Archive for Februar, 2013

Was können Fluoride?

Freitag, Februar 22nd, 2013

 

 

Fluorid kommt in der Natur fast überall vor, hauptsächlich in Mineralien wie dem Flussspat. In geringen Mengen findet man es aber auch im Wasser und in der Luft. Deshalb ist es in allen pflanzlichen und tierischen Geweben enthalten. Für den Menschen ist Fluorid ein lebenswichtiges Spurenelement. Er braucht es insbesondere für die Bildung von Knochen und Zähnen. Aber auch wenn die Bildung der Zähne abgeschlossen ist, erfüllt Fluorid für sie einen wichtigen Zweck.

Schutz vor Karies

Es bietet Schutz vor Karies, indem es den Zahn (Schmelz und Dentin) säureresistenter macht. Karies ist die Folge der Einwirkung organischer Säuren, vor allem von Milchsäure. Diese wird in Zahnbelägen (Plaque) aus Zucker gebildet, der den dort vorkommenden Bakterien (vor allem Mutans-Streptokokken) als Nahrung dient. Grundsätzlich könnte man Karies also verhindern, indem man entweder überhaupt keinen Zucker zu sich nimmt oder regelmäßig perfekte Plaqueentfernung im Rahmen der Mundhygiene betreibt. Beides hat sich in der Vergangenheit als unrealistisch erwiesen. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker liegt in Deutschland seit vielen Jahren unverändert bei ca. 35 kg und die Mundhygiene der Deutschen ist nach den neuesten bevölkerungsrepräsentativen Untersuchungen deutlich verbesserungsbedürftig. Da also die Vorbeugung der Karies durch Bekämpfung der eigentlichen Ursachen, nämlich Plaque und Zucker, zwar theoretisch möglich, in der Praxis aber kaum realisierbar ist, ist der bevölkerungsweite Einsatz von Fluoriden unverzichtbar, wenn man die Karies eindämmen möchte.

Anwendungsmöglichkeiten des Fluorids

Fluorid kann dem Zahn auf unterschiedliche Weise zugeführt werden, so zum Beispiel durch fluoridiertes Speisesalz, aber auch durch Zahnpasten, Gelees oder Spüllösungen. Wie wirksam diese Maßnahmen in der Vorbeugung der Karies sind, zeigen Hunderte wissenschaftlicher Untersuchungen. Die regelmäßige und ausschließliche Verwendung von fluoridiertem Speisesalz kann zum Beispiel die Karies um die Hälfte zurückdrängen. Ähnliches gilt für die Verwendung von Fluoridzahnpasten und Fluoridgelees. Als besonders wirksam haben sich dabei die Aminfluoride erwiesen, da sie über oberflächenaktive Eigenschaften verfügen. Dadurch kann das Fluorid die Zahnoberfläche sehr gut benetzen und dort eine stabile Schicht bilden, die einen lang anhaltenden Schutz gewährt.

Kariesbeseitigung

Fluorid kann Karies nicht nur vorbeugen, es kann sie in ihrem Anfangsstadium sogar beseitigen. Das erste sichtbare Stadium einer Karies ist der sogenannte Kreidefleck, der anzeigt, dass die Zahnoberfläche bereits in einem bedeutenden Umfang durch bakterielle Säuren entmineralisiert wurde. Wird dieser Entwicklung nicht umgehend Einhalt geboten, so entsteht ein Kariesloch, das nur mit einer Füllung „repariert“ werden kann. Der Kreidefleck ist jedoch noch heilbar, er kann bei Anwendung von Fluorid remineralisiert werden. Auch hier hat sich die überlegene Wirksamkeit der Aminfluoride gezeigt, die zu einer besonders intensiven Remineralisation führen. Eigene Untersuchungen ergaben, dass das Risiko „Kreidefleck“ bei Kindern weit verbreitet ist. Neunjährige Kinder hatten im Durchschnitt 5 Kreideflecken. Bei Zwölfjährigen waren es bereits 13.

Erkennung von Kreideflecken

Wenn ein Kreidefleck im gut sichtbaren Bereich liegt, kann er oft auch vom zahnmedizinischen Laien erkannt werden. Allerdings befinden sich die meisten dieser beginnenden Zahnschäden in schwer einsehbaren Regionen des Gebisses und können nur vom Zahnarzt diagnostiziert werden. Da sich Kreideflecken insbesondere bei Kindern sehr schnell entwickeln können, ist es wichtig, den Zahnarzt in halbjährlichen Abständen aufzusuchen. Er kann dann rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten und z. B. hochkonzentriertes Fluoridgelee für die wöchentliche Anwendung verordnen. Für Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr kann diese Verordnung auf Kassenrezept erfolgen. Der Zahnarzt verfügt neuerdings auch über die Möglichkeit, beginnende kariöse Schäden durch Laserdiagnostik zu erkennen. Diese Form der Diagnose ermöglicht es auch, den Fortschritt einer Remineralisationsbehandung zu messen.

Quelle:“prodente“

Fluorid – Eine Frage der Dosis

Freitag, Februar 22nd, 2013

 

Die Wirksamkeit von Fluorid in puncto Kariesschutz ist in der Vergangenheit in zahlreichen Studien belegt worden. Zahnmediziner sind sich heute einig, dass der größte Kariesschutzeffekt das Fluorid erzielt, das nach dem Zahndurchbruch auf den Zahn einwirkt – also lokal. Früher nahm man an, dass das über Tabletten eingenommene Fluorid, welches noch vor dem Zahndurchbruch in die Zahnsubstanz eingebaut wird, die größere Schutzwirkung hervorruft.

Auf Grundlage dieser neueren Erkenntnisse haben sich auch die Empfehlungen der Zahnmediziner zur Fluoridanwendung geändert. „Grundlage jeder Empfehlung – insbesondere für Eltern – ist eine genaue Befragung, die sogenannte Fluoridanamnese, aus welchen Quellen bisher Fluorid aufgenommen wird“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich von proDente, „sei es über Zahnpasta, Mundspüllösungen, fluoridiertes Speisesalz, Fluoridtabletten, bestimmte Mineralwässer oder das natürliche Trinkwasser.“

Fluoridzahnpasta für Kinder

Gerade bei Kindern ist die korrekte Dosierung des Fluorids besonders wichtig. Zu wenig Fluorid bietet keinen ausreichenden Kariesschutz. Zu viel Fluorid kann sich schon vor dem Durchbruch der bleibenden Zähne in diese einlagern und kreidig-weiße Flecken verursachen – ein erstes Anzeichen einer Dental-Fluorose, einer Fluoridüberdosierung. Die allgemeine Empfehlung lautet daher, ab dem ersten Milchzahn mit einem Hauch fluoridhaltiger Kinderzahncreme (enthält maximal 500 ppm Fluorid) einmal am Tag zu putzen. Ab dem zweiten Lebensjahr empfehlen Zahnärzte, die Zähne zweimal am Tag mit fluoridierter Kinderzahncreme zu putzen. Ab dem sechsten Lebensjahr sollten Kinder Erwachsenenzahncreme mit durchschnittlich 1000 bis 1.500 ppm Fluorid benutzen, um für eine ausreichende Fluoridversorgung der Zähne zu sorgen. Zusätzlich empfehlen Zahnärzte, im Haushalt von Anfang an fluoridiertes Speisesalz zu verwenden.

Fluoridtabletten notwendig?

Nur bei der Verwendung von fluoridfreier Zahnpasta sowie fluoridfreiem Speisesalz im Haushalt ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde die Gabe von Fluoridtabletten in den ersten Lebensjahren sinnvoll. Allerdings hält die wissenschaftliche Dachorganisation der deutschen Zahnärzte übereinstimmend mit der internationalen Wissenschaft das Zähneputzen mit fluoridierter Kinderzahnpasta ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes – mit etwa sechs Monaten – und die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz für die Fluoridversorgung von Säuglingen und Kleinkindern für den besten Kariesschutz.

Fluoridschutz bei erhöhtem Kariesrisiko

Stellt der Zahnarzt bei einem Kind ein erhöhtes Kariesrisiko fest, beispielsweise weil schon Milch- oder bleibende Zähne befallen sind, kommen weitere Schutzmaßnahmen in Betracht. Ab sechs Jahren sollten die Zähne dann einmal wöchentlich zusätzlich zum normalen Zähneputzen mit einem speziellen höher dosierten Fluoridgel geputzt werden. Je nach Kariesrisiko kann auch die Anwendung mehrmals wöchentlich über einen bestimmten Zeitraum angezeigt sein. Alternativ können fluoridierte Mundspüllösungen zusätzlich zum Zähneputzen verwendet werden. Der Zahnarzt trägt bei erhöhtem Kariesrisiko mindestens zweimal pro Jahr – in Einzelfällen auch häufiger – einen hochkonzentrierten Fluoridlack auf die Zähne auf. Fluoride sind natürlich nicht nur für Kinder und Jugendliche wichtig. Auch bei Erwachsenen wird neben den bereits genannten Möglichkeiten im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung Fluorid auf die Zähne aufgetragen.

Fluorid ist nicht alles

Trotz einer gewissenhaften Vorsorge mit Fluorid sollte nicht aus dem Blickfeld geraten, dass bestimmte Mikroorganismen im Zusammenspiel mit häufigem Zuckerkonsum und zu wenig Zahnpflege Karies verursachen. Eine schlechte Mundhygiene, häufige zuckerhaltige Mahlzeiten, wie zum Beispiel gesüßte Kindertees aus der Nuckelflasche oder Limonade, können mit Fluoridgaben nicht ausgeglichen werden. Eltern müssen deswegen konsequent mit Durchbruch des ersten Milchzahnes für regelmäßige Mundhygiene sorgen. So führen sie ihre Kinder an eigenständiges Putzen heran, welches ab der ersten bis zweiten Klasse beherrscht wird. Auch Kinder und Jugendliche mit festen Zahnspangen sowie Patienten, die unter Mundtrockenheit leiden, müssen zusätzlich zur regelmäßigen Fluoridanwendung auf ihren Zuckerkonsum achten und eine sehr gewissenhafte Mundhygiene betreiben.

Quelle:“prodente“

Zahnpflege – aber richtig

Freitag, Februar 22nd, 2013

Unsere Zähne vollbringen täglich Höchstleistungen: 18 Tonnen Nahrungsmittel kaut der Mensch durchschnittlich in seinem Leben. Das sind umgerechnet 45 Schweine, für Vegetarier ein Brot in der Länge von viereinhalb Kilometern oder für Geflügelliebhaber 10.000 Hähnchen. Die Zahlen machen deutlich: Um die regelmäßige und vor allem richtige Pflege seiner Zähne kommt man nicht umhin, möchte man sie bis ins hohe Alter behalten.

Für eine gelungene Zahnpflege braucht man zwei Dinge: Zeit und das Wissen, wie’s richtig geht. Out sind heftiges Querschrubben und seitliches Auf-und-ab-Bürsten mit zu viel Druck. „Dadurch wird der Zahnbelag nicht effektiv entfernt und die Zähne auf Dauer beschädigt“, so Dr. Dietmar Oesterreich, ProDente-Experte und Zahnarzt.

Rütteln gegen Bakterien

Dagegen eignet sich die sogenannte „Vibrationstechnik“ oder auch „Rütteltechnik“  sehr gut zur schonenden Reinigung der Zähne. Dazu die Bürste im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln. „Auf diese Weise werden die hartnäckigsten Zahnbeläge, welche am Zahnfleischsaum sitzen, gelockert“, so Dr. Oesterreich. Streichen Sie diese dann mit der Bürste mit sanftem Druck vom Zahnfleisch in Richtung Zähne aus und rücken Sie zu den nächsten beiden Zähnen weiter. Ein Tipp – putzen mit KAI: erst die  Kauflächen, dann die Zahnreihen außen, danach die Zahnreihen innen. Diese Technik erfordert Übung und kann beim Zahnarzt in einer Prophylaxe-Sitzung erlernt werden. Träger von Kronen und Brücken oder Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen bedürfen oftmals einer gezielt individuellen Zahnpflege, die vom zahnärztlichen Behandlungsteam erläutert wird.

Morgens, nachmittags, abends?

Weiß man, wie man richtig putzt, bleibt noch die Frage, wie oft, wann und womit. Nach wie vor gilt: Zweimal am Tag sollten die Zähne gereinigt werden – mindestens jeweils drei Minuten. Dabei ist einmal am Tag eine gründliche Zahnpflege mit Reinigung der Zahnzwischenräume erforderlich. Die Zahnzwischenräume sollten entweder mit Zahnseide oder mit Interdentalbürsten gereinigt werden. Bei der Zahncreme darauf achten, dass sie Fluoride enthält.

Bei der Frage nach der optimalen Zahnbürste scheiden sich die Geister. Dr. Oesterreich: „Prinzipiell gilt – eine gute Zahnbürste ist daran erkennbar, dass sie ein optimales Verhältnis zwischen gründlicher Reinigung und Verletzungsfreiheit von Zahnfleisch und Zähnen garantiert. Daraus folgt, dass möglichst weiche Kurzkopfzahnbürsten mit abgerundeten Borstenenden benutzt werden sollten.“ Elektrische Zahnbürsten haben den Vorteil, dass sie sehr bequem in der Anwendung sind. Die empfohlene „Vibrationstechnik“ erledigt die elektrische Zahnbürste automatisch. Auch besitzt diese oft ein kleines Bürstenfeld, was die genaue Pflege jedes Zahnes erfordert. Neueste Schallzahnbürsten sollen zusätzlich die Beläge lockern. Zahnärzte empfehlen ihren Patienten Zahnbürsten und Techniken, je nach Alter und individuellen Voraussetzungen.

Auf die Zunge kommt es an

Sorgfältiges Zähneputzen und Zahnzwischenraumpflege ist ein Baustein in der Zahnpflege. Nach Meinung von Experten reicht es aber längst nicht mehr aus, um dauerhaft Parodontose und Karies zu verhindern. Wer gesund bleiben will, muss auch gegen versteckte Bakterien im Mund vorgehen, gegen die die Zahnbürste nicht ankommt. „Mundhöhlenbakterien siedeln sich vorzugsweise ungestört auf dem hinteren Zungenabschnitt an und bilden dort ein Reservoire, wenn sie nicht beseitigt werden“, erklärt Dr. Oesterreich. Abhilfe schafft ein spezieller Zungenschaber oder auch ein umgekehrter Esslöffel, der morgens und abends zum Einsatz kommt. Und so geht’s: Zunge herausstrecken und an der Spitze festhalten. Von hinten nach vorne schaben.

Hilfe vom Profi

Außerdem sollte der Mundraum regelmäßig vom Zahnarzt untersucht werden. „Erwachsene sollten eine professionelle Zahnreinigung abhängig vom individuellen Risiko ein- oder mehrmals jährlich in der Zahnarztpraxis machen lassen“, betont Dr. Oesterreich. Dabei werden Zahnbelag und Zahnstein sehr gründlich entfernt, die Zähne poliert und fluoridiert. Gleichzeitig erhält der Patient zahlreiche Hinweise zur individuellen Zahn- und Mundhygiene. Die Kosten muss der Patient selbst tragen – sie liegen zwischen 50 und 150 Euro. Das Ergebnis sind saubere und helle Zähne sowie die deutliche Senkung von Risikofaktoren für Zahn- und Munderkrankungen.

Quelle:“prodente“

Schöne Zähne brauchen Pflege

Freitag, Februar 22nd, 2013

Der erste Eindruck von einem Menschen entsteht in Sekundenschnelle. Natürlich spielt hierbei das gesamte Erscheinungsbild eine große Rolle. Entscheidend ist aber der Ausdruck des Gesichts. Und hierzu gehören gepflegte Zähne. Jedoch: Ein strahlend weißes Lächeln kommt nicht von allein. Es bedarf der gründlichen und regelmäßigen Pflege. Und die lohnt sich: Studien seriöser Wissenschaftler und Meinungsforschungsinstitute haben nachgewiesen, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen.

Um Zahnfleisch und Zähne auf Dauer fit zu halten, reicht das tägliche Zähneputzen allein nicht aus. Denn mit der Zahnbürste erreicht man maximal 70 Prozent der Zahnoberfläche“, erläutert Zahnarzt Dr. Dietmar Oesterreich. Die Zahnzwischenraumpflege mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten ist ebenso wichtig. Trotzdem schafft man es in vielen Fällen nicht, alle schädigenden Ablagerungen von der Zahnoberfläche zu entfernen. Bei der PZR dagegen – ausgeführt durch die Prophylaxeassistentin oder Dentalhygienikerin – werden auch hartnäckige Beläge an den sonst nicht zugänglichen Stellen beseitigt. Zuerst werden die Verfärbungen – durch Nikotin, Koffein oder Teein – mit entsprechenden Instrumenten oder einem Pulverstrahlgerät gründlich gereinigt, anschließend werden die Zähne poliert und mit Fluoridlack versiegelt. Natürlich werden dem Patienten auch entsprechende Hinweise zur häuslichen Mundhygiene erläutert und demonstriert. „Oft hilft die PZR schon aus, um verfärbte Zähne wieder strahlen zu lassen“, so Dr. Oesterreich.

Ganz im Trend: Bleichen

Sind die Verfärbungen hartnäckig oder als Folge von Zahnwurzelbehandlungen bei einzelnen Zähnen aufgetreten, und kommen daher von innen, hilft oftmals nur das Bleachen. Je nach Ursache gibt es verschiedene Vorgehensweisen, seine Zähne dauerhaft aufzuhellen. Wurzelkanalbehandelten, grau verfärbten Zähnen verhilft der Zahnarzt beim sogenannten „internen Bleichen“ mit stärkeren Konzentrationen einer Wasserstoffperoxid- und/oder Natriumperborat-Lösung wieder zu einem helleren Farbton. Dazu öffnet er das obere Gebiet des ehemaligen Zahnnervs und bringt die Aufhellungssubstanz für eine gewisse Zeit dort hinein.

Sollen das ganze Gebiss oder Zahngruppen aufgehellt werden, bringt der Zahnarzt in einer Sitzung konzentrierte Aufhellungsmittel direkt auf den Zahn. Die Inhaltsstoffe werden mithilfe von speziellem Licht kurzzeitig aktiviert. Das Zahnfleisch wird dabei durch entsprechende Abdeckungen geschützt. Diese Art des Bleachens nennt man „In-Office-Bleaching“.

Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit: Mithilfe eines Aufhellungsgels können Sie Ihre Zähne auch in den eigenen vier Wänden bleichen. Rund fünf- bis zehnmal tragen Sie das Gel mit einer exakt den Zahnreihen und besonders dem Zahnfleischrand angepassten Trägerschiene auf. Der Clou: Sie legen sich dann einfach ins Bett oder tragen die Schiene über einen festgelegten Zeitraum. Die Schiene verhindert beim sogenannten „Home-Bleaching“, dass durch das Bleichmittel Schäden am Zahnfleisch entstehen.
Wichtig ist, dass am Anfang der Bleichbehandlung alle Alternativen und mögliche Risiken ausführlich mit dem Patienten besprochen werden. Oftmals hilft es bereits, mit einer professionellen Zahnreinigung alle Verfärbungen an der Oberfläche der Zähne zu entfernen und die Zähne damit in der ursprünglichen Zahnfarbe erstrahlen zu lassen. Auch bei häuslichem, mithilfe von frei verkäuflichen Bleichmitteln durchgeführtem Bleachen sollte der Zahnarzt vorher bei der Kontrolluntersuchung über Risiken und Erfolgsaussichten befragt werden.

Neue Verkleidung: Veneers

Wer beschädigte, zu kurze oder leicht schief stehende Zähne hat, kann diesem Makel mit Veneers Abhilfe schaffen. Veneers sind nahezu transparente, hauchdünne vom Zahntechniker in Detailarbeit hergestellte Verblendschalen aus Keramik, die auf die Oberfläche der Zähne geklebt werden – und schon überzeugen sie durch eine optimale Ästhetik.

Das Material erlaubt eine exakte Anpassung an die eigenen Zähne: Farbe und Oberflächenstruktur können vom Zahntechniker mit modernen keramischen Werkstoffen am besten nachgeahmt werden, sodass sie nicht mehr von eigenen Zähnen zu unterscheiden sind. So dünn die Veneers auch sind – nämlich gerade 0,5 Millimeter stark –, sie halten viele Jahre lang und bleiben dabei so schön wie am ersten Tag. Der Zahntechniker glasiert die Oberfläche der Verblendschalen, sodass diese glatt wird und sich nur wenig Beläge und Zahnstein anlagern – damit wird gleichzeitig der Entzündung des Zahnfleischs vorgebeugt. Auch nach Jahren sind die Veneers stabil, farbbeständig und abriebfest – eine gute Pflege natürlich vorausgesetzt. Auch hier wird der Zahnarzt den Patienten vor Beginn der Behandlung über Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung aufklären.

Quelle:“prodente“

Zahnpflege im Alter

Freitag, Februar 22nd, 2013

 

 

 

In Deutschland ist jeder zwölfte Einwohner schwerbehindert. Mehr als die Hälfte dieser Menschen sind über 65 Jahre alt. Dazu kommen über zwei Millionen Pflegebedürftige und mehr als eine Million Demenzkranke. Die Bewegungsfähigkeit dieser Menschen ist sehr stark eingeschränkt, sodass selbstständige Zahnpflege meist nicht mehr möglich ist und die Betroffenen auf Hilfe von Angehörigen und Pflegepersonal angewiesen sind. Gründliche Mundhygiene verhindert Zahnverlust und beugt Folgekrankheiten vor.

Aber auch bei alten Menschen ohne offensichtliche Behinderung kann die Mundreinigung zum Problem werden. Aufgrund abnehmender Sehkraft oder reduzierten Geruchsinns sind ältere Menschen häufig nicht mehr in der Lage, Beläge zu erkennen. Oft ist es auch die mit dem Alter abnehmende Geschicklichkeit, die es dem älteren Patienten unmöglich macht, Zähne, Implantate, Brücken und herausnehmbaren Zahnersatz ausreichend zu reinigen. Gerade für Zahnersatz ist jedoch eine besonders sorgfältige Hygiene wichtig.

  • Als einfache Grundregel gilt, zweimal täglich gründlich Zähne und Zahnersatz mit der Zahnbürste reinigen.
  • Neben dem regelmäßigen Zähneputzen sollten die Zahnzwischenräume einmal am Tag mit einer speziellen Zahnzwischenraumbürste oder Zahnseide von Belägen befreit werden.
  • Am besten verwendet man eine fluoridhaltige Zahnpasta.
  • Zur Reinigung sollte man sich Zeit nehmen und sich nach Möglichkeit hinsetzen.
  • Für ältere Menschen, deren Geschicklichkeit abgenommen hat, sind individuell gestaltete Griffe der Zahnbürsten, ein auf den Griff aufgesteckter Tennisball oder eine elektrische Zahnbürste oftmals eine Hilfe.
  • Bei manuell behinderten Patienten und älteren Personen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt sind, müssen unter Umständen Pflegekräfte oder Angehörige bei der Zahnpflege unterstützend eingreifen.
  • Wichtig ist die regelmäßige Vorsorge. Die halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt ist auch mit Zahnersatz notwendig und kostenfrei. Selbst wenn Röntgenbilder angefertigt werden und einmal im Jahr Zahnstein entfernt wird, fallen keine weiteren Kosten an.

Pflege für herausnehmbare Vollprothesen

Die herausnehmbaren Dritten müssen genauso wie die eigenen Zähne gründlich geputzt werden.

  1. Den Zahnersatz möglichst nach jedem Essen unter fließendem Wasser abspülen.
  2. Die Prothese zweimal täglich gründlich bürsten. Spezielle Prothesenbürsten erreichen auch schwer zugängliche Stellen. Eine spezielle Zahnpasta für Prothesen enthält schonende Schleifkörper, welche die Oberfläche der Prothese nicht aufrauen. Achtung: gerade die unteren Flächen, die auf dem Gaumen und dem Zahnfleischkamm aufliegen, gründlich putzen.
  3. Besonders Vollprothesenträger sollten ihr Zahnfleisch täglich mit einer weichen Zahnbürste reinigen und massieren. Die Prothese bedeckt die Mundschleimhaut ständig und behindert so die natürliche Selbstreinigung durch den Speichel und die Zunge. Das kann dazu führen, dass die Mundschleimhaut anfälliger für Entzündungen ist.

Quelle:“prodente“

    Zahnnischen, Lücken und Zahntaschen

    Freitag, Februar 22nd, 2013

    Auf den ersten Blick ist der Mundraum übersichtlich. Hier das rote Zahnfleisch, dort die weißen Zähne. Bei näherer Betrachtung entdeckt man allerdings eine Reihe schwer erreichbarer Stellen. Die Rede ist von Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen. Die Zahnbürste reinigt nur etwa 70 Prozent der Zahnoberfläche, der Rest liegt im Verborgenen. „Gerade hier, wo sich besonders leicht und nachhaltig Zahn- und Zahnfleischschäden entwickeln können, ist der Einsatz entsprechender Hygiene-Hilfsmittel nach wie vor viel zu niedrig“, erklärt Zahnarzt Joachim Hoffmann von der Initiative proDente.

    Wissenschaftler empfehlen mindestens einmal täglich eine Pflege des sogenannten Interdentalraums mit Zahnseide und/oder speziellen Bürstchen, um das Erkrankungsrisiko zu mindern. Supermärkte, Drogerien und Apotheken bieten eine breite Palette verschiedenster Hilfsmittel für die spezielle Zwischenraumpflege: Es gibt gewachste, ungewachste, dünne und dicke Zahnseide oder spezielle biegsame Interdentalraumbürstchen, die in die Zahnzwischenräume eingeführt werden können. Die Bürstchen ähneln kleinen Pfeifenreinigern und sollten möglichst waagerecht in die Zwischenräume eingeführt werden.

    Am seidenen Faden

    Bei sehr engen Zwischenräumen bietet Zahnseide jedoch nach wie vor die beste und oftmals einzige Lösung, um Beläge zu entfernen. Die gängigste Form der Zahnseide wird auf kleinen Abreißrollen angeboten und ist gewachst oder ungewachst erhältlich.

    Ungewachste Zahnseide fasert sich im Zahnzwischenraum auf und erfasst so die Beläge sehr gründlich. Gewachste oder spezielle teflonbeschichtete Zahnseide ist glatter und kann gerade von Anfängern leichter in den Zahnzwischenraum eingeführt werden. Sie fasert sich allerdings nicht auf, und es besteht die Gefahr, dass Wachs oder Teflon die Zahnzwischenräume verschließt. Zudem gibt es Zahnseide mit Fluorid oder Chlorhexidin, die den Bakterienbefall reduzieren.

    Das Einfädeln

    Zahnseide kommt bei der Zahnreinigung in Deutschland kaum zum Einsatz. Viele wissen nicht, wie sie mit dem dünnen Faden umgehen sollen. Für die richtige Handhabung bedarf es ein wenig Übung. Im Nachfolgenden erklärt proDente daher in kurzen Schritten ihren Gebrauch:

    Zunächst schneidet man sich ein etwa 30 cm langes Stück Zahnseide ab. Dann wickelt man jeweils ein Ende der Zahnseide um einen Mittelfinger. Die Handflächen sollten sich dabei anschauen und etwa einen Abstand von 15 cm voneinander haben.

    Sind die Enden fixiert, dreht man die Handflächen nach unten und hält mit den Zeigefingern die Zahnseide in Position. Jetzt ist auch schon der schwierigste Teil geschafft und das „Seideln” kann beginnen.

    Unter leichtem Vor- und Zurückziehen bewegt man die Seide jetzt an der Seite des Zahns von unten nach oben. So verfährt man bei allen Zahnzwischenräumen jeweils an beiden angrenzenden Zahnseiten.

    Quelle:“prodente“

    Zahnpflege….

    Freitag, Februar 22nd, 2013

     

     

    Ob eine elektrische Zahnbürste oder die gute alte Handzahnbürste: Weiche bis mittelharte Kunststoffbürsten sollten es sein. Kurzkopfzahnbürsten erreichen in der Regel auch schwer zugängliche Stellen. Zahnseide, Zahnhölzer und Interdentalbürsten bekämpfen die Plaque in den Zahnzwischenräumen. Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Blickpunkt. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber helfen den Belag zu verringern und sorgen für frischen und gesunden Atem.

    Quelle:“prodente“

    Zähne richtig pflegen….

    Freitag, Februar 22nd, 2013

     

     

    Die ersten Knospen lugen hervor und wir sehnen die ersten Sonnenstrahlen herbei. Für viele Menschen beginnt das Jahr erst mit dem Frühlingsbeginn. Ausmisten, sauber machen und eventuell Neues ergänzen: Der Frühjahrsputz steht an – warum nicht auch für die Zähne? Hinter gesunden und schönen Zähnen steckt keine Zauberformel.

    Regelmäßige Mundhygiene im heimischen Bad und halbjährliche Kontrollen beim Zahnarzt schaffen die wichtigste Grundlage für saubere und vor allem gesunde Zähne. Für die häusliche Zahn- und Mundpflege gibt es eine Vielzahl verschiedener und teilweise sehr spezieller Hilfsmittel und Techniken. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht ganz einfach. Welche Utensilien sind sinnvoll und wie läuft eine effektive Zahnpflege ab?

    Effektive Zahnpflege in fünf Minuten

    Morgens und abends jeweils fünf bis zehn Minuten in die Zahnpflege zu investieren, lohnt sich. Besteht zusätzlich die Möglichkeit, auch mittags nach dem Essen die Zähne zu reinigen – umso besser. Das gründliche Putzen mit Bürste und Zahnpasta sollte laut zahnärztlicher Empfehlung mindestens drei Minuten dauern und systematisch alle Zähne abdecken. Das klingt nicht lange, wird jedoch häufig unterschätzt. Zur Orientierung: Das weich gekochte Ei am Morgen dauert fünf Minuten. Um das richtige „Zeitgefühl“ beim Zähneputzen herzustellen, empfiehlt es sich, auf eine sogenannte „Zahnputzuhr“ zurückzugreifen. Ob in der althergebrachten Version einer Sanduhr, als spezieller Timer oder neuerdings in die elektrische Zahnbürste integriert, zeigt sie genau an, wie lange das Putzen dauern sollte, um gründlich zu sein.

    Druck mit Küchenwaage testen

    Mund auf, Zahnbürste rein und wild drauflosschrubben mag zwar dynamisch sein, ist aber nicht wirklich effektiv. Mit der richtigen Technik werden die drei Minuten Zähneputzen sinnvoller und mit weit weniger Kraftaufwand genutzt. Wichtig ist eine horizontale Putzbewegung, bei der die Zähne vom Zahnfleisch zur Zahnkrone in einem Winkel von ca. 45 Grad zum Zahn gereinigt werden (von Rot nach Weiß). Um keine Stelle zu übersehen, ist eine gewisse Systematik sinnvoll: erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Übermäßiger Druck ist bei der richtigen Technik nicht nötig. Zu festes Aufdrücken kann Verletzungen des Zahnfleischs verursachen und macht die Reinigung keineswegs wirkungsvoller. Empfohlen wird ein Druck von 150 Gramm, was mit einer Küchenwaage getestet werden kann.

    Weich oder mittel – nie hart

    Die Auswahl an Zahnbürsten ist groß und die Entscheidung fällt schwer: Soll es eine elektrische sein oder doch lieber die gute alte Handzahnbürste? Welcher Härtegrad ist zu empfehlen und nehme ich lieber Kurz- oder Langkopf? Um die Entscheidung ein wenig zu erleichtern, hier ein paar Anhaltspunkte:

    • Weiche bis mittelharte Bürsten schonen das Zahnfleisch und verhindern Verletzungen bei zu starkem Aufdrücken.
    • Kurzkopfzahnbürsten mit einem 25 bis 30 mm langen Bürstenfeld haben einen kleineren Kopf, sind damit handlicher und erreichen auch schwierige Stellen.
    • Bei richtiger Technik unterscheiden sich elektrische und Handzahnbürsten in ihrer Reinigungsleistung kaum.

    Der Vorteil der modernen elektrischen Zahnbürste liegt darin, dass je nach Modell automatisch die richtige Putztechnik, die korrekte Putzzeit und der richtige Anpressdruck gewährleistet werden kann. Diese Bequemlichkeit hat aber ihren Preis.

    Mindestens vier Bürsten jährlich

    Neue Besen kehren gut – das Gleiche gilt im übertragenen Sinn auch für die Zahnbürste. Alle zwei bis drei Monate muss eine neue her – egal ob es sich um die Köpfe der elektrischen oder die Handzahnbürste selbst handelt. Ein sofortiger Austausch der Bürste sollte in jedem Fall nach einer schweren Erkältung oder einer Entzündung im Mund erfolgen, um ein erneutes Anstecken zu verhindern. Nach dem Putzen muss die Zahnbürste unter heißem Wasser ausgespült und zum Trocknen mit dem Kopf nach oben an die Luft gestellt werden. Bakterien und Keime haben dann keinen Nährboden.

    Hauptsache Fluorid

    Bei der Wahl der Zahnpasta geben individuelle Vorlieben den Ausschlag. Ein wichtiges Merkmal ist jedoch ein ausreichender Fluoridgehalt. Durch das regelmäßige Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säureattacken. Gel und Pulver sind nicht zu empfehlen. Gel „verklebt“ die Zahnoberflächen und erschwert eine spätere Reinigung. Dagegen verursacht Pulver einen zu starken Abrieb der Zahnsubstanz.

    Die richtigen Hilfsmittel für schwierige Stellen

    Zähneputzen alleine reicht für eine umfassende und vor allem effektive Pflege der Zähne nicht aus. In den Zahnzwischenräumen, bei Zahnspangen oder festsitzendem Zahnersatz setzen sich trotz gewissenhaftem Putzen Essensreste und Plaque ab, die eine Bakterienquelle bilden und zum Auslöser für Karies und Parodontitis werden können. Hilfsmittel wie Zahnseide und Interdentalbürsten schaffen hier Abhilfe und sollten in die tägliche Zahnpflege integriert werden. Wichtig ist ihr regelmäßiger Gebrauch, wobei das geschulte Personal in der Zahnarztpraxis die richtige Technik vermittelt und bei der Entscheidung für das passende Produkt hilft.

    Zunge nicht vergessen

    Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Fokus. Hier kann sich ein regelrechter Belag bilden, der nicht nur den Zähnen schaden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und Mundgeruch auslösen kann. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber gehen dem Belag an den Kragen und sorgen für frischen und gesunden Atem. Das abschließende Ausspülen mit klarem Wasser macht die häusliche Zahnpflege komplett. Die zusätzliche Verwendung von Mundspüllösungen oder Mundwassern kann die Zahnpflege ergänzen, aber nicht ersetzen.

    Quelle:“prodente“

    Zahnpflege bei Kindern-Früh übt sich!

    Freitag, Februar 22nd, 2013

     

     

    Kindern die Zahnpflege schmackhaft zu machen, ist keine leichte Aufgabe. Das tägliche Zähneputzen kann schnell zur Qual werden und in einen Machtkampf zwischen unwilligem Kind und genervten Eltern ausarten. Ein frühes und vor allem zwangloses Heranführen an das tägliche Zähneputzen hilft, eine solche Situation zu vermeiden, und kann dem Kind sogar Spaß an der Zahnpflege vermitteln. Denn je früher sie zur Routine wird, desto kleiner ist die Gefahr von schmerzhaftem Kariesbefall und umso angstfreier wird der regelmäßige Vorsorgetermin beim Zahnarzt wahrgenommen.

    Früh übt sich, wer ein Meister werden will – dieser Sinnspruch gilt auch für die Zahnpflege. Schon das erste Zähnchen sollte täglich vorsichtig mit einem Wattestäbchen und Wasser gereinigt werden, denn schon Fläschchen und Brei bringen Kohlenhydrate und Zucker in den Mundraum und können die Zähne schädigen.

    Hat das Kleinkind dann einen großen Teil seiner Zähne, sollte es eine eigene Babyzahnbürste mit weichen Borsten für die tägliche Pflege bekommen. Wichtig sind hier folgende Kriterien:

    • ein kleiner Bürstenkopf, der dem Kindermund angepasst ist,
    • weiche abgerundete Borsten, die das empfindliche Zahnfleisch und die gerade durchbrochenen Zähne nicht verletzen, und
    • ein bequemer Griff – dreieckige Form –, der für Kinderhände leicht und sicher zu greifen ist.

    Wichtig: Besonders Kinderzahnbürsten sollten alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden und ausschließlich vom Kind persönlich genutzt werden, um Erkrankungen vorzubeugen.

    Durch spielerische Herangehensweisen wie Zahnbürsten mit lustigen Melodien, die die Länge der Zahnpflege anzeigen, sowie durch Motivation und Belohnung können die Eltern ihren Kindern schon früh nahebringen, dass das notwendige Zähneputzen durchaus Spaß machen kann. Noch wichtiger ist jedoch die Vorbildfunktion. Kinder ahmen instinktiv das Verhalten ihrer Eltern nach und mit dem richtigen Vorbild wird die tägliche Zahnpflege nach dem Essen zum festen Ritual.

    Da Kinder eine relativ kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, können die zwei Minuten Zahnpflege und die richtige Technik schnell in Vergessenheit geraten. Daher sollten Eltern die Zahnpflege überprüfen und gegebenenfalls „nachputzen“.
    Nachfolgend sind einige Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen das Zähneputzen für Kinder attraktiv gemacht werden kann:

    • Gemeinsames Zähneputzen von allen Familienmitgliedern am Abend bringt Spaß und stärkt das Wir-Gefühl und erfüllt damit auch die Vorbildfunktion.
    • Eine Zahnputzuhr oder ein spezieller Timer mit unterschiedlichen farbigen Lämpchen gibt die Dauer des Zähneputzens vor und verlängert die Aufmerksamkeitsspanne des Kindes.
    • Kinder dürfen auch mal die Zähne der Eltern putzen, das verstärkt die Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, dann auch das eigene „Nachputzen“ der Eltern zuzulassen.
    • Abwechselnd mal mit der rechten, mal mit der linken Hand putzen, das erfordert Konzentration und die Zeit vergeht wie im Flug.
    • Mit Plaque- Färbe-Tabletten das Ergebnis des Putzvorgangs überprüfen. Die rot eingefärbten Stellen zeigen, wo noch geputzt werden muss, und dokumentieren den Erfolg der Zahnpflege.

    Mit der richtigen Zahnpflege wird der regelmäßige Kontrollbesuch beim Zahnarzt zum Kinderspiel. Ab zwei Jahren sollte mit den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen begonnen werden. Je früher die Kontrolluntersuchungen zur Routine werden, desto besser kann Karieserkrankungen und Fehlstellungen vorgebeugt werden. Um dem Kind die Angst zu nehmen, haben sich viele Praxen auf jungen Patienten eingestellt. Durch Erklären, Anfassen und die beruhigende Anwesenheit der Eltern wird der Zahnarztbesuch zum positiven Erlebnis.

    Quelle:“prodente“

    Zahnpflege????Einfach täglich pflegen….

    Freitag, Februar 22nd, 2013

     

     

    Tipps und Tricks zur Zahnpflege

    Untersuchungen belegen immer wieder: Gesunde und schöne Zähne wirken attraktiv und sympathisch, schaffen Vertrauen und stärken das Selbstbewusstsein. Dahinter steckt jedoch kein Geheimnis oder die ultimative Zauberformel. Konsequente Mundhygiene im heimischen Bad und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt schaffen die wichtigste Grundlage für saubere und vor allem gesunde Zähne.

    Für die häusliche Zahn- und Mundpflege gibt es eine Vielzahl verschiedener und teilweise sehr spezieller Hilfsmittel und Techniken. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht ganz einfach. Welche Utensilien sinnvoll sind und wie eine effektive Zahnpflege ablaufen sollte, will die Initiative proDente im Folgenden vorstellen:

    Effektive Zahnpflege in Minuten

    Morgens und abends jeweils fünf bis zehn Minuten in die Zahnpflege zu investieren, lohnt sich. Besteht zusätzlich die Möglichkeit, auch mittags nach dem Essen die Zähne zu reinigen – umso besser. Das gründliche Putzen mit Bürste und Zahnpasta sollte laut zahnärztlicher Empfehlung mindestens drei Minuten dauern und systematisch alle Zähne abdecken. Das klingt nicht lange, wird jedoch häufig unterschätzt. Zur Orientierung: Das weich gekochte Ei am Morgen dauert fünf Minuten.

    Um das richtige „Zeitgefühl“ beim Zähneputzen herzustellen, empfiehlt es sich, auf eine sogenannte „Zahnputzuhr“ zurückzugreifen.

    Ob in der althergebrachten Version einer Sanduhr, als spezieller Timer oder neuerdings in die elektrische Zahnbürste integriert, zeigt sie genau an, wie lange das Putzen dauern sollte, um gründlich zu sein.

    Auf die Technik kommt es an

    Mund auf, Zahnbürste rein und wild drauflosschrubben mag zwar dynamisch sein, ist aber nicht wirklich effektiv. Mit der richtigen Technik werden die drei Minuten Zähneputzen sinnvoller und mit weit weniger Kraftaufwand genutzt. Wichtig ist eine horizontale Putzbewegung, bei der die Zähne vom Zahnfleisch zur Zahnkrone in einem Winkel von ca. 45 Grad zum Zahn gereinigt werden (von Rot nach Weiß). Um keine Stelle zu übersehen, ist eine gewisse Systematik sinnvoll: erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Übermäßiger Druck ist bei der richtigen Technik nicht nötig. Zu festes Aufdrücken kann Verletzungen des Zahnfleischs verursachen und macht die Reinigung keineswegs wirkungsvoller. Empfohlen wird ein Druck von 150 Gramm, was dem Gewicht einer Orange entspricht. Tipp: Den Druck kann man mit einer Küchenwaage testen.

    Zahnbürste und Pasta als Team

    Die Auswahl an Zahnbürsten ist groß und die Entscheidung fällt schwer: Soll es eine elektrische sein oder doch lieber die gute alte Handzahnbürste? Welcher Härtegrad ist zu empfehlen und nehme ich lieber Kurz- oder Langkopf? Um die Entscheidung ein wenig zu erleichtern, hier ein paar Anhaltspunkte:

    • Weiche bis mittelharte Bürsten schonen das Zahnfleisch und verhindern Verletzungen bei zu starkem Aufdrücken.
    • Kurzkopfzahnbürsten mit einem 25 bis 30 mm langen Bürstenfeld haben einen kleineren Kopf, sind damit handlicher und erreichen auch schwierige Stellen.
    • Bei richtiger Technik unterscheiden sich elektrische und Handzahnbürsten in ihrer Reinigungsleistung kaum. Der Vorteil der modernen elektrischen Zahnbürste liegt darin, dass je nach Modell automatisch die richtige Putztechnik, die korrekte Putzzeit und der richtige Anpressdruck gewährleistet werden kann. Diese Bequemlichkeit hat aber ihren Preis.

    Neue Besen kehren gut – das Gleiche gilt im übertragenen Sinn auch für die Zahnbürste. Alle zwei bis drei Monate muss eine neue her – egal ob es sich um die Köpfe der elektrischen oder die Handzahnbürste selbst handelt. Ein sofortiger Austausch der Bürste sollte in jedem Fall nach einer schweren Erkältung oder einer Entzündung im Mund erfolgen, um ein erneutes Anstecken zu verhindern.

    Nach dem Putzen muss die Zahnbürste unter heißem Wasser ausgespült und zum Trocknen mit dem Kopf nach oben an die Luft gestellt werden. Bakterien und Keime haben dann keinen Nährboden.

    Bei der Wahl der Zahnpasta geben individuellen Vorlieben den Ausschlag. Ein wichtiges Merkmal ist jedoch ein ausreichender Fluoridgehalt. Durch das regelmäßige Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säureattacken. Gel und Pulver sind nicht zu empfehlen. Gel „verklebt“ die Zahnoberflächen und erschwert eine spätere Reinigung. Pulver verursacht dagegen einen zu starken Abrieb der Zahnsubstanz.

    Die richtigen Hilfsmittel für schwierige Stellen

    Zähneputzen alleine reicht für eine umfassende und vor allem effektive Pflege der Zähne nicht aus. In den Zahnzwischenräumen, bei Zahnspangen oder festsitzendem Zahnersatz setzen sich trotz gewissenhaftem Putzen Essensreste und Plaque ab, die eine Bakterienquelle bilden und zum Auslöser für Karies und Parodontitis werden können.
    Hilfsmittel wie Zahnseide und Interdentalbürsten schaffen hier Abhilfe und sollten in die tägliche Zahnpflege integriert werden.

    Wichtig ist ihr regelmäßiger Gebrauch, wobei das geschulte Personal in der Zahnarztpraxis die richtige Technik vermittelt und bei der Entscheidung für das richtige Produkt hilft.

    Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Fokus. Hier kann sich ein regelrechter Belag bilden, der nicht nur den Zähnen schaden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und Mundgeruch auslösen kann. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber helfen, den Belag zu verringern und sorgen für frischen und gesunden Atem.

    Das abschließende Ausspülen mit klarem Wasser macht die häusliche Zahnpflege komplett. Die zusätzliche Verwendung von Mundspüllösungen oder Mundwassern kann die Zahnpflege ergänzen, aber nicht ersetzen.

    Quelle: „prodente“