Pulpitische Zahnschmerzen

Eine „Akute Pulpitis“ ist ein stark schmerzhafter Zahn, verursacht durch eine Entzündung der Zahnnerven.

Bei der Pulpitis (Pulpitiden) tritt auch nachts ein Spontanschmerz Pulpitis-Schmerzen auf.

Pulpitis ist eine „Entzündung der Zahnnerven“, das Zahnnervschmerzen bzw. Pulpitis-Zahnschmerzen erzeugt.

Die Schmerzattacken beginnen typischerweise schlagartig und dauert wesentlich länger an, als bei der Karies. Zwischen den Schmerzattacken gibt es Pausen mit relativer Schmerzfreiheit. Anfänglich dauert diese schmerzfreie Pause mehrere Stunden, die sich im Laufe von einigen Tagen verkürzt. Vielfach besteht mit der Zeit ein ununterbrochener Zahnschmerz. Verschiedene untypische Verläufe sind möglich, denn der typische Zahn-Schmerzverlauf einer Pulpitis trifft nur bei 50 % der Pulpitiden zu. Bei der Pulpitis hilft die Vitalitäsprobe hauptsächlich zur Lokalisierung des schuldigen Zahnes, weniger jedoch zur Differenzierung zwischen Karies und Pulpitis. Bei der Pulpitis treten vielfach sehr starke Zahnschmerzen auf, die so stark ausstrahlen können, dass dem Zahnpatienten die Lokalisierung sehr schwer fallen kann. Vielfach kann ein Zahnpatient nur die betroffene Seite angeben, nicht jedoch den betroffenen Zahn und ob der Zahnschmerz im Oberkiefer oder im Unterkiefer vorhanden ist. Wenn keine kariöse Kavität zu erkennen ist, kann die Entscheidung zwischen mehreren verdächtigen Zähnen wie grosse oder alte Füllungen sehr schwierig sein. Ein Röntgenbild hilft evt. zum Nachweis einer versteckten Karies. Die Lokalisierung durch die Angaben des Patienten kann gelegentlich falsch sein und dann gegebenenfalls zu einer fälschlichen Behandlung führen. Wurzelbehandlungen dienen vor allem zur Behandlung von Pulpitis. Mit der Wurzelbehandlung erfolgt eine Reduktion der Bakterienanzahl, welche sich in den Wurzelkanälen eingenistet haben und Zahnschmerzen verursachen.

Pulpitis, Zahnschmerzen durch Entzündung

Die Ortung der Ursache ist schwierig, denn nicht immer wo die Zahnschmerzen versteckt sind ist die Ursache zu finden.

Von Pulpitis wird gesprochen, wenn der Zahnschmerz durch eine Entzündung  vom Zahnnerv oder der Pulpa ausgeht, die aus Bindegewebe, Adern und einem Nervengefecht besteht.

Im Gegensatz zu allen anderen Geweben des Körpers kann das Bindegewebe der Pulpa nicht schwellen, was die erste normale Reaktion ist, wenn Bakterien etwa von einer tiefen Karies aus eindringen.

Die Pulpa ist in dem starren Zahn „einbetoniert“, und nur ein feiner Zugang an der Wurzelspitze von etwa einem zehntel Millimeter hält die Verbindung zur Aussenwelt.

Der Ansatz zu Schwellung würgt die Blutzufuhr ab, weshalb eine kleine Entzündung bereits genügt, um den „Zahnnerv“ absterben zu lassen. Das Absterben vom Zahnnerv kann sich über Monate oder Jahre hinziehen. Wenn eindeutig ist, dass ein Zahnschmerz von einer Entzündung der Pulpa kommt bzw. eine Pulpitis vorliegt, besteht die Frage, ob diese unumkehrbar resp. reversibel ist, was beim einwurzeligen Zahn nicht immer sicher ist. Bei Zähnen mit mehreren Wurzelkanälen gilt, dass die Zustände im Übergang von reversibler Reizung über leichte Entzündung bis zur irreversiblen ausgeprägten Entzündung oft schillernd und irritierend sind, weil verschiedene Zustände nebeneinander bestehen können. Es können nur die Zahn-Nerven aller Kanäle zusammen oder keiner überleben. Für irreversible bzw. nicht umkehrbare Entzündungen sprechen Zahnschmerzen auf Wärme, Spontanschmerzen ohne Anlass, Zahnschmerzen auf Druck, klopfende Zahnschmerzen, starke Zahnschmerzen, lange anhaltende Zahnschmerzen auch auf Kälte. Hoffnung besteht bei leichteren und kurzen Zahnschmerzen nur auf süss, kalt oder sauer.

Quelle:“DGZMK“

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