Archive für 16.8.2011

“Her mit der Pasta!”

Putzhilfe aus der Tube: Ohne Zahncreme macht die Mundpflege nicht nur keinen Spaß, sonder auch ein wenig Sinn. Denn das Bürsten allein würde längst nicht ausreichen, um die bakteriellen Beläge zu entfernen , die sich im Laufe des Tages unvermeidlich auf jeder Zahnoberfläche bilden. Die Zahnpasta verbessert den Reinigungseffekt der Zahnbürste enorm- entscheidend sind dabei vor allem drei Dine:

1.Flourid schützt den Zahnschmelz.

2. So genannte Putzkörper- diese schmirgelnden Teilchen bestehen in der Regel aus Mineralien wie Kieselsäure, Kalziumkarbonat oder Phosphaten.

3. Oberflächenaktive Stoffe(Tenside) sorgen dafür, dass die Zahncreme schäumt.

Die Zahnfäulnis, medizinisch Karies genannt, befindet sich in Deutschland seit vielen Jahren auf dem Rückzug. Das gilt vor allem für Kinder: Heute haben mehr alls die Hälfte aller Schulanfänger kariesfreie Milchzähne. Kariesbakterien gefährden die Zahngesundheit, weil ihr Stoffwechsel aggressive Säuren produziert, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, entsteht schließlich ein Loch.

Flourid gegen Zahnfäule

Gründliches Putzen mit flouridhaltiger Zahncreme stoppt die Karies-Attacke. Mit Bürste und Pasta werden bakterielle Beläge mechanisch entfernt, und Flourid härtet den Zahnschmelz, indem es herausgelöste Mineralien ersetzt. Es ist heute wissenschaftlich belegt, dass Flouride am besten vor Karies schützen, wenn sie von außen auf die Zahnoberfläche einwirken. Die Verwendung einer flouridhaltigen Zahnpasta ist deshalb unbedingt zu empfehlen- putzen Sie zweimal täglich mindestens zwei Minuten. Bei den Kindern sollte ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns zunächst mit einer speziellen Kinderzahncreme mit niedrigem Flouridgehalt geputzt werden. Erst wenn das Kind in die Schule kommt und das Kind selbstständig ausspucken kann, darf eine Junior- oder Erwachsenenpasta mit höherem Flouridgehalt benutzt werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, falls der Kinderarzt Flouridtabletten verordnet hat: Solange das Kind flouridhaltige Mittel einnimmt, sollte es zur Mundhygiene evtl. eine Zahncreme ohne Flourid verwenden und dies mit dem Zahnarzt des Vertrauens besprechen.

Putzkörperchen gegen Plaque und Verfärbungen

Für die Reinigungswirkung einer Zahncreme sorgen winzig kleine Putzkörperchen. Sie unterstützen die Zahnbürste beim Entfernen der bakteriellen Beläge. Die Kunst besteht darin, Putzkörper einzusetzen, die wirksam zum Abschmirgeln der Plaque beitragen und Verfärbungen beseitigen, dabei aber den Zahnschmelz nicht angreifen. Sie können bei allen handelsüblichen Zahncremes sicher sein, dass sie dem gesunden Zahnschmelz nichts anhaben können. Ein Maß für die Schmirgel- Wirkung der Zahnpasta st der so genannte RDA-Wert. Er hängt vor allem von der Härte, Größe und Oberflächenstruktur der Putzkörperchen ab. Die Aussagekraft des RDA- Werts in der Fachwelt umstritten, da er am vergleichsweise weichen Zahnbein(Dentin) gemessen wird und nicht am harten Zahnschmelz. Das Dentin, sozusagen der Kern des Zahnes, ist jedoch in der Regle vom schützenden Schmelz umgeben - eine Ausnahme bilden allerdings zum Beispiel freiliegende Zahnhälse. Nach Ansicht der Bundeszahnärztekammer sind für den alltäglichen Gebrauch Zahnpasten mit einem RDA-Wert zwischen 30und 70 zu empfehlen. Spezialcremes gegen Verfäbungen(Zahnweißcreme) enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Schleifmitteln. Produkte mit einem RDA- Wert über 80 sollten nicht täglich zur Mundhygiene angewendet werden, empfiehlt die Bundeszahnärztekammer. Die Ergebnisse wisschenschaftlicher Forschungen deuten darauf hin, dass Zahnschäden generell weniger auf zu stark schmirgelnder Zahnpasten zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf falsche Putztechnick:Wer regelmäßig mit zuviel Kraft und einer harten Bürste “schrubbt”, schädigt damit auf Dauer den Schmelz und unter Umständen auch das Zahnfleisch- es weicht vor dem Über-Druch zurück und legt den Zahnhals frei.

Schaum erfrischt nicht nur

Die meisten Verbraucher empfinden es als angenehm  und erfrischen, wenn die Zahnpast schäumt. Die Schaumbildner oder auch Netzmittel leisten noch mehr: Sie unterstützen die gleichmäßge Verteilung der Zahncreme und damit auch den Putzeffekt. Speisereste werden von den kleinen Bläschen “eingefangen”, die Zahnbürste kann sie dadurch besser entfernen. Die Netzmittel binden außerdem abgelöste bakterielle Beläge, nach Abschluss des Putzvorgangs lassen sie sich deshalb leicht ausspülen.Darüber hinaus ermöglicht der Schaum eine bessere Benetzung der Zahnoberflächen mit den Wirkstoffen in der Zahncreme.

Der Zahnarzt gibt gerne Tipps

Auf dem deutschen Markt sind zund 300 verschiedene Zahnpasten erhältlich- eine verwirrende Vielfalt. Zahlreiche Produkte enthalten besondere Zusätze oder Inhaltsstoffe, die zum Beispiel das Zahnfleisch kräftigen, die Bildung von Zahnstein reduzieren, gegen Mundgeruch wirken oder speziell für ” reifere” Zähne geeignet sein sollten. Dann gibt es Cremes für sensible, schmerzempfindliche Zähne, und wieder andere enthalten antibakteriell wirkende Substanzen, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Fragen sie vor der Anwendung einer Zahncreme mit besonderen Eigenschaften am besten Ihren Zahnarzt. Er kann beurteilen, ob das Produkt in Ihrem ganz persönlichem Fall gut geeignet ist- und Ihnen außerdem weitere wertvolle Tipps zur richtigen Zahnpflege geben.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

Deutschlands Zahnärzte sind Spitze

Die Zahnheilkunde in Deutschland besticht im internationalen Vergleich durch höchste Qualität.

Was zeichnet unsere Zahnärzte aus?

Zahnerkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, ist oberstes Ziel der Zahnärzte in Deutschland- ganz im  Sinne ihrer Patienten. Und falls trotz aller Bemühungen ein Zahn erkrankt, wird dies am besten möglichst früh erkannt und behandelt. Deshalb sollte jeder Mensch mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, im Idealfall alle 6 Monate. Das Ergebnis der guten Vorsorge in Deutschland kann sich sehen lassen: Die Zähne der Menschen sind so gesund nie zuvor. So kauen heute 70 Prozent der Zwölfjährigen mit einem naturgesunden Gebiss, ganz ohne Karies, Füllungen oder Zahnverlust. Auch bei den Erwachsenen zeigen sich die Erfolge: Mussten Anfang der neunziger Jahre bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen noch über 16 Millionen Zähne pro Jahr gezogen werden, so waren es im Jahr 2009 nur noch 13,4 Millionen. Auch in den Fällen, in denen ein Zahn nicht mehr gerettet werden kann, sind die Patienten bei Deutschlands Zahnärzten in besten Händen. Die Mängelquote bei Zahnarztbehandlungen liegt im Promillebereich: So haben zum Beispiel die Zahnärzte in Bayern vergangenes Jahr rund 1,4 Millionen Zahnersatzbehandlungen durchgeführt- ehr als 99,9 Prozent davon waren fehlerfrei. Die wenigen Mängel konnten durch Nachbesserungen beseitigt werden.

Erstklassige Ausbildung

Grundlage für die gute Zahnheilkunde in Deutschland ist die erstklassie Ausbildung an den Universitäten. Das Studium umfasst elf Semester, ist sehr praxisorientiert und endet mit dem Staatsexamen. Nach erfolgreicher Prüfung müssen die Absolventen noch eine mindestens zweijährige Vorbereitungszeit als Assistenzzahnarzt absolvieren. Erst danach dürfen sie als Vertragszahnarzt arbeiten. Die große Mehrheit der deutschen Zahnärzte bildet sich zudem regelmäßig fort. Deutschlands Zahnmedizin kann sich also sehen lassen. Doch wie lange noch ? Die von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen werden immer schlechter. In der gesetzlichen Krankenversicherund haben die Zahnärzte inzwischen eine enorme bürokratie Last zu tragen. Außerdem sind zahnerhaltende Maßnahmen budgetiert. Das bedeutet, dass die Zahnärzte ab einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise nicht mehr kostendeckend arbeiten können- bestriebswirtschaftlich und zahnmedizinisch ein Desaster. Im Bereich der privaten Krankenversicherung sieht es nicht viel besser aus. Die private Gebührenverordnung ist seit über 23 Jahren unverändert. Die allgemeine Kostensteigerung und der medizinisch-technische Fortschritt werden alo nicht berücksichtigt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Patienten: Wenn die Politik die Weichen nicht richtig stellt, gefährdet sie die internationale Spitzenstellung der deutschen Zahnheilkunde.

 

Quelle: Magazin”Lückenlos”

 

 

Knochenschwund- Vorsorge auch beim Zahnarzt

Bei Osteoporose werden die Knochen porös und instabil. Oft zermürbt die Krankheit auch den Kieferknochen- Zähne verlieren den Halt.

Osteoporose ist eine stumme Krankheit: Die Betroffenen spüren über viele Jahre keine Schmerzen. Oft erfolgt die Diagnose daher spät, im fortgeschrittenen Stadium- wenn schon der erste Knochen bricht. Soweit muss es nicht kommen. Vorbeugend kann jeder Mensch etwas für seine Knochengesundheit tun: Durch regelmäßge Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium (Milchprodukte ,Mineralwasser,Gemüse) und Vitamin D(Fisch,Kalbfleisch,Eier,Champignons,Leber). Knochenschwund kann jeden treffen: Etwa jede dritte Frau nach der Menopause und fast jeder fünfte Mann jenseits der 60 erkranken daran. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Osteoporose auch den Kieferknochen angreift. So verlieren Patienteninnen, die unter Osteoporose leiden, in und nach den Wechseljahren mehr Zähne als Menschen mit normaler Knochendichte. Frauen und Männer sollten auch aus diesem Grund jenseits der 50 weiterhin konsequent auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Wichtig ist außerdem der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt: Er kann Gefahren für die Zahngesundheit frühzeitig erkennen. Ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund im Kiefer besteht bei Osteoporose- Patienten, die so genannte Bisphosphonate einnehmen. Diese häufig verordneten Arzneimittel reduzieren das Risiko für Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche. Dabei sind jedoch Nebenwirkungen möglich: Aufgrund der Therapie mit Bisphosphonaten kann es zum Absterben  von Knochengewebe im Kiefer kommen. Wer vom Arzt ein Bisphosponat verordnet bekommen hat, sollte unbedingt seinen Zahnarzt darüber informieren. Treten Beschwerden auf wie Druckstellen, Zahnfleischentzündungen, unagenehmer Geschmack, Mundgeruch oder scheinen sich einzelne Zähne zu lockern, sollte der Patient möglichst bald die Zahnarztpraxis aufsuchen.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

Genuss ohne Verdruss- auch bei sensiblen Zähnen

Warme Sommertage und leckeres Eis- das gehört zusammen. Bei vielen Menschen die süße Freude jedoch arg getrübt, weil plötzlich die Zähne schmerzen. Der Zahnarzt kann die Ursache feststellen und das Problem beheben.

Kennen Sie das auch ? Sie schlecken an einer Kugel Eiskrem, trinken einen Schluck kalte Limonade oder löffeln eine heiße Suppe- und spüren plötzlich einen scharfen, ziehenden Schmerz an den Zähnen. Die Pein klingt nach kurzer Zeit zwar wieder ab, ein Besuch in der Zahnarztpraxis ist dennoch dringend zu empfehlen, um die genaue Ursache abzuklären. Wenn Heißes oder Kaltes, Süßes oder Saures an den Zänen schmerzt, sprechen Zahnärzte von “Dentinhypersensibilität”- zu Deutsch: Zahnbeinüberempfindlichkeit. Das Zahnbein (Dentin) bildet den Kern und die Hauptmasse eines Zahns. Im sichtbaren Bereich ist es vom schützenden Zahnschmelz überzogen- er ist wesentlich härter und lässt sich von thermischen oder chemischen Reizen nicht irritieren. Eine Zahnbeinüberempfindlichkeit entsteht, wenn das Dentin an einzelnen Stellen des Zahn freiliegt. Dann stehen die feinen Kanälchen offen, von denen das Zahnbein durchzogen ist- sie enthalten Nervenfaser, die nun äußere Reize wie heiß,kalt, süß oder sauer an den zentralen Zahnnerv weiterleiten. Die spürbare  Folge: Schmerzen. Für das zunehmend verbreitet Problem der Dentinhypersensibilität sind vor allem zwei  Ursachen verantwortlich:

1.Schäden in der Zahnschmelzschicht durch säurebedingte Erosionen;

2.zurückweichendes Zahnschmelz werden in der Zahnarztpraxis zunehmend häufiger beobachtet. Schuld sind in der Regel die Ernährungsgewohntheiten: Während früher zumeist regelmäßig dreimal am Tag gegessen wurde, geht der Trend mittlerweile zu mehreren kleinen Mahlzeiten. Das schont zwar den Magen, aber nicht den Zahnschmelz- er muss imm er öfter Säureangriffe parieren. Denn nicht nur beliebte Obstsorten wie Zitrusfrüchte und Äpfel, auch Salate mit Essigdressing, Fruchtriegel, viele Fertiggerichte sowie Säfte, Smoothies, Softdrinks und vor allem Sport-und Fitnessgetränke enthalten Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn so aufweichen. Oft reagieren Zähne auch deshalb schmerzempfindlich, weil der Zahnhals freilieg. Er besitzt keinen Schmelz, denn normalerweise schützt ihn das Zahnfleisch. Weicht die Schleimhaut aber zurück, kommt das empfindliche Dentin am Zahnhals zum Vorschein.

Empfindliche Zahnhälse

Eine häufige Ursache für Zahnfleischschwund ist Paradontitis. Mit gründlicher Mundhygiene beugen Sie dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats vor. Wichtig ist vor allem die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Nehmen Sie die ersen Anzeichen einer Paradontitis unbedingt ernst: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, falls das Zahnfleisch geschwollen oder gerötet ist, wenn es beim Putzen blutet oder falls Sie einen unangenehmen Mundgeruch bemerken. Die Ursache für freiliegende Zahnhälse könnte aber auch eine falsche Putztechnik sein. Wer mit der Zahnbürste hin und her schrubbt oder zu stark drückt, bringt sein Zahnfleisch in Bedrängnis: Das weiche Schleimhautgewebe reagiert darauf empfindlich und zieht sich allmählich zurück. Mit der richtigen Putztechnik können Sie die Zahnbürste in kleinen Kreisbewegungen über die Zähne, und drücken Sie dabei nicht zu stark. Wenn Ihre Zähne sensibel reagieren oder falls das Putzen weh tut, sollten Sie möglichst bald Ihren Zahnarzt informieren. Er kann frei liegende Zahnhälse wirksam behandeln, indem er die freien Dentinkanälchen mit einem flouridhaltigen Lack oder einem speziellen Kunststoff versiegelt.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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