Genuss ohne Verdruss- auch bei sensiblen Zähnen

Warme Sommertage und leckeres Eis- das gehört zusammen. Bei vielen Menschen die süße Freude jedoch arg getrübt, weil plötzlich die Zähne schmerzen. Der Zahnarzt kann die Ursache feststellen und das Problem beheben.

Kennen Sie das auch ? Sie schlecken an einer Kugel Eiskrem, trinken einen Schluck kalte Limonade oder löffeln eine heiße Suppe- und spüren plötzlich einen scharfen, ziehenden Schmerz an den Zähnen. Die Pein klingt nach kurzer Zeit zwar wieder ab, ein Besuch in der Zahnarztpraxis ist dennoch dringend zu empfehlen, um die genaue Ursache abzuklären. Wenn Heißes oder Kaltes, Süßes oder Saures an den Zänen schmerzt, sprechen Zahnärzte von „Dentinhypersensibilität“- zu Deutsch: Zahnbeinüberempfindlichkeit. Das Zahnbein (Dentin) bildet den Kern und die Hauptmasse eines Zahns. Im sichtbaren Bereich ist es vom schützenden Zahnschmelz überzogen- er ist wesentlich härter und lässt sich von thermischen oder chemischen Reizen nicht irritieren. Eine Zahnbeinüberempfindlichkeit entsteht, wenn das Dentin an einzelnen Stellen des Zahn freiliegt. Dann stehen die feinen Kanälchen offen, von denen das Zahnbein durchzogen ist- sie enthalten Nervenfaser, die nun äußere Reize wie heiß,kalt, süß oder sauer an den zentralen Zahnnerv weiterleiten. Die spürbare  Folge: Schmerzen. Für das zunehmend verbreitet Problem der Dentinhypersensibilität sind vor allem zwei  Ursachen verantwortlich:

1.Schäden in der Zahnschmelzschicht durch säurebedingte Erosionen;

2.zurückweichendes Zahnschmelz werden in der Zahnarztpraxis zunehmend häufiger beobachtet. Schuld sind in der Regel die Ernährungsgewohntheiten: Während früher zumeist regelmäßig dreimal am Tag gegessen wurde, geht der Trend mittlerweile zu mehreren kleinen Mahlzeiten. Das schont zwar den Magen, aber nicht den Zahnschmelz- er muss imm er öfter Säureangriffe parieren. Denn nicht nur beliebte Obstsorten wie Zitrusfrüchte und Äpfel, auch Salate mit Essigdressing, Fruchtriegel, viele Fertiggerichte sowie Säfte, Smoothies, Softdrinks und vor allem Sport-und Fitnessgetränke enthalten Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn so aufweichen. Oft reagieren Zähne auch deshalb schmerzempfindlich, weil der Zahnhals freilieg. Er besitzt keinen Schmelz, denn normalerweise schützt ihn das Zahnfleisch. Weicht die Schleimhaut aber zurück, kommt das empfindliche Dentin am Zahnhals zum Vorschein.

Empfindliche Zahnhälse

Eine häufige Ursache für Zahnfleischschwund ist Paradontitis. Mit gründlicher Mundhygiene beugen Sie dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats vor. Wichtig ist vor allem die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Nehmen Sie die ersen Anzeichen einer Paradontitis unbedingt ernst: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, falls das Zahnfleisch geschwollen oder gerötet ist, wenn es beim Putzen blutet oder falls Sie einen unangenehmen Mundgeruch bemerken. Die Ursache für freiliegende Zahnhälse könnte aber auch eine falsche Putztechnik sein. Wer mit der Zahnbürste hin und her schrubbt oder zu stark drückt, bringt sein Zahnfleisch in Bedrängnis: Das weiche Schleimhautgewebe reagiert darauf empfindlich und zieht sich allmählich zurück. Mit der richtigen Putztechnik können Sie die Zahnbürste in kleinen Kreisbewegungen über die Zähne, und drücken Sie dabei nicht zu stark. Wenn Ihre Zähne sensibel reagieren oder falls das Putzen weh tut, sollten Sie möglichst bald Ihren Zahnarzt informieren. Er kann frei liegende Zahnhälse wirksam behandeln, indem er die freien Dentinkanälchen mit einem flouridhaltigen Lack oder einem speziellen Kunststoff versiegelt.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

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