Archive for Mai, 2012

Kinderzahnpflege So macht Putzen Spaß

Dienstag, Mai 15th, 2012

,,Und jetzt ab ins Badezimmer, Zähne putzen!“ Auf diese Aufforderung reagieren Kinder in der Regel wenig begeistert. Ermahnungen nutzen dann wenig – besser ist der Versuch, die Mundhygiene als spielerisches Erlebnis zu gestalten.

Etliche Eltern seufzen nur noch, wenn es ums Thema Zähneputzen geht. Denn oft kostet es ganz schön viele Nerven, den Nachwuchs davon zu überzeugen, wie wichtig die Mundhygiene ist – morgens und abends. Und wenn die Kinder dann endlich nörgelnd zur Bürste greifen, muss man auch noch aufpassen, das sie lange und gründlich genug putzen.

Gemeinsam geht’s besser

Kinder lieben Rituale im Kreis der Familie – sie vermitteln Geborgenheit und Zusammengehörigkeitsgefühl. Am besten wird deshalb das Putzen schon ab dem ersten Zahn als festes Zeremoniell eingeführt: erst einmal täglich, später morgens und abends. So lernt das Kind von Anfang an, dass Zahnpflege ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Sie können die Motivation ihrer Sprösslinge deutlich stärken, wenn Sie sie bei der Zahnpflege nicht allein lassen. Gemeinsam macht das Putzen gleich viel mehr Spaß – vor allem, wenn Sie es ein bisschen spielerisch gestalten. So können die Kleinen zum Beispiel versuchen, die Großen zu imitieren. Außerdem kommt es bei vielen Kindern gut an, wenn sie bei den Eltern ,,nachputzen“ dürfen. Zusätzlich wirkt das gute Vorbild: Wenn Ihr Kind erlebt, dass auch Mama und Papa regelmäßig zur Bürste greifen, kann es sich leichter mit dem Zähneputzen anfreunden.

Lob spornt an
Unterstützend hilft die Wahl kindgerechter Werkzeuge. Zahnbürsten und -pasten mit lustigen Motiven oder tierischen Helden erhöhen den Spaßfaktor. Dabei darf das Kind sich seine Lieblingsprodukte gern selbst aussuchen. Eine große Rolle bei der Zahncreme spielt natürlich ihr Geschmack – sehr beliebt sind fruchtige Aromen wie zum Beispiel Himbeere oder Erdbeer. Lustige Lieder, Zahnputzbücher und spezielle Hörspielkasetten motivieren  zusätzlich. Auch Plaquefärbetabletten können Kinder anspornen: Alle müssen solange putzen, bis die Farbe von den Zähnen weg ist. Sehr wichtig ist nicht zuletzt Anerkennung. Loben Sie Ihr Kind, wenn es eifrig Zähne putzt !

Erzählen Sie Geschichten
Besonders bei kleineren Zahnputzmuffeln können Sie mit Hilfe von kurzen Geschichten nachhaltige Überzeugungsarbeit leisten. Erzählen Sie beim Zubettbringen, wie es den armen, ungeputzten Beißerchen ergeht. Lassen Sie dabei Ihrer Fantasie freien Lauf und schmücken Sie ruhig aus, wie sich vernachlässigte Zähne fühlen – und wie sie durch blitzsauberes ,,Schruben, Fegen und Wischen“ wieder aufblühen. Wenn Kinder wenig Lust zum Putzen haben,
 erweist sich oft die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste als nützlich. Die Technik weckt den Spieltrieb, steigert den Putzspaß und erleichtert zudem die Reinigung. Grundsätzlich eignen sich Elektrobürsten schon ab drei Jahren. Experten empfehlen anfangs die Kombination mit einer altersgerechten Handzahnbürste, damit das Kind auch die manuelle Putztechnik erlernt.

Quelle:“Lückelos“

Schlaf-Apnoe Nächtliche Atemnot

Dienstag, Mai 15th, 2012

Schnarchen belastet nicht nur die Partnerschaft. Bei vielen Betroffenen kommt es immer wieder zu Atemaussetzern – mögliche Folgen sind Bluthochdruck, Herzrasen, kopfschmerzen und Tagesmüdigkeit. Oft kann der Zahnarzt helfen: Eine individuell angefertigte Zahnschiene hält nachts die Atemwege frei.

In vielen deutschen Schlafzimmern herrscht nur tagsüber Ruhe. Nachts hingegen tobt oft dröhnender Lärm – vor allem, wenn die Bewohner über 40 sind: Im mittleren und höheren Lebensalter schnarcht fast jeder zweite Mann und etwa jede vierte Frau. Wenn Menschen im Schlaf nach Luft ringen, kann das ziemlich laut werden – bis zu 90 Dezibel wurden gemessen, das entspricht dem Krach einer Hauptverkehrsstraße. Nächtliches ,,Sägen“ belastet aber nicht nur die Partnerschaft, es kann auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Knatterndes Gaumensegel
Ursache der nervenden Geräusche ist eine Verengung der oberen Atemwege – dadurch beschleunigt sich der Luftstrom im Rachenraum, das Gaumensegel flattert hörbar. Bei vielen Schnarchen erschlafft die Muskelatur im Rachenbereich allmählich mehr und mehr, bis die Atemzüge schließlich immer wieder ganz blockiert werden. Stockt wegen der Atemaussetzer die Sauerstoffversorgung des Körpers, schlägt das Gehirn Alarm und löst einen Weckreiz aus: Der Schläfer wacht kurz auf, um aktiv Luft zu holen. Am Morgen kann er sich zwar an diese Weckereignisse nicht erinnern – doch sein normaler Schlafrhythmus ist gestört, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Treten die nächtlichen ,,Atempausen“ wiederholt auf, gelingt es den Betroffenen nicht mehr, in den Tiefschlaf  zu fallen. Damit fehlen ihnen die entscheidenden Erholungsphasen – sie fühlen sich morgens wie gerädert und schon tagsüber müde.

Diagnose im Schlaflabor
Wenn nachts der Atem stockt, sprechen Mediziner von obstruktiver Schlafapnoe. Betroffene Menschen leiden häufig unter Bluthochdruck, ihr Infarkt- und Schlaganfallrisiko ist erhöht. Es empfiehlt sich daher, eine Schlafapnoe möglichst frühzeitig zu behandeln. Wer häufig schnarcht und sich tagsüber oft schlapp fühlt, sollte den Arzt oder Zahnarzt konsultieren. Zur Diagnose bekommt der Patient ein tragbares Messgerät, das nachts den Atemstrom, die Pulsfrequenz und den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Ergeben sich dabei auffällige Werte, kann eine exakte Untersuchung im Schlaflabor erfolgen. Bei schweren Formen der Schlafapnoe hilft nur ein Beatmungsgerät. Der Patient trägt nachts eine Maske, durch die die Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege gepumpt wird. Im Bett eine Maske aufzusetzen, ist jedoch gewöhnungsbedürftig und wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

Zahnschiene verschafft Luft
Eine mögliche Alternative in leichteren und mittelschweren Fällen ist die so genannte Unterkieferprotrusionsschiene: Diese Zahnschiene wird vom Zahnarzt verordnet und nach Abdruck individuell angefertigt. Sie wird nur nachts getragen und zieht dabei den Unterkiefer ein Stück nach vorne – die Zunge sinkt nicht mehr so weit nach hinten, der obere Luftweg erweitert sich. Studien zeigten die Wirksamkeit der individuell angepassten Zahnschienen bei Schlafapnoe: Eine konsequente Anwendung reduziert Kopfschmerzen und Blutdruck und beugt Herzproblemen vor. Die Methode wird von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in einer Leitlinie anerkannt und empfohlen. Die Kosten der Behandlung werden von einigen gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag ganz oder teilweise übernommen, wenn ein entsprechender schlafmedizinischer Befund vorliegt. 

Quelle:“Lückenlos“

Zahnpflege ist Herzenssache

Dienstag, Mai 15th, 2012

Zwischen Mundgesundheit und Allgemeinbefinden besteht ein enger Zusammenhang. Beispiel Parodontitis: Die chronische Zahnbettentzündung erhöht das Infarktrisiko. Gründliches Zähneputzen ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit.

Herzgesund beginnt im Mund. Denn chronische Zahnfleischentzündungen begünstigen die Entwicklung einer Arteriosklerose: Diese Schädigung der Blutgefäß verläuft schleichend über Jahrzehnte. Schreitet sie ungehindert fort, verengen sich die betroffenen Adern mehr und mehr. Schließlich können sie schlagartig verstopfen – passiert das in einem Herzkranzgefäß, erleidet der Patient einen Infarkt. Laut Weltgesundheitsorganisation handelt es sich bei Arteriosklerose um eine krankhafte Veränderung der Gefäßinnenwand, an der sich herdförmige Beläge bilden – bestehend aus Fetten, Kohlenhydraten, Blutbestandteilen, Bindegewebe und Kalzium (daher der Begriff ,,Verkalkung“). Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose und Bluthochdruck sind mit Abstand die häufigste Todesursache in Deutschland. Zu den Faktoren, die das individuelle Risiko für Infarkt und Schlaganfall erhöhen, zählen vor allem Übergewicht, Rauchen, ungesunde Ernährung. Bewegungsmangel, Stress – und Paradontitis

Volkskrankheit Parodontitis      
Wie die aktuelle Deutsche Mundgesundheitsstudie ergab, leidet jeder zweite Bundesbürger über 35 unter einer mittelschweren Form der Parodontitis. Bei etwa jedem zehnten Erwachsenen ist die Zahnbetterkrankung sogar stark fortgeschritten – das Zahnfleisch ist bereits weit zurückgewichen, viele Zahnhälse liegen frei. Warum leiden so viele Menschen unter Parodontitis, oft ohne es zu wissen? Auslöser für Zahnfleischentzündungen sind bakterielle Zahnbeläge. Sie bilden sich bevorzugt an Stellen, die beim Putzen regelmäßig nicht erreicht werden – das sind vor allem die Zahnzwischenräume. Wo selten oder nie eine Bürste hinkommt, entwickelt sich Plaque. Bleibt sie längere Zeit am Zahn haften, alarmieren giftige Stoffwechselprodukte der Plaque-Bakterien das Immunsystem – schon nach wenigen Wochen kann sich eine leichte Zahnfleischentzündung entwickeln.

Taschen im Zahnfleisch
Erfolgt weiterhin keine Reinigung, etabliert sich eine chronische Entzündung. Schließlich überfordern die permanenten Giftattacken der Bakterien das Immunsystem, es kann die Krankheitserreger nicht mehr in Schach halten. In seiner Not weicht das angegriffene Zahnfleischgewebe zurück – zwischen Zahnhals und Zahnfleisch bilden sich Spalten. Diese Taschen bieten den schädlichen Keimen ideale Schlupfwinkel: Sie können sich hier ungestört vermehren, da sie nun vor den Borsten der Zahn- und Zwischenraumbürsten sicher sind. In Zahnfleischtaschen brüten bevorzugt besonders aggresive Bakterien, die einem weiteren Abbau des Bindegewebes Vorschub leisten. Das Zahnfleisch geht deshalb immer mehr zurück, und die Infektion kann sich entlang der Zahnwurzel schließlich bis in den Kieferknochen ausbreiten

Mundkeime im Blut
Bei fortgeschrittener Parodontitis ist das komplette Zahnbett entzündet. Das bedroht auf die Dauer nicht nur den festen Halt der betroffenen Zähne – es stellt außerdem ein Gesundheitsrisiko für den ganzen Körper dar. Denn in den tiefen Zahnfleischtaschen kommt es durch den permanenten Angriff  der Bakterien  zu geschwürartigen Gewebeschädigungen, die den Keimen Tür und Tor in den Körper öffnen. Dann genügen schon alltägliche Aktivitäten wie Kauen oder Zähneputzen, um den Krankheitserregern das Eindringen in die Blutbahn zu ermöglichen. Je weiter eine Parodontitis fortschreitet, desto mehr Bakterien werden ins Blut eingeschwemmt. Über den Kreislauf können Parodontitiskeime bis in das Herz vordringen. Die Bakterien wandern in bestehende Kalkablagerungen an der Gefäßwand ein und lösen Entzündungsvorgänge aus, die das Fortschreiten der Arteriosklerose fördern. Mit der Plaque in den Adern wächst auch die Gefahr eines Herzinfarkts.         

Besonders kritisch: die Zahnzwischenräume
Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand stellt Parodontitis einen eigenständigen Risikofaktor für Herz und Kreislauf dar. Sorgfältige Mundhygiene schützt also nicht nur die Zähne, sie dient auch der Allgemeingesundheit. Zweimal täglich mindestens zwei Minuten Zähneputzen mit der normalen Zahnbürste – das ist die Basis, genügt allein jedoch nicht, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Denn die kritischen Zahnzwischenräume werden dabei nicht gesäubert. Um auch sie zu reinigen, müssen einmal am Tag spezielle Hilfmittel zum Einsatz kommen: entweder Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen. Sehr wichtig sind außerdem regelmäßige Besuche in der 
 Zahnarztpraxis. Bei der halbjährlichen Routinekontrolle kann der Zahnarzt Entzündungen im Zahnbett frühzeitig erkennen. Darüber hinaus empfiehlt es sich mindestens einmal pro Jahr in der Praxis eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen zu lassen. Diese Maßnahme trägt erheblich zur Vorsorge bei, da in ihrem Rahmen alle bakteriellen Beläge sowie Zahnstein und Verfärbungen entfernt werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass professionelle Zahnreinigungen die Gefahr für Herz und Kreislauf mindern: Teilnehmer, die im Beobachtungszeitraum von sieben Jahren regelmäßig zur PRZ in ihrer Zahnarztpraxis kamen, hatten um ein 24 Prozent vermindertes Infarktrisiko (Im Vergleich zu Personen, die nie eine PRZ durchführen ließen).

Warnsignale beachten                                           
Viele Menschen bemerken Zahnfleischentzündungen lange Zeit nicht, weil selbst eine fortgeschrittene Parodontitis in der Regel keine Schmerzen verursacht. Doch es gibt Warnsignale – wenn bei ihrem Auftreten baldmöglichst ein Zahnarztbesuch erfolgt, lässt sich die Erkrankung gewöhnlich schnell stoppen. Zu den ersten Anzeichen zählen Veränderungen des Zahnfleischs: Es ist leicht getötet oder geschwollen, an manchen Stellen weicht es vielleicht schon ein wenig zurück. Auch Zahnfleischbluten sollte man keinesfalls ignorieren, sondern als Alarmsignal ernst nehmen. Zu den Symptomen, die auf eine Zahnfleischentzündung hindeuten, zählt außerdem ein unangenehmer Mundgeruch. Auch wenn die Zahnhälse beim Verzehr kalter oder heißer Speisen und Getränke empfindlich reagieren, sollte die Ursache immer vom Zahnarzt 
 abgeklärt werden. Je früher eine Zahnfleischentzündung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Im Anfangsstadium genügt es häufig, die Mundhygiene zu optimieren. Aber selbst eine fortgeschrittene Parodontitis kann der Zahnarzt erfolgreich behandeln – ganz ohne Bohrer.

Quelle:“Lückenlos“

Wer lacht, lebt gesünder

Dienstag, Mai 15th, 2012

Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag, sagte Charles Chaplin. Und das gilt nicht nur, weil Frohsinn Freude bereitet und soziale Bindungen festigt. Herzhaftes Gelächter fördert außerdem in vielfältiger Weise die Gesundheit – indem es zum Beispiel das Immunsystem stärkt. Humor entspannt außerdem: Jede Minute schallendes Gelächter soll so gut wirken wie 30 Minuten Entspannungstraining. Darüber hinaus weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt, die Lunge nimmt mehr Sauerstoff auf, der Stresshormonspiegel geht zurück. Gleichzeitig schüttet der Körper Endorphine aus,  ,,Glückshormone“, die uns Sorgen und Nöte für kurze Zeit vergessen lassen und sogar Schmerzen lindern können. Lachen ist also tatsächlich die beste Medizin, wie das Sprichwort sagt. Heute kann fast jeder Mensch diese ,,Therapie“ ungezwungen für sich nutzen. Das war nicht immer so. Über Jahrhunderte mussten sich die meisten Menschen damit sehr zurückhalten, viele lachten nur hinter vorgehaltener Hand. Schuld waren gesellschaftliche Zwänge – lange Zeit galt lautes Lachen als vulgär. Daneben spielte wohl auch die fehlende Mundhygiene eine Rolle. Schlechte Zähne und der früher weit verbreitete Mundgeruch haben sicher wesentlich dazu beigetragen, dass vorwiegend nur verschämt gekichert wurde. Wer lacht, zeigt Zähne. Um unbeschwert und ausgelassen die heiteren Stunden des Lebens genießen zu können, kommt es also auf eine gute Mundhygiene an. Fragen Sie Ihren Zahnarzt, was Sie für ein strahlendes Gebiss tun können – und nutzen Sie die halbjährlichen Kontrollbesuche in der Praxis, um Schäden an Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden.