Archive for Oktober, 2012

Amalgam Alternativen

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Unter Amalgamsanierung wird die Entfernung von Amalgamfüllungen und das Ersetzen durch Kompositfüllungen oder Keramik-Inlays verstanden.

Vielfach wird für die Zahnfüllung Komposit, im Volksmund Kunststoff oder Kompomer verwendet.

Die Diskussion bezüglich Schädigung der Gesundheit und Auswirkungen in Zusammenhang mit dem Füllungsstoff Amalgam hat dazu geführt, dass die Zahnärzte Amalgamfüllungen nur noch in seltenen Fällen anwenden. Kleine bis mittelgrosse Defekte können relativ gut und langlebig mit Komposit versorgt werden. Die Goldgussfüllungstechnik ist eine relativ alte Technik und stellt die beste Alternative für Amalgam dar. Diese Versorgungsart für grosse Defekte im Seitenzahnbereich ist eine gute Alternative Lösung zu Amalgam, wo die Ästhetik keine grosse Rolle spielt. Für grössere Defekte wird aber vielfach Keramik, im Volksmund Porzellan verwendet. Keramikrestaurationen bieten bezüglich Ästhetik und Passgenauigkeit Vorteile gegenüber Kompositfüllungen, gehört jedoch nicht zum Amalgam-Ersatzmaterial, denn Keramik kann im Mund des Patienten nicht verarbeitet werden. Keramikrestaurationen sind Computergefertigte Füllungen «Cerec», die mit Komposit eingeklebt werden.

Quelle:“Lückenlos“

Amalgam- Sanierung

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Bei der Amalgamentfernung muss darauf geachtet werden, dass keine Amalgamkörner verschluckt werden oder in der Mundhöhle verbleiben.

Da die flüchtigen Quecksilber-Dämpfe von Amalgamfüllungen schädlich sind, müssen sie abgesaugt werden.

Amalgamentfernung ist das Entfernen von alten Amalgamfüllungen.

Immer mehr Zahnpatienten wünschen eine Amalgamentfernung resp. den Austausch ihrer alten Amalgamfüllungen mit einem biologisch unbedenklichen und langlebigen Material. Keramikfüllungen markieren in funktioneller und ästhetischer Hinsicht die Spitze der zur Verfügung stehenden Alternativen. Nach Entfernung der alten, schadhaften Füllung oder der Karies wird ein Abdruck der Kavität d.h. des ausgebohrten Defektes genommen. Im Labor wird dann aus Gold oder Keramik ein Einsatz gefertigt, der die Kavität mit höchster Präzision ausfüllt und die ursprüngliche Zahnform wiederherstellt. Diese Einlagefüllung wird dann in den Defekt eingeklebt (zementiert). Aufgrund der Diskussionen um die Schädlichkeit von Amalgam werden häufig auf Patientenwunsch auch intakte Amalgamfüllungen entfernt. Dadurch kann der Quecksilberspiegel im Blut kurzfristig ansteigen, um dann über Monate hinweg wieder zu fallen. Daher wird vom Entfernen einwandfreier Amalgamfüllungen, besonders bei Schwangeren, abgeraten. Während des Entfernens sind das Freiwerden und die Aufnahme von Quecksilberdampf auf ein Mindestmass zu beschränken (reichliche Wasserkühlung, Absaugen, scharfe Instrumente, geringer Anpressdruck, Anlegen von Kofferdam).

Quelle: „Lückenlos“

Amalgambelastung…..

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Amalgam-Ausleitung

Die Symptome einer Metallvergiftung schleichen sich ganz langsam ein und bleiben vielfach lange unentdeckt.

Die Speicherung der Matalle geht langsam und findet unbemerkt statt, so dass es einem langsam immer schlechter geht, denn Quecksilber und andere giftige Schwermetalle sammeln sich über Jahre in Nieren, Gehirn und anderen Körperteilen an..

Amalgamausleitung ist dann besonders sinnvoll und ratsam, wenn im Zuge einer Amalgamsanierung alle alten Amalgamfüllungen entfernt werden.

Amalgamausleitung bedeutet eine Ausschwemmung der in verschiedenen Körpergeweben gespeicherten Quecksilberionen und Metallionen, die dort an Eiweisse gebunden sind. Die Durchführung einer Ausschwemmung ist unkompliziert und erfordert zumeist lediglich die einmalige, tägliche Einnahme eines Medikaments über einen begrenzten Zeitraum. Nur in wenigen Fällen erscheint eine Unterstützung mit speziellen Injektionen hilfreich. Das Medikament stabilisiert die Metalle in den Geweben, bindet diese und fördert deren Ausscheidung über die Niere. Nach der Amalgam-Entfernung ist eine absolute Selbstkontrolle mit einer ganz anderen Ausstrahlung wie von selbst immer mehr vorhanden oder Zungenerkrankungen, Fieberbläschen sowie Herpes etc. verschwinden.

Ausleitung von Amalgam

Eine Amalgamausleitung sollte nur bei einem erfahrenen Zahnarzt durchgeführt werden.

Das Quecksilber lagert sich in den Nieren und im Gehirn im zentralen Nervensystem ab und gehört zu den Schwermetallen. Einige Schwermetalle sind für uns Menschen als Spurenelemente in der Ernährung wichtig. Schwermetalle nennt man die natürlichen metallischen Elemente, deren Dichte grösser ist als 5 g/cm3. Die Gruppe der Schwermetalle umfasst verschiedene Elemente wie Quecksilber, Blei, Kadmium, Kupfer, Arsen, Nickel, Zink, Kobalt und Mangan. Blei hemmt die Funktion vieler Enzyme und daher auch die Blutbildung. Bei chronischen Bleivergiftungen kommt es zu Blutarmut, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizbarkeit. Die Folgen einer Cadmiumvergiftung sind Knochenerweichung (Osteomalazie), Blutdruckerhöhung und Nierenfunktionsstörungen. Quecksilber führt neben Schädigungen an der Niere vor allem zu Nervenstörungen. Die Zahnfüllung aus Amalgam besteht zu 50 % aus Quecksilber und die verbleibenden 50 % aus Zink, Kupfer, Thallium und Silber etc. Amalgamfüllungen tragen zur Gesamtbelastung des Körpers mit Quecksilber bei. Bei Verdacht auf eine Amalgamerkrankung, Amalgamvergiftung oder Amalgamunverträglichkeit, dass sich durch Depressionen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Entzündungen, Taubheitsgefühl, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen etc. bemerkbar macht, ist eine Amalgamentfernung und Amalgamausleitung angesagt, denn wenn die Depots vom Quecksilber verkleinert werden oder ganz verschwinden, gehen die Beschwerden langsam zurück, sofern die Beschwerden von Quecksilber und anderen Metallen stammt. Eine Therapie mit biologischen Substanzen wie die Süsswasser-Alge Chlorella pyrenoidosa steht im Mittelpunkt, denn es kann das Quecksilber und andere Metalle an sich binden und über den Darm ausleiten. Es empfiehlt sich, Chlorella in einer mehrmonatigen Therapie gemeinsam mit Bärlauch, Koriander, Vitamin C und anderen natürlichen Substanzen einzunehmen. Algen bzw. „Chlorella Microalgen“ können dem Körper bei der Entgiftung behilflich sein, denn es entgiftet und regeneriert die Zellen, indem sie Schadstoffe binden und gleichzeitig für eine verbesserte Sauerstoffbildung sorgen. Algenprodukte sind stark basisch und wirken sich somit auch positiv auf das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers aus. Chlorella ist das meist untersuchte Lebensmittel und wird von Ärzten und Heilpraktikern als natürliches Therapeutikum für Schwermetallausleitung z.B. Amalgam eingesetzt. Magnesium und Kalzium sind wesentliche Bestandteile jedes Regenerationsvorgangs im Körper. Es gibt Forschungsergebnisse, dass Koriander den Körper wirksam von Quecksilber befreien kann. Vitamin C wird seit Jahrhunderten als ein wirksames Antioxidans und als Mittel zur Unterstützung des Immunsystems verwendet. Von Knoblauch wird seit Jahrtausenden als medizinisches Kraut  benutzt, um dem Körper zu helfen, den Blutcholesterinspiegel zu senken und das Blut von weiteren Ablagerungen zu reinigen.

Quelle:“Lückenlos“

Basisdiagnostik bei Schmerzen

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Zahn – Vitalitätsprüfung

Um festzustellen, ob ein Zahn tot ist, führt der Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung durch.

Vielfach reicht ein kurzer Luftstoss aus der Wasser-Luft-Pistole, um festzustellen, ob der Zahn abgestorben ist. Im Normalfall wird aber ein Wattebausch mit Kältespray besprüht und an den Zahn gehalten. Spürt der Zahnpatient den Kältereiz, ist die Vitalitätsprüfung positiv, was bedeutet, dass der Zahn lebt. Fällt dieser Test negativ aus, wird der Zahnarzt den betroffenen Zahn genauer untersuchen, denn bei Zähnen mit Kronen oder Füllungen kann die Vitalitätsprüfung unzuverlässig sein und falsch-negative Ergebnisse liefern. Die Perkussionstestung bietet eine weitere Möglichkeit, festzustellen, ob der Zahn abgestorben ist oder nicht, denn auf das Klopfen reagiert der tote Zahn meist schmerzhaft. Der Kiefer selbst schmerzt nicht, sondern nur der tote Zahn. Ursache für den Schmerz ist eine Entzündung im Kieferknochen, genauer gesagt, eine Wurzelspitzenentzündung, die die Wurzelspitze umschliesst. Im Zweifelsfall sorgt ein Röntgenbild für Klarheit, denn darauf sind chronische Wurzelspitzenentzündungen durch eine kreisrunde Veränderung an der Wurzelspitze zu erkennen.

Zahnbehandlung beim toten Zahn

Ein toter Zahn muss wegen drohender chronischer „Zahnentzündung“ und Zahnverlust behandelt werden.

Wenn möglich wird der Zahnarzt eine Wurzelkanalbehandlung durchführen und versuchen, den Zahn zu erhalten. Bei der Wurzelbehandlung wird der Wurzelkanal gereinigt und dicht mit einer Füllung verschlossen. Ist der Zahn wegen Brüchigkeit oder Zahnlockerung nicht zu retten, wird der Zahn gezogen (Extraktion). Die Zahnlücke kann dann nur noch mit einem Zahnimplantat , einer Zahnbrücke oder einem herausnehmbares Zahnersatz geschlossen werden.

Tote Zähne:

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Abgestorbene Zähne:

Ursache von toten Zähnen ist das Absterben des Gewebes vielfach durch eine Entzündung der Pulpa (Pulpitis), was als Zahnnerventzündung oder einfach als Zahnentzündung bezeichnet wird.

Pulpitis entsteht, wenn Erreger durch tiefe Löcher bis hin zu den Zahnnerven vordringen, was vielfach eine Folge von Karies ist.

Pulpitis kann zum Tod vom Zahn führen

Ein toter abgestorbener Zahn kann lange unbemerkt vorhanden sein, denn der Zahnschmelz kann auch ohne Blutversorgung eine gewisse Zeit stabil bleiben und weil ein Zahn ohne Nerv nicht immer Beschwerden verursacht.

Wenn die Entzündung den Zahnnerven erreicht hat, befällt sie die ganze Pulpa und kann sie zerstören. Wenn Zahnschmerzen nach einigen Tagen plötzlich aufhören, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Zahnnerv abgestorben ist bzw. dass es ein toter Zahn ist und die akute Pulpitis in eine chronische Pulpitis übergegangen ist. Mögliche Anzeichen für einen abgestorbenen Zahn bzw. toten Zahn ist eine dunkle Verfärbung sowie ein Abbrechen von Zahnsubstanz und eine Aufbissempfindlichkeit oder aber auch Zahnschmerzen und Schwellungen.

Eine Pulpitis kann enorm schmerzhaft sein, oder aber auch vollkommen harmlos und unauffällig verlaufen.

Zahnschmerzen entstehen durch die „Zahn-Entzündung“ bzw. durch den Entzündungsnerv, wenn die Nerven vom Zahn oder den Zähnen durch Eiter-Druck (Eiterzahn), Verletzungen oder Chemikalien gereizt werden.

Abgestorbene Zahnpulpa

Die abgestorbene Pulpa wird meist bezeichnet mit „abgestorbene Zähne“, dabei sind es die Zahnnerven (Zahnmark) die einen guten Nährboden für weitere Bakterien bieten, die aus der Mundhöhle in den Zahn wandern, wenn sich die Karies den Weg dorthin gebahnt hat.

Durch die Bakterien beginnt das tote Gewebe zu faulen, sodass eine aggressive Entzündung (Gangrän) entsteht, die sich durch ihren üblen Geruch bemerkbar macht. Weil sich die Erreger ohne weiteres in den ganzen Kiefer vorarbeiten können, ist die Gangrän bzw. Wundbrand sehr gefährlich. Bricht eine an der Wurzelspitze vorhandene Entzündung (Wurzelspitzenentzündung) in das umliegende Gewebe durch, kommt es zu einem Abszess resp. der dicke Backe. Eine geschwollene Backe ist ein deutliches Alarmsignal, dass sich eine Zahnwurzelentzündung entwickelt hat und an der Zahnwurzel ein Kampf stattfindet zwischen eingedrungenen Bakterien und den Abwehrkräften des Körpers. Es kann sich auch ein Granulom an der an der Zahnwurzel bilden, was ein Entzündungssäckchen ist . Vielfach pocht unten im Zahn ein sehr starker Schmerz, da die Lymphknoten angeschwollen sind sodass es daraus Fieber geben kann. Diese Zahnschmerzen sind in der Nacht meist stärker durch die Wärme vom Kopfkissen. Die Kühlung der Wange durch Eiswürfel in einem Tuch oder Eisbeutel kann etwas Linderung verschaffen bis man zum Zahnarzt gehen kann. Ein Zahnarztbesuch ist bei einer Zahnwurzelentzündung mit dicker Backe unumgänglich, ansonsten sich die Entzündung ausweitet und sich in den Kieferknochen hineinfrisst. Entzündungen entstehen auch bei einem Zahnunfall, wenn der Zahn bricht oder ausgeschlagen wird, wobei die Pulpa selten direkt geschädigt wird. Solche Schäden verursachen starke Zahnschmerzen und sind vielfach optisch kaum zu übersehen. Um festzustellen, ob ein Zahn tot ist, führt der Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung durch. Ist der Zahn abegstorben (toter Zahn), muss er behandelt werden, ansonsten drohen chronische Entzündungen und Zahnausfall bzw. Zahnverlust.

Absterben vom Zahnnerv

Vielfach gelingt es dem Körper, das tote nicht infizierte Gewebe im Zahn abzubauen, sodass der Wurzelkanal verkalkt, was man in der Fachsprache Wurzelsklerose nennt.

Erst nach Jahren kann eine Wurzelkanalsklerose in eine Wurzelresorption münden, so dass die Zahnwurzel zum Knochen wird. Für eine Immunreaktion von totem nicht infiziertem Gewebe im Zahn werden Immunzellen benötigt, die sich im Blut befinden. Im Bereich vom Entzündungsherd muss Blut sein, damit der Herd gut auf natürliche Weise bekämpft werden kann. Die abgestorbene Pulpengewebe ist aber eine Kalkhöhle ohne Blutgefässe wo an den Wänden Zellreste hängen, sodass die Immunzellen erst im Kieferknochen Blutgefässe wieder finden, sodass Bakterien, die durch eine tiefe Karies eingedrungen sind, ideale Bedingungen bei Abwesenheit von Blut vorfinden und sich vermehren können, denn sie sind vor dem Immunsystem in der der Pulpenhöhle, geschützt. Wenn die Zellzahl durch das ernähren von Gewebsresten gross ist, können sich die Bakterien in den Knochen über die kleine Öffnung der Wurzelspitze ausbreiten, so dass es zur Knochenentzündung kommt. Meist schreitet die Entzündung dann zügig voran, da das Immunsystem vom Körper mit der grossen Bakterienzahl nicht mehr fertig wird.

Schmerzen beim abgestorbenen Zahn

Durch die unterschiedlichen Verläufe beim Absterben des Zahnes bzw. Zahnnervs lässt sich erklären, dass sich auch verschiedene Schmerzen erst nach Jahren auftreten können und pochend, drückend, dumpf oder gar nicht lokalisierbar sind.

Die Übergänge der Reaktionen und Schmerzen beim abgestorbenen Zahn (Zahnnerv) sind fliessend und kommen in mehreren Kombinationen vor und auch das Schmerzempfinden ist bei jedem Zahnpatient unterschiedlich. Der Verlauf der Schmerzen vom toten Zahn bzw. toten Zahnnerv ist abhängig vom Immunstatus des Zahnpatienten sowie der Zugänglichkeit des Immunsystems. Auch lokale Faktoren wie die Zahnanatomie können eine Rolle spielen sowie Menge, Art, und Aggressivität der auslösenden Faktoren bzw. Bakterien.

Abgestorbener Zahn ohne Schmerzen

Auch wenn man beim toten Zahn keine Zahnschmerzen verspürt, kann ein „toter Zahn“ bzw. toter Zahnnerv ein Zahnherd sein.

Jede Entzündungsreaktion belastet das Immunsystem vom Körper, sodass der Körper mit ständiger Abwehr beschäftigt ist, auch wenn man kein Schmerz am Zahn verspürt und nichts vom Herd bemerkt. Trotzdem kann es sich um einen infektiösen Zahnherd handeln der Herdererkrankung auslösen kann, sodass es vom toten Zahn aus zur Streuung von Bakterien kommen kann, denn die Bakterien gehen auf Wanderschaft und lassen sich dort nieder, wo sie dem Immunsystem entgehen können was an entfernten Stellen des Körpers sein kann die schlecht durchblutet sind, so bei Zahnimplantaten oder künstlichen Herzklappen. Dort können gestreute Bakterien lokale Entzündungsreaktionen und damit Schaden anrichten. An einem Wurzeltoten Zahn sollte darum unabhängig von der Entstehungsgeschichte eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden.

Quelle:“Lückenlos“

Parodontitis, die schleichende Entzündung…

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Zahnbettentzündung

Die Folgeerkrankung von Parodontose wird als Parodontitis bezeichnet, das eine entzündliche Erkrankung vom Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat ist.

Parodontitis wird durch Bakterien in der Mundhöhle und der Reaktion des Körpers auf deren Eindringen ins Zahnfleisch hervorgerufen.

Zahnbetterkrankung

Eine Zahnbetterkrankung wird umgangssprachlich häufig als Parodontose bezeichnet was eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) ist.

Unter dem Zahnbett versteht man die den Zahn umgebenden Strukturen, wie das Zahnfleisch und die Fasern mit denen der Zahn in seinem Zahnfach aufgehängt ist. Eine Parodontitis ist eine Zahnbetterkrankung beinhaltet immer eine Entzündung vom Zahnfleisch (Gingivitis). Parodontose kommt von Parodont, was Zahnhalteapparat bedeutet.

Der Zahnarzt kann bei der Untersuchung (PSI=Periodontal-Screening-Index) die Symptome einer Zahnbetterkrankung erkennen. Anzeichen für eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches sind rötliche, geschwollene und vor allem leicht blutende Areale. Viele Patienten reduzieren aus Angst vor erneuten Blutungen das Zähneputzen, was aber das Fortschreiten der Parodontitis fördert. Eine Entzündung vom Zahnbett kann zu heftigen Schmerzen führen, wobei man subjektiv zwischen parodotalem Schmerz und dem Zahnschmerz nicht differenzieren kann. Kennzeichnend für den Zahnschmerz, ausgelöst von einer Zahnbettentzündung ist der Aufbiss-Schmerz und Perkussionsschmerz, häufig in Verbindung mit einer Zahnlockerung.

Symptome der Zahnbettentzündung

Zahnfleischbluten ist ein ernstzunehmendes Signal für ein entzündetes Zahnbett bzw. Zahnbettentzündung.

Die Zahnbettentzündung nimmt einen schleichenden Verlauf und macht sich erst mit fortschreiten der Krankheit durch geschwollenes, empfindliches und stark gerötetes sowie leicht blutendes Zahnfleisch bemerkbar.
Bei einer Parodontitis greifen Bakterien Zahnfleisch, Zähne und Kieferknochen an, denn die Zahnbettentzündung ist eine Infektionskrankheit im Zahnbett, bei der sich der Zahnhalteapparat (Parodont) durch Bakterien entzündet hat. Symptom für die Entzündung vom Zahnbett kann ein veränderter sehr spezieller süsslicher Mundgeruch sein, denn die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung vom Zahnhalteapparat, das mit einem eitrigen Prozess, Zahnfleischschwund und Zahnfleischwucherungen umhergeht. Parodontitis ist eine entzündliche Reaktion vom Zahnhalteapparat, ausgelöst durch Plaquebaktieren, die sich am Zahnhals und in der Zahnfleischtasche ansiedeln. Unzureichende Mundhygiene, Vererbung, schlecht eingestellter Diabetes (Zucker), Stress und Nikotin können den Krankheitsverlauf der Zahnbettentzündung beschleunigen. Aufgrund des langsamen und meist schmerzlosen Verlaufs der Erkrankung wird die Zahnbettentzündung häufig unterschätzt da sie teilweise erst im fortgeschrittenen Alter zu sichtbaren Anzeichen wie Zahnfleischrückgang, Zahnlockerung (Wackelzähne) und Zahnverlust führt.

Putzen gegen Parodontitis

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Mit der richtigen Vorsorge können Zähne und Zahnfleisch bis ins hohe Alter gesund bleiben – und damit auch natürlich schön.

Ihre Zähne sind in Ordnung, aber Ihr Zahnfleisch geht zurück!“ Vielleicht erinnern Sie sich noch an diesen Satz aus der Fernseh-Werbung in den siebziger Jahren. Die Warnung vor „Parodontose“ ist also schon älter – aber noch immer aktuell. Heute sogar mehr denn je: Die medizinisch korrekt als Parodontitis bezeichnete Erkrankung befindet sich seit vielen Jahren auf dem Vormarsch. Laut der letzten Deutschen Mundgesundheitsstudie von 2006 leiden 53 Prozent aller Erwachsenen unter einer mittelschweren und weitere 21 Prozent unter schwerer Parodontitis. Das heißt im Klartext: Komplett gesundes Zahnfleisch ist inzwischen die Ausnahme.
Warum erkranken so viele Menschen an Parodontitis? Ein wesentlicher Grund dürfte sein, dass die Mehrzahl der Patienten noch gar nichts von der Zahnbettentzündung bemerkt hat. Denn Parodontitis tut sehr lange Zeit nicht weh, die typischen Symptome werden von den meisten Betroffenen entweder gar nicht wahrgenommen oder für harmlos gehalten. Und wer nichts von einer Erkrankung weiß, kann natürlich auch nichts dagegen tun.
Alarmsignale beachten
Die Parodontitis beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung – der Zahnarzt nennt sie Gingivitis (von Gingiva, dem lateinischen Wort für Zahnfleisch). Eine Gingivitis entwickelt sich stets am Zahnfleischsaum: Hier am Übergang von „rot nach weiߓ bilden sich schnell bakterielle Beläge – wird der Bereich nicht überall geputzt (zum Beispiel in den Zahnzwischenräumen, wo die Bürste nicht hinkommt), kann sich das Zahnfleisch bereits nach wenigen Tagen entzünden.
Die meisten Menschen bemerken eine Gingivitis nicht, denn sie verursacht keine unmittelbaren Beschwerden. Manchmal ist der bakterielle Belag am Zahnfleischsaum erkennbar, wenn er sich farblich vom Zahnschmelz abhebt. Einige Menschen können die Plaque mit der Zunge tasten, sie spüren ein pelziges Gefühl. Mit der Zeit entwickelt sich in den meisten Fällen eine erhöhte Neigung zum Zahnfleischbluten – dies fällt gewöhnlich vor allem beim Putzen auf. Ein weiteres häufiges Symptom: Das Zahnfleisch ist leicht geschwollen.

Taschen im Zahnfleisch
Schreitet eine Gingivitis fort, können die Bakterien schleichend an der Zahnwurzel entlang immer weiter vordringen – bis in den Knochen hinein. Das liegt an der Reaktion des Körpers auf die Infektion: Chronisch entzündetes Zahnfleisch löst sich ganz allmählich vom Zahnhals ab. Dadurch entsteht ein Spalt, in den sich die Bakterien einnisten. Unbehandelt vergrößert er sich mit der Zeit und wird zur Zahnfleischtasche. Darin sammeln sich Bakterien, die eine Infektion bilden. Ohne Behandlung kann die Infektion auf den Knochen übergreifen – wird sie nicht gestoppt, kann die Parodontitis den Knochen teilweise zerstören; der Zahn verliert den Halt. Nicht Karies, sondern Parodontitis ist heute die Hauptursache für Zahnverlust.
Früherkennung ist möglich
Auch wenn aus der Gingivitis bereits eine Parodontitis geworden ist, nehmen viele Menschen noch keine deutlichen Anzeichen davon wahr. Aber selbst vermeintlich harmlose Symptome wie gelegentliches Zahnfleischbluten oder Mundgeruch sind immer ein Alarmsignal. Auch wenn die Zähne länger wirken als früher oder falls die Zahnstellung verändert aussieht, sollte so bald wie möglich der Zahnarzt konsultiert werden. Das gilt selbstverständlich auch, wenn Schmerzen auftreten oder sich ein Zahn lockert.
Die Parodontitis wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Der Zahnarzt kann die Erkrankung aber schon sehr viel früher diagnostizieren – eine spezielle Früherkennungsmethode nennt sich Parodontaler Screening Index (PSI). Dabei prüft der Zahnarzt an jedem einzelnen Zahn mit einer so genannten Parodontalsonde, ob sich Zahnfleischtaschen gebildet haben und wenn ja, wie tief diese bereits sind. Außerdem testet der Zahnarzt, ob das Zahnfleisch bei Berührung blutet oder an einzelnen Stellen schon ein wenig zurückgewichen ist.

Vorsorge kostet nichts
Mit Hilfe des PSI ist es möglich, Erkrankungen des Zahnhalteapparates bereits in einem frühen Stadium festzustellen. Und je eher eine Parodontitis erkannt wird, desto einfacher ist die Behandlung und desto größer sind die Chancen, die Zähne lange zu erhalten. Gesetzlich versicherte Patienten können ihren PSI alle zwei Jahre im Rahmen der normalen Kontrolluntersuchungen auf Kosten der Krankenkasse bestimmen lassen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach dieser Leistung – die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie empfiehlt, dass alle Menschen diese wichtige Vorsorgeun- tersuchung in Anspruch nehmen.

Behandlung ohne Bohrer
Die Therapie einer Parodontitis beginnt gewöhnlich mit der so genannten Vorbehandlung. Mittels professioneller Zahnreinigung werden alle Beläge entfernt, um möglichst glatte Zahnoberflächen zu bekommen. Ergänzend informiert der Zahnarzt mit seinem Team den Patienten über die richtige Mundpflege.
Ist die Entzündung durch konsequentes häusliches Putzen zurückgegangen die aktive Mitarbeit des Patienten ist sehr wichtig –, folgt die zweite Phase der Behandlung: Eine Intensivreinigung der Zahnfleischtaschen. Hierfür nutzt der Zahnarzt so genannte Küretten. Diese Spezialinstrumente wählt er je nach Tiefe und Beschaffenheit der Zahnfleischtaschen aus. Unter örtlicher Betäubung reinigt und glättet der Arzt dann die Zahnwurzel. Selbst tiefliegende und harte Beläge kann er schmerzfrei entfernen.
Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten für eine systematische Parodontitistherapie in einem gewissen Rahmen von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen. Der Behandlungsplan muss zuvor von der Kasse bewilligt werden Grundsätzlich gilt dabei, dass die GKV eine Therapie erst dann als medizinisch notwendig ansieht, wenn Taschentiefen von mehr als 3,5 mm vorliegen. Viele Zahnärtze raten jedoch schon ab Taschentiefen von 1,5 mm zu einer Behandlung. Entsprechend frühzeitige Therapiemaßnahmen müssen gesetzlich Versicherte allerdings selbst bezahlen.

Kontinuierlich zur Kontrolle

Eine Parodontalbehandlung kann nur dann auch langfristig erfolgreich sein, wenn der Patient auf Dauer aktiv mitar- beitet. Denn Parodontitis ist im Prinzip eine chronische Erkrankung – der Spalt zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel bleibt auch nach der Therapie bestehen. Nur durch gründliche Mundhygiene lässt sich verhindern, dass erneut Bakterien die Zahnfleischtaschen besiedeln. Dabei kommt der Zahnzwischenraumpflege mit geeigneten Hilfsmitteln eine besondere Bedeutung zu. Ebenso wichtig ist eine kontinuierliche Nachbetreuung in der Praxis. Regelmäßige Kontrollbesuche stellen sicher, dass der Zahnarzt Probleme frühzeitig erkennt.
Anhaltende Entzündungen des Zahnbetts können sich zu einem Gesundheitsrisiko für den ganzen Körper entwickeln. Denn mit der Zeit wächst die Gefahr, dass die Krankheitskeime aus den Zahnfleischtaschen ins Blut gelangen und sich über die Gefäße verbreiten. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei unbehandelter Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Herz und Kreislauf erkrankungen, Lungenentzündung und Diabetes besteht. Außerdem sind Komplikationen in der Schwangerschaft möglich. Darüber hinaus sehen Mediziner Anhaltspunkte für Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Rheuma.

Parodontitis ist vermeidbar

Auch wenn viele Menschen betroffen sind – Parodontitis ist kein Schicksal: Sorgfältige häusliche Mundhygiene in Kombination mit der regelmäßigen professionellen Betreuung beim Zahnarzt beugt vor. Sie brauchen dazu allerdings Disziplin: Zweimal täglich Zähneputzen mit der normalen Zahnbürste reicht nicht aus, denn die besonders kritischen Zahnzwischenräume können Sie damit nicht reinigen. Das schaffen Sie nur, wenn Sie einmal pro Tag weitere Hilfsmittel einsetzen entweder Zwischenraumbürstchen oder Zahnseide.

Quelle: Lückenlos“

Wenn Zähne aus der Reihe tanzen

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Klammern sind Kult: Kinder und Jugendliche finden festsitzende Zahnspangen eine coole Sache. Und das ist gut so denn Zahnfehlstellungen bedeuten nicht nur ästhetisch einen Nachteil, sie können auch die Mundgesundheit beeinträchtigen.

Die Kids von heute zeigen ihre Brackets souverän und selbstbewusst keiner versucht mehr, eine Spange zu verstecken. Viele wählen sogar extra poppige Farben und Modelle, die besonders ins Auge fallen.
Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Klammern eher unbeliebt waren und als Knutschbremse, Schneeketten, Bahngleis, Gesichtsgartenzaun oder Mundkühlergrill verspottet wurden. Doch seitdem sich viele Stars wie etwa Cindy Crawford, Britney Spears, Nicolas Cage und Justin Bieber sichtbar zur Zahnspange bekannten, hat sich deren Image enorm verbessert.

Harmonisch und gesund
Dass Brackets inzwischen „in“ sind, dürfte aber noch einen weiteren Grund haben: Ihre Träger sind schon lange nicht mehr in der Minderheit. Etwa 50 Prozent aller Jungen und Mädchen in Deutschland haben eine Spange. Das liegt nicht nur daran, dass die Zahl der Zahnfehlstellungen gestiegen ist  Eltern achten außerdem mehr als früher auf ein gesundes und harmonisches Gebiss bei ihren Kindern. Die ästhetischen Ansprüche sind gewachsen: Zu einem ansprechenden Erscheinungsbild gehören schöne und gerade Zähne heute einfach dazu.
Makellos in Reih und Glied stehen die Zähne von Natur aus jedoch nur selten. Das liegt an der Evolution des Menschen: Unser Kiefer bildete sich im Lauf der letzten Jahrtausende zurück, weil wir immer weniger kauen auf dem Speiseplan steht kaum noch Rohkost, die Nahrungsmittel sind überwiegend weich und faserarm. Die Zähne sind aber nicht im gleichen Maße geschrumpft wie der Kiefer. Deshalb ist der Platz im Mund knapp geworden, die Zähne stehen zu eng oder schief.

Schiefstand erschwert das Putzen
Wenn Zähne aus der Reihe tanzen, ist das nicht nur ein kosmetisches Problem. Auch das Risiko für Karies und Parodontitis steigt. Denn durch die Fehlstellungen entstehen Nischen, in denen sich Nahrungsreste und Bakterien leicht ansammeln können Zähne und Zwischenräume lassen sich auch bei größter Sorgfalt nicht optimal putzen. Darüber hinaus werden oft die Kiefergelenke übermäßig strapaziert: Das kann später Auswirkungen auf den ganzen Körper haben und zum Beispiel Kopf- oder Rückenschmerzen hervorrufen.
Bei Zahnfehlstellungen werden außerdem häufig die Kauflächen falschbelastet und übermäßig stark abgeschliffen. Eine weitere mögliche Folge sind Sprachprobleme wie etwa Lispeln: Treffen die Schneidezähne nicht an den richtigen Stellen aufeinander, fällt die korrekte Bildung der Laute S, T und Z schwer.

Kinderzähne genau beobachten
Etwa ab der Einschulung beginnt der Wechsel von den Milchzähnen zum bleibenden Gebiss. Spätestens jetzt sollten Eltern immer mal wieder auf Abweichungen von der normalen Entwicklung achten und ihr Kind halbjährlich zur kostenlosen Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt schicken.Folgende Zahnfehlstellungen können auch Laien erkennen:

• Vorbiss die unteren Schneidezähne beißen vor die oberen.
• Rückbiss – die unteren Frontzähne stehen gegenüber den oberen weit zurück.
• Engstand – die Zähne bilden keinen harmonischen Bogen, sie stehen verkantet oder verdreht.
• Tiefbiss – die unteren Frontzähne beißen tief hinter die oberen, teilweise sogar bis in das Zahnfleisch hinter den oberen Zähnen.

Problemfall Nuckeln
Längst nicht alle Zahnfehlstellungen sind genetisch bedingt. Oft entstehen sie nach der Geburt – durch das Nuckeln am Daumen oder Schnuller. Ganz ohne Nuckeln geht es leider bei den meisten Babys nicht. Aus zahnmedizinischer Sicht ist dann ein Schnuller wesentlich besser geeignet als der Daumen – denn der Finger gibt nicht nach, sein Druck führt langfristig zu Zahnfehlstellungen. Außerdem ist Daumennuckeln schwierig wieder abzugewöhnen: Den Daumen kann man eben nicht einfach weglegen. Auch beim Schnuller ist vom Dauernuckeln abzuraten. Am besten eignen sich spezielle zahnmedizinische Beruhigungssauger: Wie eine wissenschaftliche Untersuchung ergab, führen innovative Modelle deutlich seltener zu Zahnfehlstellungen als herkömmliche Schnuller.

Fünf Schwergegrade

Wenn der Kieferorthopäde eine Zahnfehlstellung diagnostiziert, stuft er den Befund je nach Schweregrad in eine von fünf kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) ein. Bei leichteren Fehlstellungen (KIG 1 und 2) müssen die Eltern die Behandlungskosten komplett selbst tragen – die gesetzlichen Krankenkassen zahlen erst ab KIG 3.
Ist bei Kostenübernahme durch die Kasse der entsprechende Antrag bewilligt, kann die Therapie beginnen. Der Kieferorthopäde legt die Behandlungsmethode und die benötigten Apparaturen fest  je nach Befund setzt er herausnehmbare und/oder festsitzende Zahnspangen ein. Die Krankenkassen bezahlen dabei alle Maßnahmen einer „vertraglichen“ kieferorthopädischen Behandlung. Viele Kieferorthopäden empfehlen ergänzende „außervertragliche“ Leistungen, die das Behandlungsergebnis verbessern, den Tragekomfort erhöhen oder die Behandlungsdauer verkürzen können. Die Kosten für diese Zusatzleistungen müssen Eltern allerdings aus eigener Tasche begleichen.

Erfolg durch Disziplin
Damit eine kieferorthopädische Behandlung den gewünschten Erfolg bringt, braucht der Patient Disziplin und Durchhaltevermögen. Speziell bei jüngeren Kindern ist das natürlich eine Herausforderung, und die Eltern müssen unterstützend helfen, damit ihr Nachwuchs „bei der Spange“ bleibt. Lose Klammern müssen unbedingt so oft und lange getragen werden, wie es der Kieferorthopäde vorgibt sonst wird das Behandlungsziel verfehlt. Feste Spangen wirken zwar automatisch rund um die Uhr, ihre Träger müssen aber besonders auf eine gründliche Zahnpflege achten. Während der Tragezeit sind deshalb häufige Kontrollen beim Zahnarzt sinnvoll: Er begleitet die Behandlung mit fachlichem Rat, gibt Pflegetipps und achtet darauf, dass sich rund um die Brackets keine Karies entwickelt.

Quelle:“Lückenlos“

Röntgenbild der Zähne: Geringe Strahlbelastung

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Sei es zur Diagnose, bei der Planung von Zahnersatz oder im Rahmen einer Wurzelbehandlung: Für Befund und Therapie sind Röntgenbilder in der modernen Zahnheilkunde unverzichtbar. Die Strahlenbelastung ist dabei äußerst gering, sie beträgt im Mittel bei Zahnaufnahmen rund 0,005 Milli-Sievert  das entspricht ungefähr der natürlichen Strahlenbelastung bei einem Langstreckenflug. Was die Krebsgefahr betrifft, ist ein Panorama-Röntgenbild vom kompletten Gebiss vergleichbar riskant wie das Rauchen einer einzigen Zigarette.

Würgereiz beim Zähneputzen ?

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Viele Menschen haben bei der Mundhygiene ein Problem: Wenn sie mit der Bürste im
Bereich des Gaumens putzen, spüren sie einen unangenehmen Würgereflex und können deshalb speziell die hinteren Backenzähne nicht richtig reinigen. Besonders häufig betroffen sind schwangere Frauen, die ohnehin oft unter morgendlicher Übelkeit leiden. Hilfreiche Maßnahmen sind zum Beispiel die Verwendung einer Zahnbürste mit kleinem Kopf und weicherem Borstenfeld. Bei manchen Menschen lässt der Würgereflex nach, wenn sie eine sehr intensiv schmeckende Zahncreme verwenden. Auch Ablenkung kann nützlich sein, etwa indem man während des Zähneputzens Radio hört oder sich ins Ohrläppchen kneift. Geht es mit Bürste gar nicht, ist die Anwendung einer Mundspüllösung zwar kein vollwertiger Ersatz – aber für einen begrenzten Zeitraum besser als gar keine Reinigung.