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Rauchen

Parodontitis bei Zigarettenrauchern

In zahlreichen retrospektiven und prospektiven Studien wurde sowohl für Zigaretten- als auch für Zigarren- und Pfeifenrauchen ein erhöhtes Risiko für das Vorhandensein einer chronischen Parodontitis nachgewiesen. Zur weiterführenden Vertiefung in die Literatur sei der Leser auf aktuelle und ausführliche Übersichtsarbeiten verwiesen. Dem Zigarettenrauchen wird in der Ätiopathognese von Paradontalerkrankungen eine Dosis-Wirkungsbeziehung zugeschrieben. Raucher, die mehr als 10 Zigaretten pro Tag rauchen, erleiden ein größeres Voranschreiten der Parodontalerkrankung als Nichtraucher oder ehemalige Raucher mit chronischer Parodontitis. Zur klinischen Erfassung der pro Zeit konsumierten Tabakmenge wurden deshalb in einer Vielzahl von klinischen Studein die Anzahl der pro Tag gerauchten Zigaretten, oder die “pack years” (ein pack year entrspricht dem Konsum von einer Packung oder 20 Zigaretten pro Tag über ein Jahr) in der Anamnese festgehalten,obwohl diese Angaben relativ ungenau sind. Kürzlich wurde deshalb eine neue Messgröße zur Erfassung des Tabakkonsums von Dietrich und Hoffmann eingeführt. Der sogenannte Comprehesive Smoking Index(CSI) erlaubt es, durch das Einbeziehen der Anzahl täglich gerauchter Zigaretten sowie der verstrichenen Zeit nach dem Rauchstopp bei ehemaligen Rauchern in Zusammenhang mit der errechneten Halbwertszeit eine Abschätzung der zu erwartenden Dauer der parodontalen Geweberegeneration zu vollziehen. Raucher weisen im Vergleich zu Nichtrauchern folgende Verschlechterungen des parodontalen Befundes auf:

• höhere parodontale Sondierungswerte und eine größere Anzahl von Stellen mit Sondierungstiefen von mehr als 3mm,

• mehr Attachmentverlust und mehr gingivale Rezessionen,

• mehr Alveolarknochenverlust,

• mehr Zahnverlust,

• weniger Anzeichen von Gingivitis und weniger Bluten auf Sondieren und

• mehr furkationsbefallene Zähne.

Das typische klinische Bild der Parodontitis eines Rauchers zeigt eine relativ blasse marginale Gingiva mit reduzierten Entzündungszeichen sowie das Vorhandensein von parodontalen Sondierungstiefen mit mehr als 4 mm, gehäuft an interproximalen Stellen, die aber eine geringe Blutungsneigung auf paradontales Sondieren zeigen.

Pfeifen- und Zigarrenrauchen

Das Zigarettenrauchen ist in Bezug auf die parodontale Schädigung bislang am Besten dokumentiert worden. Obwohl frühere Untersuchungen zunächst keine Unterschiede zwischen Nichtrauchern und Pfeifen- oder Zigarrenrauchern feststellen konnten, wurde bei Pfeifen- und Zigarrenrauchern in Langzeitstudien über 20 Jahre dennoch ein erhöhtes Risiko für Alveolarknochenrückgang und Zahnverlust ermittelt.

Passivrauchen

Nur etwa 30% des Tabakprodukten erzeugten Rauches gelangen in den Atmungstrakt eines Rauchers. Der größere Teil verbleibt schwebend in der Umgebungsluft, sodass Mitmenschen im gleichen Raum unvermeidlich schädliche Stoffe einatmen. Ein Passivraucher nimmt bis zu einem Drittel des Nikotins einer gerauchten Zigarette auf. Eine Untersuchung der Einwirkung von Passivrauchen auf das Parodont wurde mit 273 japanischen Arbeitern durchgeführt. Anhand der parodontalen Sondierungstiefen und des Attachmentniveaus, sowie der Messung des Nikotinsstoffwechselproduktes Cotinin im Speichel, konnte festgestellt werden, dass Raucher und Passivraucher je mit einem 5-fach erhöhten Risiko signifikant häufiger Parodontitis hatten als Nichtraucher. Diese Resultate lassen die Schlussfolgerung zu, dass Passivrauchen ein erhöhtes Risiko für das Entstehen einer chronischen Parodontis darstellen kann.

Pathogenetische Aspekte für Parodontitiden bei Rauchern

Nikotin

Nikotin wird an der Wurzeloberfläche abgelagert und ist im Serum, Speichel und im Sulkusfluid bei Rauchern erhöht. Für den Nachweis des Nikotins in den Körperflüssigkeiten eignet sich das Cotinin, ein Metabolit von Nikotin mit längerer Halbwertszeit. Nikotin stimuliert einerseits im Gehirn angenehme Reaktionen, die zu einem Suchtverhalten führen, ohne aber einen direkten Schaden auszulösen. Anderseits scheint Nikotin für einen großen Teil derparodontalen Schäden verantwortlich zu sein. Da aber generell das Rauchen, bzw. die zahlreichen Inhaltsstoffe des Tabakrauchs einen vielfältigen Einfluss auf die Gewebe, die mikrobielle Zusammensetzung oder das Immunsystem haben, können die in vitro gezeigten Effekte nicht ohne Weiteres auf die Situation in-vivo übertragen werden. Es kann im Zusammenhang mit den schädigen Folgen des Tabkkonsums vielfach nicht klar von ausschließlichen Wirkungen durch Nikotin oder Cotinin gesprochen werden.

Oxidative Mechanismen

Durch das Rauchen einer Zigarette werden freie Radikale, sogenannte “Reactive Oxygene Species”(ROS). d.h. chemische Verbindungen mit ungepaarten Elektronen, durch den Wirtsorganismus freigesetzt. Beispielweise sind die Hydroxyl- (HO-) und Peroxylradikale (HOO-) für zahlreiche Gewebeveränderungen verantwortlich, indem sie die Wirts-DNA zerstören, Lipidperoxidation der Zellmembran verursachen, endotheliale Zellen schädigen und das Wachstum der glatten Gefäßmuskulatur (VSMC) induzieren. Unter physiologischen Bedingungen herrscht im menschlichen Organismus ein Gleichgewicht zwischen oxidativem Stress. Dies wird auch durch Passivrauchen, wie z.B. bei Kindern im Haushalt rauchender Eltern induziert. Oxidativer Stress äußert sich , neben den potenziellen Effekten auf das Parodont, in einer Vielzahl weiterer krankhafter Prozesse, wobei besonders seine Rolle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen unbestritten ist.

Immunologische Apsekte

Die Immunantwort des Wirts auf den bakteriellen Reiz ist für die überwiegende Mehrzahl der parodontalen Schäden verantwortlich. Nikotin und andere Bestandteile des Tabakrauchs beeinflussen die Abwehrvorgänge des befallenen Organismus und tragen so weiter zur parodontalen Destruktion bei. Polymorphkernige neutrophile Granulozyten (PMN) spielen eine zentrale Rolle bei der primären antibakteriellen entzündlichen Abwehr. Wichtige Eigenschaften dieser Leukozyten sind die Fähigkeit zu Chemotaxis, die Phagozytose und gegebenfalls die Vernichtung von Bakterien, Pilzen oder bakteriellen Produkten. Die Anzahl und Vitalität an PMN variiert zwischen Nichtrauchergruppen und Rauchergruppen. Darüber hinaus ist die Fähigkeit zur Phagozytose in Abhängigkeit von der Anzahl gerauchter Zigaretten herabgesetzt. Fibroblastenfunktion bilden sezernieren Kollagen. Eine physiolohische Fibroblastenfunktin spielt eine zentrale Rolle für den Erhalt des parodontalen Gewebes und die Wundheilung nach chirurgischer oder konservativer Therapie. Nikotin wird an der Wurzeloberfläche abgelagert oder im Sulkusfluid ausgeschieden. Nikotin zeigte in mehreren Untersuchungen einen deutlichen dosisabhängigen zytotoxischen Effekt auf unterschiedliche Fibroblastenpopulationen und hemmt die Proteinsynthese im parodontalen Gewebe. Bei Rauchern wurde im Vergleich zu Nichtrauchern ein geringer Mineralgehalt des Knochens festgestellt und ein erhöhter Kalziumgehalt in Speichel gemessen.

Parodontaltherapie bei Rauchern

Nicht-chirurgische und konventionell chirurgische Therapie der Parodontitis

Zahlreiche klinische Studien der vergangenen zehn Jahre haben deutlich gezeigt, dass sowohl das Scaling und Wurzelglätten als konservative als auch die chirurgische Parodontaltherapie bei Rauchern weniger erfolgreich sind als bei Nichtrauchern. Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern weniger “Taschenschrumpfung”, sowie weniger klinischen Attachmentgewinn. Die Wundheilung nach einem parodontalchirurgischen Eingriff läuft allgemein verzögert ab. Durch die Behandlung der chronischen Parodontitis werden bei Nichtrauchern, Rauchern und Ex- Rauchern die Sonierungstiefen allgemein reduziert. Der Unterschied des Therapieerfolges zwischen Rauchern und NIchtrauchern macht sich indes bei Stellen mit initial größeren Sondierungswerten deutlischer bemerkbar. Bei den Rauchergruppen wurden die Sondierungstiefen um 1,75mm, bei den Nichtrauchern um 2,23 mm reduziert.

Regenerative Parodontaltherapie

Im Rahmen parodontalchirurgischer Operationen bestehen heute vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung der Regeneration der parodontalen Gewebe. Dies kann durch die Applikation von Schmelzmatrixproteinen, durch autologen Knochen oder durch verschiedene Knochenersatzmaterialien im Rahmen einer gesteuerten Gewebegeneration erfolgen. In der Literatur besteht weitgehende Übereinstimmung darüber, dass regenerative Therapievarianten bei rauchenden Patienten deutlich schlechtere Ergebnisse aufweisen, als wenn diese bei Nichtrauchern durchgeführt werden.

Risikobeurteilung und professionell unterstützende Parodontaltherapie

Im Anschluss an eine erfolgreich abgeschlossene Parodontalbehandlung ist die Durchführung einer parodontalen Risikobeurteilung zur Bestimmung des zeitlichen Intervalls der professionell unterstützenden Parodontaltherapie angezeigt. Die Risikobeurteilun g ist gut bekannt und berücksichtigt:

•Bluten und Sondieren,

•Anzahl Stellen mit einer Sondierungstiefe von mehr als 4 mm,

•Alveolarknochenverlust,

•systemische Faktoren (z.B. Diabetes mellitus) und

•Umweltfaktoren.

Raucher mit einem Tabakakonsum von 20 Zigaretten und mehr pro Tag werden in der parodontalen Risikobeurteilung in der hohen Risikokategorie eingestuft. Für solche Raucher wird zur klinischen Betreuung ein Recall-Intervall von 3 Monaten empfohlen.

Tabakprävention und Entwöhnung

Die Tabakentwöhnung ist neben einer optimalen Plauqekontrolle zur wichtigsten Maßnahme bei der Behandlung von Parodontalerkrankungen geworden. Im Gegensatz zur allgemeinmedizinischen Praxis sieht das zahnmedizinische Praxisteam seine Patienten regelmäßig und kann sie deshalb durch mehrere Interventionen zum Tabakentzug bewegen. Die Tabakabhängigkeit besteht aus einer physischen, wie auch einer psychischen Abhängigkeit. Daher ist die Kombination einer medikamentösen Therapie zur Behandlung der phsychischen Entzugssymptome empfehlenswert. Für die Anwendung zur Tabak- Kurzinvention in der zahnmedizinischen Praxis scheint eine “Kurzform” das sogenannte “Brief Motivational Interviewing” (BMI), geeignet zu sein. Die Nikotinsubstitution ist die Therapie der Wahl für das zahnmedizinische Praxisteam, da die beiden rezeptpflichtigen Pharmazeutika Vareniclin und Bupropion SR der Verordnung durch Ärzte vorbehalten sind.

 Quelle: “Risikokompendium Parodontitis 2010″

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“Her mit der Pasta!”

Putzhilfe aus der Tube: Ohne Zahncreme macht die Mundpflege nicht nur keinen Spaß, sonder auch ein wenig Sinn. Denn das Bürsten allein würde längst nicht ausreichen, um die bakteriellen Beläge zu entfernen , die sich im Laufe des Tages unvermeidlich auf jeder Zahnoberfläche bilden. Die Zahnpasta verbessert den Reinigungseffekt der Zahnbürste enorm- entscheidend sind dabei vor allem drei Dine:

1.Flourid schützt den Zahnschmelz.

2. So genannte Putzkörper- diese schmirgelnden Teilchen bestehen in der Regel aus Mineralien wie Kieselsäure, Kalziumkarbonat oder Phosphaten.

3. Oberflächenaktive Stoffe(Tenside) sorgen dafür, dass die Zahncreme schäumt.

Die Zahnfäulnis, medizinisch Karies genannt, befindet sich in Deutschland seit vielen Jahren auf dem Rückzug. Das gilt vor allem für Kinder: Heute haben mehr alls die Hälfte aller Schulanfänger kariesfreie Milchzähne. Kariesbakterien gefährden die Zahngesundheit, weil ihr Stoffwechsel aggressive Säuren produziert, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, entsteht schließlich ein Loch.

Flourid gegen Zahnfäule

Gründliches Putzen mit flouridhaltiger Zahncreme stoppt die Karies-Attacke. Mit Bürste und Pasta werden bakterielle Beläge mechanisch entfernt, und Flourid härtet den Zahnschmelz, indem es herausgelöste Mineralien ersetzt. Es ist heute wissenschaftlich belegt, dass Flouride am besten vor Karies schützen, wenn sie von außen auf die Zahnoberfläche einwirken. Die Verwendung einer flouridhaltigen Zahnpasta ist deshalb unbedingt zu empfehlen- putzen Sie zweimal täglich mindestens zwei Minuten. Bei den Kindern sollte ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns zunächst mit einer speziellen Kinderzahncreme mit niedrigem Flouridgehalt geputzt werden. Erst wenn das Kind in die Schule kommt und das Kind selbstständig ausspucken kann, darf eine Junior- oder Erwachsenenpasta mit höherem Flouridgehalt benutzt werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, falls der Kinderarzt Flouridtabletten verordnet hat: Solange das Kind flouridhaltige Mittel einnimmt, sollte es zur Mundhygiene evtl. eine Zahncreme ohne Flourid verwenden und dies mit dem Zahnarzt des Vertrauens besprechen.

Putzkörperchen gegen Plaque und Verfärbungen

Für die Reinigungswirkung einer Zahncreme sorgen winzig kleine Putzkörperchen. Sie unterstützen die Zahnbürste beim Entfernen der bakteriellen Beläge. Die Kunst besteht darin, Putzkörper einzusetzen, die wirksam zum Abschmirgeln der Plaque beitragen und Verfärbungen beseitigen, dabei aber den Zahnschmelz nicht angreifen. Sie können bei allen handelsüblichen Zahncremes sicher sein, dass sie dem gesunden Zahnschmelz nichts anhaben können. Ein Maß für die Schmirgel- Wirkung der Zahnpasta st der so genannte RDA-Wert. Er hängt vor allem von der Härte, Größe und Oberflächenstruktur der Putzkörperchen ab. Die Aussagekraft des RDA- Werts in der Fachwelt umstritten, da er am vergleichsweise weichen Zahnbein(Dentin) gemessen wird und nicht am harten Zahnschmelz. Das Dentin, sozusagen der Kern des Zahnes, ist jedoch in der Regle vom schützenden Schmelz umgeben - eine Ausnahme bilden allerdings zum Beispiel freiliegende Zahnhälse. Nach Ansicht der Bundeszahnärztekammer sind für den alltäglichen Gebrauch Zahnpasten mit einem RDA-Wert zwischen 30und 70 zu empfehlen. Spezialcremes gegen Verfäbungen(Zahnweißcreme) enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Schleifmitteln. Produkte mit einem RDA- Wert über 80 sollten nicht täglich zur Mundhygiene angewendet werden, empfiehlt die Bundeszahnärztekammer. Die Ergebnisse wisschenschaftlicher Forschungen deuten darauf hin, dass Zahnschäden generell weniger auf zu stark schmirgelnder Zahnpasten zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf falsche Putztechnick:Wer regelmäßig mit zuviel Kraft und einer harten Bürste “schrubbt”, schädigt damit auf Dauer den Schmelz und unter Umständen auch das Zahnfleisch- es weicht vor dem Über-Druch zurück und legt den Zahnhals frei.

Schaum erfrischt nicht nur

Die meisten Verbraucher empfinden es als angenehm  und erfrischen, wenn die Zahnpast schäumt. Die Schaumbildner oder auch Netzmittel leisten noch mehr: Sie unterstützen die gleichmäßge Verteilung der Zahncreme und damit auch den Putzeffekt. Speisereste werden von den kleinen Bläschen “eingefangen”, die Zahnbürste kann sie dadurch besser entfernen. Die Netzmittel binden außerdem abgelöste bakterielle Beläge, nach Abschluss des Putzvorgangs lassen sie sich deshalb leicht ausspülen.Darüber hinaus ermöglicht der Schaum eine bessere Benetzung der Zahnoberflächen mit den Wirkstoffen in der Zahncreme.

Der Zahnarzt gibt gerne Tipps

Auf dem deutschen Markt sind zund 300 verschiedene Zahnpasten erhältlich- eine verwirrende Vielfalt. Zahlreiche Produkte enthalten besondere Zusätze oder Inhaltsstoffe, die zum Beispiel das Zahnfleisch kräftigen, die Bildung von Zahnstein reduzieren, gegen Mundgeruch wirken oder speziell für ” reifere” Zähne geeignet sein sollten. Dann gibt es Cremes für sensible, schmerzempfindliche Zähne, und wieder andere enthalten antibakteriell wirkende Substanzen, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Fragen sie vor der Anwendung einer Zahncreme mit besonderen Eigenschaften am besten Ihren Zahnarzt. Er kann beurteilen, ob das Produkt in Ihrem ganz persönlichem Fall gut geeignet ist- und Ihnen außerdem weitere wertvolle Tipps zur richtigen Zahnpflege geben.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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Deutschlands Zahnärzte sind Spitze

Die Zahnheilkunde in Deutschland besticht im internationalen Vergleich durch höchste Qualität.

Was zeichnet unsere Zahnärzte aus?

Zahnerkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, ist oberstes Ziel der Zahnärzte in Deutschland- ganz im  Sinne ihrer Patienten. Und falls trotz aller Bemühungen ein Zahn erkrankt, wird dies am besten möglichst früh erkannt und behandelt. Deshalb sollte jeder Mensch mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, im Idealfall alle 6 Monate. Das Ergebnis der guten Vorsorge in Deutschland kann sich sehen lassen: Die Zähne der Menschen sind so gesund nie zuvor. So kauen heute 70 Prozent der Zwölfjährigen mit einem naturgesunden Gebiss, ganz ohne Karies, Füllungen oder Zahnverlust. Auch bei den Erwachsenen zeigen sich die Erfolge: Mussten Anfang der neunziger Jahre bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen noch über 16 Millionen Zähne pro Jahr gezogen werden, so waren es im Jahr 2009 nur noch 13,4 Millionen. Auch in den Fällen, in denen ein Zahn nicht mehr gerettet werden kann, sind die Patienten bei Deutschlands Zahnärzten in besten Händen. Die Mängelquote bei Zahnarztbehandlungen liegt im Promillebereich: So haben zum Beispiel die Zahnärzte in Bayern vergangenes Jahr rund 1,4 Millionen Zahnersatzbehandlungen durchgeführt- ehr als 99,9 Prozent davon waren fehlerfrei. Die wenigen Mängel konnten durch Nachbesserungen beseitigt werden.

Erstklassige Ausbildung

Grundlage für die gute Zahnheilkunde in Deutschland ist die erstklassie Ausbildung an den Universitäten. Das Studium umfasst elf Semester, ist sehr praxisorientiert und endet mit dem Staatsexamen. Nach erfolgreicher Prüfung müssen die Absolventen noch eine mindestens zweijährige Vorbereitungszeit als Assistenzzahnarzt absolvieren. Erst danach dürfen sie als Vertragszahnarzt arbeiten. Die große Mehrheit der deutschen Zahnärzte bildet sich zudem regelmäßig fort. Deutschlands Zahnmedizin kann sich also sehen lassen. Doch wie lange noch ? Die von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen werden immer schlechter. In der gesetzlichen Krankenversicherund haben die Zahnärzte inzwischen eine enorme bürokratie Last zu tragen. Außerdem sind zahnerhaltende Maßnahmen budgetiert. Das bedeutet, dass die Zahnärzte ab einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise nicht mehr kostendeckend arbeiten können- bestriebswirtschaftlich und zahnmedizinisch ein Desaster. Im Bereich der privaten Krankenversicherung sieht es nicht viel besser aus. Die private Gebührenverordnung ist seit über 23 Jahren unverändert. Die allgemeine Kostensteigerung und der medizinisch-technische Fortschritt werden alo nicht berücksichtigt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Patienten: Wenn die Politik die Weichen nicht richtig stellt, gefährdet sie die internationale Spitzenstellung der deutschen Zahnheilkunde.

 

Quelle: Magazin”Lückenlos”

 

 

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Knochenschwund- Vorsorge auch beim Zahnarzt

Bei Osteoporose werden die Knochen porös und instabil. Oft zermürbt die Krankheit auch den Kieferknochen- Zähne verlieren den Halt.

Osteoporose ist eine stumme Krankheit: Die Betroffenen spüren über viele Jahre keine Schmerzen. Oft erfolgt die Diagnose daher spät, im fortgeschrittenen Stadium- wenn schon der erste Knochen bricht. Soweit muss es nicht kommen. Vorbeugend kann jeder Mensch etwas für seine Knochengesundheit tun: Durch regelmäßge Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium (Milchprodukte ,Mineralwasser,Gemüse) und Vitamin D(Fisch,Kalbfleisch,Eier,Champignons,Leber). Knochenschwund kann jeden treffen: Etwa jede dritte Frau nach der Menopause und fast jeder fünfte Mann jenseits der 60 erkranken daran. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Osteoporose auch den Kieferknochen angreift. So verlieren Patienteninnen, die unter Osteoporose leiden, in und nach den Wechseljahren mehr Zähne als Menschen mit normaler Knochendichte. Frauen und Männer sollten auch aus diesem Grund jenseits der 50 weiterhin konsequent auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Wichtig ist außerdem der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt: Er kann Gefahren für die Zahngesundheit frühzeitig erkennen. Ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund im Kiefer besteht bei Osteoporose- Patienten, die so genannte Bisphosphonate einnehmen. Diese häufig verordneten Arzneimittel reduzieren das Risiko für Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche. Dabei sind jedoch Nebenwirkungen möglich: Aufgrund der Therapie mit Bisphosphonaten kann es zum Absterben  von Knochengewebe im Kiefer kommen. Wer vom Arzt ein Bisphosponat verordnet bekommen hat, sollte unbedingt seinen Zahnarzt darüber informieren. Treten Beschwerden auf wie Druckstellen, Zahnfleischentzündungen, unagenehmer Geschmack, Mundgeruch oder scheinen sich einzelne Zähne zu lockern, sollte der Patient möglichst bald die Zahnarztpraxis aufsuchen.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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Genuss ohne Verdruss- auch bei sensiblen Zähnen

Warme Sommertage und leckeres Eis- das gehört zusammen. Bei vielen Menschen die süße Freude jedoch arg getrübt, weil plötzlich die Zähne schmerzen. Der Zahnarzt kann die Ursache feststellen und das Problem beheben.

Kennen Sie das auch ? Sie schlecken an einer Kugel Eiskrem, trinken einen Schluck kalte Limonade oder löffeln eine heiße Suppe- und spüren plötzlich einen scharfen, ziehenden Schmerz an den Zähnen. Die Pein klingt nach kurzer Zeit zwar wieder ab, ein Besuch in der Zahnarztpraxis ist dennoch dringend zu empfehlen, um die genaue Ursache abzuklären. Wenn Heißes oder Kaltes, Süßes oder Saures an den Zänen schmerzt, sprechen Zahnärzte von “Dentinhypersensibilität”- zu Deutsch: Zahnbeinüberempfindlichkeit. Das Zahnbein (Dentin) bildet den Kern und die Hauptmasse eines Zahns. Im sichtbaren Bereich ist es vom schützenden Zahnschmelz überzogen- er ist wesentlich härter und lässt sich von thermischen oder chemischen Reizen nicht irritieren. Eine Zahnbeinüberempfindlichkeit entsteht, wenn das Dentin an einzelnen Stellen des Zahn freiliegt. Dann stehen die feinen Kanälchen offen, von denen das Zahnbein durchzogen ist- sie enthalten Nervenfaser, die nun äußere Reize wie heiß,kalt, süß oder sauer an den zentralen Zahnnerv weiterleiten. Die spürbare  Folge: Schmerzen. Für das zunehmend verbreitet Problem der Dentinhypersensibilität sind vor allem zwei  Ursachen verantwortlich:

1.Schäden in der Zahnschmelzschicht durch säurebedingte Erosionen;

2.zurückweichendes Zahnschmelz werden in der Zahnarztpraxis zunehmend häufiger beobachtet. Schuld sind in der Regel die Ernährungsgewohntheiten: Während früher zumeist regelmäßig dreimal am Tag gegessen wurde, geht der Trend mittlerweile zu mehreren kleinen Mahlzeiten. Das schont zwar den Magen, aber nicht den Zahnschmelz- er muss imm er öfter Säureangriffe parieren. Denn nicht nur beliebte Obstsorten wie Zitrusfrüchte und Äpfel, auch Salate mit Essigdressing, Fruchtriegel, viele Fertiggerichte sowie Säfte, Smoothies, Softdrinks und vor allem Sport-und Fitnessgetränke enthalten Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn so aufweichen. Oft reagieren Zähne auch deshalb schmerzempfindlich, weil der Zahnhals freilieg. Er besitzt keinen Schmelz, denn normalerweise schützt ihn das Zahnfleisch. Weicht die Schleimhaut aber zurück, kommt das empfindliche Dentin am Zahnhals zum Vorschein.

Empfindliche Zahnhälse

Eine häufige Ursache für Zahnfleischschwund ist Paradontitis. Mit gründlicher Mundhygiene beugen Sie dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats vor. Wichtig ist vor allem die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Nehmen Sie die ersen Anzeichen einer Paradontitis unbedingt ernst: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, falls das Zahnfleisch geschwollen oder gerötet ist, wenn es beim Putzen blutet oder falls Sie einen unangenehmen Mundgeruch bemerken. Die Ursache für freiliegende Zahnhälse könnte aber auch eine falsche Putztechnik sein. Wer mit der Zahnbürste hin und her schrubbt oder zu stark drückt, bringt sein Zahnfleisch in Bedrängnis: Das weiche Schleimhautgewebe reagiert darauf empfindlich und zieht sich allmählich zurück. Mit der richtigen Putztechnik können Sie die Zahnbürste in kleinen Kreisbewegungen über die Zähne, und drücken Sie dabei nicht zu stark. Wenn Ihre Zähne sensibel reagieren oder falls das Putzen weh tut, sollten Sie möglichst bald Ihren Zahnarzt informieren. Er kann frei liegende Zahnhälse wirksam behandeln, indem er die freien Dentinkanälchen mit einem flouridhaltigen Lack oder einem speziellen Kunststoff versiegelt.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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Gesunde Zähne trotz Diabetes

Zuckerpatienten sollten ganz besonders auf eine gute Mundhygiene achten. Denn bei Diabetes besteht ein stark erhöhtes Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen.

 Die Zahl der Zuckerpatienten  steigt bereits stetig. Bereits bei mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland wurde die Diagnose Diabetes gestellt. Darüber hinaus sind etwa drei Millionen Erwachsene erkrankt, ohne es zu wissen: Denn der so genannte “Alterszucker” (Mediziner sprechen von Typ-2- Diabetes) entwickelt sich schleichend über viele Jahre- oft bleibt er daher lange Zeit unbemerkt. Doch schon im frühen Stadium kann die Stoffwechselstörung Schäden im Körper anrichten. So greift der überschüssige Zucker im Blut vor allem Nerven, Nieren und Gefäße an, aber auch die Zahngesundheit ist bedroht.

 Auf Warnsignale achten

Mögliche Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwerte sind allgemein Müdigkeit und Abgeschlagenheit, starker Durst, häufigeres Wasserlassen, Juckreiz, vermehrtes Auftreten von Infekten wie etwa Blasenentzündungen, schlecht heilende Wunden, eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, verminderter Speichelfluss- und Zahnfleischentzündungen: Sie machen sich bemerkbar durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, unangenehmen Mundgeruch, Zahnfleischbluten beim Putzen oder empfindliche Zahnhälse, die beim Genuss kalter oder heißer Lebensmittel wehtun.Wer einer dieser Symptome bemerkt,sollte baldmöglichst zum Zahnarzt gehen. Er kann die Ursache feststellen und auch erkennen, ob möglicherweise ein Diabetes hinter den Beschwerden steckt.

Gesunde Ernährung als Therapie

Ziel jeder Diabetes- Behandlung ist eine gute Blutzuckereinstellung. Um sie zu erreichen, wird der Arzt einem Typ-2-Diabetiker in aller Regel zunächst Tabletten verordnen. Mit der Einnahme von Medikamenten allein lässt sich jedoch kein optimaler Therapieerfolg erzielen- ergänzend sollte jeder Zuckerpatient selbst etwas für seine Gesundheit tun. Ernährung und regelmäßige Bewegung. Mit einer vollwertigen Kost können Diabetiker ihre Blutzuckerwerte verbessern und Folgeerkrankungen vorbeugen. Ein ausgewogener Speiseplan mit viel Gemüse, Vollkornprodukten,Kartoffeln,Reis,Müsli, mageren Milchprodukten sowie mehr pflanzlichem und weniger tierischem Fett trägt wesentlich dazu bei, das Behandlungsziel zu erreichen. Dazu gehört in der Regel auch das Abnehmen - denn Übergewicht ist die Hauptursache des Typ-2-Diabetes.

 Gute Zuckerwerte schützen die Zähne

Eine verbesserte Stoffwechseleinstellung beugt Diabetes-Folgeschäden wie Herzinfarkt oder Nierenversagen vor-und schützt  auch die Zähne. Je besser die Blutzuckerwerte, desto geringer das Risiko für Paradontitis und Karies. Diabetiker leiden besonders häufig unter Zahnhalskaries. Wird diese Erkrankung nicht frühzeitig behandelt, können die Kariesbakterien schon bald bis zur Zahnwurzel vordringen. Zuckerpatienten bemerken das oft gar nicht, weil sie im Bereich des Zahnbetts keine Schmerzen spüren. Breitet sich die Wurzelkaries deshalb unerkannt aus, ist der Zahn schließlich nicht mehr zu retten. Möglichst normale Zuckerwerte sind das eine- sorgfältige Mundhygiene ist das andere. Diabetiker sollten eine besonders penible Zahnpflege betreiben. Dazu gehört es, täglich mindestens zweimal gründlich die Zähne zu putzen. Insbesondere älteren Patienten ist dazu eine elektrische Zahnbürste zu empfehlen. Viele Senioren haben aufgrund einer eingeschränkten manuellen Geschicklichkeit Probleme, mit der Handzahnbürste alle Gebissbereiche gut zu reinigen. Eine elektrische Bürste kann den Putzerfolg verbessern: Der rotierende Bürstenkopf führt die besonders effektiven kreisenden Bewegungen automatisch aus und erleichtert es, alle Zahnpartien zu erreichen.

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Um Unterzuckerungen zu vermeiden, müssen viele Diabetiker nach Anweisung ihres Arztes häufiger Zwischenmahlzeiten einnehmen. Auch danach sollten sie darauf achten, dass keine Speisereste zwischen den Zähnen verbleiben. Unverzichtbar für Diabetiker ist die tägliche Säuberung der Zahnzwischenräume. Sie erfolgt am besten so genannten Interdentalbürstchen: Deren mikrofeine Borsten sind bezüglich der Effektivität allen anderen Hilfsmitteln zur Reinigung der Zahnzwischenräume überlegen. Interdentalbürsten sind zudem leicht anzuwenden- einfach behutsam in den Zwischenraum einführen und vorsichtig mehrfach hin und her bewegen. Wichtig ist jedoch dsie Wahl der richtigen Größe: Lässt sich das Bürstchen nur unter Krafteinsatz in die Lücke schieben, ist es zu groß. Besteht andererseits zu viel Spielraum, erfolgt keine optimale Reinigung. Im Zweifel fragen Diabetiker ihren Zahnarzt- er wird geeignete Zwischenraumbürsten empfehlen und die optimale Putztechnik erklären. Auch die Frage, ob die zusätzliche Anwendung antibakterieller Mundspülmittel sinnvoll ist, sollten Diabetiker mit ihrem Zahnarzt besprechen. Wegen des erhöhten Risikos vereinbaren Zuckerpatienten am besten vierteljährlich einen Kontrolltermin in der Zahnarztpraxis. Zur optimalen Vorsorge ist es außerdem ratsam, dort zweimal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

 Quelle: Magazin”Lückenlos”

 

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Schlüssel zum gläsernen Patienten

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte verzögert sich seit Jahren. Nun soll sie endlich kommen- doch Ärzte und Zahnärzte warnen vor Risiken und Nebenwirkungen.

 

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) sollte ursprünglich  bereits vor fünf Jahren eingeführt werden. Doch das riesige Datensammelprojekt scheiterte bisher an ungelösten Problemen. Die Bundesregierung versucht es nun mit Zwang: Per Gesetz wurden alle Krankenkassen verpflichtet, bis Ende diesen Jahres mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten mit der eGK auszustatten. Die Zahnärzte haben schon immer betont, dass sie die elektronische Gesundheitskarte nicht brauchen, da sie für ihre Patienten keinerlei Verbesserung bringt. Mit der eGK sind Risiken und Nebenwirkungen verbunden, deren Folgen sich nur schwer abschätzen lassen. Und den Zahnärzten genügen die Angaben auf der herkömmlichen Krankenversichertenkarte (KVK) völlig. Dass die eGK mit einem Foto des Versicherten versehen sein soll, ist verständlich - angesichts des Missbrauchs, der mit der bisherigen KVK betrieben werden kann. Die schon jetzt auf der KVK gespeicherten Daten- wie Name, Adresse, Versicherungsnummer- wird auch die eGK enthalten. Beunruhigen muss aber die Tatsache, dass alle übrigen Daten, die zukünftig mittels eGK erfasst werden sollen, nicht etwa in den jeweiligen Praxen sondern per Internet- Anbindung zentral auf Computern gespeichert werden sollen. An dieses gigantische Netzwerk sind dann Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheken, Krankenhäuser, Sanitätshäuser und die Krankenkassen angeschlossen. Und alle- das sind über zwei Millionen Menschen- haben zugriff auf Ihre Krankheitsdaten. Ganz zu schweigen von der Gefahr, die durch Computer-Hacker ausgeht, die unbefugt in dieses Netz eindringen könnten.

 

Zweifelhafter Nutzen 

Interessierte könnten dann nachschauen, ob Sie seelische Krisen, schlechte Zähne oder Erbkrankheiten haben. Dass Lebensversicherungen, Pharma-Firmen oder auch Kreditgeber von solchen Angaben sehr gerne erfahren würden, versteht sich von selbst. Noch gehört das Speichern dieser Daten zu den freiwilligen Funktionen, über die der Versicherte selbst entscheidet. Aber diese Freiwilligkeit lässt zugleich am Nutzen der neuen Karte zweifeln, denn wenn die Medikationsliste, die Patientenakten oder Notfalldaten unvollständig sind, ist damit trotz des Milliardenaufwands niemandem geholfen. Fraglich ist auch, ob ein Arzt im Notfall die Zeit hat, erst einmal die Daten der Karte auszulesen - oder ob sich ein Notarzt auf die Angaben der Gesundheitskarte verlassen kann, wenn der Versicherte selbst die Möglichkeit hat, Daten zu löschen. Vor allem Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten haben über all die Jahre immer wieder lautstark ihre Bedenken gegen die eGK geäußert. Zwischendurch gab es Pilotversuche, bei denen beispielweise festgestellt wurde, dass sich insbesondere ältere Patienten die achtstellige PIN, mit der sie ihren Behandlern den Zugang zur eGK eröffnen sollten, nicht merken konnten. Bis Ende 2011 müssen sieben Millionen Karten produziert und verteilt werden. Dabei ist es mit der Verteilung der eGK noch längst nicht getan. Denn es müssen neue Lesegeräte angeschafft, muss neue Praxissoftware aufgespielt und beherrscht werden. Und für die Übermittlung der Daten an den zentralen Speicher muss eine leistungsfähige Verbindung zum Internet vorhanden sein, die in Deutschland derzeit gar nicht überall möglich ist. So wird die bundesweite Einführung der eGK wohl eine unendliche Geschichte bleiben. Aus Sicht der Zahnärzte ist Eile nicht angesagt, den Patienten bringt die neue Karte keinen Vorteil.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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“Zahnärztliche Behandlungen sind keine Handelsware!”

Zahnersatz- Auktionen im Internet sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes legal. Die Zahnärzte in Deutschland kritisieren dieses Urteil: Ihrer Meinung nach ist Medizin keine Ware, die man versteigern kann.

 

Für Kritik bei den Zahnärzten sorgt ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu Zahnersatz-Auktionsportalen im Internet. Zwei Zahnärzte aus Bayern hatten gegen die Betreiber des Portals www.2te-zahnarztmeinung.de geklagt, auf dem Patienten den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes “versteigern” können. Zahnärzte können sich auf diesem Portal gegenseitig bei den Behandlungskosten unterbieten. In zwei Instanzen hatten die Kläger Recht bekommen: Die Richter teilten ihre Auffassung, dass eine medizinische Leistung keine Ware ist, die man im Internet vertreiben kann. Der BGH sah das anders und lässt nun zu, dass medizinische Behandlungen versteigert werden. “Das Urteil ist ein grundfalsches Signal. Patienten und zahnärztliche Behandlungen sind keine Handelsware. Kein seriöser Zahnarzt kann einen Preis nennen, ohne vorher einen Blick in den Mund des Patienten geworfen zu haben”, betont Dr. Janusz Rats aus München. Außerdem  lasse der BGH zu, dass Beitragsgelder in Form von Provisionen an die Betreiber der Auktionsportale fließen. “2te- Zahnarztmeinung.de ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, das sein Geschäft auf dem Rücken von Zahnärzten und Patienten macht. Die Gewinne, die dort erzielt werde, fehlen bei der Patientenversorgung”, kritisiert Rat. Nahezu alle zahnärztlichen Organisationen in Deutschland teilen die Kritik an dem Urteil. Sie respektieren aber auch das Informationsbedürfnis der Menschen vor einer Zahnersatzbehandlung. Deshalb bieten die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und Zahnärztekammern allen gesetzlich versicherten Patienen seit langem an, sich kostenlos bei ihren Patientenberatungsstellen zu informieren.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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ABC der Kinderzahnpflege

Gesund im Mund von Anfang an: Wird schon ab dem ersten Zähnchen richtig geputzt, hat Karies kaum eine Chance. Ein gut gepflegtes Milchgebiss bildet die Basis für gesunde Zähne im Jugend- und Erwachsenenalter.

 Altersgerechte Zahnpflege

0 bis 2 Jahre: Bereits mit Durchbruch des ersten Milchzahns sollte die Mundhygiene beginnen. Eltern putzen die Zähne eines Kinder mit einer Baby- oder Minizahnbürste einmal täglich, am besten abends. Die Kinder- Zahnpasta (Flouridgehalt 500ppm) sparsam verwenden-in höchstens erbsengroßer Menge.

2 bis 4 Jahre: Ab dem zweiten Geburtstag sollten die Zähne zweimal täglich geputzt werden (morgens und abends). Die Kinder greifen nun die Zahnbürste auch schon selbst. Eine spezielle Lernzahnbürste erleichtert das eigenständige Putzen nach der KAI- Methode.

4 bis 6 Jahre: Im Schulalter erscheinen die ersten bleibenden Zähne. Den Anfang machen die Backenzähne am Ende der Milchzahnreihe- ihre Kaufläche ist besonders anfällig für Karies. Das Kind kann jetzt eine Junior- Zahnpasta mit höherem Flouridgehalt benutzen (1.000 bis 1.500 ppm).

8 bis 12 Jahren: Zahnärzte empfehlen eine Umstellung der Putzmethode auf die Bass- Technik. Dabei wird die Zahnbürste schräg in einem Winkel von etwa 45 Grad am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen Rüttelbewegungen über die Zähne geführt. Weil durchbrechende bleibende Zähne, Lücke und engere Zwischenräume die Zahnpflege erschweren, sollten die Eltern weiterhin regelmäßig den Putzerfolg kontrollieren.

Angst vorm Zahnarzt ?

Am besten lernt das Kind den Zahnarzt und sein Team bereits gegen Ende des ersten Lebensjahres kennen. Beim entspannten Besuch auf dem Schoß von Mama oder Papa kann es sich an die Räume und Geräusche gewöhnen, den Zahnarztstuhl und Instrumente erkunden - so kommen keine Ängste auf. Steht dann der erste Vorsorgetermin an, brauchen Eltern ihr Kind gar nicht weiter darauf vorzubereiten. Keinesfalls sollten die Erwachsenen sagen, dass es nicht wehtun wird - diese Bemerkung könnte die Furcht vor Schmerzen erst hervorrufen!

Fissurenversiegelung

Die Kauflächen der bleibenden Backenzähne weisen Furchen und Brübchen auf. Viele Kinder sind bis weit ins Schulalter  hinein motorisch noch nicht in der Lage diese Fissuren gründlich zu putzen. Deshalb bleiben hier oft Speisereste zurück - für Kariesbakterien ein gefundenes Fressen. Als vorbeugende zahnärztliche Maßnahme empfiehlt sich die Fissurenversiegelung: Der Zahnarzt reinigt zunächts die Kauflächen, raut den Schmelz dann leicht an und versiegelt schließlich die Fissuren mit einem Kunststofflack. Die Behandlung sollte möglichst bald nach Durchbruch der Backenzähne erfolgen. Sie dauert in der Regel nur wenige Minuten, ist völlig schmerzfrei- und kostet nichts: Die Fissureversiegleung der ersten und zweiten bleibenden Backenzähne zählt zu den kassenzahnärztlichen Leistungen, die gesetzlich versicherte Patienten im Alter zwischen 6 und 17 Jahren zuzahlungsfrei in Anspruch nehmen dürfen.

Flourid

Flourid härtet den Zahnschmelz und beugt Karies vor, wenn es kontinuierlich angewendet wird - am besten durch den täglichen Gebrauch einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns bis zum Durchbruch des ersten bleibenden Zahns sollten Kinderzahncremes mit niedrigemFluoridgehalt (500 ppm) benutzt werden. Etwa ab der Einschulung empfehlen Zahnärzte den Wechsel zu einer Junoior- oder Erwachsenenzahnpasta (1.000 bis 1.500 ppm Flourid).

KAI- Putztechnik

Vom Kleinkind- bis zum Grundschulalter putzen Kinder am besten nach der Kai- Mehtode. Die Abkürzung steht für Kau-, Außen-, Innenflächen: Zuerst wird die Zahnbürste auf den Kauflächen hin- und hergeführt. Dann folgen die Außenflächen- dazu beißt das Kind die Kauflächen aufeinander, setzt die Bürste im hinteren Backenzahnbereich an und führt sie mit kreisenden Bewegungen nach vorn. Danach werden auch die Schneidezähne geputzt, ebenfalls möglichst kreisend, nicht schrubbend. Abschließend erfolgt die Reinigung der Innenflächen, das Kind kann entweder in kleineren Kreisen bürsten oder vom Zahnfleisch ausgehend mit Ausweichbewegungen putzen (von rot nach weiß).

Karies

Karies muss nicht sein: Gewissenhafte Mundhygiene sorgt vor. Ein gesundes Milchgebiss ist äußerst wichtig - haben Kariesbakterien erst einmal Löcher verursacht,drohen unangehneme Folge. So kann die Infektion das Allgemeinbefinden beeinträchtigen, und es besteht ein erhöhtes Kariesrisiko für dich nachfolgenden bleibenden Zähne. Muss der Zahnarzt einen zerstörten Milchzahn ziehen, drohen Fehlstellungen im Gebiss, die später mit einer Spange behandelt werden müssen.

Kauen

Frische und feste Lebensmittel regen zum Kauen an, fördern den Speichelfluss und reinigen die Zähne. Beispiele für zahngesunde Esswaren sind Obst, Frischgemüse, Salat, Müsli und Vollkornbrot. Ist das Zähneputzen nach einer Mahlzeit nicht möglich, hilft zuckerfreier Kaugummi - durch das Kauen bildet sich vermehrt Speichel, der den Zähnen Mineralien zuführt.

Naschen

Zucker schadet den Zähnen, das weiß jedes Kind. Verbote sind jedoch keine Lösung - stattdessen sollten Eltern von Anfang an auf einen vernünftigen Umgang mit Süßigkeiten achten. Entscheiden für die Zahngesundheit ist weniger die Gesamtmenge des verzehrten Zuckers als vielmehr die Häufigkeit des Konsums. Wird öfter zwischendurch genascht, bekommen die Kariesbakterien immer wieder Nachschub und produzieren ständig Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Am besten ist es, Süßigkeiten direkt im Anschluss an Hauptmahlzeiten zu essen - und danach die Zähne zu putzen.

Schnuller 

Den Schnuller sollten Kinder nach Vollendung des ersten Lebensjahres nicht mehr lange benutzen. Selbst ein gutgeformter Nuckel kann die natürliche Gebissentwicklung stören. Ist er zu oft und zu lange im Mund, entwickelt sich ein Überbiss: Die oberen Schneidezähne liegen deutlich vor den unteren - dadurch wird normales Abbeißen erschwert.  Überbiss führt außerdem häufig zu Sprechproblemen, das Kind beginnt zu lispeln.

Zahnungsbeschwerden

Wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, sind viele Babys unruhig, weinen viel und schlafen schlecht. Das Zahnfleisch kann gerötet und geschwollen sein, manche Kinder bekommen auch leichtes Fieber. Kauen bringt Erleichterung und fördert außerdem den Zahndurchbruch: Hilfreich ist zum Beispiel ein gekühlter Beißring. Auch sanfte Zahnfleischmassagen mir dem sauberen Finger lindern die Beschwerden. Bleibt das Baby trotzdem quengelig oder soll das Einschlafen erleichtert werrden, wirken Zahnungshilfen beruhigend - sie sind als Gel, Salbe oder Tropfen erhältlich.

(Quelle: “Lückenlos-Magazin, 04-06/11)

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Knackig gegen Karies

Gesundes Essen,gesunde Zähne: Gemüse, Vollkornbrodukte und Rohkost erfordern ausgiebiges Kauen - das fördert den schützenden Spechelfluss. Außerdem wichig: nicht so oft zwischendurch naschen.

Zähne brauchen was zu beißen : Kräftiges Kauen massiert das Zahnfleisch und fördert seine Durchblutung. Gleichzeitig regt das Knabbern an Möhren, der Biss ins Vollkornbrot oder der Verzehr von Müsli die Speichelbildung an. Und das ist ernorm wichtig, denn Speichel sorgt für eine natürliche Selbtreinigung derZähne. Unsere Ernährung ist jedoch oft zu weich: Weißmehlbrötchen mit Marmelade, Spaghetti mit Tomatensauce oder Hamburger mit Hackfleisch lassen sich schon nach ein paar Kaubewegungen mühelos verdrücken. Fehlt der nötige Biss, mangelt es nicht nur am schützenden Speichel. Intensives Kauen festigt zudem den Zahnschmelz. Darüber hinaus entfalten faserreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse eine gewisse Reinigungswirkung an der Zahnoberfläche - bakterielle Beläge können sich nicht so gut anlagern wie bei weichen Speisen, von denen viele zudem oft noch klebrig  sind (wie zum Beispiel Honig,Konfitüre, Fruchtjogurt, Kuchen oder Kartoffelchips ).

Vitmine für die Zähne

Gesunde Genüsse liefern wertvolle Vitalstoffe für die Zähne. So enthalten zum Beispiel Seefische, Schweineleber, Blattspinat, Rinderfilet und schwarzer Tee Fluoride, die den Zahnschmelz härten und vor Säureangriffen schützen. Auch Vitamine verbessern die ‘Zahngesundheit:

  • So unterstützt Vitamin A das Wachstum und die Erneuerung der Mundschleimhaut. Es ist reichlich enthalten in Möhren, Grünkohl, Spinat, Feldsalat, Chicoree und Tunfisch.
  •  Vitamin C ist beim Aufbau des Zahnbeins ( Dentin ) maßgeblich beteiligt und stärkt außerdem das Zahnfleisch. Zu den Hauptquellen zählen Paprika, Brokoli, Rosenkohl, Kiwis undErdbeeren.
  • Vitamin D fördert die Einlagerung von Mineralien und härtet so den Zahnschmelz. Wichtige Lieferanten sind Hering, Forelle, Lachs, Tunfisch, Leber und Eier.

Zucker nagt am Zahn

Zahnfeind Nummer Eins ist und bleibt der Zucker. Er schädigt allerdings den Zahnschmelz nicht direkt - zur Entwicklung von Karies führt ausschließlich  die Kombination ” Zucker plus Zahnbelag plus Zeit “. Den Bakterien im Mund schmeckt Zucker nämlich auch gut, sie wandeln ihn aber leider in Säuren um, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. Geschieht dies über längere Zeit, enstehen Löcher in der ursprünglich glatten Schmelzoberfläche - die Karies beginnt. Ohne Bakterien könnte Zucker unseren Zähnen nichts anhaben. Aber selbst bei bester Mundhygiene schafft es niemand, seine Zähne immer absolut sauber zu halten. Dennoch heißt zahnfreundliche Ernährung nicht, komplett auf Zucker verzichten zu müssen. Entscheidend ist weniger die Gesamtmenge des verzehrten Zuckers, sondern vielmehr, wie oft genascht wird - und wie lange das ” Bakterienfutter ” im Mund verweilt.

Schädliche Zwischenmahlzeiten

Wenn Süßigkeiten über den Tag verteilt immer wieder zwischendurch verzehrt werden, bekommen die Plaquebakterien kontinuierlich Nachschub und produzieren ständig Säuren. Die Kariesgefahr lässt sich stark reduzieren, indem der Genuss von Schokolade, Keksen, Kuchen & Co. ausschließen nach den Hauptmahlzeiten erfolgt - und anschließend die Zähne geputzt werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch auf “versteckten” Zucker zu achten. Viele industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten große Zuckermengen - auch solche, bei denen man es gar nicht unbedingt erwartet: wie etwa Senf, Ketchup, Frühstücksflocken, Fertigflocken, Dosengemüse, Eistee, Biermixgetränke oder Fettreduzierte Light-Produkte.

Säureangriff durch Softdrinks

Aggressive Säuren stammen nicht nur von Bakterien. So enthalten viele Erfrischungs- und Sportgetränke Zusätze wie Zitronen- und Ascorbinsäure, die den Zahnschmelz direkt angreifen. Die meisten Konsumenten ahnen davon nichts: Denn der gewöhnliche süße Geschmack von Softdrinks täuscht über ihren Säuregehalt hinweg. Einige Obstsorten, Salat-Dressing, Fruchtriegel, viele Fertiggerichte sowie Fruchtsäfte und Smoothies enthalten ebenfalls Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz  herauslösen und ihn damit aufweichen. Wenn Säuren die Zähne attackieren, sprechen Zahnärzte von Erosion. Sie ist häufig die Ursache für schmerzempfindliche Zähne: Weil Zahnschmelz weggeätzt wurde, liegt das weichere Dentin frei, in dem sensible Nervenfasern verlaufen. Typisches Symptom ist ein plötzlicher, scharfer Schmerz beim Konsum heißer oder kalter Speisen und Getränke. Um Zahnerosion zu vermeiden, genügt oft schon eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Besonders wichtig: Sofdrinks, Fruchtsäfte und Sportgetränke nur in Maßen genießen. Danach sollte mindestens eine halbe Stunde vergehen, bevor die Zähne geputzt werden, um den durch die Säure angelösten Zahnschmelz nicht zusätzlich strapazieren.

Zahnpflege- Kaugummis: Sinnvoll für zwischendurch

Morgens und abends mindestens zwei Minuten Zähne putzen, das empfehlen Zahnärzte. Aber auch zwischendurch kann jeder zusätzlich etwas für die Mundhygiene tun: Das Kauen von Zahnpflege-Kaugummis nach dem Mittagessen, nach Zwischenmahlzeiten und dem Genuss von Säften oder Softdrinks regt den Speichelfluss an - dadurch werden Säuen aus den Nahrungsmitteln neutralisiert. So kann zum Beispiel die regelmäßige Anwendung von zuckerfreien Kaugummis mit dem Süßstoff Xylit das Kariesrisiko vermindern. Die vermehrte Speichelbildung wirkt Entzüngsprozessen entgegen und fördert damit auch die Zahnfleischgesundheit. Regelmäßiges Kaugummi-Kauen kann aber Zähneputzen nicht ersetzen!