Archive for November, 2012

Zahnnervschmerzen

Freitag, November 30th, 2012

Normalerweise ist der Raum wo der Zahnnerv liegt gut versiegelt und geschützt.

Zahnschmelz ist nicht von Nerven durchzogen und kann nicht nachgebildet werden. Zahnkaries verursacht daher auch keine Schmerzen solange sie nicht durch das Dentin bis zur Pulpa vorgedrungen ist, denn unter dem Zahnschmelz ist das Dentin bzw. Zahnbein und darunter das Zahnmark resp Pulpa als Nervengewebe.

Zahnnerv – Schmerzen

Zahnschmerzen entstehen, wenn der Zahnnerv gereizt wird, denn der Nerv liegt im Inneren des Zahns.

Um das Zahnmark herum beschützt der Zahnschmelz das Zahninnere, denn die äussere Zahnschmelzschicht ist das härteste Gewebe vom Zahn und hält alles ab, was vom Mund in den Zahn gelangen könnte. Wo der Zahnschmelz aufhört, schützt das Zahnfleisch den Zahn.

Die Zahnwurzel wie auch das Zahnimplantat als künstliche Zahnwurzel sitzt im Kiefer und ist vom Kieferknochen und dem Gewebe umgeben.

Wenn eine dieser Schutzschichten, Zahnschmelz, Zahnfleisch, Kieferknochen oder Gewebe zerstört oder entzündet ist, entstehen Zahnnerv-Schmerzen.

Heisse oder kalte Getränke können den Zahnnerv reizen wenn die Zahnhälse frei liegen, sodass Zahnnervschmerzen entstehen.

Auch im Speichel aufgelöste Süssigkeiten können durch die winzigen Kanälchen des Zahnhalses bis zum Zahnnerv vordringen und ihn reizen. Der Zahnschmerz geht vom Zahnnerv oder der Pulpa aus, dass aus Bindegewebe, Adern und einem Nervengeflecht besteht. Wenn eine Entzündung entsteht, spricht man von Pulpitis. Wurzelbehandlungen dienen vor allem zur Behandlung von Pulpitis, indem man die Bakterienanzahl, welche sich in den Wurzelkanälen eingenistet haben reduziert und so die Zahnnerventzündung durch die Zahnnervbehandlung auch die Zahnnervschmerzen stoppt.

Nach der Wurzelbehandelung Zahnschmerzen

Nach der Wurzelbehandelung können Zahnschmerzen durch die Wurzelhaut entstehen, auch wenn der Zahn tot ist.

Der Schmerz aus der Wurzelhaut ist typisch für einen frisch wurzelbehandelten Zahn mit kritischer Abwehrlage.

Da die Wurzelhaut nur auf Druck reagieren kann, gibt es keinen direkten Temperaturschmerz wie heiss, kalt nach der Wurzelkanalbehandelung.

Durch die Erhöhung der Durchblutung kann hier die Wärme verstärkend wirken. Auch wenn eine tote Zahnwurzel gebrochen ist, kommt der  Schmerz von der Wurzelhaut.

Quelle: „DGZMK“

Pulpitische Zahnschmerzen

Freitag, November 30th, 2012

Eine „Akute Pulpitis“ ist ein stark schmerzhafter Zahn, verursacht durch eine Entzündung der Zahnnerven.

Bei der Pulpitis (Pulpitiden) tritt auch nachts ein Spontanschmerz Pulpitis-Schmerzen auf.

Pulpitis ist eine „Entzündung der Zahnnerven“, das Zahnnervschmerzen bzw. Pulpitis-Zahnschmerzen erzeugt.

Die Schmerzattacken beginnen typischerweise schlagartig und dauert wesentlich länger an, als bei der Karies. Zwischen den Schmerzattacken gibt es Pausen mit relativer Schmerzfreiheit. Anfänglich dauert diese schmerzfreie Pause mehrere Stunden, die sich im Laufe von einigen Tagen verkürzt. Vielfach besteht mit der Zeit ein ununterbrochener Zahnschmerz. Verschiedene untypische Verläufe sind möglich, denn der typische Zahn-Schmerzverlauf einer Pulpitis trifft nur bei 50 % der Pulpitiden zu. Bei der Pulpitis hilft die Vitalitäsprobe hauptsächlich zur Lokalisierung des schuldigen Zahnes, weniger jedoch zur Differenzierung zwischen Karies und Pulpitis. Bei der Pulpitis treten vielfach sehr starke Zahnschmerzen auf, die so stark ausstrahlen können, dass dem Zahnpatienten die Lokalisierung sehr schwer fallen kann. Vielfach kann ein Zahnpatient nur die betroffene Seite angeben, nicht jedoch den betroffenen Zahn und ob der Zahnschmerz im Oberkiefer oder im Unterkiefer vorhanden ist. Wenn keine kariöse Kavität zu erkennen ist, kann die Entscheidung zwischen mehreren verdächtigen Zähnen wie grosse oder alte Füllungen sehr schwierig sein. Ein Röntgenbild hilft evt. zum Nachweis einer versteckten Karies. Die Lokalisierung durch die Angaben des Patienten kann gelegentlich falsch sein und dann gegebenenfalls zu einer fälschlichen Behandlung führen. Wurzelbehandlungen dienen vor allem zur Behandlung von Pulpitis. Mit der Wurzelbehandlung erfolgt eine Reduktion der Bakterienanzahl, welche sich in den Wurzelkanälen eingenistet haben und Zahnschmerzen verursachen.

Pulpitis, Zahnschmerzen durch Entzündung

Die Ortung der Ursache ist schwierig, denn nicht immer wo die Zahnschmerzen versteckt sind ist die Ursache zu finden.

Von Pulpitis wird gesprochen, wenn der Zahnschmerz durch eine Entzündung  vom Zahnnerv oder der Pulpa ausgeht, die aus Bindegewebe, Adern und einem Nervengefecht besteht.

Im Gegensatz zu allen anderen Geweben des Körpers kann das Bindegewebe der Pulpa nicht schwellen, was die erste normale Reaktion ist, wenn Bakterien etwa von einer tiefen Karies aus eindringen.

Die Pulpa ist in dem starren Zahn „einbetoniert“, und nur ein feiner Zugang an der Wurzelspitze von etwa einem zehntel Millimeter hält die Verbindung zur Aussenwelt.

Der Ansatz zu Schwellung würgt die Blutzufuhr ab, weshalb eine kleine Entzündung bereits genügt, um den „Zahnnerv“ absterben zu lassen. Das Absterben vom Zahnnerv kann sich über Monate oder Jahre hinziehen. Wenn eindeutig ist, dass ein Zahnschmerz von einer Entzündung der Pulpa kommt bzw. eine Pulpitis vorliegt, besteht die Frage, ob diese unumkehrbar resp. reversibel ist, was beim einwurzeligen Zahn nicht immer sicher ist. Bei Zähnen mit mehreren Wurzelkanälen gilt, dass die Zustände im Übergang von reversibler Reizung über leichte Entzündung bis zur irreversiblen ausgeprägten Entzündung oft schillernd und irritierend sind, weil verschiedene Zustände nebeneinander bestehen können. Es können nur die Zahn-Nerven aller Kanäle zusammen oder keiner überleben. Für irreversible bzw. nicht umkehrbare Entzündungen sprechen Zahnschmerzen auf Wärme, Spontanschmerzen ohne Anlass, Zahnschmerzen auf Druck, klopfende Zahnschmerzen, starke Zahnschmerzen, lange anhaltende Zahnschmerzen auch auf Kälte. Hoffnung besteht bei leichteren und kurzen Zahnschmerzen nur auf süss, kalt oder sauer.

Quelle:“DGZMK“

Zahnschmerzen beim Kauen

Freitag, November 30th, 2012

Bei Zahnschmerzen durch Kauen ist es möglich, dass die Zahnbrücke, Zahnfüllung oder Zahnprothese an irgendeiner Stelle zu hoch, zu niedrig, zu lang oder zu kurz ist.

Bei Schmerzen im Bereich Kaumuskeln und Kiefergelenke steht die so genannte Parafunktion im Vordergrund, also die Überlastung durch unbewusst angewendete Kräfte im Bereich des Körpergewichts beim Zähnepressen, Zähnereiben oder Zähneknirschen.

Wenn beim Kauen Schmerzen entstehen, deutet dies darauf hin, dass eine Brücke, Füllung oder Prothese nicht richtig passt.

Wenn das Gebiss nicht richtig ineinander greift, erhöht sich der Druck an bestimmten Stellen beim Kauen, was den Zahnnerv des betroffenen Zahns reizen kann. Möglich ist, dass die Schmerzen bis zum Ohr oder ins Kiefergelenk ausstrahlen. Wird der Zahn dauerhaft überlastet, kann er absterben, was einen pochenden Zahnschmerz auslöst. Die Ursachen für den Druck können unterschiedlich sein, denn Zähneknirschen / Zähnepressen kann das Gebiss überlasten. Möglich sind auch schief wachsende Zähne oder im Kiefer verborgene Weisheitszähne die andere Zähne bedrängen und wegdrücken.

Zahnschmerzen nur beim Kauen

Bei zuviel Druck reagiert der entsprechende Zahn oder der Kiefer mit Schmerzsignalen, meistens durch einen pochenden Schmerz, der bis zum Ohr oder ins Kiefergelenk ausstrahlen kann.

Die Ursachen der Zahnschmerzen und für den überhöhten Druck kann das Zähneknirschen oder Zähnepressen sein, die das Gebiss überlasten.

Überlastet man einen Zahn dauerhaft während die anderen Zähne keinen Gegenspieler haben, kann der Zahn absterben.

Wenn man nur beim Kauen Zahnschmerzen hat, ist es möglich, dass eine Zahnfüllung, Zahnbrücke oder Zahnprothese nicht richtig passt und die Zahnkrone an einer Stelle zu hoch oder zu niedrig ist und das Gebiss nicht richtig ineinander greifen kann, was den Druck an bestimmten Stellen beim Kauen erhöht und damit den Zahnnerv vom betroffenen Zahn reizen kann.

Quelle: „DGZMK“

Typischer Zahnschmerzen

Freitag, November 30th, 2012

Weitgehend ungeklärt ist die Ursache atypischer Zahnschmerzen, bei denen der Schmerz nicht mit einer erkennbaren physischen Beeinträchtigung von Zahn oder Zahnfleisch einhergeht.

Nebst „Typischen Zahnschmerzen“ gibt es auch Atypische Zahnschmerzen und „Vorgetäuschte Zahnschmerzen„.

Zahnschmerzen

Zahnschmerzen sind unangenehm und können bohrend, klopfend, dumpf, stechend oder ziehend als Alarmzeichen sein. Durch Eiterbildung oder entzündliche Prozesse kann die Wange anschwellen.

Zahnschmerzen entstehen typisch und häufig durch:

Karies
 Zahnfleischentzündung bzw. Parodontose
Verlust von Füllungen (Zahnmarkentzündung)
Zahnwurzelentzündung (Zahnabszess)
 Überempfindlichkeit der Zähne
 Durchbrechen der Weisheitszähne
 Zahnfehlstellung
Bei Kindern, durchbrechen der Zähne
 Jugendliche, Neueinstellung der Zahns

Quelle:“DGZMK“

Atypischer Zahnschmerzen

Freitag, November 30th, 2012

Charakteristisch ist für den atypischen Zahnschmerz der blitzartig einschiessende Schmerz.

Atypische Zahnschmerzen bzw. Geschichtsschmerzen sind schwer zu diagnostizieren, denn sie können durch Zahnextraktionen, entzündlichen Zahnherde oder ausgelöst werden durch schwer zu erkennende Ursachen wie Trigeminusneuralgie oder Clusterkopfschmerzen etc.

Atypische Zahnschmerzen durch solche Krankheiten wie Trigeminusneuralgie oder Clusterkopfschmerzen sind sehr heftig und schmerzhaft.

Atypische Schmerzen

Nach einer Zahnextraktion können ähnliche Schmerzzustände auftreten, die aber meist nach Ausheilung wieder verschwinden.

Meistens bestehen diese Atypische Schmerzen nach einer Zahnextraktion als Dauerschmerzen und nicht blitzartigen Attacken wie bei der Trigeminusneuralgie. Weitgehend ungeklärt ist die Ursache atypischer Zahnschmerzen (engl. atypical odontalgia), bei denen der Schmerz nicht mit einer erkennbaren physischen Beeinträchtigung von Zahn oder Zahnfleisch einhergeht. Oft geht dieser Schmerz mit einer verstärkten Druckempfindlichkeit einher. Die Dauer kann von wenigen Tagen bis zu chronischem Schmerz variieren und zugleich die schmerzende Stelle wechseln.

Trigeminusneuralgie

Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um einen äusserst schmerzhaften Reizungszustand des 5. Hirnnerven, des Nervus trigeminus. Trigeminusneuralgie hält für wenige Sekunden bis zu 2 Minuten an. Die Attacken können mehrmals pro Tag über Wochen und Monate auftreten. Auslöser können Kauen, Sprechen, Schlucken, kalter Luftzug, Gesichtwaschen mit kaltem Wasser oder Zähneputzen sein. Auch Berührung im Gesicht oder Bewegungen der Gesichtsmuskulatur kommen als Ursache in Frage.

Clusterkopfschmerzen

Bei Clusterkopfschmerzen wechselt der Schmerz in rascher Reihenfolge vom Zahn, Aug, Stirn und wieder zurück und kann mehrere Stunden dauern.

Schmerzlinderung können durch Schmerzmittel nicht erreicht werden. Clusterkopfschmerzen sind die stärksten neurologischen Schmerzen unter denen Menschen leiden können und werden als Suizid-Kopfschmerz bezeichnet.

Die Ursache dieser unheilbaren Krankheit der Clusterattacken ist bisher unbekannt, eine allgemein gültige Therapie gibt es derzeit nicht.

Symptome der Clusterattacken haben eine spontane Dauer von 15 bis 180 Minuten im Durchschnitt eine 3/4 Stunde. Am häufigsten sind die Attacken nachts zwischen 1 Uhr und 2 Uhr zu beobachten. Bei vielen Patienten kommen Clusterattacken meist immer zur gleichen Zeit. Vielfach handelt es sich um 1-3 Attacken pro Tag über einen Zeitraum von 4-8 Wochen (Tage bis 4 Monate). Gefolgt von einem meist schmerzfreien Jahr um dann wieder zu kommen. Pausen können aber auch nur Monate oder bis zu 25 Jahren betragen. Nach mehreren Jahren gibt es dann leider manchmal einen Übergang in die chronische Form.

Quelle:“DGZMK“

Der rheumatische Zahnschmerzen

Freitag, November 30th, 2012

Bei rheumatischem Zahnschmerz ist der Schmerz nicht auf eine Stelle fixiert.

Der Schmerz wandert und mehrere, auch gesund erscheinende Zähne werden oft gleichzeitig befallen.

Zahnschmerzen und andere Erkrankungen werden vorgetäuscht.

Die angeblichen Zahnschmerzen können auch vom Ohr (Ohrenschmerzen) ausstrahlen oder können ihren Ursprung als Migräne, Kopfschmerzen oder Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis) haben. Auch an einen möglichen Herzinfarkt, Angina pectoris oder Gürtelrose sollte gedacht werden. Zahnextraktionen sollten nach Möglichkeit bei rheumatischem Zahnschmerz nicht durchgeführt werden, da die Schmerzen nicht selten, mit grösserer Heftigkeit, sich auf benachbarte Organe, wie die Ohren wirft.

Rheumatische Zahnschmerzen

Rheumatische Zahnschmerzen dürfen nicht verwechselt werden mit dem ihm sehr ähnlichen gichtischen Zahnschmerz, wenn er von eingewurzelter Gicht herrührt, wo Zahnextraktionen nutzlos sind.

Ein „Periostitischer Zahnschmerz“ beruht auf Entzündungen der Knochenhaut, welche den Zahn in seiner Alveole befestigt und als äussere Periostitis oder Periodontitis bezeichnet wird. Der Periostitische Zahnschmerz kann rheumatisch bzw. durch Erkältung, entstehen und vielfach Zähne befällt, die durch Karies bereits angegriffen sind. Die Entzündung der Zahnwurzelhaut gibt sich durch einen anfangs dumpfen, später sehr lebhaften klopfenden Schmerz zu erkennen. Der Zahn ist bei geringster Berührung sehr empfindlich und scheint dem Zahnpatienten länger zu sein als die übrigen Zähne. Am Zahnfleisch treten vermehrte Geschwulst und Röte auf, die sich auf die benachbarte Wange erstreckt. Der Zahnschmerz nimmt dann vielfach ab und später wieder zu, wenn sich ein Zahngeschwür bildet, welches die Mundschleimhaut durchbricht. Am besten öffnet man den Eiterherd künstlich und entleer ihn, damit eine natürliche Heilung erfolgen kann. Bei Entzündung der Zahnpulpa bzw. innere Periostitis oder Endodontitis ist der Schmerz flüchtig und stark bohrend, stellt sich periodisch ein, wird aber später anhaltend und kann von Fieber begleitet sein. Die Entzündung der Zahnhäute geht normalerweise in Eiterung über und verläuft innerhalb einer Woche ohne nachteilige Folgen. Auch können Zahnfisteln oder Beinfrass des Alveolarfortsatzes folgen, wenn das Übel vernachlässigt wird. Bei der Endodontitis kann die Entzündung in eine Eiterung übergehen, wobei die Zerstörung des Zahns durch Karies nur in wenigen Fällen verhütet werden kann.

Quelle:“DGZMK“

Zahnschmerzen beim „Aufbeissen“

Freitag, November 30th, 2012

Aufbissschmerzen können auch als Aufbiss-Zahnschmerzen oder als Aufbissempfindlichkeit bezeichnet werden.

Die Erkrankung „Aufbissempfindlichkeit“ kann man häufig im Röntgenbild als schwarze Stelle an der Wurzelspitze (apikale Transluzens) erkennen.

Aufbiss-Zahnschmerzen werden als Aufbissempfindlichkeit bezeichnet und bedeutet Zahnschmerz bei Kieferschluss, der meist bei akuter Parodontitis auftritt.

Die Folgen der Entzündung bei Aufbissempfindlichkeit sind anfänglich Beschwerden bei Kälte und Wärm, später heftige und länger anhaltende, oft ausstrahlende Zahnschmerzen. Vielfach verlaufen die Entzündung und das Absterben der Nerven auch völlig beschwerdefrei. Durchbricht diese Entzündung den Kieferknochen, kann die Schwellung eitrig auftreten und im schlimmsten Fall Bakterien von dort aus Richtung Herz oder ins Gehirn wandern, was zu schweren Erkrankungen führen kann.

Aufbissschmerzen

Aufbissschmerzen sind stark ziehende oder pulsierende Zahnschmerzen in einem Zahn die oft durch Kühlen gelindert werden können.

Die Pulpa ist durch Dentin und Schmelz vor Bakterien geschützt und füllt den Innenraum des Zahnes aus und besteht aus Bindegewebe Blutgefässen Nerven und Lymphgefässen. Die Pulpa wird auch als Zahnpulpa (Fleisch) bezeichnet und ist eine weiche, blutgefässreiche Gewebemasse im Zahn (Zahnmark). Die Zahnpulpa füllt den Innenraum des Zahnes aus und besteht aus Bindegewebe Blutgefässen Nerven und Lymphgefässen. Nerven-Gefässbündel ziehen von der Pulpa aus zum Dentin. Eine Entzündung der Pulpa wird als Pulpitis bezeichnet. Gelegentlich treten Verkalkungen des Pulpengewebes auf die als Dentikel bezeichnet werden und Wurzelkanalbehandlungen erheblich behindern können. Wenn die Pulpa durch Karies oder durch einen Zahnunfall verletzt ist, können Bakterien vordringen und eine Entzündung verursachen.

Aufbissempfindlichkeit

Von der Aufbissempfindlichkeit bei akuter apikaler Parodontitis lässt sich die postoperative Hypersensibilität durch die positive Reaktion auf den Kältetest und die meist fehlende Perkussionsempfindlichkeit abgrenzen.

Ist Karies in das Zahninnere vorgedrungen, kommt es zu einer Entzündung des Nervengewebes, welche auch auf den Knochen übergehen kann. Damit wird ein Alarmzeichen ausgelöst wie die Aufbissempfindlichkeit und Zahnschmerzen. Ohne Behandlung des erkrankten Zahns können die Bakterien nach Zerstörung der gesamten Zahnpulpa ungehindert in den Kieferknochen eindringen und dort eine Entzündung auslösen, die sich in Form von Aufbisszahnschmerzen bemerkbar macht.

Quelle:“DGZMK“

Zahnschmerzen- Dicke Backe

Freitag, November 30th, 2012

Die „dicke Backen“ ist bedingt durch eine Flüssigkeitseinlagerung im Bereich des entzündeten Gewebes.

Die „Dicke Backe“ ist eine Anschwellung der Wange, das eine Folge von entzündlichen Prozessen in der Mundhöhle ist.

Dentalschmerzen mit einer dicken Backe entstehen durch eine angeregte und verstärkte Durchblutung, wenn die Nervenstränge in Mitleidenschaft gezogen werden, ähnlich einer Verstauchung.

Zahnschmerzen führen vielfach zu einer Schwellung der Mundbereiche, die sich im Bereich der Schmerzquelle befinden, was sich an der geschwollenen „dicken Backe“ zeigt. Eine dicke Backe wird Parulis genannt und ist eine entzündliche Schwellung im Bereich des Kiefers wie z.B. bei der Zahnwurzelkaries. Zahnschmerzen sind sehr unangenehm und entstehen, wenn die Nerven in den Zähnen durch Druck, Verletzungen oder Chemikalien gereizt werden, denn die Versorgung der Zähne erfolgt durch Seitenäste eines bestimmten Nervs (Trigeminusnerv), der auch für verschiedene Kaumuskeln, Mundschleimhäute und Nasenschleimhaut zuständig ist. Der Schmerz geht bei Entzündungen mit einem „Pochen“ einher, so als habe sich der spürbare Puls auf die schmerzenden Bereiche ausgedehnt. Dies liegt an der dadurch angeregten stärkeren Durchblutung, wie bei allen Schmerzfällen, im Besonderen aber bei Nervensträngen. Die Nerven sind extrem empfindlich und schon kleinste Reizungen können zu unangenehmen Empfindungen führen. Durch Kühlung des entsprechenden Bereiches kann die Durchblutung eingeschränkt werden, was hilft, so den Schmerz etwas zu reduzieren.

Dicke Backe bei Pulpitis

Dringen Erreger bis ins Zahninnere vor wie bei tiefer Karies, kann sich die Pulpa entzünden, was als Pulpitis bezeichnet wird.

Bei Pulpitis beginnt der Zahn an zu pochen (Eiterzahn), sodass die Zahnschmerzen sehr stark und unerträglich wieden kann.

Die dicke Backe mit starken Schmerzen entsteht häufig nachts, wenn die Bettwärme den Entzündungsprozess unterstützt, was durch Kühlung gelindert werden kann.

Unbehandelt bleiben die Schmerzen der dicken Backe meist mehrere Tage bestehen und hören dann auf, wenn die Pulpa abgestorben ist. Wenn die Schmerzen geringer werden, kann die Schwellung „dicke Backe“ grösser werden, was damit zusammenhängt, dass die Entzündungsflüssigkeit einen Weg gefunden hat und sich das Eiter auszubreiten kann, ohne mehr Druck auf das Gewebe auszuüben, denn der Druck im Gewebe auf den Kieferknochen verursacht den Schmerz. Durch den Druck bekommt man das Gefühl, dass der Zahn höher ist als die anderen Zähne, denn der Zahn „wächst aus dem Kieferknochen“.

Dicke Backe bei Karies

Der Schmerz als Warnsignal setzt ein, wenn sich die Erreger bis zum Dentin vorgearbeitet haben.

Für die „dicke Backe“ ist vielfach ein toter kariöser Zahn die Ursache, wenn eine Schwellung im Kieferbereich auftritt und sich die Entzündung mit zur Eiteransammlung sich über den Bereich der Zahnwurzeln hinaus in den Kiefer ausgebreitet. Wenn sich die Eiteransammlung auf dem zahntragenden Knochen unter der Knochenhaut befindet und ausbreitet, ist dies äusserst schmerzhaft und lässt vorübergehend erst nach, wenn der Eiter die Knochenhaut durchbricht. Sofern sich der Eiterherd durch die Haut nach aussen bewegt und entweicht, ist dies ungefährlich. Eiter kann sich aber im Gewebe ausbreiten und in Richtung Mundboden, Hals oder Auge wandern, was weitaus gefährlicher ist, sodass der Zahnarzt oder Kieferchirurg möglichst rasch aufgesucht werden muss. Auch undichte Füllungen oder Kronen können Schmerzen auslösen wenn sich an undichten Kronenrändern Karies gebildet hat. Entzündungen können aber auch entstehen, wenn sich unter einer dichten Füllung noch Karies befindet, die den Zahn weiterhin unbemerkt schädigt. Wenn bei den Zähnen der Zahnschmelz der den Zahn schützen soll nicht mehr oder ungenügend vorhanden ist und das empfindliche Dentin am Zahnhals freiliegt, genügt ein leichtes Antippen mit dem Fingernagel an der ungeschützten Stelle, um Schmerzen auszulösen. Es können auch kleine unsichtbare Risse im Zahnschmelz sein. Zucker sowie heisse oder kalte Getränke verursachen dann ein kurzes Ziehen.

Dicke Backe nach der Wurzelkanalbehandlung

Um akute Schmerzen (dicke Backe) schnell abklingen zu lassen, muss die Eiteransammlung an der Wurzelspitze entweichen können.

Eine dicke Backe nach einer Wurzelkanalbehandlung kann dadurch entstehen, wenn sich vorher an diesem Zahn eine chronische Entzündung befand und das Immunsystem diese Entzündung zurück gehalten hat, was eine Schwellung und Schmerzen verhinderte.

Die dicke Backe Parulis (giech. Zahngeschwür) ist eine Schwellung im Kieferbereich oder Wangenbereich und ist vielfach von einer akuten Entzündung der Zahnwurzel, seltener von einer Zahnfleischtasche ausgehend.

Die von einer Zahnwurzel ausgehende Entzündung hat den Knochen, bzw. die Knochenhaut unter Zahnschmerzen durchbrochen und kann sich dann in den umgebenden Weichgeweben ausbreiten.

Wenn eine Zahnbehandlung an diesem Zahn stattfindet, kann das umliegende Gewebe manchmal akut reagieren, sodass es nach der Wurzelkanalbehandlung vorkommen kann, dass zusätzlich andere Keime aus der Mundhöhle in den Zahn gelangen und das Immunsystem damit überfordert ist, was sich dann an der dicken Backe durch Schmerzen und Schwellungen durch den „Eiterzahn“ äussert. Der Zahn wird dann durch den Zahnarzt geöffnet und die Kanäle nochmals gereinigt, sodass die Chance hoch ist, dass die Entzündungssymptome und damit die Schmerzen abklingen können. Dicke Backe durch tote Zähne

Die Entzündung an gleicher Stelle bzw. die zweite dicke Backe muss immer sofort professionell behandelt werden.

Wenn ein Zahn bereits abgestorben ist, können Zahnfleisch und Wangen nochmals anschwellen und eine dicke Backe verursachen. Von der Zahnwurzel ausgehend, kann sich die Entzündung bis in den Kieferknochen ausbreiten, sodass die Wange und Lymphknoten wieder anschwellen und Schmerzen sowie eine dicke Backe verursachen können. Bei der zweiten dicken Backe entsteht vielfach auch noch Fieber, sodass man zusätzlich geschwächt ist. Durch die starke Schwellung kann der betroffene Zahn als länger erscheinen, denn der Zahn wird durch die starke Schwellung ein Stückweit herausgehoben.

Quelle:“DGZMK“

Gangrän Schmerzen

Freitag, November 30th, 2012

Als eine Gangrän oder Gangräne „fressendes Geschwür bezeichnet man eine Gewebs-Nekrose, meist infolge von Blutunterversorgung, bei der das betroffene Gewebe durch Verwesung und Autolyse zerfällt und sich als Folge von Hämoglobin-Abbau verfärbt.

Früher wurde von einem trockenen Brand oder feuchten Brand resp. Wundbrand gesprochen. Der Begriff Gasbrand ist für eine infizierte Gangrän mit gasbildenden Clostridien wobei es sich um ein schnell entstehendes, infektiös-toxisches Krankheitsbild (Infektionskrankheit) von extremer Gefährlichkeit handelt.

Gangrän-Schmerzen entstehen durch ein „fressendes Geschwür“

Als eine Gangrän, seltener als Gangräne bezeichnet man eine Gewebsnekrose, meist infolge von Blutunterversorgung, bei der das betroffene Gewebe durch Verwesung und Autolyse zerfällt und sich als Folge von Hämoglobinabbau verfärbt.

Bei einer Gangrän „fressendes Geschwür“ kann der Schmerz gänzlich fehlen oder es sind anamnestisch stärkere Zahnschmerzen vor einigen Monaten zurück zu eruieren. Wegen des typischen, starken, jauchigen, ekelerregenden Geruchs in der vielfach vorhandenen kariösen Kavität fällt die Diagnose meist nicht schwer. Sollte jedoch die gangränöse Pulpa durch eine intakte Kavität verschlossen sein, kann sich in der Pulpa ein enormer Druck mit entsprechenden starken Zahnschmerzen und den Symptomen einer Pulpitis bzw. einer apikalen Ostitis aufbauen. Auch eine chronische apikale Ostitis verläuft meist völlig schmerzfrei, eine gesicherte Diagnose liefert meist das Röntgenbild. Auch bei der chronischen apikalen Ostitis gibt es typischerweise in der Anamnese die Auskunft vom Zahnpatient, vor einigen Wochen oder Monaten gab es stärkere Zahnschmerzen.

Quelle:“DGZMK“

Entzündung der Mundschleimhaut

Dienstag, November 13th, 2012

Ohne Spuren zu hinterlassen können Aphthen nach ca. 10 Tagen verschwinden.

Eine Aphthe ist eine schmerzhafte, von einem entzündlichen Randsaum umgebene Schädigung der Schleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle, der Mandeln, Lippen oder der Zunge.

Entzündungen der Mundschleimhaut „Aphthen“

Typische sehr schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut sind die so genannten Aphthen, die bei einer vorübergehenden Immunbelastung „nebenher“ auftreten und beim Essen sehr empfindlich auf Berührung reagieren.

Bei der Aphthe handelt sich um ein Geschwür mit weisslichem Fibrinbelag. Wenn gleichzeitig mehrerer solcher Stellen im Rahmen einer Primärinfektion durch das Herpes-Simplex-Virus auftreten, spricht man vom Krankheitsbild der Mundfäule bzw. Stomatitis aphthosa oder Gingivostomatitis herpetica.Treten Aphthen häufig wiederkehrend auf, spricht man von chronisch rezidivierender Aphthose.

Quelle:“DGZMK“