013

Wer sich an bestimmte Regeln in Sachen Ernährung und Zahnpflege hält, hat gute Chancen, bis ins hohe Alter schöne und gesunde Zähne zu besitzen:

  • Reinigen Sie nach jedem Verzehr von Süßigkeiten Ihre Zähne.
  • Wählen Sie zahngesunde Süßwaren, die mit einem Zahnmännchen gekennzeichnet sind.
  • Vermeiden Sie allzu häufiges „Zwischendurch-Naschen“. Nach einem Snack empfiehlt es sich, die Zähne mit einem Zahnkaugummi zu reinigen.
  • Greifen Sie lieber zu Mineralwasser anstatt zu zuckerhaltigen Limonaden und gezuckerten Fruchtsäften. Tipp: Wenn Sie gar nicht darauf verzichten können, sollten Sie zucker- oder säurehaltige Getränke möglichst schnell trinken. Eine lange Verweildauer im Mund ermöglicht den Bakterien den Zucker zu verarbeiten und in zahnschädigende Säuren umzuwandeln.
    Trinken Sie nach jedem Glas Saft immer einen Schluck Wasser. Warten Sie mit dem Zähneputzen etwa eine halbe Stunde, damit Sie den durch die Säuren angelösten Zahnschmelz nicht mit wegbürsten.
  • Ernähren Sie sich abwechslungsreich und ausgewogen.
  • Nehmen Sie reichlich feste Lebensmittel wie Vollkornbrot, Obst und rohes Gemüse zu sich. Das intensive Kauen bedeutet Gymnastik für das Zahnbett.
  • Verzehren Sie reichlich kalziumhaltige Nahrungsmittel.
  • Verwenden Sie fluoridiertes Speisesalz. Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen ihn vor Säureangriffen.
  • Kauen Sie das Essen sorgfältig. Durch das Kauen entsteht Speichel, der die Zähne reinigt.

Übrigens, diese Tipps tun nicht nur den Zähnen, sondern dem ganzen Körper gut!

Quelle:“prodente“

Nicht alles essen unsere Zähne gerne

Dienstag, Februar 19th, 2013

Gesunde Ernährung ist entscheidend für den Zustand unserer Zähne. Nicht jeder weiß, was gut, was schlecht für unsere Zähne ist und weshalb. Hier ein Überblick über Nahrungsmittel, die unsere Zähne stärken und schützen, und über Essen, das sie krank macht.

Gemüse wie Karotten oder Sellerie muss gründlich gekaut werden. Dadurch wird das Zahnfleisch massiert. Außerdem reinigt der vermehrte Speichelfluss die Zähne sowie die Zahnzwischenräume und neutralisiert große Mengen an Säuren.

Vitamine aller Art

Zahlreiche Vitamine beeinflussen unsere Zahngesundheit positiv. So fördert das Vitamin A Wachstums- und Erneuerungsprozesse der Mundschleimhaut. Es ist reichlich in gelbem Gemüse, in grünem Blattgemüse oder in Früchten vorhanden. Vitamin C gibt Power für das Immunsystem und ist die Ausgangssubstanz des Dentins. Da es auch für die Kollagenbildung des Zahnfleisches benötigt wird, unterstützt es die Festigkeit der Zähne. Vitamin C ist besonders reichlich in frischen Beeren sowie Gemüse vorhanden. Vitamin D, das „Sonnenvitamin“, ist für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat in den Knochen mitverantwortlich. Es wirkt sich günstig auf das Zahnwachstum und die Zahnhärtung aus.

Fluoride

Sie beeinflussen die Mineralisation und Säureresistenz der Zähne positiv. Außerdem verringern sie die Plaquebildung und hemmen den Stoffwechsel der Bakterien. Sie sind in Speisesalz, Hülsenfrüchten und Fisch vorhanden.

Zuckerfreie Süßigkeiten

Zahnfreundliche Süßwaren sind durch das „Zahnmännchen“ gekennzeichnet. Der Zucker ist durch Zuckeraustauschstoffe wie Aspartam, Isomalt, Cyclamat ersetzt worden, welche nicht zu zahnschädigenden Säuren abgebaut werden.

Käse

Die Kombination des Proteins Kasein und der Mineralstoffe Kalzium und Phospat ersetzt nach neuen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft die Minerale des Zahnschmelzes genauso schnell, wie sie zuvor aufgelöst wurden. Ein saurer pH-Wert im Mund wird durch Käse neutralisiert.

Schwarzer und grüner Tee

Experten empfehlen den reichlichen Genuss von Tee beispielsweise zur Bekämpfung von Mundgeruch. Die antibakterielle Wirkung – besonders des grünen Tees – deaktiviert die in der Mundhöhle angesiedelten Bakterien, die den Mundgeruch verursachen. Tee enthält auch den Gerbstoff Catechin. Dieser soll in den Stoffwechsel des Kariesbakteriums Streptococcus mutans eingreifen und lässt es praktisch verhungern.

Zucker

Zucker ist der Zahnfeind Nummer eins. Er bietet ideale Nahrung für kariesfördernde Bakterien. Diese Bakterien produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Zucker ist in vielen Nahrungsmitteln vorhanden, in denen man ihn nicht vermutet, z.B. in Ketchup, Fertigsaucen oder Fruchtjoghurt.

Säurehaltige Getränke und Nahrungsmittel

Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren entweder auf direktem Wege durch saure Lebensmittel oder Getränke, zum Beispiel in Form von Zitrusfrüchten, Fruchtsäften, Cola oder Essig.

Klebrige & saure Lebensmittel

Besonders ungünstig für die Zähne sind klebrige Lebensmittel, die längere Zeit in der Mundhöhle verweilen, wie trockene Kekse, Kuchen oder auch Salzstangen. Die Speisen legen sich förmlich um den Zahn und bieten so ein Eldorado für Bakterien. Die starke Säure des Essigs greift die Zähne an.

Quelle:“prodente“