Zahnschmerzen- Dicke Backe

Die „dicke Backen“ ist bedingt durch eine Flüssigkeitseinlagerung im Bereich des entzündeten Gewebes.

Die „Dicke Backe“ ist eine Anschwellung der Wange, das eine Folge von entzündlichen Prozessen in der Mundhöhle ist.

Dentalschmerzen mit einer dicken Backe entstehen durch eine angeregte und verstärkte Durchblutung, wenn die Nervenstränge in Mitleidenschaft gezogen werden, ähnlich einer Verstauchung.

Zahnschmerzen führen vielfach zu einer Schwellung der Mundbereiche, die sich im Bereich der Schmerzquelle befinden, was sich an der geschwollenen „dicken Backe“ zeigt. Eine dicke Backe wird Parulis genannt und ist eine entzündliche Schwellung im Bereich des Kiefers wie z.B. bei der Zahnwurzelkaries. Zahnschmerzen sind sehr unangenehm und entstehen, wenn die Nerven in den Zähnen durch Druck, Verletzungen oder Chemikalien gereizt werden, denn die Versorgung der Zähne erfolgt durch Seitenäste eines bestimmten Nervs (Trigeminusnerv), der auch für verschiedene Kaumuskeln, Mundschleimhäute und Nasenschleimhaut zuständig ist. Der Schmerz geht bei Entzündungen mit einem „Pochen“ einher, so als habe sich der spürbare Puls auf die schmerzenden Bereiche ausgedehnt. Dies liegt an der dadurch angeregten stärkeren Durchblutung, wie bei allen Schmerzfällen, im Besonderen aber bei Nervensträngen. Die Nerven sind extrem empfindlich und schon kleinste Reizungen können zu unangenehmen Empfindungen führen. Durch Kühlung des entsprechenden Bereiches kann die Durchblutung eingeschränkt werden, was hilft, so den Schmerz etwas zu reduzieren.

Dicke Backe bei Pulpitis

Dringen Erreger bis ins Zahninnere vor wie bei tiefer Karies, kann sich die Pulpa entzünden, was als Pulpitis bezeichnet wird.

Bei Pulpitis beginnt der Zahn an zu pochen (Eiterzahn), sodass die Zahnschmerzen sehr stark und unerträglich wieden kann.

Die dicke Backe mit starken Schmerzen entsteht häufig nachts, wenn die Bettwärme den Entzündungsprozess unterstützt, was durch Kühlung gelindert werden kann.

Unbehandelt bleiben die Schmerzen der dicken Backe meist mehrere Tage bestehen und hören dann auf, wenn die Pulpa abgestorben ist. Wenn die Schmerzen geringer werden, kann die Schwellung „dicke Backe“ grösser werden, was damit zusammenhängt, dass die Entzündungsflüssigkeit einen Weg gefunden hat und sich das Eiter auszubreiten kann, ohne mehr Druck auf das Gewebe auszuüben, denn der Druck im Gewebe auf den Kieferknochen verursacht den Schmerz. Durch den Druck bekommt man das Gefühl, dass der Zahn höher ist als die anderen Zähne, denn der Zahn „wächst aus dem Kieferknochen“.

Dicke Backe bei Karies

Der Schmerz als Warnsignal setzt ein, wenn sich die Erreger bis zum Dentin vorgearbeitet haben.

Für die „dicke Backe“ ist vielfach ein toter kariöser Zahn die Ursache, wenn eine Schwellung im Kieferbereich auftritt und sich die Entzündung mit zur Eiteransammlung sich über den Bereich der Zahnwurzeln hinaus in den Kiefer ausgebreitet. Wenn sich die Eiteransammlung auf dem zahntragenden Knochen unter der Knochenhaut befindet und ausbreitet, ist dies äusserst schmerzhaft und lässt vorübergehend erst nach, wenn der Eiter die Knochenhaut durchbricht. Sofern sich der Eiterherd durch die Haut nach aussen bewegt und entweicht, ist dies ungefährlich. Eiter kann sich aber im Gewebe ausbreiten und in Richtung Mundboden, Hals oder Auge wandern, was weitaus gefährlicher ist, sodass der Zahnarzt oder Kieferchirurg möglichst rasch aufgesucht werden muss. Auch undichte Füllungen oder Kronen können Schmerzen auslösen wenn sich an undichten Kronenrändern Karies gebildet hat. Entzündungen können aber auch entstehen, wenn sich unter einer dichten Füllung noch Karies befindet, die den Zahn weiterhin unbemerkt schädigt. Wenn bei den Zähnen der Zahnschmelz der den Zahn schützen soll nicht mehr oder ungenügend vorhanden ist und das empfindliche Dentin am Zahnhals freiliegt, genügt ein leichtes Antippen mit dem Fingernagel an der ungeschützten Stelle, um Schmerzen auszulösen. Es können auch kleine unsichtbare Risse im Zahnschmelz sein. Zucker sowie heisse oder kalte Getränke verursachen dann ein kurzes Ziehen.

Dicke Backe nach der Wurzelkanalbehandlung

Um akute Schmerzen (dicke Backe) schnell abklingen zu lassen, muss die Eiteransammlung an der Wurzelspitze entweichen können.

Eine dicke Backe nach einer Wurzelkanalbehandlung kann dadurch entstehen, wenn sich vorher an diesem Zahn eine chronische Entzündung befand und das Immunsystem diese Entzündung zurück gehalten hat, was eine Schwellung und Schmerzen verhinderte.

Die dicke Backe Parulis (giech. Zahngeschwür) ist eine Schwellung im Kieferbereich oder Wangenbereich und ist vielfach von einer akuten Entzündung der Zahnwurzel, seltener von einer Zahnfleischtasche ausgehend.

Die von einer Zahnwurzel ausgehende Entzündung hat den Knochen, bzw. die Knochenhaut unter Zahnschmerzen durchbrochen und kann sich dann in den umgebenden Weichgeweben ausbreiten.

Wenn eine Zahnbehandlung an diesem Zahn stattfindet, kann das umliegende Gewebe manchmal akut reagieren, sodass es nach der Wurzelkanalbehandlung vorkommen kann, dass zusätzlich andere Keime aus der Mundhöhle in den Zahn gelangen und das Immunsystem damit überfordert ist, was sich dann an der dicken Backe durch Schmerzen und Schwellungen durch den „Eiterzahn“ äussert. Der Zahn wird dann durch den Zahnarzt geöffnet und die Kanäle nochmals gereinigt, sodass die Chance hoch ist, dass die Entzündungssymptome und damit die Schmerzen abklingen können. Dicke Backe durch tote Zähne

Die Entzündung an gleicher Stelle bzw. die zweite dicke Backe muss immer sofort professionell behandelt werden.

Wenn ein Zahn bereits abgestorben ist, können Zahnfleisch und Wangen nochmals anschwellen und eine dicke Backe verursachen. Von der Zahnwurzel ausgehend, kann sich die Entzündung bis in den Kieferknochen ausbreiten, sodass die Wange und Lymphknoten wieder anschwellen und Schmerzen sowie eine dicke Backe verursachen können. Bei der zweiten dicken Backe entsteht vielfach auch noch Fieber, sodass man zusätzlich geschwächt ist. Durch die starke Schwellung kann der betroffene Zahn als länger erscheinen, denn der Zahn wird durch die starke Schwellung ein Stückweit herausgehoben.

Quelle:“DGZMK“

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