Einfach täglich pflegen

März 10th, 2014

Tipps und Tricks zur Zahnpflege

Untersuchungen belegen immer wieder: Gesunde und schöne Zähne wirken attraktiv und sympathisch, schaffen Vertrauen und stärken das Selbstbewusstsein. Dahinter steckt jedoch kein Geheimnis oder die ultimative Zauberformel. Konsequente Mundhygiene im heimischen Bad und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt schaffen die wichtigste Grundlage für saubere und vor allem gesunde Zähne.

Für die häusliche Zahn- und Mundpflege gibt es eine Vielzahl verschiedener und teilweise sehr spezieller Hilfsmittel und Techniken. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht ganz einfach. Welche Utensilien sinnvoll sind und wie eine effektive Zahnpflege ablaufen sollte, will die Initiative proDente im Folgenden vorstellen:

Effektive Zahnpflege in Minuten

Morgens und abends jeweils fünf bis zehn Minuten in die Zahnpflege zu investieren, lohnt sich. Besteht zusätzlich die Möglichkeit, auch mittags nach dem Essen die Zähne zu reinigen – umso besser. Das gründliche Putzen mit Bürste und Zahnpasta sollte laut zahnärztlicher Empfehlung mindestens drei Minuten dauern und systematisch alle Zähne abdecken. Das klingt nicht lange, wird jedoch häufig unterschätzt. Zur Orientierung: Das weich gekochte Ei am Morgen dauert fünf Minuten.

Um das richtige „Zeitgefühl“ beim Zähneputzen herzustellen, empfiehlt es sich, auf eine sogenannte „Zahnputzuhr“ zurückzugreifen.

Ob in der althergebrachten Version einer Sanduhr, als spezieller Timer oder neuerdings in die elektrische Zahnbürste integriert, zeigt sie genau an, wie lange das Putzen dauern sollte, um gründlich zu sein.

Auf die Technik kommt es an

Mund auf, Zahnbürste rein und wild drauflosschrubben mag zwar dynamisch sein, ist aber nicht wirklich effektiv. Mit der richtigen Technik werden die drei Minuten Zähneputzen sinnvoller und mit weit weniger Kraftaufwand genutzt. Wichtig ist eine horizontale Putzbewegung, bei der die Zähne vom Zahnfleisch zur Zahnkrone in einem Winkel von ca. 45 Grad zum Zahn gereinigt werden (von Rot nach Weiß). Um keine Stelle zu übersehen, ist eine gewisse Systematik sinnvoll: erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Übermäßiger Druck ist bei der richtigen Technik nicht nötig. Zu festes Aufdrücken kann Verletzungen des Zahnfleischs verursachen und macht die Reinigung keineswegs wirkungsvoller. Empfohlen wird ein Druck von 150 Gramm, was dem Gewicht einer Orange entspricht. Tipp: Den Druck kann man mit einer Küchenwaage testen.

Zahnbürste und Pasta als Team

Die Auswahl an Zahnbürsten ist groß und die Entscheidung fällt schwer: Soll es eine elektrische sein oder doch lieber die gute alte Handzahnbürste? Welcher Härtegrad ist zu empfehlen und nehme ich lieber Kurz- oder Langkopf? Um die Entscheidung ein wenig zu erleichtern, hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Weiche bis mittelharte Bürsten schonen das Zahnfleisch und verhindern Verletzungen bei zu starkem Aufdrücken.
  • Kurzkopfzahnbürsten mit einem 25 bis 30 mm langen Bürstenfeld haben einen kleineren Kopf, sind damit handlicher und erreichen auch schwierige Stellen.
  • Bei richtiger Technik unterscheiden sich elektrische und Handzahnbürsten in ihrer Reinigungsleistung kaum. Der Vorteil der modernen elektrischen Zahnbürste liegt darin, dass je nach Modell automatisch die richtige Putztechnik, die korrekte Putzzeit und der richtige Anpressdruck gewährleistet werden kann. Diese Bequemlichkeit hat aber ihren Preis.

Neue Besen kehren gut – das Gleiche gilt im übertragenen Sinn auch für die Zahnbürste. Alle zwei bis drei Monate muss eine neue her – egal ob es sich um die Köpfe der elektrischen oder die Handzahnbürste selbst handelt. Ein sofortiger Austausch der Bürste sollte in jedem Fall nach einer schweren Erkältung oder einer Entzündung im Mund erfolgen, um ein erneutes Anstecken zu verhindern.

Nach dem Putzen muss die Zahnbürste unter heißem Wasser ausgespült und zum Trocknen mit dem Kopf nach oben an die Luft gestellt werden. Bakterien und Keime haben dann keinen Nährboden.

Bei der Wahl der Zahnpasta geben individuellen Vorlieben den Ausschlag. Ein wichtiges Merkmal ist jedoch ein ausreichender Fluoridgehalt. Durch das regelmäßige Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säureattacken. Gel und Pulver sind nicht zu empfehlen. Gel „verklebt“ die Zahnoberflächen und erschwert eine spätere Reinigung. Pulver verursacht dagegen einen zu starken Abrieb der Zahnsubstanz.

Die richtigen Hilfsmittel für schwierige Stellen

Zähneputzen alleine reicht für eine umfassende und vor allem effektive Pflege der Zähne nicht aus. In den Zahnzwischenräumen, bei Zahnspangen oder festsitzendem Zahnersatz setzen sich trotz gewissenhaftem Putzen Essensreste und Plaque ab, die eine Bakterienquelle bilden und zum Auslöser für Karies und Parodontitis werden können.
Hilfsmittel wie Zahnseide und Interdentalbürsten schaffen hier Abhilfe und sollten in die tägliche Zahnpflege integriert werden.

Wichtig ist ihr regelmäßiger Gebrauch, wobei das geschulte Personal in der Zahnarztpraxis die richtige Technik vermittelt und bei der Entscheidung für das richtige Produkt hilft.

Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Fokus. Hier kann sich ein regelrechter Belag bilden, der nicht nur den Zähnen schaden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und Mundgeruch auslösen kann. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber helfen, den Belag zu verringern und sorgen für frischen und gesunden Atem.

Das abschließende Ausspülen mit klarem Wasser macht die häusliche Zahnpflege komplett. Die zusätzliche Verwendung von Mundspüllösungen oder Mundwassern kann die Zahnpflege ergänzen, aber nicht ersetzen.

Interview “Fragen Sie ihre Prophylaxe-Assistentin”

März 10th, 2014

Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger, Leiterin der Sektion Parodontologie an der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg und Leiterin des dortigen Studiengangs MasterOnline Parodontologie & Periimplantäre Therapie, erläutert im Interview mit proDente, welche Zahnpflegewerkzeuge besonders sinnvoll und effektiv sind. Zahnbürste und Zahnpasta kennt und benutzt jeder. Zahnseide oder Interdentalbürsten kommen seltener zum Einsatz.

Welche Hilfsmittel für die Zwischenraumreinigung sind medizinisch sinnvoll und wie werden sie angewendet?

Die Zahnseide eignet sich für die Interdentalraumhygiene in engen Zahnzwischenräumen. Dabei führt man den Faden in „sägenden“ Bewegungen über den Kontaktpunkt in den Interdentalraum hinein. Mit gespannter Seide werden dann die Seitenflächen durch Auf- und Abbewegungen gereinigt. Am besten lässt man sich die Anwendung einmal von einer Prophylaxeassistentin zeigen, die dann auch die Umsetzung kontrollieren kann. Wird die Zahnseide nicht korrekt eingesetzt, können keine besseren Ergebnisse im Vergleich zum alleinigen Zähneputzen erwartet werden. Gelegentlich kann es bei unsachgemäßer Anwendung auch zu Beschädigungen im Bereich der Papille und des Zahnfleischrands kommen.

Interdentalbürsten sind zur Reinigung offener Zahnzwischenräume geeignet. Besonders im Bereich von Einziehungen sind sie das einzige effiziente Hilfsmittel. Sie werden je nach Zahnzwischenraumgröße für den Patienten individuell ausgesucht. Es sollten aber maximal zwei verschiedene Bürstchen zum Einsatz kommen. Die Bürstchen haben dann einen Reinigungseffekt, wenn sie den Interdentalraum ausfüllen. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine zusätzliche Reinigung mit Interdentalbürstchen mehr Plaque entfernt als die Handzahnbürste alleine. Die sachgemäße Handhabung dieser Mundhygienehilfsmittel ist sehr wichtig, da es sonst zu Zahnfleischverletzungen und -rückgang kommen kann. Insbesondere durch abgeknickte Bürstchen und durch freiliegenden Metalldraht können Traumen am Zahnfleisch entstehen, vor allem bei langer Gebrauchsdauer. Eine Alternative sind metallfreie Interdentalraumbürsten aus Kunststoff.

Ist es empfehlenswert, Zungenbürsten oder -schaber zu benutzen? Wie sieht es mit Mundspülungen aus?

Mit dem Zungenspatel kann der Belag auf der Zunge entfernt und Mundgeruch reduziert werden. Die Zungenreinigung kann mit einem einprozentigem Chlorhexidin-Gel unterstützt werden.
Mundspüllösungen werden bei bestimmten Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparats zur vorübergehenden Unterstützung der Therapie angewendet. Bei hohem Kariesrisiko wird die Anwendung von fluoridhaltigen Mundspüllösungen empfohlen.

Welche Rolle spielt die Munddusche bei der Mundhygiene?

Eine Munddusche kann in Kombination mit der Zahnbürste ein weiteres effektives Hilfsmittel zur Reduzierung der Plaque sein. Sie eignet sich vor allem für diejenigen, die andere Interdentalraumhilfsmitteln nicht anwenden können oder wollen. Studien konnten zeigen, dass die Munddusche plaquebdingte Zahnfleischentzündungen reduzieren konnte, auch wenn sie nicht in der Lage ist, die Plaque vollständig zu entfernen.

Elektrisch oder von Hand – das ist die Frage beim Zähneputzen. Jetzt sind Schall-Zahnbürsten in aller Munde. Reinigen sie besser?

Bei der Bekämpfung von Zahnbelägen sind elektrische Zahnbürsten – ob mit oder ohne Schalltechnologie – den Handzahnbürsten überlegen. Einige Studien zeigen, dass man mit der elektrischen Zahnbürste, unabhängig von der verwendeten Putztechnik, eine stärkere Plaquereduktion im Vergleich zu Handzahnbürsten erreicht. Leichte Vorteile hinsichtlich Plaqueentfernung ergeben sich für elektrische Zahnbürsten mit rotierendem, schwingendem Bürstenkopf im Vergleich zu Schallzahnbürsten. Letztlich sollte bei der Wahl die persönliche Vorliebe entscheiden.

Zahnseide und Co.

März 10th, 2014

Wie wichtig richtiges Zähneputzen mit Zahnbürste und Zahnpasta ist, haben wir – im Idealfall durch Eltern und Zahnarzt von Kindheit an gelernt. Noch immer Stiefkind bei der Mundpflege ist aber der Zahnzwischenraum. Die Zahnbürste reinigt nur etwa 70 Prozent der Zahnoberfläche, der Rest liegt im Verborgenen. „Gerade hier, wo sich besonders leicht und nachhaltig Zahn- und Zahnfleischschäden entwickeln können, ist der Verbrauch an entsprechenden Hygienehilfsmitteln nach wie vor viel zu niedrig“, erklärt Zahnarzt Joachim Hoffmann von der Initiative proDente. Wissenschaftler empfehlen mindestens 1 x täglich eine Interdentalraumpflege mit Zahnseide und/oder speziellen Bürstchen, um das Erkrankungsrisiko zu mindern.

In Supermärkten, Drogerien, Apotheken und Fachgeschäften steht eine breite Palette verschiedenster Hilfsmittel für die spezielle Zwischenraumpflege bereit: Es gibt gewachste und ungewachste Zahnseide, welche, die dünn oder dick ist, und spezielle biegsame Interdentalraumbürstchen, die in die Zahnzwischenräume eingeführt werden können. Die Bürstchen ähneln kleinen Pfeifenreinigern und sollten möglichst waagerecht in die Zwischenräume eingeführt werden.

Am seidenen Faden

Bei sehr engen Zwischenräumen bietet Zahnseide jedoch nach wie vor die beste und oftmals einzige Lösung, um Beläge zu entfernen. Die gängigste Form der Zahnseide wird auf kleinen Abreißrollen angeboten und ist gewachst oder ungewachst erhältlich. Ungewachste Zahnseide fasert sich im Zahnzwischenraum auf und erfasst so die Beläge sehr gründlich. Gewachste oder spezielle teflonbeschichtete Zahnseide ist glatter und kann gerade von Anfängern leichter in den Zahnzwischenraum eingeführt werden. Sie fasert sich allerdings nicht auf, und es besteht die Gefahr, dass Wachs oder Teflon die Zahnzwischenräume verschließt. Zudem gibt es Zahnseide mit Fluorid oder Chlorhexidin, die den Bakterienbefall reduzieren.

Das Einfädeln

Das Benutzen von Zahnseide ist in Deutschland trotz Aufklärung wenig verbreitet. Viele wissen nicht, wie Sie mit dem dünnen Faden umgehen sollen. Für die richtige Handhabung bedarf es ein wenig Übung. Im Nachfolgenden erklärt proDente daher in kurzen Schritten den Gebrauch:

  • Zunächst schneidet man sich ein etwa 30 cm langes Stück Zahnseide ab.
  • Dann wickelt man jeweils ein Ende der Zahnseide um einen Mittelfinger. Die Handflächen sollten sich dabei anschauen und etwa einen Abstand von 15 cm voneinander haben.
  • Sind die Enden fixiert, dreht man die Handflächen nach unten und hält mit den Zeigefingern die Zahnseide in Position. Jetzt ist auch schon der schwierigste Teil geschafft und das „Seideln” kann begonnen werden.
  • Unter leichtem Vor- und Zurückziehen bewegt man die Seide jetzt an der Seite des Zahns von unten nach oben. So verfährt man bei allen Zahnzwischenräumen jeweils an beiden angrenzenden Zahnseiten.

ProDente-Tipp: Hilfestellung zur richtigen Anwendung von Zahnseide, Interdentalraumbürstchen & Co. gibt es natürlich beim regelmäßigen Prophylaxe-Termin in der Zahnarztpraxis.

Professionelle Zahnreinigung – Schöne und gesunde Zähne – ein Leben lang

März 10th, 2014

Sie wünschen sich schöne und gesunde Zähne – ein Leben lang. Ein professionelles Prophylaxe-Programm hilft Ihnen dabei. Denn es ergänzt Ihre tägliche intensive Zahnpflege optimal.

Abgestimmt auf Ihre ganz persönliche Zahnsituation und aufgrund einer Reihe kleiner Tests ermittelt Ihr Zahnarzt Ihr maßgeschneidertes Prophylaxe-Konzept. In halb- oder vierteljährlichen Abständen wiederholen Sie die Vorsorge mit garantiert messbarem Erfolg.

Zahnschmelz ohne Belag

Färbemittel, z.B. in Tablettenform, machen den für das bloße Auge meist unsichtbaren Zahnbelag, auch Plaque genannt, sichtbar. Aufgrund seines Umfangs und seiner Ausdehnung kann es erforderlich sein, die häusliche Mundhygiene an kritischen Stellen um andere Putztechniken oder Pflegemittel zu ergänzen.

Gesundes Zahnfleisch

Mittels einer Sonde wird der Entzündungsgrad Ihres Zahnfleisches am Zahnfleischsaum festgestellt. Das tut nicht weh, ist aber notwendig. Nur so kann Ihr Zahnarzt rechtzeitig frühzeitige weiterführende Maßnahmen ergreifen, die zum Abheilen der Entzündung führen und helfen, Schlimmeres zu verhindern.

Professionelle Zahnreinigung

Hier kommt es besonders auf die Reinigung von Zahnzwischenräumen sowie aller anderen für Sie schwer erreichbaren Stellen im Mund an. Auch die schonende Entfernung von Zahnstein und anderen hartnäckigen Belägen und Verfärbungen gehört dazu. Durch die anschließende Politur der Zähne wird den Bakterien eine erneute Ansiedlung erst recht schwer gemacht.

Speicheltest

Dieser Test ermittelt die Fähigkeit Ihres Speichels, zahnschädigende Säuren im Mund zu neutralisieren, sowie die Anzahl der im Speichel vorhandenen Streptokokken, der schlimmsten Kariesverursacher. Diese Momentaufnahme des Speichels spiegelt Ihr individuelles Kariesrisiko wider und ist ausschlaggebend für eine weitere Behandlung.

Fissurenversieglung

Die Ritzen und Grübchen auf den Oberflächen der Backenzähne, sogenannte Fissuren, sind schwer zu reinigen. Mithilfe von Schutzlacken aus Kunststoffen können sie versiegelt werden. Das bietet wirksamen Kariesschutz für längere Zeit.

Salze gegen Karies

Nach gründlicher Reinigung der Zähne schützt die Gabe von Fluorid – das sind Salze der Fluorwasserstoffsäure – am wirkungsvollsten gegen Karies. Sie sind heute in allen Zahnpasten enthalten. Fluoridgele härten den Zahnschmelz, sie können eine beginnende Karies stoppen und sogar reparieren. Allerdings nur, solange die Zahnoberfläche noch kein Loch aufweist.

Gesunde Mundflora

Mundspülungen und Mundwasser helfen, das biologische Gleichgewicht der Mundflora zu stabilisieren. Sie hemmen die Plaqueneubildung, reduzieren bestehende Plaque, beugen Karies vor und sorgen außerdem für spürbar frischen Atem.

Das speziell geschulte Prophylaxe-Team Ihres Zahnarztes weiß aber auch Antworten auf Ihre Fragen zur Mundhygiene in der Schwangerschaft, zur zahnfreundlichen Ernährung oder auch zu verschiedenen Methoden der Kariesfrüherkennung. In Bezug auf den richtigen Umgang mit Zahnseide, Zahnbürsten, die Wahl der richtigen Zahnpasta und Putztechnik stehen diese Experten Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite.

Häusliche Zahnpflege

März 10th, 2014

Nach wie vor gilt: Zweimal am Tag sollten die Zähne gereinigt werden – mindestens jeweils zwei Minuten. Dabei ist einmal am Tag eine gründliche Zahnpflege mit Reinigung der Zahnzwischenräume erforderlich. Die Zahnzwischenräume sollten entweder mit Zahnseide oder mit Interdentalbürsten gereinigt werden. Bei der Zahncreme darauf achten, dass sie Fluoride enthält.

Frühjahresputz für die Zähne

März 3rd, 2014

Die ersten Knospen lugen hervor und wir sehnen die ersten Sonnenstrahlen herbei. Für viele Menschen beginnt das Jahr erst mit dem Frühlingsbeginn. Ausmisten, sauber machen und eventuell Neues ergänzen: Der Frühjahrsputz steht an – warum nicht auch für die Zähne? Hinter gesunden und schönen Zähnen steckt keine Zauberformel.

Regelmäßige Mundhygiene im heimischen Bad und halbjährliche Kontrollen beim Zahnarzt schaffen die wichtigste Grundlage für saubere und vor allem gesunde Zähne. Für die häusliche Zahn- und Mundpflege gibt es eine Vielzahl verschiedener und teilweise sehr spezieller Hilfsmittel und Techniken. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht ganz einfach. Welche Utensilien sind sinnvoll und wie läuft eine effektive Zahnpflege ab?

Effektive Zahnpflege in fünf Minuten

Morgens und abends jeweils fünf bis zehn Minuten in die Zahnpflege zu investieren, lohnt sich. Besteht zusätzlich die Möglichkeit, auch mittags nach dem Essen die Zähne zu reinigen – umso besser. Das gründliche Putzen mit Bürste und Zahnpasta sollte laut zahnärztlicher Empfehlung mindestens drei Minuten dauern und systematisch alle Zähne abdecken. Das klingt nicht lange, wird jedoch häufig unterschätzt. Zur Orientierung: Das weich gekochte Ei am Morgen dauert fünf Minuten. Um das richtige „Zeitgefühl“ beim Zähneputzen herzustellen, empfiehlt es sich, auf eine sogenannte „Zahnputzuhr“ zurückzugreifen. Ob in der althergebrachten Version einer Sanduhr, als spezieller Timer oder neuerdings in die elektrische Zahnbürste integriert, zeigt sie genau an, wie lange das Putzen dauern sollte, um gründlich zu sein.

Druck mit Küchenwaage testen

Mund auf, Zahnbürste rein und wild drauflosschrubben mag zwar dynamisch sein, ist aber nicht wirklich effektiv. Mit der richtigen Technik werden die drei Minuten Zähneputzen sinnvoller und mit weit weniger Kraftaufwand genutzt. Wichtig ist eine horizontale Putzbewegung, bei der die Zähne vom Zahnfleisch zur Zahnkrone in einem Winkel von ca. 45 Grad zum Zahn gereinigt werden (von Rot nach Weiß). Um keine Stelle zu übersehen, ist eine gewisse Systematik sinnvoll: erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Übermäßiger Druck ist bei der richtigen Technik nicht nötig. Zu festes Aufdrücken kann Verletzungen des Zahnfleischs verursachen und macht die Reinigung keineswegs wirkungsvoller. Empfohlen wird ein Druck von 150 Gramm, was mit einer Küchenwaage getestet werden kann.

Weich oder mittel – nie hart

Die Auswahl an Zahnbürsten ist groß und die Entscheidung fällt schwer: Soll es eine elektrische sein oder doch lieber die gute alte Handzahnbürste? Welcher Härtegrad ist zu empfehlen und nehme ich lieber Kurz- oder Langkopf? Um die Entscheidung ein wenig zu erleichtern, hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Weiche bis mittelharte Bürsten schonen das Zahnfleisch und verhindern Verletzungen bei zu starkem Aufdrücken.
  • Kurzkopfzahnbürsten mit einem 25 bis 30 mm langen Bürstenfeld haben einen kleineren Kopf, sind damit handlicher und erreichen auch schwierige Stellen.
  • Bei richtiger Technik unterscheiden sich elektrische und Handzahnbürsten in ihrer Reinigungsleistung kaum.

Der Vorteil der modernen elektrischen Zahnbürste liegt darin, dass je nach Modell automatisch die richtige Putztechnik, die korrekte Putzzeit und der richtige Anpressdruck gewährleistet werden kann. Diese Bequemlichkeit hat aber ihren Preis.

Mindestens vier Bürsten jährlich

Neue Besen kehren gut – das Gleiche gilt im übertragenen Sinn auch für die Zahnbürste. Alle zwei bis drei Monate muss eine neue her – egal ob es sich um die Köpfe der elektrischen oder die Handzahnbürste selbst handelt. Ein sofortiger Austausch der Bürste sollte in jedem Fall nach einer schweren Erkältung oder einer Entzündung im Mund erfolgen, um ein erneutes Anstecken zu verhindern. Nach dem Putzen muss die Zahnbürste unter heißem Wasser ausgespült und zum Trocknen mit dem Kopf nach oben an die Luft gestellt werden. Bakterien und Keime haben dann keinen Nährboden.

Hauptsache Fluorid

Bei der Wahl der Zahnpasta geben individuelle Vorlieben den Ausschlag. Ein wichtiges Merkmal ist jedoch ein ausreichender Fluoridgehalt. Durch das regelmäßige Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säureattacken. Gel und Pulver sind nicht zu empfehlen. Gel „verklebt“ die Zahnoberflächen und erschwert eine spätere Reinigung. Dagegen verursacht Pulver einen zu starken Abrieb der Zahnsubstanz.

Die richtigen Hilfsmittel für schwierige Stellen

Zähneputzen alleine reicht für eine umfassende und vor allem effektive Pflege der Zähne nicht aus. In den Zahnzwischenräumen, bei Zahnspangen oder festsitzendem Zahnersatz setzen sich trotz gewissenhaftem Putzen Essensreste und Plaque ab, die eine Bakterienquelle bilden und zum Auslöser für Karies und Parodontitis werden können. Hilfsmittel wie Zahnseide und Interdentalbürsten schaffen hier Abhilfe und sollten in die tägliche Zahnpflege integriert werden. Wichtig ist ihr regelmäßiger Gebrauch, wobei das geschulte Personal in der Zahnarztpraxis die richtige Technik vermittelt und bei der Entscheidung für das passende Produkt hilft.

Zunge nicht vergessen

Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Fokus. Hier kann sich ein regelrechter Belag bilden, der nicht nur den Zähnen schaden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und Mundgeruch auslösen kann. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber gehen dem Belag an den Kragen und sorgen für frischen und gesunden Atem. Das abschließende Ausspülen mit klarem Wasser macht die häusliche Zahnpflege komplett. Die zusätzliche Verwendung von Mundspüllösungen oder Mundwassern kann die Zahnpflege ergänzen, aber nicht ersetzen.

Schöne Zähne brauchen Pflege

März 3rd, 2014

Der erste Eindruck von einem Menschen entsteht in Sekundenschnelle. Natürlich spielt hierbei das gesamte Erscheinungsbild eine große Rolle. Entscheidend ist aber der Ausdruck des Gesichts. Und hierzu gehören gepflegte Zähne. Jedoch: Ein strahlend weißes Lächeln kommt nicht von allein. Es bedarf der gründlichen und regelmäßigen Pflege. Und die lohnt sich: Studien seriöser Wissenschaftler und Meinungsforschungsinstitute haben nachgewiesen, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen.

Um Zahnfleisch und Zähne auf Dauer fit zu halten, reicht das tägliche Zähneputzen allein nicht aus. Denn mit der Zahnbürste erreicht man maximal 70 Prozent der Zahnoberfläche“, erläutert Zahnarzt Dr. Dietmar Oesterreich. Die Zahnzwischenraumpflege mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten ist ebenso wichtig. Trotzdem schafft man es in vielen Fällen nicht, alle schädigenden Ablagerungen von der Zahnoberfläche zu entfernen. Bei der PZR dagegen – ausgeführt durch die Prophylaxeassistentin oder Dentalhygienikerin – werden auch hartnäckige Beläge an den sonst nicht zugänglichen Stellen beseitigt. Zuerst werden die Verfärbungen – durch Nikotin, Koffein oder Teein – mit entsprechenden Instrumenten oder einem Pulverstrahlgerät gründlich gereinigt, anschließend werden die Zähne poliert und mit Fluoridlack versiegelt. Natürlich werden dem Patienten auch entsprechende Hinweise zur häuslichen Mundhygiene erläutert und demonstriert. „Oft hilft die PZR schon aus, um verfärbte Zähne wieder strahlen zu lassen“, so Dr. Oesterreich.

Ganz im Trend: Bleichen

Sind die Verfärbungen hartnäckig oder als Folge von Zahnwurzelbehandlungen bei einzelnen Zähnen aufgetreten, und kommen daher von innen, hilft oftmals nur das Bleachen. Je nach Ursache gibt es verschiedene Vorgehensweisen, seine Zähne dauerhaft aufzuhellen. Wurzelkanalbehandelten, grau verfärbten Zähnen verhilft der Zahnarzt beim sogenannten „internen Bleichen“ mit stärkeren Konzentrationen einer Wasserstoffperoxid- und/oder Natriumperborat-Lösung wieder zu einem helleren Farbton. Dazu öffnet er das obere Gebiet des ehemaligen Zahnnervs und bringt die Aufhellungssubstanz für eine gewisse Zeit dort hinein.

Sollen das ganze Gebiss oder Zahngruppen aufgehellt werden, bringt der Zahnarzt in einer Sitzung konzentrierte Aufhellungsmittel direkt auf den Zahn. Die Inhaltsstoffe werden mithilfe von speziellem Licht kurzzeitig aktiviert. Das Zahnfleisch wird dabei durch entsprechende Abdeckungen geschützt. Diese Art des Bleachens nennt man „In-Office-Bleaching“.

Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit: Mithilfe eines Aufhellungsgels können Sie Ihre Zähne auch in den eigenen vier Wänden bleichen. Rund fünf- bis zehnmal tragen Sie das Gel mit einer exakt den Zahnreihen und besonders dem Zahnfleischrand angepassten Trägerschiene auf. Der Clou: Sie legen sich dann einfach ins Bett oder tragen die Schiene über einen festgelegten Zeitraum. Die Schiene verhindert beim sogenannten „Home-Bleaching“, dass durch das Bleichmittel Schäden am Zahnfleisch entstehen.
Wichtig ist, dass am Anfang der Bleichbehandlung alle Alternativen und mögliche Risiken ausführlich mit dem Patienten besprochen werden. Oftmals hilft es bereits, mit einer professionellen Zahnreinigung alle Verfärbungen an der Oberfläche der Zähne zu entfernen und die Zähne damit in der ursprünglichen Zahnfarbe erstrahlen zu lassen. Auch bei häuslichem, mithilfe von frei verkäuflichen Bleichmitteln durchgeführtem Bleachen sollte der Zahnarzt vorher bei der Kontrolluntersuchung über Risiken und Erfolgsaussichten befragt werden.

Neue Verkleidung: Veneers

Wer beschädigte, zu kurze oder leicht schief stehende Zähne hat, kann diesem Makel mit Veneers Abhilfe schaffen. Veneers sind nahezu transparente, hauchdünne vom Zahntechniker in Detailarbeit hergestellte Verblendschalen aus Keramik, die auf die Oberfläche der Zähne geklebt werden – und schon überzeugen sie durch eine optimale Ästhetik.

Das Material erlaubt eine exakte Anpassung an die eigenen Zähne: Farbe und Oberflächenstruktur können vom Zahntechniker mit modernen keramischen Werkstoffen am besten nachgeahmt werden, sodass sie nicht mehr von eigenen Zähnen zu unterscheiden sind. So dünn die Veneers auch sind – nämlich gerade 0,5 Millimeter stark –, sie halten viele Jahre lang und bleiben dabei so schön wie am ersten Tag. Der Zahntechniker glasiert die Oberfläche der Verblendschalen, sodass diese glatt wird und sich nur wenig Beläge und Zahnstein anlagern – damit wird gleichzeitig der Entzündung des Zahnfleischs vorgebeugt. Auch nach Jahren sind die Veneers stabil, farbbeständig und abriebfest – eine gute Pflege natürlich vorausgesetzt. Auch hier wird der Zahnarzt den Patienten vor Beginn der Behandlung über Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung aufklären.

„Zahnzwischenräume einmal täglich“

März 3rd, 2014

Wer mit schönen Zähnen glänzen möchte, muss mehr tun, als täglich die Zahnbürste zu benutzen. Zahnseide, Mundspüllösungen, Zahnzwischenraumbürsten  zahlreiche Hilfsmittel auf dem Markt unterstützen die richtige Pflege. Dabei stellen sich viele Fragen bei der Wahl des geeigneten Mittels. Zahnarzt Dr. Lutz Laurisch gibt im Gespräch mit proDente Auskunft über die Eigenschaften der einzelnen Prophylaxehelfer.

Welche Hilfsmittel eignen sich am besten, um die Zahnzwischenräume zu reinigen?

Das ist von der individuellen Zahn- und Zahnfleischsituation abhängig, aber auch von der Geschicklichkeit der Person. Für enge Zwischenräume bleibt die Zahnseide die beste Reinigungshilfe, die bei korrekter Anwendung und ohne Verletzungen des Zahnfleisches eine optimale Plaqueentfernung erreicht. Bei größeren Zwischenräumen, besonders im Seitenzahnbereich, sind Zahnzwischenraumbürsten überlegen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, sodass eine geeignete Auswahl getroffen werden kann. Ihr Vorteil ist eine leichtere Handhabung. Zahnhölzchen und vergleichbare Kunststoffsticks eigenen sich eher zur Entfernung von Essensresten und bleiben bei der Plaqueentfernung deutlich hinter den Ergebnissen von Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen zurück.

Es gibt viele verschiedene Zahnseiden, z. B. gewachste und ungewachste. Wie wählt man aus?

Die beiden genannten Arten gibt es schon seit Langem auf dem Markt. Gewachste Zahnseide gleitet leichter in die Zwischenräume und über raue Stellen hinweg. Sie wird Anfängern gerne empfohlen. Ungewachste besitzt eine bessere Reinigungswirkung und hat Vorteile bei der Anwendung von Fluoriden. Inzwischen sind jedoch viele Spezialzahnseiden erhältlich wie etwa mit besonderen Gleiteigenschaften oder breiteren, flauschigen Anteilen bzw. Einfädelhilfen für Brücken. Hier empfiehlt sich eine Beratung mit dem Zahnarzt, welche Zahnseide geeignet ist.

Dr. Laurisch, sollte man Zahnseide vor oder nach dem Putzen, morgens oder abends verwenden?

Grundsätzlich gilt, dass die Zahnzwischenräume einmal täglich gereinigt werden müssen, um einen wirksamen Schutz vor Karies und Parodontitis zu erzielen. Ob dies vor oder nach dem Putzen, am Morgen oder am Abend erfolgt, ist dabei weniger entscheidend, denn der eigentliche Effekt liegt in der systematischen Entfernung der Plaque. Vor dem Putzen hat jedoch den kleinen Vorteil, dass die Fluoride aus der Zahnpasta in den gereinigten Zwischenräumen wirksamer sind.

Gibt es einen Unterschied zwischen Mundspüllösungen und Mundwasser?

In der Alltagssprache werden die beiden Begriffe nicht immer korrekt verwendet. Mundwasser dient in erster Linie zur Verbesserung von Atem und Geschmack im Mund und enthält entsprechende Substanzen wie etwa Menthol.
Seit einigen Jahren haben jedoch Mundspüllösungen den Markt erobert, deren Inhaltsstoffe eine medizinische Bedeutung haben.

Für die Zähne sind zunächst einmal fluoridhaltige Spüllösungen zu nennen, die durch ihre regelmäßige Anwendung zur Kariesreduktion beitragen und Schutzeigenschaften gegen Empfindlichkeiten besitzen.

Andere Inhaltsstoffe haben vorrangig eine plaquereduzierende Wirkung und tragen dadurch zur Reduktion von krank machenden Bakterien bei. Dabei sind in erster Linie chlorhexidinhaltige Spüllösungen zu nennen, aber auch andere, die bakterienreduzierende Eigenschaften besitzen. Sie bekämpfen die für Karies und Zahnfleischerkrankungen verantwortlichen Keime, besonders bei akuten Gefährdungen. Inzwischen gibt es Kombinationspräparate, die sowohl Fluoride als auch bakterienwirksame Substanzen enthalten. Auch unterscheiden sich die Produkte hinsichtlich ihrer Konzentration der entsprechenden Wirkstoffe. Die Verwendung einer Spüllösung sollte unbedingt mit dem behandelnden Zahnarzt abgesprochen werden. Er kennt die individuelle Mundsituation und Gefährdung seines Patienten und kann gezielt bei der Auswahl beraten.

Es wird immer empfohlen, bei Zahncreme auf Fluoride zu achten – warum?

Die Fluoridverbindungen in Zahnpasta haben einen erheblichen, nachweisbaren Anteil am Kariesrückgang während der letzten Jahrzehnte. Von keinem anderen Inhaltsstoff ist eine vergleichbare Wirkung bekannt. Deshalb ist die Empfehlung, morgens und abends eine fluoridhaltige Zahnpasta zur Zahnreinigung zu verwenden, nach wie vor aktuell. Die Intensität des Fluoridierungseffektes kann durch Verzicht auf das anschließende Ausspülen gesteigert werden, da so eine längere Verweildauer auf den Zahnoberflächen besteht.

Im Büroalltag fällt die Zahnpflege schwer: Was halten Sie von Zahnpflegekaugummis?

Nicht nur im Büroalltag, sondern ganz allgemein ist das „Zwischendurchreinigen“ problematisch. Gerade hier können Zahnpflegekaugummis eine gute Unterstützung sein. Durch den Bestandteil Xylit wird eine hemmende Wirkung auf kariesrelevante Bakterien ausgelöst, und die Kauaktivität bewirkt einen erhöhten Speichelfluss, wodurch sich die „Selbstreinigung“ im Mund verbessern lässt. Als Ergänzung zum Zähnebürsten und zur Zwischenraumpflege sind Zahnpflegekaugummis insbesondere nach (zuckerhaltigen) Speisen und Getränken empfehlenswert.

Ist ein Esslöffel ein adäquater Ersatz für einen Zungenschaber und wie kommt er zum Einsatz?

Auch bei uns wird die Zungenreinigung zunehmend populär. Ihr Ziel ist es, die auf der rauen Zungenoberfläche oft in großen Mengen vorhandenen Bakterien zu reduzieren. Damit wird das Erkrankungsrisiko gesenkt und für einen verbesserten Atem gesorgt. Gerade bei Patienten mit einem hohen Karies- oder Parodontitisrisiko ist die Zungenreinigung eine wichtige Reinigungsmaßnahme. Grundsätzlich können verschiedene Hilfsmittel der Zungenreinigung dienen. Zum Bürsten der Zunge eignen sich Zungenreiniger mit Borstenreihen, Zahnbürsten oder Spezialbürsten. Häufiger werden schabend arbeitende Zungenreiniger eingesetzt. Entsprechend könnte auch ein Esslöffel zur Entfernung des Zungenbelages dienen. Mit Zungenschabern wird vom Rachenbereich ausgehend nach vorne mit sich überlappenden Bahnen gearbeitet und der gelöste Belag wird ausgespült.

Nach kurzer Zeit der Gewöhnung an die Zungenreinigung wird sie meistens zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Mundhygieneprogramms.

Vorsorgeprogramme beim Zahnarzt nutzen

März 3rd, 2014

Die letzte große Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2005 hat es gezeigt: Seit 1997 ist Karies bei Kindern um knapp 60 Prozent zurückgegangen. Als Grund nennt die Studie regelmäßige Kontrollen und Vorsorgebehandlungen beim Zahnarzt, wie etwa die Fissurenversiegelung – die Versiegelung der Vertiefungen auf der Kaufläche – der Backenzähne. So weit die gute Nachricht. Was bei den meisten Kindern und Jugendlichen sehr gut funktioniert, klappt bei einer Minderheit allerdings nicht. So vereinigen etwa zehn Prozent der Zwölfjährigen rund 60 Prozent der Karies in ihrer Altersgruppe auf sich.

 

Im Teenageralter sind es knapp 27 Prozent der Jugendlichen, auf die rund 80 Prozent aller Karies in ihrer Altersgruppe fallen. Gerade sie bedürfen einer intensiven zahnärztlichen Betreuung. Dabei gibt es in Deutschlands Zahnarztpraxen seit Langem Vorsorgeprogramme für Kinder und Jugendliche – und die werden zum größten Teil von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

 

Regelmäßiger Schutz

 

Für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr beginnt in den Zahnarztpraxen ein spezielles Vorsorgeprogramm (IP-Programm, IP = Individualprophylaxe). Im halbjährlichen Rhythmus untersucht der Zahnarzt dabei die Zähne. Danach kontrolliert eine dafür ausgebildete zahnmedizinische Fachangestellte das Zahnputzverhalten des Kindes. Färbemittel machen noch vorhandene Beläge sichtbar. Die Fachkraft zeigt, wo in Zukunft noch besser geputzt werden muss. Sie demonstriert die richtige Putztechnik und die Anwendung von Zahnseide. Im Anschluss reinigt sie gründlich das gesamte Gebiss. Danach werden die Kinder regelmäßig einbestellt, um sie erneut für die Zahnpflege zu motivieren. Am Ende des Termins trägt die Prophylaxe-Assistentin Fluorid in Form von Gel oder Lack auf die Zähne auf. Für Jugendliche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, endet das überwiegend kostenlose halbjährliche Vorsorgeprogramm. Lohn der Mühe: Bei guter Mitarbeit treten die Jugendlichen mit kariesfreien Zähnen ins Erwachsenenalter ein.

 

Bonusheft schon für Kinder

 

Ab dem 12. Lebensjahr wird für Kinder ein Bonusheft angelegt. Zweimal pro Jahr werden darin die Vorsorgetermine abgestempelt, ab 18 genügt ein Stempel pro Jahr für den Krankenkassenbonus. Wer über fünf Jahre das Heft lückenlos geführt hat, bekommt 20 Prozent zusätzlich zum Festzuschuss der Krankenkassen, wenn Zahnersatz notwendig wird, nach zehn Jahren sind es 30 Prozent.

 

Backenzähne besonders gefährdet

 

Ein weiterer Baustein des IP-Programms ist die Versiegelung der Vertiefungen auf der Kaufläche der bleibenden Backenzähne, die sogenannte Fissurenversiegelung. Die Zähne sechs und sieben, auch Molaren genannt, sind vor allem in der Zeit nach ihrem Durchbruch besonders kariesgefährdet. Zum einen, weil der erste Backenzahn, der um das sechste Lebensjahr oft unbemerkt hinter der Milchzahnreihe durchbricht, in der ersten Zeit beim Putzen oft vergessen wird. Zum anderen, weil der Zahnschmelz nach dem Zahndurchbruch erst eine sogenannte sekundäre Reifung durchlaufen muss, bis seine volle Härte und Widerstandskraft erreicht ist. In dieser kritischen Phase ist es daher sehr sinnvoll, die Vertiefungen der Kaufläche, in denen sich die Bakterienbeläge besonders sammeln, mit einem fließfähigen Kunststoff versiegeln zu lassen. So sind die Backenzähne geschützt und leichter zu reinigen. Die Wirksamkeit dieser Methode konnte in vielen wissenschaftlichen Studien weltweit belegt werden. Die Fissurenversiegelung der ersten und zweiten Backenzähne wird von den gesetzlichen Krankenkassen zwischen dem sechsten und 17. Lebensjahr getragen. Bei besonders kariesgefährdeten Kindern kann eine Versiegelung auch der kleinen Backenzähne, der sogenannten Prämolaren, sinnvoll sein. Die Kosten dafür müssen gesetzlich Versicherte allerdings selbst tragen.

 

Zahnschutz für die ganz Kleinen

Dem Vorsorgeprogramm ab sechs Jahren sind Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt für Kinder zwischen drei und sechs Jahren vorgeschaltet. Aber auch davor sollte man mit den Kleinsten ab dem ersten Lebensjahr regelmäßig zu Kontrollterminen in der Zahnarztpraxis erscheinen. Insbesondere, um sie langsam an die Behandlungssituation zu gewöhnen und um den Eltern wichtige Informationen über Mundhygiene und Ernährungsverhalten zu vermitteln. Die häusliche Zahnpflege sollte schon mit dem Durchbruch des ersten Milchzahns mit etwa einem halben Jahr beginnen. Dieser sollte mit einer speziellen Zahnbürste für Kleinkinder und einem Hauch Kinderzahncreme (enthält maximal 500 ppm Fluorid) einmal am Tag gereinigt werden. Ab dem zweiten Lebensjahr empfehlen Zahnärzte, die Zähne zweimal am Tag mit fluoridierter Kinderzahncreme zu putzen. Ab dem Schulalter können Kinder Erwachsenenzahncreme mit 1.500 ppm Fluorid benutzen.

Saubere Zähne – was der Profi besser kann

März 3rd, 2014

Nicht nur beim Lachen spielen die Zähne eine große Rolle. Sie erfüllen beim Sprechen und Essen eine wichtige Funktion. Schöne und gesunde Zähne benötigen daher die gleiche Aufmerksamkeit wie die Körper- oder Gesichtspflege. Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ist Wellness für die Zähne: Von grundauf gereinigt, von krankmachenden Belägen wie Plaque und Zahnstein befreit und auf Hochglanz poliert, sollte sie regelmäßig (alle sechs Monate) die Zahnpflege unterstützen.

Massage, Sauna und Gesichtsbehandlung – die Palette der Anwendungen für einen gesunden und schönen Körper sind groß. Das gleiche Engagement sollte auch für die Zähne gelten. „Zahnbeläge und Zahnverfärbungen sind nicht nur ein optischer Mangel, sondern haben eine Anziehungskraft auf bakterienhaltige Beläge, die Karies und Parodontose verursachen“, erklärt Zahnarzt Joachim Hoffmann von der Initiative proDente. „Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist ein wichtiger Baustein in der individuellen Prophylaxe um Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten“.

Die PZR wird in der Zahnarztpraxis vom Zahnarzt oder einer speziell ausgebildeten Mitarbeiterin (Prophylaxeassistentin oder Dental¬hygienikerin) durchgeführt und ist völlig schmerzfrei.