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Kinderzahnpflege So macht Putzen Spaß

,,Und jetzt ab ins Badezimmer, Zähne putzen!” Auf diese Aufforderung reagieren Kinder in der Regel wenig begeistert. Ermahnungen nutzen dann wenig - besser ist der Versuch, die Mundhygiene als spielerisches Erlebnis zu gestalten.

Etliche Eltern seufzen nur noch, wenn es ums Thema Zähneputzen geht. Denn oft kostet es ganz schön viele Nerven, den Nachwuchs davon zu überzeugen, wie wichtig die Mundhygiene ist - morgens und abends. Und wenn die Kinder dann endlich nörgelnd zur Bürste greifen, muss man auch noch aufpassen, das sie lange und gründlich genug putzen.

Gemeinsam geht’s besser

Kinder lieben Rituale im Kreis der Familie - sie vermitteln Geborgenheit und Zusammengehörigkeitsgefühl. Am besten wird deshalb das Putzen schon ab dem ersten Zahn als festes Zeremoniell eingeführt: erst einmal täglich, später morgens und abends. So lernt das Kind von Anfang an, dass Zahnpflege ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Sie können die Motivation ihrer Sprösslinge deutlich stärken, wenn Sie sie bei der Zahnpflege nicht allein lassen. Gemeinsam macht das Putzen gleich viel mehr Spaß - vor allem, wenn Sie es ein bisschen spielerisch gestalten. So können die Kleinen zum Beispiel versuchen, die Großen zu imitieren. Außerdem kommt es bei vielen Kindern gut an, wenn sie bei den Eltern ,,nachputzen” dürfen. Zusätzlich wirkt das gute Vorbild: Wenn Ihr Kind erlebt, dass auch Mama und Papa regelmäßig zur Bürste greifen, kann es sich leichter mit dem Zähneputzen anfreunden.

Lob spornt an
Unterstützend hilft die Wahl kindgerechter Werkzeuge. Zahnbürsten und -pasten mit lustigen Motiven oder tierischen Helden erhöhen den Spaßfaktor. Dabei darf das Kind sich seine Lieblingsprodukte gern selbst aussuchen. Eine große Rolle bei der Zahncreme spielt natürlich ihr Geschmack - sehr beliebt sind fruchtige Aromen wie zum Beispiel Himbeere oder Erdbeer. Lustige Lieder, Zahnputzbücher und spezielle Hörspielkasetten motivieren  zusätzlich. Auch Plaquefärbetabletten können Kinder anspornen: Alle müssen solange putzen, bis die Farbe von den Zähnen weg ist. Sehr wichtig ist nicht zuletzt Anerkennung. Loben Sie Ihr Kind, wenn es eifrig Zähne putzt !

Erzählen Sie Geschichten
Besonders bei kleineren Zahnputzmuffeln können Sie mit Hilfe von kurzen Geschichten nachhaltige Überzeugungsarbeit leisten. Erzählen Sie beim Zubettbringen, wie es den armen, ungeputzten Beißerchen ergeht. Lassen Sie dabei Ihrer Fantasie freien Lauf und schmücken Sie ruhig aus, wie sich vernachlässigte Zähne fühlen - und wie sie durch blitzsauberes ,,Schruben, Fegen und Wischen” wieder aufblühen. Wenn Kinder wenig Lust zum Putzen haben,
 erweist sich oft die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste als nützlich. Die Technik weckt den Spieltrieb, steigert den Putzspaß und erleichtert zudem die Reinigung. Grundsätzlich eignen sich Elektrobürsten schon ab drei Jahren. Experten empfehlen anfangs die Kombination mit einer altersgerechten Handzahnbürste, damit das Kind auch die manuelle Putztechnik erlernt.

Quelle:”Lückelos”

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Schlaf-Apnoe Nächtliche Atemnot

Schnarchen belastet nicht nur die Partnerschaft. Bei vielen Betroffenen kommt es immer wieder zu Atemaussetzern - mögliche Folgen sind Bluthochdruck, Herzrasen, kopfschmerzen und Tagesmüdigkeit. Oft kann der Zahnarzt helfen: Eine individuell angefertigte Zahnschiene hält nachts die Atemwege frei.

In vielen deutschen Schlafzimmern herrscht nur tagsüber Ruhe. Nachts hingegen tobt oft dröhnender Lärm - vor allem, wenn die Bewohner über 40 sind: Im mittleren und höheren Lebensalter schnarcht fast jeder zweite Mann und etwa jede vierte Frau. Wenn Menschen im Schlaf nach Luft ringen, kann das ziemlich laut werden - bis zu 90 Dezibel wurden gemessen, das entspricht dem Krach einer Hauptverkehrsstraße. Nächtliches ,,Sägen” belastet aber nicht nur die Partnerschaft, es kann auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Knatterndes Gaumensegel
Ursache der nervenden Geräusche ist eine Verengung der oberen Atemwege - dadurch beschleunigt sich der Luftstrom im Rachenraum, das Gaumensegel flattert hörbar. Bei vielen Schnarchen erschlafft die Muskelatur im Rachenbereich allmählich mehr und mehr, bis die Atemzüge schließlich immer wieder ganz blockiert werden. Stockt wegen der Atemaussetzer die Sauerstoffversorgung des Körpers, schlägt das Gehirn Alarm und löst einen Weckreiz aus: Der Schläfer wacht kurz auf, um aktiv Luft zu holen. Am Morgen kann er sich zwar an diese Weckereignisse nicht erinnern - doch sein normaler Schlafrhythmus ist gestört, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Treten die nächtlichen ,,Atempausen” wiederholt auf, gelingt es den Betroffenen nicht mehr, in den Tiefschlaf  zu fallen. Damit fehlen ihnen die entscheidenden Erholungsphasen - sie fühlen sich morgens wie gerädert und schon tagsüber müde.

Diagnose im Schlaflabor
Wenn nachts der Atem stockt, sprechen Mediziner von obstruktiver Schlafapnoe. Betroffene Menschen leiden häufig unter Bluthochdruck, ihr Infarkt- und Schlaganfallrisiko ist erhöht. Es empfiehlt sich daher, eine Schlafapnoe möglichst frühzeitig zu behandeln. Wer häufig schnarcht und sich tagsüber oft schlapp fühlt, sollte den Arzt oder Zahnarzt konsultieren. Zur Diagnose bekommt der Patient ein tragbares Messgerät, das nachts den Atemstrom, die Pulsfrequenz und den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Ergeben sich dabei auffällige Werte, kann eine exakte Untersuchung im Schlaflabor erfolgen. Bei schweren Formen der Schlafapnoe hilft nur ein Beatmungsgerät. Der Patient trägt nachts eine Maske, durch die die Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege gepumpt wird. Im Bett eine Maske aufzusetzen, ist jedoch gewöhnungsbedürftig und wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

Zahnschiene verschafft Luft
Eine mögliche Alternative in leichteren und mittelschweren Fällen ist die so genannte Unterkieferprotrusionsschiene: Diese Zahnschiene wird vom Zahnarzt verordnet und nach Abdruck individuell angefertigt. Sie wird nur nachts getragen und zieht dabei den Unterkiefer ein Stück nach vorne - die Zunge sinkt nicht mehr so weit nach hinten, der obere Luftweg erweitert sich. Studien zeigten die Wirksamkeit der individuell angepassten Zahnschienen bei Schlafapnoe: Eine konsequente Anwendung reduziert Kopfschmerzen und Blutdruck und beugt Herzproblemen vor. Die Methode wird von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in einer Leitlinie anerkannt und empfohlen. Die Kosten der Behandlung werden von einigen gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag ganz oder teilweise übernommen, wenn ein entsprechender schlafmedizinischer Befund vorliegt. 

Quelle:”Lückenlos”

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Zahnpflege ist Herzenssache

Zwischen Mundgesundheit und Allgemeinbefinden besteht ein enger Zusammenhang. Beispiel Parodontitis: Die chronische Zahnbettentzündung erhöht das Infarktrisiko. Gründliches Zähneputzen ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit.

Herzgesund beginnt im Mund. Denn chronische Zahnfleischentzündungen begünstigen die Entwicklung einer Arteriosklerose: Diese Schädigung der Blutgefäß verläuft schleichend über Jahrzehnte. Schreitet sie ungehindert fort, verengen sich die betroffenen Adern mehr und mehr. Schließlich können sie schlagartig verstopfen - passiert das in einem Herzkranzgefäß, erleidet der Patient einen Infarkt. Laut Weltgesundheitsorganisation handelt es sich bei Arteriosklerose um eine krankhafte Veränderung der Gefäßinnenwand, an der sich herdförmige Beläge bilden - bestehend aus Fetten, Kohlenhydraten, Blutbestandteilen, Bindegewebe und Kalzium (daher der Begriff ,,Verkalkung”). Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose und Bluthochdruck sind mit Abstand die häufigste Todesursache in Deutschland. Zu den Faktoren, die das individuelle Risiko für Infarkt und Schlaganfall erhöhen, zählen vor allem Übergewicht, Rauchen, ungesunde Ernährung. Bewegungsmangel, Stress - und Paradontitis

Volkskrankheit Parodontitis      
Wie die aktuelle Deutsche Mundgesundheitsstudie ergab, leidet jeder zweite Bundesbürger über 35 unter einer mittelschweren Form der Parodontitis. Bei etwa jedem zehnten Erwachsenen ist die Zahnbetterkrankung sogar stark fortgeschritten - das Zahnfleisch ist bereits weit zurückgewichen, viele Zahnhälse liegen frei. Warum leiden so viele Menschen unter Parodontitis, oft ohne es zu wissen? Auslöser für Zahnfleischentzündungen sind bakterielle Zahnbeläge. Sie bilden sich bevorzugt an Stellen, die beim Putzen regelmäßig nicht erreicht werden - das sind vor allem die Zahnzwischenräume. Wo selten oder nie eine Bürste hinkommt, entwickelt sich Plaque. Bleibt sie längere Zeit am Zahn haften, alarmieren giftige Stoffwechselprodukte der Plaque-Bakterien das Immunsystem - schon nach wenigen Wochen kann sich eine leichte Zahnfleischentzündung entwickeln.

Taschen im Zahnfleisch
Erfolgt weiterhin keine Reinigung, etabliert sich eine chronische Entzündung. Schließlich überfordern die permanenten Giftattacken der Bakterien das Immunsystem, es kann die Krankheitserreger nicht mehr in Schach halten. In seiner Not weicht das angegriffene Zahnfleischgewebe zurück - zwischen Zahnhals und Zahnfleisch bilden sich Spalten. Diese Taschen bieten den schädlichen Keimen ideale Schlupfwinkel: Sie können sich hier ungestört vermehren, da sie nun vor den Borsten der Zahn- und Zwischenraumbürsten sicher sind. In Zahnfleischtaschen brüten bevorzugt besonders aggresive Bakterien, die einem weiteren Abbau des Bindegewebes Vorschub leisten. Das Zahnfleisch geht deshalb immer mehr zurück, und die Infektion kann sich entlang der Zahnwurzel schließlich bis in den Kieferknochen ausbreiten

Mundkeime im Blut
Bei fortgeschrittener Parodontitis ist das komplette Zahnbett entzündet. Das bedroht auf die Dauer nicht nur den festen Halt der betroffenen Zähne - es stellt außerdem ein Gesundheitsrisiko für den ganzen Körper dar. Denn in den tiefen Zahnfleischtaschen kommt es durch den permanenten Angriff  der Bakterien  zu geschwürartigen Gewebeschädigungen, die den Keimen Tür und Tor in den Körper öffnen. Dann genügen schon alltägliche Aktivitäten wie Kauen oder Zähneputzen, um den Krankheitserregern das Eindringen in die Blutbahn zu ermöglichen. Je weiter eine Parodontitis fortschreitet, desto mehr Bakterien werden ins Blut eingeschwemmt. Über den Kreislauf können Parodontitiskeime bis in das Herz vordringen. Die Bakterien wandern in bestehende Kalkablagerungen an der Gefäßwand ein und lösen Entzündungsvorgänge aus, die das Fortschreiten der Arteriosklerose fördern. Mit der Plaque in den Adern wächst auch die Gefahr eines Herzinfarkts.         

Besonders kritisch: die Zahnzwischenräume
Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand stellt Parodontitis einen eigenständigen Risikofaktor für Herz und Kreislauf dar. Sorgfältige Mundhygiene schützt also nicht nur die Zähne, sie dient auch der Allgemeingesundheit. Zweimal täglich mindestens zwei Minuten Zähneputzen mit der normalen Zahnbürste - das ist die Basis, genügt allein jedoch nicht, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Denn die kritischen Zahnzwischenräume werden dabei nicht gesäubert. Um auch sie zu reinigen, müssen einmal am Tag spezielle Hilfmittel zum Einsatz kommen: entweder Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen. Sehr wichtig sind außerdem regelmäßige Besuche in der 
 Zahnarztpraxis. Bei der halbjährlichen Routinekontrolle kann der Zahnarzt Entzündungen im Zahnbett frühzeitig erkennen. Darüber hinaus empfiehlt es sich mindestens einmal pro Jahr in der Praxis eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen zu lassen. Diese Maßnahme trägt erheblich zur Vorsorge bei, da in ihrem Rahmen alle bakteriellen Beläge sowie Zahnstein und Verfärbungen entfernt werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass professionelle Zahnreinigungen die Gefahr für Herz und Kreislauf mindern: Teilnehmer, die im Beobachtungszeitraum von sieben Jahren regelmäßig zur PRZ in ihrer Zahnarztpraxis kamen, hatten um ein 24 Prozent vermindertes Infarktrisiko (Im Vergleich zu Personen, die nie eine PRZ durchführen ließen).

Warnsignale beachten                                           
Viele Menschen bemerken Zahnfleischentzündungen lange Zeit nicht, weil selbst eine fortgeschrittene Parodontitis in der Regel keine Schmerzen verursacht. Doch es gibt Warnsignale - wenn bei ihrem Auftreten baldmöglichst ein Zahnarztbesuch erfolgt, lässt sich die Erkrankung gewöhnlich schnell stoppen. Zu den ersten Anzeichen zählen Veränderungen des Zahnfleischs: Es ist leicht getötet oder geschwollen, an manchen Stellen weicht es vielleicht schon ein wenig zurück. Auch Zahnfleischbluten sollte man keinesfalls ignorieren, sondern als Alarmsignal ernst nehmen. Zu den Symptomen, die auf eine Zahnfleischentzündung hindeuten, zählt außerdem ein unangenehmer Mundgeruch. Auch wenn die Zahnhälse beim Verzehr kalter oder heißer Speisen und Getränke empfindlich reagieren, sollte die Ursache immer vom Zahnarzt 
 abgeklärt werden. Je früher eine Zahnfleischentzündung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Im Anfangsstadium genügt es häufig, die Mundhygiene zu optimieren. Aber selbst eine fortgeschrittene Parodontitis kann der Zahnarzt erfolgreich behandeln - ganz ohne Bohrer.

Quelle:”Lückenlos”

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Wer lacht, lebt gesünder

Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag, sagte Charles Chaplin. Und das gilt nicht nur, weil Frohsinn Freude bereitet und soziale Bindungen festigt. Herzhaftes Gelächter fördert außerdem in vielfältiger Weise die Gesundheit - indem es zum Beispiel das Immunsystem stärkt. Humor entspannt außerdem: Jede Minute schallendes Gelächter soll so gut wirken wie 30 Minuten Entspannungstraining. Darüber hinaus weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt, die Lunge nimmt mehr Sauerstoff auf, der Stresshormonspiegel geht zurück. Gleichzeitig schüttet der Körper Endorphine aus,  ,,Glückshormone”, die uns Sorgen und Nöte für kurze Zeit vergessen lassen und sogar Schmerzen lindern können. Lachen ist also tatsächlich die beste Medizin, wie das Sprichwort sagt. Heute kann fast jeder Mensch diese ,,Therapie” ungezwungen für sich nutzen. Das war nicht immer so. Über Jahrhunderte mussten sich die meisten Menschen damit sehr zurückhalten, viele lachten nur hinter vorgehaltener Hand. Schuld waren gesellschaftliche Zwänge - lange Zeit galt lautes Lachen als vulgär. Daneben spielte wohl auch die fehlende Mundhygiene eine Rolle. Schlechte Zähne und der früher weit verbreitete Mundgeruch haben sicher wesentlich dazu beigetragen, dass vorwiegend nur verschämt gekichert wurde. Wer lacht, zeigt Zähne. Um unbeschwert und ausgelassen die heiteren Stunden des Lebens genießen zu können, kommt es also auf eine gute Mundhygiene an. Fragen Sie Ihren Zahnarzt, was Sie für ein strahlendes Gebiss tun können - und nutzen Sie die halbjährlichen Kontrollbesuche in der Praxis, um Schäden an Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden.

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Rauchen

Parodontitis bei Zigarettenrauchern

In zahlreichen retrospektiven und prospektiven Studien wurde sowohl für Zigaretten- als auch für Zigarren- und Pfeifenrauchen ein erhöhtes Risiko für das Vorhandensein einer chronischen Parodontitis nachgewiesen. Zur weiterführenden Vertiefung in die Literatur sei der Leser auf aktuelle und ausführliche Übersichtsarbeiten verwiesen. Dem Zigarettenrauchen wird in der Ätiopathognese von Paradontalerkrankungen eine Dosis-Wirkungsbeziehung zugeschrieben. Raucher, die mehr als 10 Zigaretten pro Tag rauchen, erleiden ein größeres Voranschreiten der Parodontalerkrankung als Nichtraucher oder ehemalige Raucher mit chronischer Parodontitis. Zur klinischen Erfassung der pro Zeit konsumierten Tabakmenge wurden deshalb in einer Vielzahl von klinischen Studein die Anzahl der pro Tag gerauchten Zigaretten, oder die “pack years” (ein pack year entrspricht dem Konsum von einer Packung oder 20 Zigaretten pro Tag über ein Jahr) in der Anamnese festgehalten,obwohl diese Angaben relativ ungenau sind. Kürzlich wurde deshalb eine neue Messgröße zur Erfassung des Tabakkonsums von Dietrich und Hoffmann eingeführt. Der sogenannte Comprehesive Smoking Index(CSI) erlaubt es, durch das Einbeziehen der Anzahl täglich gerauchter Zigaretten sowie der verstrichenen Zeit nach dem Rauchstopp bei ehemaligen Rauchern in Zusammenhang mit der errechneten Halbwertszeit eine Abschätzung der zu erwartenden Dauer der parodontalen Geweberegeneration zu vollziehen. Raucher weisen im Vergleich zu Nichtrauchern folgende Verschlechterungen des parodontalen Befundes auf:

• höhere parodontale Sondierungswerte und eine größere Anzahl von Stellen mit Sondierungstiefen von mehr als 3mm,

• mehr Attachmentverlust und mehr gingivale Rezessionen,

• mehr Alveolarknochenverlust,

• mehr Zahnverlust,

• weniger Anzeichen von Gingivitis und weniger Bluten auf Sondieren und

• mehr furkationsbefallene Zähne.

Das typische klinische Bild der Parodontitis eines Rauchers zeigt eine relativ blasse marginale Gingiva mit reduzierten Entzündungszeichen sowie das Vorhandensein von parodontalen Sondierungstiefen mit mehr als 4 mm, gehäuft an interproximalen Stellen, die aber eine geringe Blutungsneigung auf paradontales Sondieren zeigen.

Pfeifen- und Zigarrenrauchen

Das Zigarettenrauchen ist in Bezug auf die parodontale Schädigung bislang am Besten dokumentiert worden. Obwohl frühere Untersuchungen zunächst keine Unterschiede zwischen Nichtrauchern und Pfeifen- oder Zigarrenrauchern feststellen konnten, wurde bei Pfeifen- und Zigarrenrauchern in Langzeitstudien über 20 Jahre dennoch ein erhöhtes Risiko für Alveolarknochenrückgang und Zahnverlust ermittelt.

Passivrauchen

Nur etwa 30% des Tabakprodukten erzeugten Rauches gelangen in den Atmungstrakt eines Rauchers. Der größere Teil verbleibt schwebend in der Umgebungsluft, sodass Mitmenschen im gleichen Raum unvermeidlich schädliche Stoffe einatmen. Ein Passivraucher nimmt bis zu einem Drittel des Nikotins einer gerauchten Zigarette auf. Eine Untersuchung der Einwirkung von Passivrauchen auf das Parodont wurde mit 273 japanischen Arbeitern durchgeführt. Anhand der parodontalen Sondierungstiefen und des Attachmentniveaus, sowie der Messung des Nikotinsstoffwechselproduktes Cotinin im Speichel, konnte festgestellt werden, dass Raucher und Passivraucher je mit einem 5-fach erhöhten Risiko signifikant häufiger Parodontitis hatten als Nichtraucher. Diese Resultate lassen die Schlussfolgerung zu, dass Passivrauchen ein erhöhtes Risiko für das Entstehen einer chronischen Parodontis darstellen kann.

Pathogenetische Aspekte für Parodontitiden bei Rauchern

Nikotin

Nikotin wird an der Wurzeloberfläche abgelagert und ist im Serum, Speichel und im Sulkusfluid bei Rauchern erhöht. Für den Nachweis des Nikotins in den Körperflüssigkeiten eignet sich das Cotinin, ein Metabolit von Nikotin mit längerer Halbwertszeit. Nikotin stimuliert einerseits im Gehirn angenehme Reaktionen, die zu einem Suchtverhalten führen, ohne aber einen direkten Schaden auszulösen. Anderseits scheint Nikotin für einen großen Teil derparodontalen Schäden verantwortlich zu sein. Da aber generell das Rauchen, bzw. die zahlreichen Inhaltsstoffe des Tabakrauchs einen vielfältigen Einfluss auf die Gewebe, die mikrobielle Zusammensetzung oder das Immunsystem haben, können die in vitro gezeigten Effekte nicht ohne Weiteres auf die Situation in-vivo übertragen werden. Es kann im Zusammenhang mit den schädigen Folgen des Tabkkonsums vielfach nicht klar von ausschließlichen Wirkungen durch Nikotin oder Cotinin gesprochen werden.

Oxidative Mechanismen

Durch das Rauchen einer Zigarette werden freie Radikale, sogenannte “Reactive Oxygene Species”(ROS). d.h. chemische Verbindungen mit ungepaarten Elektronen, durch den Wirtsorganismus freigesetzt. Beispielweise sind die Hydroxyl- (HO-) und Peroxylradikale (HOO-) für zahlreiche Gewebeveränderungen verantwortlich, indem sie die Wirts-DNA zerstören, Lipidperoxidation der Zellmembran verursachen, endotheliale Zellen schädigen und das Wachstum der glatten Gefäßmuskulatur (VSMC) induzieren. Unter physiologischen Bedingungen herrscht im menschlichen Organismus ein Gleichgewicht zwischen oxidativem Stress. Dies wird auch durch Passivrauchen, wie z.B. bei Kindern im Haushalt rauchender Eltern induziert. Oxidativer Stress äußert sich , neben den potenziellen Effekten auf das Parodont, in einer Vielzahl weiterer krankhafter Prozesse, wobei besonders seine Rolle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen unbestritten ist.

Immunologische Apsekte

Die Immunantwort des Wirts auf den bakteriellen Reiz ist für die überwiegende Mehrzahl der parodontalen Schäden verantwortlich. Nikotin und andere Bestandteile des Tabakrauchs beeinflussen die Abwehrvorgänge des befallenen Organismus und tragen so weiter zur parodontalen Destruktion bei. Polymorphkernige neutrophile Granulozyten (PMN) spielen eine zentrale Rolle bei der primären antibakteriellen entzündlichen Abwehr. Wichtige Eigenschaften dieser Leukozyten sind die Fähigkeit zu Chemotaxis, die Phagozytose und gegebenfalls die Vernichtung von Bakterien, Pilzen oder bakteriellen Produkten. Die Anzahl und Vitalität an PMN variiert zwischen Nichtrauchergruppen und Rauchergruppen. Darüber hinaus ist die Fähigkeit zur Phagozytose in Abhängigkeit von der Anzahl gerauchter Zigaretten herabgesetzt. Fibroblastenfunktion bilden sezernieren Kollagen. Eine physiolohische Fibroblastenfunktin spielt eine zentrale Rolle für den Erhalt des parodontalen Gewebes und die Wundheilung nach chirurgischer oder konservativer Therapie. Nikotin wird an der Wurzeloberfläche abgelagert oder im Sulkusfluid ausgeschieden. Nikotin zeigte in mehreren Untersuchungen einen deutlichen dosisabhängigen zytotoxischen Effekt auf unterschiedliche Fibroblastenpopulationen und hemmt die Proteinsynthese im parodontalen Gewebe. Bei Rauchern wurde im Vergleich zu Nichtrauchern ein geringer Mineralgehalt des Knochens festgestellt und ein erhöhter Kalziumgehalt in Speichel gemessen.

Parodontaltherapie bei Rauchern

Nicht-chirurgische und konventionell chirurgische Therapie der Parodontitis

Zahlreiche klinische Studien der vergangenen zehn Jahre haben deutlich gezeigt, dass sowohl das Scaling und Wurzelglätten als konservative als auch die chirurgische Parodontaltherapie bei Rauchern weniger erfolgreich sind als bei Nichtrauchern. Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern weniger “Taschenschrumpfung”, sowie weniger klinischen Attachmentgewinn. Die Wundheilung nach einem parodontalchirurgischen Eingriff läuft allgemein verzögert ab. Durch die Behandlung der chronischen Parodontitis werden bei Nichtrauchern, Rauchern und Ex- Rauchern die Sonierungstiefen allgemein reduziert. Der Unterschied des Therapieerfolges zwischen Rauchern und NIchtrauchern macht sich indes bei Stellen mit initial größeren Sondierungswerten deutlischer bemerkbar. Bei den Rauchergruppen wurden die Sondierungstiefen um 1,75mm, bei den Nichtrauchern um 2,23 mm reduziert.

Regenerative Parodontaltherapie

Im Rahmen parodontalchirurgischer Operationen bestehen heute vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung der Regeneration der parodontalen Gewebe. Dies kann durch die Applikation von Schmelzmatrixproteinen, durch autologen Knochen oder durch verschiedene Knochenersatzmaterialien im Rahmen einer gesteuerten Gewebegeneration erfolgen. In der Literatur besteht weitgehende Übereinstimmung darüber, dass regenerative Therapievarianten bei rauchenden Patienten deutlich schlechtere Ergebnisse aufweisen, als wenn diese bei Nichtrauchern durchgeführt werden.

Risikobeurteilung und professionell unterstützende Parodontaltherapie

Im Anschluss an eine erfolgreich abgeschlossene Parodontalbehandlung ist die Durchführung einer parodontalen Risikobeurteilung zur Bestimmung des zeitlichen Intervalls der professionell unterstützenden Parodontaltherapie angezeigt. Die Risikobeurteilun g ist gut bekannt und berücksichtigt:

•Bluten und Sondieren,

•Anzahl Stellen mit einer Sondierungstiefe von mehr als 4 mm,

•Alveolarknochenverlust,

•systemische Faktoren (z.B. Diabetes mellitus) und

•Umweltfaktoren.

Raucher mit einem Tabakakonsum von 20 Zigaretten und mehr pro Tag werden in der parodontalen Risikobeurteilung in der hohen Risikokategorie eingestuft. Für solche Raucher wird zur klinischen Betreuung ein Recall-Intervall von 3 Monaten empfohlen.

Tabakprävention und Entwöhnung

Die Tabakentwöhnung ist neben einer optimalen Plauqekontrolle zur wichtigsten Maßnahme bei der Behandlung von Parodontalerkrankungen geworden. Im Gegensatz zur allgemeinmedizinischen Praxis sieht das zahnmedizinische Praxisteam seine Patienten regelmäßig und kann sie deshalb durch mehrere Interventionen zum Tabakentzug bewegen. Die Tabakabhängigkeit besteht aus einer physischen, wie auch einer psychischen Abhängigkeit. Daher ist die Kombination einer medikamentösen Therapie zur Behandlung der phsychischen Entzugssymptome empfehlenswert. Für die Anwendung zur Tabak- Kurzinvention in der zahnmedizinischen Praxis scheint eine “Kurzform” das sogenannte “Brief Motivational Interviewing” (BMI), geeignet zu sein. Die Nikotinsubstitution ist die Therapie der Wahl für das zahnmedizinische Praxisteam, da die beiden rezeptpflichtigen Pharmazeutika Vareniclin und Bupropion SR der Verordnung durch Ärzte vorbehalten sind.

 Quelle: “Risikokompendium Parodontitis 2010″

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“Her mit der Pasta!”

Putzhilfe aus der Tube: Ohne Zahncreme macht die Mundpflege nicht nur keinen Spaß, sonder auch ein wenig Sinn. Denn das Bürsten allein würde längst nicht ausreichen, um die bakteriellen Beläge zu entfernen , die sich im Laufe des Tages unvermeidlich auf jeder Zahnoberfläche bilden. Die Zahnpasta verbessert den Reinigungseffekt der Zahnbürste enorm- entscheidend sind dabei vor allem drei Dine:

1.Flourid schützt den Zahnschmelz.

2. So genannte Putzkörper- diese schmirgelnden Teilchen bestehen in der Regel aus Mineralien wie Kieselsäure, Kalziumkarbonat oder Phosphaten.

3. Oberflächenaktive Stoffe(Tenside) sorgen dafür, dass die Zahncreme schäumt.

Die Zahnfäulnis, medizinisch Karies genannt, befindet sich in Deutschland seit vielen Jahren auf dem Rückzug. Das gilt vor allem für Kinder: Heute haben mehr alls die Hälfte aller Schulanfänger kariesfreie Milchzähne. Kariesbakterien gefährden die Zahngesundheit, weil ihr Stoffwechsel aggressive Säuren produziert, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, entsteht schließlich ein Loch.

Flourid gegen Zahnfäule

Gründliches Putzen mit flouridhaltiger Zahncreme stoppt die Karies-Attacke. Mit Bürste und Pasta werden bakterielle Beläge mechanisch entfernt, und Flourid härtet den Zahnschmelz, indem es herausgelöste Mineralien ersetzt. Es ist heute wissenschaftlich belegt, dass Flouride am besten vor Karies schützen, wenn sie von außen auf die Zahnoberfläche einwirken. Die Verwendung einer flouridhaltigen Zahnpasta ist deshalb unbedingt zu empfehlen- putzen Sie zweimal täglich mindestens zwei Minuten. Bei den Kindern sollte ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns zunächst mit einer speziellen Kinderzahncreme mit niedrigem Flouridgehalt geputzt werden. Erst wenn das Kind in die Schule kommt und das Kind selbstständig ausspucken kann, darf eine Junior- oder Erwachsenenpasta mit höherem Flouridgehalt benutzt werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, falls der Kinderarzt Flouridtabletten verordnet hat: Solange das Kind flouridhaltige Mittel einnimmt, sollte es zur Mundhygiene evtl. eine Zahncreme ohne Flourid verwenden und dies mit dem Zahnarzt des Vertrauens besprechen.

Putzkörperchen gegen Plaque und Verfärbungen

Für die Reinigungswirkung einer Zahncreme sorgen winzig kleine Putzkörperchen. Sie unterstützen die Zahnbürste beim Entfernen der bakteriellen Beläge. Die Kunst besteht darin, Putzkörper einzusetzen, die wirksam zum Abschmirgeln der Plaque beitragen und Verfärbungen beseitigen, dabei aber den Zahnschmelz nicht angreifen. Sie können bei allen handelsüblichen Zahncremes sicher sein, dass sie dem gesunden Zahnschmelz nichts anhaben können. Ein Maß für die Schmirgel- Wirkung der Zahnpasta st der so genannte RDA-Wert. Er hängt vor allem von der Härte, Größe und Oberflächenstruktur der Putzkörperchen ab. Die Aussagekraft des RDA- Werts in der Fachwelt umstritten, da er am vergleichsweise weichen Zahnbein(Dentin) gemessen wird und nicht am harten Zahnschmelz. Das Dentin, sozusagen der Kern des Zahnes, ist jedoch in der Regle vom schützenden Schmelz umgeben - eine Ausnahme bilden allerdings zum Beispiel freiliegende Zahnhälse. Nach Ansicht der Bundeszahnärztekammer sind für den alltäglichen Gebrauch Zahnpasten mit einem RDA-Wert zwischen 30und 70 zu empfehlen. Spezialcremes gegen Verfäbungen(Zahnweißcreme) enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Schleifmitteln. Produkte mit einem RDA- Wert über 80 sollten nicht täglich zur Mundhygiene angewendet werden, empfiehlt die Bundeszahnärztekammer. Die Ergebnisse wisschenschaftlicher Forschungen deuten darauf hin, dass Zahnschäden generell weniger auf zu stark schmirgelnder Zahnpasten zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf falsche Putztechnick:Wer regelmäßig mit zuviel Kraft und einer harten Bürste “schrubbt”, schädigt damit auf Dauer den Schmelz und unter Umständen auch das Zahnfleisch- es weicht vor dem Über-Druch zurück und legt den Zahnhals frei.

Schaum erfrischt nicht nur

Die meisten Verbraucher empfinden es als angenehm  und erfrischen, wenn die Zahnpast schäumt. Die Schaumbildner oder auch Netzmittel leisten noch mehr: Sie unterstützen die gleichmäßge Verteilung der Zahncreme und damit auch den Putzeffekt. Speisereste werden von den kleinen Bläschen “eingefangen”, die Zahnbürste kann sie dadurch besser entfernen. Die Netzmittel binden außerdem abgelöste bakterielle Beläge, nach Abschluss des Putzvorgangs lassen sie sich deshalb leicht ausspülen.Darüber hinaus ermöglicht der Schaum eine bessere Benetzung der Zahnoberflächen mit den Wirkstoffen in der Zahncreme.

Der Zahnarzt gibt gerne Tipps

Auf dem deutschen Markt sind zund 300 verschiedene Zahnpasten erhältlich- eine verwirrende Vielfalt. Zahlreiche Produkte enthalten besondere Zusätze oder Inhaltsstoffe, die zum Beispiel das Zahnfleisch kräftigen, die Bildung von Zahnstein reduzieren, gegen Mundgeruch wirken oder speziell für ” reifere” Zähne geeignet sein sollten. Dann gibt es Cremes für sensible, schmerzempfindliche Zähne, und wieder andere enthalten antibakteriell wirkende Substanzen, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Fragen sie vor der Anwendung einer Zahncreme mit besonderen Eigenschaften am besten Ihren Zahnarzt. Er kann beurteilen, ob das Produkt in Ihrem ganz persönlichem Fall gut geeignet ist- und Ihnen außerdem weitere wertvolle Tipps zur richtigen Zahnpflege geben.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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Deutschlands Zahnärzte sind Spitze

Die Zahnheilkunde in Deutschland besticht im internationalen Vergleich durch höchste Qualität.

Was zeichnet unsere Zahnärzte aus?

Zahnerkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, ist oberstes Ziel der Zahnärzte in Deutschland- ganz im  Sinne ihrer Patienten. Und falls trotz aller Bemühungen ein Zahn erkrankt, wird dies am besten möglichst früh erkannt und behandelt. Deshalb sollte jeder Mensch mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, im Idealfall alle 6 Monate. Das Ergebnis der guten Vorsorge in Deutschland kann sich sehen lassen: Die Zähne der Menschen sind so gesund nie zuvor. So kauen heute 70 Prozent der Zwölfjährigen mit einem naturgesunden Gebiss, ganz ohne Karies, Füllungen oder Zahnverlust. Auch bei den Erwachsenen zeigen sich die Erfolge: Mussten Anfang der neunziger Jahre bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen noch über 16 Millionen Zähne pro Jahr gezogen werden, so waren es im Jahr 2009 nur noch 13,4 Millionen. Auch in den Fällen, in denen ein Zahn nicht mehr gerettet werden kann, sind die Patienten bei Deutschlands Zahnärzten in besten Händen. Die Mängelquote bei Zahnarztbehandlungen liegt im Promillebereich: So haben zum Beispiel die Zahnärzte in Bayern vergangenes Jahr rund 1,4 Millionen Zahnersatzbehandlungen durchgeführt- ehr als 99,9 Prozent davon waren fehlerfrei. Die wenigen Mängel konnten durch Nachbesserungen beseitigt werden.

Erstklassige Ausbildung

Grundlage für die gute Zahnheilkunde in Deutschland ist die erstklassie Ausbildung an den Universitäten. Das Studium umfasst elf Semester, ist sehr praxisorientiert und endet mit dem Staatsexamen. Nach erfolgreicher Prüfung müssen die Absolventen noch eine mindestens zweijährige Vorbereitungszeit als Assistenzzahnarzt absolvieren. Erst danach dürfen sie als Vertragszahnarzt arbeiten. Die große Mehrheit der deutschen Zahnärzte bildet sich zudem regelmäßig fort. Deutschlands Zahnmedizin kann sich also sehen lassen. Doch wie lange noch ? Die von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen werden immer schlechter. In der gesetzlichen Krankenversicherund haben die Zahnärzte inzwischen eine enorme bürokratie Last zu tragen. Außerdem sind zahnerhaltende Maßnahmen budgetiert. Das bedeutet, dass die Zahnärzte ab einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise nicht mehr kostendeckend arbeiten können- bestriebswirtschaftlich und zahnmedizinisch ein Desaster. Im Bereich der privaten Krankenversicherung sieht es nicht viel besser aus. Die private Gebührenverordnung ist seit über 23 Jahren unverändert. Die allgemeine Kostensteigerung und der medizinisch-technische Fortschritt werden alo nicht berücksichtigt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Patienten: Wenn die Politik die Weichen nicht richtig stellt, gefährdet sie die internationale Spitzenstellung der deutschen Zahnheilkunde.

 

Quelle: Magazin”Lückenlos”

 

 

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Knochenschwund- Vorsorge auch beim Zahnarzt

Bei Osteoporose werden die Knochen porös und instabil. Oft zermürbt die Krankheit auch den Kieferknochen- Zähne verlieren den Halt.

Osteoporose ist eine stumme Krankheit: Die Betroffenen spüren über viele Jahre keine Schmerzen. Oft erfolgt die Diagnose daher spät, im fortgeschrittenen Stadium- wenn schon der erste Knochen bricht. Soweit muss es nicht kommen. Vorbeugend kann jeder Mensch etwas für seine Knochengesundheit tun: Durch regelmäßge Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Kalzium (Milchprodukte ,Mineralwasser,Gemüse) und Vitamin D(Fisch,Kalbfleisch,Eier,Champignons,Leber). Knochenschwund kann jeden treffen: Etwa jede dritte Frau nach der Menopause und fast jeder fünfte Mann jenseits der 60 erkranken daran. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Osteoporose auch den Kieferknochen angreift. So verlieren Patienteninnen, die unter Osteoporose leiden, in und nach den Wechseljahren mehr Zähne als Menschen mit normaler Knochendichte. Frauen und Männer sollten auch aus diesem Grund jenseits der 50 weiterhin konsequent auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Wichtig ist außerdem der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt: Er kann Gefahren für die Zahngesundheit frühzeitig erkennen. Ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund im Kiefer besteht bei Osteoporose- Patienten, die so genannte Bisphosphonate einnehmen. Diese häufig verordneten Arzneimittel reduzieren das Risiko für Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche. Dabei sind jedoch Nebenwirkungen möglich: Aufgrund der Therapie mit Bisphosphonaten kann es zum Absterben  von Knochengewebe im Kiefer kommen. Wer vom Arzt ein Bisphosponat verordnet bekommen hat, sollte unbedingt seinen Zahnarzt darüber informieren. Treten Beschwerden auf wie Druckstellen, Zahnfleischentzündungen, unagenehmer Geschmack, Mundgeruch oder scheinen sich einzelne Zähne zu lockern, sollte der Patient möglichst bald die Zahnarztpraxis aufsuchen.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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Genuss ohne Verdruss- auch bei sensiblen Zähnen

Warme Sommertage und leckeres Eis- das gehört zusammen. Bei vielen Menschen die süße Freude jedoch arg getrübt, weil plötzlich die Zähne schmerzen. Der Zahnarzt kann die Ursache feststellen und das Problem beheben.

Kennen Sie das auch ? Sie schlecken an einer Kugel Eiskrem, trinken einen Schluck kalte Limonade oder löffeln eine heiße Suppe- und spüren plötzlich einen scharfen, ziehenden Schmerz an den Zähnen. Die Pein klingt nach kurzer Zeit zwar wieder ab, ein Besuch in der Zahnarztpraxis ist dennoch dringend zu empfehlen, um die genaue Ursache abzuklären. Wenn Heißes oder Kaltes, Süßes oder Saures an den Zänen schmerzt, sprechen Zahnärzte von “Dentinhypersensibilität”- zu Deutsch: Zahnbeinüberempfindlichkeit. Das Zahnbein (Dentin) bildet den Kern und die Hauptmasse eines Zahns. Im sichtbaren Bereich ist es vom schützenden Zahnschmelz überzogen- er ist wesentlich härter und lässt sich von thermischen oder chemischen Reizen nicht irritieren. Eine Zahnbeinüberempfindlichkeit entsteht, wenn das Dentin an einzelnen Stellen des Zahn freiliegt. Dann stehen die feinen Kanälchen offen, von denen das Zahnbein durchzogen ist- sie enthalten Nervenfaser, die nun äußere Reize wie heiß,kalt, süß oder sauer an den zentralen Zahnnerv weiterleiten. Die spürbare  Folge: Schmerzen. Für das zunehmend verbreitet Problem der Dentinhypersensibilität sind vor allem zwei  Ursachen verantwortlich:

1.Schäden in der Zahnschmelzschicht durch säurebedingte Erosionen;

2.zurückweichendes Zahnschmelz werden in der Zahnarztpraxis zunehmend häufiger beobachtet. Schuld sind in der Regel die Ernährungsgewohntheiten: Während früher zumeist regelmäßig dreimal am Tag gegessen wurde, geht der Trend mittlerweile zu mehreren kleinen Mahlzeiten. Das schont zwar den Magen, aber nicht den Zahnschmelz- er muss imm er öfter Säureangriffe parieren. Denn nicht nur beliebte Obstsorten wie Zitrusfrüchte und Äpfel, auch Salate mit Essigdressing, Fruchtriegel, viele Fertiggerichte sowie Säfte, Smoothies, Softdrinks und vor allem Sport-und Fitnessgetränke enthalten Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn so aufweichen. Oft reagieren Zähne auch deshalb schmerzempfindlich, weil der Zahnhals freilieg. Er besitzt keinen Schmelz, denn normalerweise schützt ihn das Zahnfleisch. Weicht die Schleimhaut aber zurück, kommt das empfindliche Dentin am Zahnhals zum Vorschein.

Empfindliche Zahnhälse

Eine häufige Ursache für Zahnfleischschwund ist Paradontitis. Mit gründlicher Mundhygiene beugen Sie dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats vor. Wichtig ist vor allem die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Nehmen Sie die ersen Anzeichen einer Paradontitis unbedingt ernst: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, falls das Zahnfleisch geschwollen oder gerötet ist, wenn es beim Putzen blutet oder falls Sie einen unangenehmen Mundgeruch bemerken. Die Ursache für freiliegende Zahnhälse könnte aber auch eine falsche Putztechnik sein. Wer mit der Zahnbürste hin und her schrubbt oder zu stark drückt, bringt sein Zahnfleisch in Bedrängnis: Das weiche Schleimhautgewebe reagiert darauf empfindlich und zieht sich allmählich zurück. Mit der richtigen Putztechnik können Sie die Zahnbürste in kleinen Kreisbewegungen über die Zähne, und drücken Sie dabei nicht zu stark. Wenn Ihre Zähne sensibel reagieren oder falls das Putzen weh tut, sollten Sie möglichst bald Ihren Zahnarzt informieren. Er kann frei liegende Zahnhälse wirksam behandeln, indem er die freien Dentinkanälchen mit einem flouridhaltigen Lack oder einem speziellen Kunststoff versiegelt.

Quelle: Magazin”Lückenlos”

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Gesunde Zähne trotz Diabetes

Zuckerpatienten sollten ganz besonders auf eine gute Mundhygiene achten. Denn bei Diabetes besteht ein stark erhöhtes Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen.

 Die Zahl der Zuckerpatienten  steigt bereits stetig. Bereits bei mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland wurde die Diagnose Diabetes gestellt. Darüber hinaus sind etwa drei Millionen Erwachsene erkrankt, ohne es zu wissen: Denn der so genannte “Alterszucker” (Mediziner sprechen von Typ-2- Diabetes) entwickelt sich schleichend über viele Jahre- oft bleibt er daher lange Zeit unbemerkt. Doch schon im frühen Stadium kann die Stoffwechselstörung Schäden im Körper anrichten. So greift der überschüssige Zucker im Blut vor allem Nerven, Nieren und Gefäße an, aber auch die Zahngesundheit ist bedroht.

 Auf Warnsignale achten

Mögliche Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwerte sind allgemein Müdigkeit und Abgeschlagenheit, starker Durst, häufigeres Wasserlassen, Juckreiz, vermehrtes Auftreten von Infekten wie etwa Blasenentzündungen, schlecht heilende Wunden, eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, verminderter Speichelfluss- und Zahnfleischentzündungen: Sie machen sich bemerkbar durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, unangenehmen Mundgeruch, Zahnfleischbluten beim Putzen oder empfindliche Zahnhälse, die beim Genuss kalter oder heißer Lebensmittel wehtun.Wer einer dieser Symptome bemerkt,sollte baldmöglichst zum Zahnarzt gehen. Er kann die Ursache feststellen und auch erkennen, ob möglicherweise ein Diabetes hinter den Beschwerden steckt.

Gesunde Ernährung als Therapie

Ziel jeder Diabetes- Behandlung ist eine gute Blutzuckereinstellung. Um sie zu erreichen, wird der Arzt einem Typ-2-Diabetiker in aller Regel zunächst Tabletten verordnen. Mit der Einnahme von Medikamenten allein lässt sich jedoch kein optimaler Therapieerfolg erzielen- ergänzend sollte jeder Zuckerpatient selbst etwas für seine Gesundheit tun. Ernährung und regelmäßige Bewegung. Mit einer vollwertigen Kost können Diabetiker ihre Blutzuckerwerte verbessern und Folgeerkrankungen vorbeugen. Ein ausgewogener Speiseplan mit viel Gemüse, Vollkornprodukten,Kartoffeln,Reis,Müsli, mageren Milchprodukten sowie mehr pflanzlichem und weniger tierischem Fett trägt wesentlich dazu bei, das Behandlungsziel zu erreichen. Dazu gehört in der Regel auch das Abnehmen - denn Übergewicht ist die Hauptursache des Typ-2-Diabetes.

 Gute Zuckerwerte schützen die Zähne

Eine verbesserte Stoffwechseleinstellung beugt Diabetes-Folgeschäden wie Herzinfarkt oder Nierenversagen vor-und schützt  auch die Zähne. Je besser die Blutzuckerwerte, desto geringer das Risiko für Paradontitis und Karies. Diabetiker leiden besonders häufig unter Zahnhalskaries. Wird diese Erkrankung nicht frühzeitig behandelt, können die Kariesbakterien schon bald bis zur Zahnwurzel vordringen. Zuckerpatienten bemerken das oft gar nicht, weil sie im Bereich des Zahnbetts keine Schmerzen spüren. Breitet sich die Wurzelkaries deshalb unerkannt aus, ist der Zahn schließlich nicht mehr zu retten. Möglichst normale Zuckerwerte sind das eine- sorgfältige Mundhygiene ist das andere. Diabetiker sollten eine besonders penible Zahnpflege betreiben. Dazu gehört es, täglich mindestens zweimal gründlich die Zähne zu putzen. Insbesondere älteren Patienten ist dazu eine elektrische Zahnbürste zu empfehlen. Viele Senioren haben aufgrund einer eingeschränkten manuellen Geschicklichkeit Probleme, mit der Handzahnbürste alle Gebissbereiche gut zu reinigen. Eine elektrische Bürste kann den Putzerfolg verbessern: Der rotierende Bürstenkopf führt die besonders effektiven kreisenden Bewegungen automatisch aus und erleichtert es, alle Zahnpartien zu erreichen.

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Um Unterzuckerungen zu vermeiden, müssen viele Diabetiker nach Anweisung ihres Arztes häufiger Zwischenmahlzeiten einnehmen. Auch danach sollten sie darauf achten, dass keine Speisereste zwischen den Zähnen verbleiben. Unverzichtbar für Diabetiker ist die tägliche Säuberung der Zahnzwischenräume. Sie erfolgt am besten so genannten Interdentalbürstchen: Deren mikrofeine Borsten sind bezüglich der Effektivität allen anderen Hilfsmitteln zur Reinigung der Zahnzwischenräume überlegen. Interdentalbürsten sind zudem leicht anzuwenden- einfach behutsam in den Zwischenraum einführen und vorsichtig mehrfach hin und her bewegen. Wichtig ist jedoch dsie Wahl der richtigen Größe: Lässt sich das Bürstchen nur unter Krafteinsatz in die Lücke schieben, ist es zu groß. Besteht andererseits zu viel Spielraum, erfolgt keine optimale Reinigung. Im Zweifel fragen Diabetiker ihren Zahnarzt- er wird geeignete Zwischenraumbürsten empfehlen und die optimale Putztechnik erklären. Auch die Frage, ob die zusätzliche Anwendung antibakterieller Mundspülmittel sinnvoll ist, sollten Diabetiker mit ihrem Zahnarzt besprechen. Wegen des erhöhten Risikos vereinbaren Zuckerpatienten am besten vierteljährlich einen Kontrolltermin in der Zahnarztpraxis. Zur optimalen Vorsorge ist es außerdem ratsam, dort zweimal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

 Quelle: Magazin”Lückenlos”