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Wurzelspitzenresektion

Montag, Juli 13th, 2009

Was ist eine Wurzelspitzenresektion?

Wörtlich beudeutet „Resektion“ soviel wie Abschneiden. Bei einer Wurzelspitzenresektion (WSR) wird also die entzündete Spitze einer Zahnwurzel gekappt. Dies geschieht normalerweise in einem kleinen operativen Eingriff unter örtlicher Betäubung. Dabei wird das entzündete Gewebe entfernt, der innenraum des Zahnes gereinigt und der verbleibende Hohlraum versiegelt.

Welche Untersuchungen sind für die Entscheidung über eine WSR nötig?

Der allgemeine Gesundheitszustand wird überprüft. Vor einer WSR muss Klarheit über die Schwere der Entzündung an der Zahnwurzel und deren Ausdehnung bestehen. Es wird geprüft, ob nicht auch eine Wuzelbehandlung zum Ziel führen kann. Zur Kärung werden Röntgenbilder erstellt. Schließlich werden die Risiken bei einem Eingriff mit Erfolgsaussicht einer Wurzelbehandlung abgewogen. Erst dann fällt die Entscheidung für eine WSR.

Welche Gefahren können von Zahnentzündungen ausgehen?

Zahnentzündungen können dauerhafte Entzündungen des Kieferknochens hervorrufen oder zur Bildung vom umkapselten Eiteransammlungen (Abszess) und Gewebehohlräumen (Zyste) führen. Auch Allgemeinerkrankungen des Körpers können durch Knochenentzündungen beeinflusst werden. Entzündungsherde der Zahnwurzel können gefährlich werden, wenn Erkrankungen oder Behandlungen das körpereigene Abwehrsystem ohnehin schwächen.

Welche Risiken birgt die WSR?

Zunächst gelten die üblichen Risiken eines operativen Eingriffs. Dazu zählen etwa die Wundinfektion oder -selten- Blutungskomplikationen. Darüber hinaus entstehen weitere Risiken, die mit dem genauen Entzündungsort (also etwas Ober- oder Unterkiefer) und der eigenen Zahnstellung zutun haben.

Durch den Unterkiefer läuft beispielsweise ein Nerv, der bei der WSR geschädigt werden kann. Dadurch kann ein – in seltenen Fällen dauerhaftes – Taubheitsgefühl entstehen. Im Oberkiefer können Reizungen oder Entzündungen der Kieferhöhle die Folge sein. Bei sehr eng stehenden Zahnwurzeln können benachbarte Zahnwurzeln bei der Operation beschädigt werden.

Ein Risiko lässt sich auch mit sorgfältigster Behandlung nicht ausschließen: erneut auftretende Entzündungen können die Entfernung des Zahnes nötig machen. Die Häufigkeit solche Komplikationen ist insgesamt gering. Dennoch sollten Sie ihren Zahnarzt/ ihre Zahnärztin um eine Einschätzung ihrer persönlichen Risiken bei einer WSR bitten.

Wann sollte eine WSR durch geführt werden?

Einfach gesagt: wenn Ihr Zahnarzt / Ihre Zahnärztin dies vorschlägtund Sie gemeinsam Nutzen und Risiken geprüft haben. Die Grundlage für die Entscheidung zu einer WSR bieten Expertenempfehlungen, wissenschaftliche Fachliteratur und die klinische Erfahrung die Ihr Zahnarzt / Ihre Zahnärztin mit Ihrem Befund vergleicht. Grundsätzlich kann das Ergebnis des Befundes zu einer Empfehlung für die WSR führen. Da hier sehr viel vom Einzelfall abhängt, sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt / Ihrer Zahnärztin genau beraten lassen.

Wird wird eine WSR überlicherweise durchgeführt?

Üblicherweise handelt es sich um eine ambulante Behandlung unter örtlicher Betäubung. Eine weitere gehende Schmerz – oder auch Angstausstrahlung (Dämmerschlaf/Narkose) richtet sich nach dem Umfang der chirugischen Maßnahmen und nach allgemeinmedizinischen Gesichtspunkten. Bei besonderen OP-Verläufen oder schwerwiegenden Allgemeinerkrankung kann eine stationäre Behandlung nötig sein.