Zahnfleischtasche

Tiefe der Zahnfleischtasche kann gemessen werden.

Wenn man von der Zahnfleischtasche spricht, ist ein Spalt zwischen Zahn und umgebendem Zahnfleisch bzw. Kieferknochen entstanden.

Wenn sich das Zahnfleisch vom Zahn löst, entstehen Zahnfleischtaschen.

Löst sich das Zahnfleisch vom Zahn, so spricht man von einer Zahnfleischtasche, was das wichtigstes Symptom entzündlicher Zahnbetterkrankungen ist. Parallel zur Zahnfleischtasche bilden sich an der Zementoberfläche Ablagerungen bzw. Konkremente. Es entsteht eine Vertiefung der Zahnfleischfurche bei entzündlichen Zahnfleischerkrankung bzw. Zahnhalteapparaterkrankung. Die Taschentiefe der Zahnfleischtasche kennzeichnet den Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess. Der Entzündungsprozess bei der Parodontitis führt unbehandelt zu einem fortschreitenden Knochenabbau bzw. zu Knochentaschen das vertikale Einbrüche im Kieferknochen sind. Knochentasche (Bursa) ist ein Parodontologischer Begriff und bedeutet Beutel oder Tasche.

Zu unterscheiden sind bei Zahnfleischtaschen:

Pseudotasche: Anschwellung des Zahnfleischrandes.
Echte Tasche: Verlust von Knochen am Zahnhalteapparat und Verschiebung des Zahnfleischansatzes zur Wurzelspitze hin.
Zwischen Zahn und angrenzendem Zahnfleisch kann es zur Bildung einer Zahnfleischtasche kommen, falls Zahnbeläge zu spät von den betroffenen Zähnen entfernt werden. Bakterien können sich einnisten und eine Zahnfleischentzündung auslösen (Zahnfleischbluten). Reagiert man nicht rechtzeitig kann eine Parodontitis entstehen und zum Zahnverlust führen.

Konkremente

Konkrement bedeutet harter Zahnbelag bzw. Zahnhartbelag unter dem Zahnfleisch.

Konkremente sind dunkel verfärbte, fest anhaftende, harte Ablagerungen innerhalb einer Zahnfleischtasche (subgingival) auf der Wurzeloberfläche des Zahnes. Subragingival bedeutet oberhalb des Zahnfleischsaumes. Im Gegensatz zu echtem Zahnstein haften die Konkremente äusserst fest an der Zahnoberfläche an und sind nur mühsam zu entfernen. Die Konkremententfernung ist ein Bestandteil der Zahnbehandlung von Zahnfleischerkrankungen.

Taschentiefe bei Zahnfleischtaschen

Bei Entzündungen des Zahnfleisches (Gingiva) entstehen sog. Zahnfleischtaschen.

Die Taschentiefe kennzeichnet den Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden.

Die Taschentiefe gibt Hinweise auf das Ausmass der Zerstörung des Zahnhalteapparats bei einer Parodontitis, sowie auf den Grad von Zahnfleischwucherungen bzw. Zahnfleischpolyp.

Als Zahnfleischpolyp bezeichnet man eine entzündliche Zahnfleischwucherung infolge chronischer Reizung durch scharfe Kanten wie z.B. kariöse Defekte, überstehende Füllungen usw.

Die Taschentiefe beim Zahnfleisch ist ein Begriff zur Feststellung der Schwere einer Zahnfleischerkrankung.

Mit einer Parodontalsonde wird der Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Boden der Zahnfleischtasche gemessen. Eine Taschentiefe von etwa 2 mm gilt noch als normal. Taschentiefen darüber sollten behandelt werden, da sie einer Reinigung von aussen nicht mehr zugänglich sind. Die Taschentiefe ist ein Begriff zur Feststellung der Schwere einer Zahnfleischerkrankung. Taschentiefen von über zwei Millimeter sollten behandelt werden, da sie einer Reinigung von aussen wie auch einer Selbstreinigung nicht mehr zugänglich und häufig krankhaft entzündet sind. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess. Unter einem Abszess (Eitergeschwulst) versteht man eine Eiteransammlung im Körpergewebe wie beim Zahnabszess.

Taschenabszess

Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess, der sich in den parodontalen Geweben ausbreitet, im Normalfall im Zahnfleisch, seltener in den Weichgeweben des harten Gaumens. Ohne Behandlung kann beim Taschenabszess Spontandurchbruch oder Entleerung durch die Zahnfleischtasche erfolgen.

Quelle: „Lückenlos“

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