Schöne Zähne brauchen Pflege

Der erste Eindruck von einem Menschen entsteht in Sekundenschnelle. Natürlich spielt hierbei das gesamte Erscheinungsbild eine große Rolle. Entscheidend ist aber der Ausdruck des Gesichts. Und hierzu gehören gepflegte Zähne. Jedoch: Ein strahlend weißes Lächeln kommt nicht von allein. Es bedarf der gründlichen und regelmäßigen Pflege. Und die lohnt sich: Studien seriöser Wissenschaftler und Meinungsforschungsinstitute haben nachgewiesen, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen.

Um Zahnfleisch und Zähne auf Dauer fit zu halten, reicht das tägliche Zähneputzen allein nicht aus. Denn mit der Zahnbürste erreicht man maximal 70 Prozent der Zahnoberfläche“, erläutert Zahnarzt Dr. Dietmar Oesterreich. Die Zahnzwischenraumpflege mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten ist ebenso wichtig. Trotzdem schafft man es in vielen Fällen nicht, alle schädigenden Ablagerungen von der Zahnoberfläche zu entfernen. Bei der PZR dagegen – ausgeführt durch die Prophylaxeassistentin oder Dentalhygienikerin – werden auch hartnäckige Beläge an den sonst nicht zugänglichen Stellen beseitigt. Zuerst werden die Verfärbungen – durch Nikotin, Koffein oder Teein – mit entsprechenden Instrumenten oder einem Pulverstrahlgerät gründlich gereinigt, anschließend werden die Zähne poliert und mit Fluoridlack versiegelt. Natürlich werden dem Patienten auch entsprechende Hinweise zur häuslichen Mundhygiene erläutert und demonstriert. „Oft hilft die PZR schon aus, um verfärbte Zähne wieder strahlen zu lassen“, so Dr. Oesterreich.

Ganz im Trend: Bleichen

Sind die Verfärbungen hartnäckig oder als Folge von Zahnwurzelbehandlungen bei einzelnen Zähnen aufgetreten, und kommen daher von innen, hilft oftmals nur das Bleachen. Je nach Ursache gibt es verschiedene Vorgehensweisen, seine Zähne dauerhaft aufzuhellen. Wurzelkanalbehandelten, grau verfärbten Zähnen verhilft der Zahnarzt beim sogenannten „internen Bleichen“ mit stärkeren Konzentrationen einer Wasserstoffperoxid- und/oder Natriumperborat-Lösung wieder zu einem helleren Farbton. Dazu öffnet er das obere Gebiet des ehemaligen Zahnnervs und bringt die Aufhellungssubstanz für eine gewisse Zeit dort hinein.

Sollen das ganze Gebiss oder Zahngruppen aufgehellt werden, bringt der Zahnarzt in einer Sitzung konzentrierte Aufhellungsmittel direkt auf den Zahn. Die Inhaltsstoffe werden mithilfe von speziellem Licht kurzzeitig aktiviert. Das Zahnfleisch wird dabei durch entsprechende Abdeckungen geschützt. Diese Art des Bleachens nennt man „In-Office-Bleaching“.

Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit: Mithilfe eines Aufhellungsgels können Sie Ihre Zähne auch in den eigenen vier Wänden bleichen. Rund fünf- bis zehnmal tragen Sie das Gel mit einer exakt den Zahnreihen und besonders dem Zahnfleischrand angepassten Trägerschiene auf. Der Clou: Sie legen sich dann einfach ins Bett oder tragen die Schiene über einen festgelegten Zeitraum. Die Schiene verhindert beim sogenannten „Home-Bleaching“, dass durch das Bleichmittel Schäden am Zahnfleisch entstehen.
Wichtig ist, dass am Anfang der Bleichbehandlung alle Alternativen und mögliche Risiken ausführlich mit dem Patienten besprochen werden. Oftmals hilft es bereits, mit einer professionellen Zahnreinigung alle Verfärbungen an der Oberfläche der Zähne zu entfernen und die Zähne damit in der ursprünglichen Zahnfarbe erstrahlen zu lassen. Auch bei häuslichem, mithilfe von frei verkäuflichen Bleichmitteln durchgeführtem Bleachen sollte der Zahnarzt vorher bei der Kontrolluntersuchung über Risiken und Erfolgsaussichten befragt werden.

Neue Verkleidung: Veneers

Wer beschädigte, zu kurze oder leicht schief stehende Zähne hat, kann diesem Makel mit Veneers Abhilfe schaffen. Veneers sind nahezu transparente, hauchdünne vom Zahntechniker in Detailarbeit hergestellte Verblendschalen aus Keramik, die auf die Oberfläche der Zähne geklebt werden – und schon überzeugen sie durch eine optimale Ästhetik.

Das Material erlaubt eine exakte Anpassung an die eigenen Zähne: Farbe und Oberflächenstruktur können vom Zahntechniker mit modernen keramischen Werkstoffen am besten nachgeahmt werden, sodass sie nicht mehr von eigenen Zähnen zu unterscheiden sind. So dünn die Veneers auch sind – nämlich gerade 0,5 Millimeter stark –, sie halten viele Jahre lang und bleiben dabei so schön wie am ersten Tag. Der Zahntechniker glasiert die Oberfläche der Verblendschalen, sodass diese glatt wird und sich nur wenig Beläge und Zahnstein anlagern – damit wird gleichzeitig der Entzündung des Zahnfleischs vorgebeugt. Auch nach Jahren sind die Veneers stabil, farbbeständig und abriebfest – eine gute Pflege natürlich vorausgesetzt. Auch hier wird der Zahnarzt den Patienten vor Beginn der Behandlung über Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung aufklären.

Quelle:“prodente“

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