Knochenschwund- Vorsorge auch beim Zahnarzt

Bei Osteoporose werden die Knochen porös und instabil. Oft zermürbt die Krankheit auch den Kieferknochen- Zähne verlieren den Halt.

Osteoporose ist eine stumme Krankheit: Die Betroffenen spüren über viele Jahre keine Schmerzen. Oft erfolgt die Diagnose daher spät, im fortgeschrittenen Stadium- wenn schon der erste Knochen bricht. Soweit muss es nicht kommen. Vorbeugend kann jeder Mensch etwas für seine Knochengesundheit tun: Durch regelmäßge Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium (Milchprodukte ,Mineralwasser,Gemüse) und Vitamin D(Fisch,Kalbfleisch,Eier,Champignons,Leber). Knochenschwund kann jeden treffen: Etwa jede dritte Frau nach der Menopause und fast jeder fünfte Mann jenseits der 60 erkranken daran. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Osteoporose auch den Kieferknochen angreift. So verlieren Patienteninnen, die unter Osteoporose leiden, in und nach den Wechseljahren mehr Zähne als Menschen mit normaler Knochendichte. Frauen und Männer sollten auch aus diesem Grund jenseits der 50 weiterhin konsequent auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Wichtig ist außerdem der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt: Er kann Gefahren für die Zahngesundheit frühzeitig erkennen. Ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund im Kiefer besteht bei Osteoporose- Patienten, die so genannte Bisphosphonate einnehmen. Diese häufig verordneten Arzneimittel reduzieren das Risiko für Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche. Dabei sind jedoch Nebenwirkungen möglich: Aufgrund der Therapie mit Bisphosphonaten kann es zum Absterben  von Knochengewebe im Kiefer kommen. Wer vom Arzt ein Bisphosponat verordnet bekommen hat, sollte unbedingt seinen Zahnarzt darüber informieren. Treten Beschwerden auf wie Druckstellen, Zahnfleischentzündungen, unagenehmer Geschmack, Mundgeruch oder scheinen sich einzelne Zähne zu lockern, sollte der Patient möglichst bald die Zahnarztpraxis aufsuchen.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

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