Archive for August, 2011

„Her mit der Pasta!“

Dienstag, August 16th, 2011

Putzhilfe aus der Tube: Ohne Zahncreme macht die Mundpflege nicht nur keinen Spaß, sonder auch ein wenig Sinn. Denn das Bürsten allein würde längst nicht ausreichen, um die bakteriellen Beläge zu entfernen , die sich im Laufe des Tages unvermeidlich auf jeder Zahnoberfläche bilden. Die Zahnpasta verbessert den Reinigungseffekt der Zahnbürste enorm- entscheidend sind dabei vor allem drei Dine:

1.Flourid schützt den Zahnschmelz.

2. So genannte Putzkörper- diese schmirgelnden Teilchen bestehen in der Regel aus Mineralien wie Kieselsäure, Kalziumkarbonat oder Phosphaten.

3. Oberflächenaktive Stoffe(Tenside) sorgen dafür, dass die Zahncreme schäumt.

Die Zahnfäulnis, medizinisch Karies genannt, befindet sich in Deutschland seit vielen Jahren auf dem Rückzug. Das gilt vor allem für Kinder: Heute haben mehr alls die Hälfte aller Schulanfänger kariesfreie Milchzähne. Kariesbakterien gefährden die Zahngesundheit, weil ihr Stoffwechsel aggressive Säuren produziert, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, entsteht schließlich ein Loch.

Flourid gegen Zahnfäule

Gründliches Putzen mit flouridhaltiger Zahncreme stoppt die Karies-Attacke. Mit Bürste und Pasta werden bakterielle Beläge mechanisch entfernt, und Flourid härtet den Zahnschmelz, indem es herausgelöste Mineralien ersetzt. Es ist heute wissenschaftlich belegt, dass Flouride am besten vor Karies schützen, wenn sie von außen auf die Zahnoberfläche einwirken. Die Verwendung einer flouridhaltigen Zahnpasta ist deshalb unbedingt zu empfehlen- putzen Sie zweimal täglich mindestens zwei Minuten. Bei den Kindern sollte ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns zunächst mit einer speziellen Kinderzahncreme mit niedrigem Flouridgehalt geputzt werden. Erst wenn das Kind in die Schule kommt und das Kind selbstständig ausspucken kann, darf eine Junior- oder Erwachsenenpasta mit höherem Flouridgehalt benutzt werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, falls der Kinderarzt Flouridtabletten verordnet hat: Solange das Kind flouridhaltige Mittel einnimmt, sollte es zur Mundhygiene evtl. eine Zahncreme ohne Flourid verwenden und dies mit dem Zahnarzt des Vertrauens besprechen.

Putzkörperchen gegen Plaque und Verfärbungen

Für die Reinigungswirkung einer Zahncreme sorgen winzig kleine Putzkörperchen. Sie unterstützen die Zahnbürste beim Entfernen der bakteriellen Beläge. Die Kunst besteht darin, Putzkörper einzusetzen, die wirksam zum Abschmirgeln der Plaque beitragen und Verfärbungen beseitigen, dabei aber den Zahnschmelz nicht angreifen. Sie können bei allen handelsüblichen Zahncremes sicher sein, dass sie dem gesunden Zahnschmelz nichts anhaben können. Ein Maß für die Schmirgel- Wirkung der Zahnpasta st der so genannte RDA-Wert. Er hängt vor allem von der Härte, Größe und Oberflächenstruktur der Putzkörperchen ab. Die Aussagekraft des RDA- Werts in der Fachwelt umstritten, da er am vergleichsweise weichen Zahnbein(Dentin) gemessen wird und nicht am harten Zahnschmelz. Das Dentin, sozusagen der Kern des Zahnes, ist jedoch in der Regle vom schützenden Schmelz umgeben – eine Ausnahme bilden allerdings zum Beispiel freiliegende Zahnhälse. Nach Ansicht der Bundeszahnärztekammer sind für den alltäglichen Gebrauch Zahnpasten mit einem RDA-Wert zwischen 30und 70 zu empfehlen. Spezialcremes gegen Verfäbungen(Zahnweißcreme) enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Schleifmitteln. Produkte mit einem RDA- Wert über 80 sollten nicht täglich zur Mundhygiene angewendet werden, empfiehlt die Bundeszahnärztekammer. Die Ergebnisse wisschenschaftlicher Forschungen deuten darauf hin, dass Zahnschäden generell weniger auf zu stark schmirgelnder Zahnpasten zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf falsche Putztechnick:Wer regelmäßig mit zuviel Kraft und einer harten Bürste „schrubbt“, schädigt damit auf Dauer den Schmelz und unter Umständen auch das Zahnfleisch- es weicht vor dem Über-Druch zurück und legt den Zahnhals frei.

Schaum erfrischt nicht nur

Die meisten Verbraucher empfinden es als angenehm  und erfrischen, wenn die Zahnpast schäumt. Die Schaumbildner oder auch Netzmittel leisten noch mehr: Sie unterstützen die gleichmäßge Verteilung der Zahncreme und damit auch den Putzeffekt. Speisereste werden von den kleinen Bläschen „eingefangen“, die Zahnbürste kann sie dadurch besser entfernen. Die Netzmittel binden außerdem abgelöste bakterielle Beläge, nach Abschluss des Putzvorgangs lassen sie sich deshalb leicht ausspülen.Darüber hinaus ermöglicht der Schaum eine bessere Benetzung der Zahnoberflächen mit den Wirkstoffen in der Zahncreme.

Der Zahnarzt gibt gerne Tipps

Auf dem deutschen Markt sind zund 300 verschiedene Zahnpasten erhältlich- eine verwirrende Vielfalt. Zahlreiche Produkte enthalten besondere Zusätze oder Inhaltsstoffe, die zum Beispiel das Zahnfleisch kräftigen, die Bildung von Zahnstein reduzieren, gegen Mundgeruch wirken oder speziell für “ reifere“ Zähne geeignet sein sollten. Dann gibt es Cremes für sensible, schmerzempfindliche Zähne, und wieder andere enthalten antibakteriell wirkende Substanzen, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Fragen sie vor der Anwendung einer Zahncreme mit besonderen Eigenschaften am besten Ihren Zahnarzt. Er kann beurteilen, ob das Produkt in Ihrem ganz persönlichem Fall gut geeignet ist- und Ihnen außerdem weitere wertvolle Tipps zur richtigen Zahnpflege geben.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

Deutschlands Zahnärzte sind Spitze

Dienstag, August 16th, 2011

Die Zahnheilkunde in Deutschland besticht im internationalen Vergleich durch höchste Qualität.

Was zeichnet unsere Zahnärzte aus?

Zahnerkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, ist oberstes Ziel der Zahnärzte in Deutschland- ganz im  Sinne ihrer Patienten. Und falls trotz aller Bemühungen ein Zahn erkrankt, wird dies am besten möglichst früh erkannt und behandelt. Deshalb sollte jeder Mensch mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, im Idealfall alle 6 Monate. Das Ergebnis der guten Vorsorge in Deutschland kann sich sehen lassen: Die Zähne der Menschen sind so gesund nie zuvor. So kauen heute 70 Prozent der Zwölfjährigen mit einem naturgesunden Gebiss, ganz ohne Karies, Füllungen oder Zahnverlust. Auch bei den Erwachsenen zeigen sich die Erfolge: Mussten Anfang der neunziger Jahre bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen noch über 16 Millionen Zähne pro Jahr gezogen werden, so waren es im Jahr 2009 nur noch 13,4 Millionen. Auch in den Fällen, in denen ein Zahn nicht mehr gerettet werden kann, sind die Patienten bei Deutschlands Zahnärzten in besten Händen. Die Mängelquote bei Zahnarztbehandlungen liegt im Promillebereich: So haben zum Beispiel die Zahnärzte in Bayern vergangenes Jahr rund 1,4 Millionen Zahnersatzbehandlungen durchgeführt- ehr als 99,9 Prozent davon waren fehlerfrei. Die wenigen Mängel konnten durch Nachbesserungen beseitigt werden.

Erstklassige Ausbildung

Grundlage für die gute Zahnheilkunde in Deutschland ist die erstklassie Ausbildung an den Universitäten. Das Studium umfasst elf Semester, ist sehr praxisorientiert und endet mit dem Staatsexamen. Nach erfolgreicher Prüfung müssen die Absolventen noch eine mindestens zweijährige Vorbereitungszeit als Assistenzzahnarzt absolvieren. Erst danach dürfen sie als Vertragszahnarzt arbeiten. Die große Mehrheit der deutschen Zahnärzte bildet sich zudem regelmäßig fort. Deutschlands Zahnmedizin kann sich also sehen lassen. Doch wie lange noch ? Die von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen werden immer schlechter. In der gesetzlichen Krankenversicherund haben die Zahnärzte inzwischen eine enorme bürokratie Last zu tragen. Außerdem sind zahnerhaltende Maßnahmen budgetiert. Das bedeutet, dass die Zahnärzte ab einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise nicht mehr kostendeckend arbeiten können- bestriebswirtschaftlich und zahnmedizinisch ein Desaster. Im Bereich der privaten Krankenversicherung sieht es nicht viel besser aus. Die private Gebührenverordnung ist seit über 23 Jahren unverändert. Die allgemeine Kostensteigerung und der medizinisch-technische Fortschritt werden alo nicht berücksichtigt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Patienten: Wenn die Politik die Weichen nicht richtig stellt, gefährdet sie die internationale Spitzenstellung der deutschen Zahnheilkunde.

 

Quelle: Magazin“Lückenlos“

 

 

Knochenschwund- Vorsorge auch beim Zahnarzt

Dienstag, August 16th, 2011

Bei Osteoporose werden die Knochen porös und instabil. Oft zermürbt die Krankheit auch den Kieferknochen- Zähne verlieren den Halt.

Osteoporose ist eine stumme Krankheit: Die Betroffenen spüren über viele Jahre keine Schmerzen. Oft erfolgt die Diagnose daher spät, im fortgeschrittenen Stadium- wenn schon der erste Knochen bricht. Soweit muss es nicht kommen. Vorbeugend kann jeder Mensch etwas für seine Knochengesundheit tun: Durch regelmäßge Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium (Milchprodukte ,Mineralwasser,Gemüse) und Vitamin D(Fisch,Kalbfleisch,Eier,Champignons,Leber). Knochenschwund kann jeden treffen: Etwa jede dritte Frau nach der Menopause und fast jeder fünfte Mann jenseits der 60 erkranken daran. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Osteoporose auch den Kieferknochen angreift. So verlieren Patienteninnen, die unter Osteoporose leiden, in und nach den Wechseljahren mehr Zähne als Menschen mit normaler Knochendichte. Frauen und Männer sollten auch aus diesem Grund jenseits der 50 weiterhin konsequent auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Wichtig ist außerdem der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt: Er kann Gefahren für die Zahngesundheit frühzeitig erkennen. Ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund im Kiefer besteht bei Osteoporose- Patienten, die so genannte Bisphosphonate einnehmen. Diese häufig verordneten Arzneimittel reduzieren das Risiko für Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche. Dabei sind jedoch Nebenwirkungen möglich: Aufgrund der Therapie mit Bisphosphonaten kann es zum Absterben  von Knochengewebe im Kiefer kommen. Wer vom Arzt ein Bisphosponat verordnet bekommen hat, sollte unbedingt seinen Zahnarzt darüber informieren. Treten Beschwerden auf wie Druckstellen, Zahnfleischentzündungen, unagenehmer Geschmack, Mundgeruch oder scheinen sich einzelne Zähne zu lockern, sollte der Patient möglichst bald die Zahnarztpraxis aufsuchen.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

Genuss ohne Verdruss- auch bei sensiblen Zähnen

Dienstag, August 16th, 2011

Warme Sommertage und leckeres Eis- das gehört zusammen. Bei vielen Menschen die süße Freude jedoch arg getrübt, weil plötzlich die Zähne schmerzen. Der Zahnarzt kann die Ursache feststellen und das Problem beheben.

Kennen Sie das auch ? Sie schlecken an einer Kugel Eiskrem, trinken einen Schluck kalte Limonade oder löffeln eine heiße Suppe- und spüren plötzlich einen scharfen, ziehenden Schmerz an den Zähnen. Die Pein klingt nach kurzer Zeit zwar wieder ab, ein Besuch in der Zahnarztpraxis ist dennoch dringend zu empfehlen, um die genaue Ursache abzuklären. Wenn Heißes oder Kaltes, Süßes oder Saures an den Zänen schmerzt, sprechen Zahnärzte von „Dentinhypersensibilität“- zu Deutsch: Zahnbeinüberempfindlichkeit. Das Zahnbein (Dentin) bildet den Kern und die Hauptmasse eines Zahns. Im sichtbaren Bereich ist es vom schützenden Zahnschmelz überzogen- er ist wesentlich härter und lässt sich von thermischen oder chemischen Reizen nicht irritieren. Eine Zahnbeinüberempfindlichkeit entsteht, wenn das Dentin an einzelnen Stellen des Zahn freiliegt. Dann stehen die feinen Kanälchen offen, von denen das Zahnbein durchzogen ist- sie enthalten Nervenfaser, die nun äußere Reize wie heiß,kalt, süß oder sauer an den zentralen Zahnnerv weiterleiten. Die spürbare  Folge: Schmerzen. Für das zunehmend verbreitet Problem der Dentinhypersensibilität sind vor allem zwei  Ursachen verantwortlich:

1.Schäden in der Zahnschmelzschicht durch säurebedingte Erosionen;

2.zurückweichendes Zahnschmelz werden in der Zahnarztpraxis zunehmend häufiger beobachtet. Schuld sind in der Regel die Ernährungsgewohntheiten: Während früher zumeist regelmäßig dreimal am Tag gegessen wurde, geht der Trend mittlerweile zu mehreren kleinen Mahlzeiten. Das schont zwar den Magen, aber nicht den Zahnschmelz- er muss imm er öfter Säureangriffe parieren. Denn nicht nur beliebte Obstsorten wie Zitrusfrüchte und Äpfel, auch Salate mit Essigdressing, Fruchtriegel, viele Fertiggerichte sowie Säfte, Smoothies, Softdrinks und vor allem Sport-und Fitnessgetränke enthalten Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn so aufweichen. Oft reagieren Zähne auch deshalb schmerzempfindlich, weil der Zahnhals freilieg. Er besitzt keinen Schmelz, denn normalerweise schützt ihn das Zahnfleisch. Weicht die Schleimhaut aber zurück, kommt das empfindliche Dentin am Zahnhals zum Vorschein.

Empfindliche Zahnhälse

Eine häufige Ursache für Zahnfleischschwund ist Paradontitis. Mit gründlicher Mundhygiene beugen Sie dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats vor. Wichtig ist vor allem die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Nehmen Sie die ersen Anzeichen einer Paradontitis unbedingt ernst: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, falls das Zahnfleisch geschwollen oder gerötet ist, wenn es beim Putzen blutet oder falls Sie einen unangenehmen Mundgeruch bemerken. Die Ursache für freiliegende Zahnhälse könnte aber auch eine falsche Putztechnik sein. Wer mit der Zahnbürste hin und her schrubbt oder zu stark drückt, bringt sein Zahnfleisch in Bedrängnis: Das weiche Schleimhautgewebe reagiert darauf empfindlich und zieht sich allmählich zurück. Mit der richtigen Putztechnik können Sie die Zahnbürste in kleinen Kreisbewegungen über die Zähne, und drücken Sie dabei nicht zu stark. Wenn Ihre Zähne sensibel reagieren oder falls das Putzen weh tut, sollten Sie möglichst bald Ihren Zahnarzt informieren. Er kann frei liegende Zahnhälse wirksam behandeln, indem er die freien Dentinkanälchen mit einem flouridhaltigen Lack oder einem speziellen Kunststoff versiegelt.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

Gesunde Zähne trotz Diabetes

Montag, August 1st, 2011

Zuckerpatienten sollten ganz besonders auf eine gute Mundhygiene achten. Denn bei Diabetes besteht ein stark erhöhtes Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen.

 Die Zahl der Zuckerpatienten  steigt bereits stetig. Bereits bei mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland wurde die Diagnose Diabetes gestellt. Darüber hinaus sind etwa drei Millionen Erwachsene erkrankt, ohne es zu wissen: Denn der so genannte „Alterszucker“ (Mediziner sprechen von Typ-2- Diabetes) entwickelt sich schleichend über viele Jahre- oft bleibt er daher lange Zeit unbemerkt. Doch schon im frühen Stadium kann die Stoffwechselstörung Schäden im Körper anrichten. So greift der überschüssige Zucker im Blut vor allem Nerven, Nieren und Gefäße an, aber auch die Zahngesundheit ist bedroht.

 Auf Warnsignale achten

Mögliche Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwerte sind allgemein Müdigkeit und Abgeschlagenheit, starker Durst, häufigeres Wasserlassen, Juckreiz, vermehrtes Auftreten von Infekten wie etwa Blasenentzündungen, schlecht heilende Wunden, eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, verminderter Speichelfluss- und Zahnfleischentzündungen: Sie machen sich bemerkbar durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, unangenehmen Mundgeruch, Zahnfleischbluten beim Putzen oder empfindliche Zahnhälse, die beim Genuss kalter oder heißer Lebensmittel wehtun.Wer einer dieser Symptome bemerkt,sollte baldmöglichst zum Zahnarzt gehen. Er kann die Ursache feststellen und auch erkennen, ob möglicherweise ein Diabetes hinter den Beschwerden steckt.

Gesunde Ernährung als Therapie

Ziel jeder Diabetes- Behandlung ist eine gute Blutzuckereinstellung. Um sie zu erreichen, wird der Arzt einem Typ-2-Diabetiker in aller Regel zunächst Tabletten verordnen. Mit der Einnahme von Medikamenten allein lässt sich jedoch kein optimaler Therapieerfolg erzielen- ergänzend sollte jeder Zuckerpatient selbst etwas für seine Gesundheit tun. Ernährung und regelmäßige Bewegung. Mit einer vollwertigen Kost können Diabetiker ihre Blutzuckerwerte verbessern und Folgeerkrankungen vorbeugen. Ein ausgewogener Speiseplan mit viel Gemüse, Vollkornprodukten,Kartoffeln,Reis,Müsli, mageren Milchprodukten sowie mehr pflanzlichem und weniger tierischem Fett trägt wesentlich dazu bei, das Behandlungsziel zu erreichen. Dazu gehört in der Regel auch das Abnehmen – denn Übergewicht ist die Hauptursache des Typ-2-Diabetes.

 Gute Zuckerwerte schützen die Zähne

Eine verbesserte Stoffwechseleinstellung beugt Diabetes-Folgeschäden wie Herzinfarkt oder Nierenversagen vor-und schützt  auch die Zähne. Je besser die Blutzuckerwerte, desto geringer das Risiko für Paradontitis und Karies. Diabetiker leiden besonders häufig unter Zahnhalskaries. Wird diese Erkrankung nicht frühzeitig behandelt, können die Kariesbakterien schon bald bis zur Zahnwurzel vordringen. Zuckerpatienten bemerken das oft gar nicht, weil sie im Bereich des Zahnbetts keine Schmerzen spüren. Breitet sich die Wurzelkaries deshalb unerkannt aus, ist der Zahn schließlich nicht mehr zu retten. Möglichst normale Zuckerwerte sind das eine- sorgfältige Mundhygiene ist das andere. Diabetiker sollten eine besonders penible Zahnpflege betreiben. Dazu gehört es, täglich mindestens zweimal gründlich die Zähne zu putzen. Insbesondere älteren Patienten ist dazu eine elektrische Zahnbürste zu empfehlen. Viele Senioren haben aufgrund einer eingeschränkten manuellen Geschicklichkeit Probleme, mit der Handzahnbürste alle Gebissbereiche gut zu reinigen. Eine elektrische Bürste kann den Putzerfolg verbessern: Der rotierende Bürstenkopf führt die besonders effektiven kreisenden Bewegungen automatisch aus und erleichtert es, alle Zahnpartien zu erreichen.

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Um Unterzuckerungen zu vermeiden, müssen viele Diabetiker nach Anweisung ihres Arztes häufiger Zwischenmahlzeiten einnehmen. Auch danach sollten sie darauf achten, dass keine Speisereste zwischen den Zähnen verbleiben. Unverzichtbar für Diabetiker ist die tägliche Säuberung der Zahnzwischenräume. Sie erfolgt am besten so genannten Interdentalbürstchen: Deren mikrofeine Borsten sind bezüglich der Effektivität allen anderen Hilfsmitteln zur Reinigung der Zahnzwischenräume überlegen. Interdentalbürsten sind zudem leicht anzuwenden- einfach behutsam in den Zwischenraum einführen und vorsichtig mehrfach hin und her bewegen. Wichtig ist jedoch dsie Wahl der richtigen Größe: Lässt sich das Bürstchen nur unter Krafteinsatz in die Lücke schieben, ist es zu groß. Besteht andererseits zu viel Spielraum, erfolgt keine optimale Reinigung. Im Zweifel fragen Diabetiker ihren Zahnarzt- er wird geeignete Zwischenraumbürsten empfehlen und die optimale Putztechnik erklären. Auch die Frage, ob die zusätzliche Anwendung antibakterieller Mundspülmittel sinnvoll ist, sollten Diabetiker mit ihrem Zahnarzt besprechen. Wegen des erhöhten Risikos vereinbaren Zuckerpatienten am besten vierteljährlich einen Kontrolltermin in der Zahnarztpraxis. Zur optimalen Vorsorge ist es außerdem ratsam, dort zweimal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

 Quelle: Magazin“Lückenlos“

 

Schlüssel zum gläsernen Patienten

Montag, August 1st, 2011

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte verzögert sich seit Jahren. Nun soll sie endlich kommen- doch Ärzte und Zahnärzte warnen vor Risiken und Nebenwirkungen.

 

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) sollte ursprünglich  bereits vor fünf Jahren eingeführt werden. Doch das riesige Datensammelprojekt scheiterte bisher an ungelösten Problemen. Die Bundesregierung versucht es nun mit Zwang: Per Gesetz wurden alle Krankenkassen verpflichtet, bis Ende diesen Jahres mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten mit der eGK auszustatten. Die Zahnärzte haben schon immer betont, dass sie die elektronische Gesundheitskarte nicht brauchen, da sie für ihre Patienten keinerlei Verbesserung bringt. Mit der eGK sind Risiken und Nebenwirkungen verbunden, deren Folgen sich nur schwer abschätzen lassen. Und den Zahnärzten genügen die Angaben auf der herkömmlichen Krankenversichertenkarte (KVK) völlig. Dass die eGK mit einem Foto des Versicherten versehen sein soll, ist verständlich – angesichts des Missbrauchs, der mit der bisherigen KVK betrieben werden kann. Die schon jetzt auf der KVK gespeicherten Daten- wie Name, Adresse, Versicherungsnummer- wird auch die eGK enthalten. Beunruhigen muss aber die Tatsache, dass alle übrigen Daten, die zukünftig mittels eGK erfasst werden sollen, nicht etwa in den jeweiligen Praxen sondern per Internet- Anbindung zentral auf Computern gespeichert werden sollen. An dieses gigantische Netzwerk sind dann Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheken, Krankenhäuser, Sanitätshäuser und die Krankenkassen angeschlossen. Und alle- das sind über zwei Millionen Menschen- haben zugriff auf Ihre Krankheitsdaten. Ganz zu schweigen von der Gefahr, die durch Computer-Hacker ausgeht, die unbefugt in dieses Netz eindringen könnten.

 

Zweifelhafter Nutzen 

Interessierte könnten dann nachschauen, ob Sie seelische Krisen, schlechte Zähne oder Erbkrankheiten haben. Dass Lebensversicherungen, Pharma-Firmen oder auch Kreditgeber von solchen Angaben sehr gerne erfahren würden, versteht sich von selbst. Noch gehört das Speichern dieser Daten zu den freiwilligen Funktionen, über die der Versicherte selbst entscheidet. Aber diese Freiwilligkeit lässt zugleich am Nutzen der neuen Karte zweifeln, denn wenn die Medikationsliste, die Patientenakten oder Notfalldaten unvollständig sind, ist damit trotz des Milliardenaufwands niemandem geholfen. Fraglich ist auch, ob ein Arzt im Notfall die Zeit hat, erst einmal die Daten der Karte auszulesen – oder ob sich ein Notarzt auf die Angaben der Gesundheitskarte verlassen kann, wenn der Versicherte selbst die Möglichkeit hat, Daten zu löschen. Vor allem Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten haben über all die Jahre immer wieder lautstark ihre Bedenken gegen die eGK geäußert. Zwischendurch gab es Pilotversuche, bei denen beispielweise festgestellt wurde, dass sich insbesondere ältere Patienten die achtstellige PIN, mit der sie ihren Behandlern den Zugang zur eGK eröffnen sollten, nicht merken konnten. Bis Ende 2011 müssen sieben Millionen Karten produziert und verteilt werden. Dabei ist es mit der Verteilung der eGK noch längst nicht getan. Denn es müssen neue Lesegeräte angeschafft, muss neue Praxissoftware aufgespielt und beherrscht werden. Und für die Übermittlung der Daten an den zentralen Speicher muss eine leistungsfähige Verbindung zum Internet vorhanden sein, die in Deutschland derzeit gar nicht überall möglich ist. So wird die bundesweite Einführung der eGK wohl eine unendliche Geschichte bleiben. Aus Sicht der Zahnärzte ist Eile nicht angesagt, den Patienten bringt die neue Karte keinen Vorteil.

Quelle: Magazin“Lückenlos“

„Zahnärztliche Behandlungen sind keine Handelsware!“

Montag, August 1st, 2011

Zahnersatz- Auktionen im Internet sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes legal. Die Zahnärzte in Deutschland kritisieren dieses Urteil: Ihrer Meinung nach ist Medizin keine Ware, die man versteigern kann.

 

Für Kritik bei den Zahnärzten sorgt ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu Zahnersatz-Auktionsportalen im Internet. Zwei Zahnärzte aus Bayern hatten gegen die Betreiber des Portals www.2te-zahnarztmeinung.de geklagt, auf dem Patienten den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes „versteigern“ können. Zahnärzte können sich auf diesem Portal gegenseitig bei den Behandlungskosten unterbieten. In zwei Instanzen hatten die Kläger Recht bekommen: Die Richter teilten ihre Auffassung, dass eine medizinische Leistung keine Ware ist, die man im Internet vertreiben kann. Der BGH sah das anders und lässt nun zu, dass medizinische Behandlungen versteigert werden. „Das Urteil ist ein grundfalsches Signal. Patienten und zahnärztliche Behandlungen sind keine Handelsware. Kein seriöser Zahnarzt kann einen Preis nennen, ohne vorher einen Blick in den Mund des Patienten geworfen zu haben“, betont Dr. Janusz Rats aus München. Außerdem  lasse der BGH zu, dass Beitragsgelder in Form von Provisionen an die Betreiber der Auktionsportale fließen. „2te- Zahnarztmeinung.de ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, das sein Geschäft auf dem Rücken von Zahnärzten und Patienten macht. Die Gewinne, die dort erzielt werde, fehlen bei der Patientenversorgung“, kritisiert Rat. Nahezu alle zahnärztlichen Organisationen in Deutschland teilen die Kritik an dem Urteil. Sie respektieren aber auch das Informationsbedürfnis der Menschen vor einer Zahnersatzbehandlung. Deshalb bieten die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und Zahnärztekammern allen gesetzlich versicherten Patienen seit langem an, sich kostenlos bei ihren Patientenberatungsstellen zu informieren.

Quelle: Magazin“Lückenlos“