Implantant Einheilzeit?

Bei Zahnimplantaten ist die Einheilzeit sehr unterschiedlich und Abhängig vom Kieferknochen.

Die individuelle Einheilzeit hängt von dem vorhandenen Knochen, des nötigen Knochenaufbaus und der Anzahl der Zahnimplantate ab.

Im Oberkiefer beträgt die Einheilzeit in den Kieferknochen mindestens vier, im Unterkiefer drei Monate.

Im vorderen Bereich des Unterkiefers kann man bei stabilen Verhältnissen die Wartezeit noch etwas reduzieren, im hinteren Bereich des Oberkiefers ist der Knochen dagegen sehr weich, sodass die Einheilzeit etwas länger dauert. Deutliche Unterschiede gibt es in Abhängigkeit von der Lage und der Belastung des Zahnimplantates sowie dem Gesamtzustand des Patienten. So läuft die Knochenheilung beim jungen Patienten schneller ab als beim älteren Patienten, im Besonderen bei Diabetikern. In bestimmten Fällen können auch schneller einheilende Zahnimplantate mit Hilfe einer strukturierten Implantatoberfläche bzw. Anrauung verwendet werden, die eine Einheilzeit um einige Wochen verkürzen kann. Auch wenn die Einheilzeit dadurch verkürzt werden kann, besteht die Gefahr einer Bakterienbesiedlung, im Besonderen bei nicht optimaler Mundhygiene an den künstlich stark zerklüfteten Implantatoberflächen.

Zwei Methoden werden bei der Einheilung angewendet

Bei der geschlossenen Einheilung wird das Zahnfleisch über dem eingesetzten Implantatkörper komplett vernäht.

Der Vorteil dieser Art der Einheilung liegt in dem Schutz der Wunde vor äusseren Einflüssen.

Wenn die Einheilung abgeschlossen ist, muss das Zahnimplantat wieder freigelegt werden, um den für den neuen Zahnersatz erforderlichen Abdruck durchführen zu können, wobei die Öffnung vom Zahnfleisch mit einem kleinen Schnitt erfolgt. Bei einer offenen Einheilung entfällt diese Freilegung, denn dabei wird der Zahnfleischformer direkt in das Zahnimplantat eingeschraubt und bleibt während der gesamten Einheilung sichtbar.

Quelle: „DGZMK“

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